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	<title>ZDF Vorabendprogramm 70er Jahre Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>ZDF Vorabendprogramm 70er Jahre Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Excelsior Stan To The Rescue!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2018 21:47:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>zum Tode von Stan Lee Ich meine das ganz ernst: ohne meine frühe Begegnung mit den Medien, ohne Eskapismus hätte ich meine Kindheit nicht überstanden. Und selbst wenn &#8211; mein weiteres Leben wäre niemals so erfüllt und glücklich verlaufen. Das &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/11/12/11775/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>zum Tode von<strong> Stan Lee</strong><em><br />
<img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-11784" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/Stan-Hulk.jpg?resize=640%2C515&#038;ssl=1" alt="Stan+Hulk" width="640" height="515" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/Stan-Hulk.jpg?w=1325&amp;ssl=1 1325w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/Stan-Hulk.jpg?resize=300%2C242&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/Stan-Hulk.jpg?resize=1024%2C825&amp;ssl=1 1024w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></em>Ich meine das ganz ernst: ohne meine frühe Begegnung mit den Medien, ohne Eskapismus hätte ich meine Kindheit nicht überstanden. Und selbst wenn &#8211; mein weiteres Leben wäre niemals so erfüllt und glücklich verlaufen. Das damalige Kinderfernsehen (vor allem das <strong>Vorabendprogramm des ZDF</strong>), das deutsche Programm von <strong>Radio Luxemburg</strong> (in der Zeit, bevor ein gewaltiger Hulk namens <strong>Helmut Thoma</strong> es von einem Tag auf den anderen zu Klumpen schlug) und ein Stapel Superheldencomics, die mir mein großer Bruder überließ, waren es, die meine Verzweiflung in Melancholie umschlagen ließen und meine Alpträume in großes Kopfkino. Mit Stan Lee ist nun der Urheber jenes magischen Heftchenstapels von uns allen gegangen, nach biblischen 95 Jahren, die ihn immer erfolgreicher und als Person populärer werden ließen. Anlässlich seines letzten, kürzlich begangenen Geburtstages bekannte er, so ziemlich der glücklichste Mensch der Welt zu sein. Es freute mich, das zu hören.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-11783" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/DIE-SPINNE-45-46.jpg?resize=640%2C471&#038;ssl=1" alt="DIE SPINNE 45-46" width="640" height="471" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/DIE-SPINNE-45-46.jpg?w=1772&amp;ssl=1 1772w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/DIE-SPINNE-45-46.jpg?resize=300%2C221&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/DIE-SPINNE-45-46.jpg?resize=1024%2C754&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/11/DIE-SPINNE-45-46.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />Mein erstes richtiges Superhelden-Comic und gleich ein zweiteiliges Sequel: die Rückkehr der Echse!</em><span id="more-11775"></span></p>
<p>Auf dem erwähnten Stapel zuoberst lag die Nr. 45 der „Spinne“, wie „Spider-Man“ damals hieß. Unwissend, wie komplex die inhaltlichen Verflechtungen all dieser Heftchen sind (wie auch derer, die ich mir nun auf Flohmärkten zusammenkaufen würde), sortierte ich sie nicht und dachte, es sei ja egal, welches ich als erstes läse. Und so las ich gleich diese Nr. 45. Das war trotz des ungeschickten narrativen Einstiegs eine gute Wahl, denn die Qualitäten des Marvel-Zeitalters standen dort bereits in voller Blüte: die Hauptgeschichte war von John Romita gezeichnet, das halbe „Aquarius“ -Abenteuer im hinteren Teil von John Buscema – sie wurden auf Anhieb zu zwei meiner persönlichen Favoriten der Zeichenkunst und sind es geblieben. Die humanistisch-schnodderigen Übersetzungen von Hartmut Huff fachten meinen durch „Väter der Klamotte“ erregten Entschluss weiter an, mich in meinem späteren Berufsleben mit Sprache zu beschäftigen. (Nicht auszudenken, wie mein Leben verlaufen wäre, hätte ich auf meine Mutter gehört und lieber Karl May gelesen!)</p>
<p>Von Stan Lees Tod erfuhr ich vorhin – ganz klassisch – aus dem Radio. In keinem der ersten Nachrufe fehlte der pflichtschuldige Hinweis, Lee habe die Bedeutung seiner Zeichner nicht angemessen gewürdigt. Das ist Blödsinn. Es mag sein, dass die beiden ersten und wichtigsten von ihnen &#8211; Jack Kirby und Steve Ditko – sich nicht immer angemessen bezahlt gefühlt haben (was auch nicht schön ist), aber aus den Namen, Funktionen und Verdiensten seiner Zeichner hat Stan Lee gegenüber seiner Leserschaft nie ein Geheimnis gemacht, ganz im Gegenteil. Er prahlte mit ihnen. Sie waren das Zentrum seiner fanfarenhaften Openings, ihre Ankündigung begründete eine ganz neue Spitznamenkultur.* Jack Kirbys Ruhm begann mit den Marvels und ging in Nachruhm über, als er das „Haus der Ideen“ zum zweiten und letzten Mal verließ. Der kürzlich ebenfalls verstorbene Steve Ditko, das stilistische Gegengewicht zum pompös-kraftstrotzenden Kirby und der Miterfinder von „Spider-Man“, wird heute ausschließlich für die Arbeiten gefeiert, die er für und mit Stan Lee geschaffen hat. Wer das nicht einzuordnen weiß, der sei an das Schicksal von Disneys Comic-Künstlern erinnert, deren Namen jahrzehntelang ein Geheimnis waren und erst offiziell genannt werden, seit die Fans sie ohnehin selbst recherchiert haben.** Außerdem hat Stan Lee weitaus mehr Charaktere erfunden bzw. miterfunden als irgendjemand sonst – die Rede ist immer von etwa 600 – und hat mit 75 Jahren im Dienste der Comics gewiss einen weiteren Rekord gebrochen. Ohne ihn wäre bis heute jeder Superheld so stinklangweilig wie „Superman“. Viele mögen das unwichtig finden – wie sie überhaupt Comics, innovativen Hausfrauenfunk und Kinderfernsehen unwichtig finden. Sie haben sicher recht. Meine persönliche Erfahrung ist eine andere.<br />
Ich trauere um einen ganz Wichtigen.</p>
<p><em>Stan Lee kommt aus einer aus Rumänien stammenden jüdischen Familie und bisweilen spiegelte sich seine Herkunft auch in seinen Comics wider: Captain America kämpft gegen Nazis und Hulk erinnert an die alten jüdischen Erzählungen über den Golem. Die modernen Superhelden und Superheldinnen sind ein Echo der alten Heldensagen und greifen auch immer wieder einmal auf Versatzstücke aus der griechischen Mythologie oder den biblischen Erzählungen zurück. Der Mythos vom Helden, der entweder selbst einen Entwicklungsprozess durchmachen muss oder den bösen Nachbarn niederhaut, überschreitet die Grenzen von Zeiten und Kulturen. </em><br />
ORF<br />
___<br />
* Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/12/28/gaensefuesschen-mit-weglaufsperre/">https://blog.montyarnold.com/2015/12/28/gaensefuesschen-mit-weglaufsperre/</a><br />
** Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/03/27/unter-fremder-signatur/">https://blog.montyarnold.com/2015/03/27/unter-fremder-signatur/</a> &#8211; Etwas anders verhält es sich mit den Namen der zahllosen Animatoren, die Disneys Trickfilme gestalteten.<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/bc461054f08d41138c78f312b2167039" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Stan Laurel kauft sich eine Mao-Platte und geht mit mir essen</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2018 11:34:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 93. Geburtstag von Hanns Dieter Hüsch / 50 Jahre 1968 / Interview mit Bettina Röhl im SPIEGEL 14/2018 / die Reihe „Feiert“ im Ersten Deutschland und die Welt 1968* &#8211;  Auch der Wortführer der Studentenbewegung darf nicht fehlen (linker &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/05/06/stan-laurel-kauft-sich-eine-mao-platte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/05/06/stan-laurel-kauft-sich-eine-mao-platte/">Stan Laurel kauft sich eine Mao-Platte und geht mit mir essen</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 93. Geburtstag von <strong>Hanns Dieter Hüsch</strong> / <strong>50 Jahre 1968</strong> / Interview mit <strong>Bettina Röhl</strong> im<strong> SPIEGEL 14/2018</strong> / die Reihe <strong>„Feiert“</strong> im Ersten</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10155" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-9.jpg?resize=640%2C393&#038;ssl=1" alt="Ohne Titel-9" width="640" height="393" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-9.jpg?w=1772&amp;ssl=1 1772w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-9.jpg?resize=300%2C184&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-9.jpg?resize=1024%2C629&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-9.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Deutschland und die Welt 1968* &#8211;  Auch der Wortführer der Studentenbewegung darf nicht fehlen (linker unterer Quadrant).</em></p>
<p>In der ARD läuft zur Zeit eine Sendereihe, in der Stars des Entertainment-Betriebs ihre älteren Kollegen (lebende wie verstorbene) hochleben lassen. Der nicht ungefährliche Kniff des kammerspielartigen Formates besteht in der Behauptung, der Präsentator sei jeweils ein großer Fan des Porträtierten**. Das mag hin und wieder wahr sein, manchmal sieht es sogar danach aus (wie in der Rudi-Carrell-Folge). Was in diesem Zusammenhang mit dem Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch abgestellt wurde, hatte eher den Gestus eines Hinterherwurfs.<span id="more-10114"></span><br />
Sieht man einmal darüber hinweg, dass es heute offenbar technisch unmöglich ist, zusammenhängende Filmclips von mehr als 15 Sekunden in eine Sendung einzubauen und dass diese auch noch im Format beschnitten und schief eingerahmt sein müssen, ignoriert man weiterhin, dass Hüsch hier einmal mehr als biederer Vorlese-Onkel dargestellt wird (ein anderer jüngerer Kollege hat ihn bei einer Preisverleihung tatsächlich einmal so tituliert), sieht man außerdem darüber hinweg, dass alles an seiner Arbeit Lyrische, Philosophische, Politische und auch seine Leistungen als begnadeter Klamottierer vernebelt werden, dann bleibt immer noch die Frage, was zu dem latenten Sarkasmus geführt hat, der die Präsentation durchweht. Zugegeben: die Auswahl der gezeigten Archiv-Schnippelchen ist kaum dazu angetan, uns Hüschs Beliebtheit heute nachvollziehen zu lassen, aber der Kollege ist ja schließlich auch ein Zeitzeuge. Dass diesem zum Sound der Chansons, die Hüsch in der längsten Zeit seiner Karriere hinter einer Philicorda sitzend vortrug, nur einfällt, die Orgel habe scheiße geklungen, hätte er ja für sich behalten dürfen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10156" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-1.jpg?resize=640%2C496&#038;ssl=1" alt="Ohne Titel-1" width="640" height="496" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-1.jpg?w=1772&amp;ssl=1 1772w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-1.jpg?resize=300%2C233&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-1.jpg?resize=1024%2C794&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Diese durchwachsene Wertschätzung vonseiten der Seinen (in diesem Falle: des Fernsehens) hätte Hüsch nicht überrascht. Schon die 68er haben ihm seine mangelnde Radikalität vorgeworfen – ein Kabarettist hatte nicht nur links, sondern ein verbohrter Linker zu sein. Seine populärste Antwort darauf war der Song „Liedermacher“ („Man möchte fast von Liederkäuern sprechen…“), doch auch im Kinderfunk verhöhnte er seine gestrengen Gesinnungsgenossen oft und gern (siehe unten). Und zu verhöhnen gab es einiges.<br />
Die Journalistin Bettina Röhl stellte und beantwortete kürzlich die Frage, womit sich die Revoluzzer eigentlich beschäftigt hatten, ehe sie zu wütenden Studenten wurden: „Die hatten eine unpolitische, glückliche Jugend in einer Wohlstandsgesellschaft mit wachsender Liberalität. Sie waren Nutznießer von mehr Taschengeld, der Pille, einem Plattenspieler zu Hause. (…) Sie hatten zehn Leben. Studentenrevolte, K-Gruppe, ein paar Häuser besetzen, danach fünf Jahre Bhagwan-Sekte, ein Studium beenden, dann noch Karriere in der Politik. So viele Chancen – die gab es vorher nicht, die gibt es auch heute nicht.“ Ihre Alten kamen diesen Menschen naturgemäß entsetzlich spießig vor, vor allem angesichts der allgemeinen „Kulturexplosion in Mode und Musik“ in den Swinging Sixties. Daneben gab es die Leere zu füllen, die sich in jeder Jugend irgendwann auftut. Aber womit? „In Verkennung dessen, was in China geschah, vermischten die 68er diese fantastische Entwicklung im Westen mit der völkermörderischen Kulturrevolution“ und machten sie zu ihrem Vorbild.<br />
Dass Hüsch &#8211; aller linken Gesinnung zum Trotz &#8211; keine Lust hatte, am Massenmörder Mao hochzuklettern oder Ho Chi Minh zu preisen, den nützlichen Vorzeige-Idioten einer vietnamesischen Diktatur, ließen sie ihm nicht durchgehen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10158" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-5.jpg?resize=640%2C250&#038;ssl=1" alt="Ohne Titel-5" width="640" height="250" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-5.jpg?w=1772&amp;ssl=1 1772w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-5.jpg?resize=300%2C117&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-5.jpg?resize=1024%2C400&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Ohne-Titel-5.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Ausgerechnet 1968 begann Hanns Dieter Hüsch als Synchronsprecher von Slapstick-Stummfilmen für das ZDF zu arbeiten, eine barrikadenferne wenn auch schlecht bezahlte Tätigkeit. Ursprünglich schrieb der Redakteur Heinz Caloué die Texte, doch Hüsch baute sie zunehmend aus und erledigte den Job schließlich mit. Regelmäßig wurden Spione, Strauchdiebe, Verfolger und andere Finsterlinge als sowjetische Elemente kenntlich gemacht („Trotz intensiver ideologischer Schulung ist Juri den Tücken des westlichen Straßenverkehrs nicht gewachsen!“), und einmal streitet sich Stan Laurel sogar mit seiner Gattin über Politik.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10153" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Mao-Platten-Szene.jpg?resize=640%2C724&#038;ssl=1" alt="Mao-Platten-Szene" width="640" height="724" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Mao-Platten-Szene.jpg?w=1550&amp;ssl=1 1550w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Mao-Platten-Szene.jpg?resize=265%2C300&amp;ssl=1 265w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Mao-Platten-Szene.jpg?resize=905%2C1024&amp;ssl=1 905w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Mao-Platten-Szene.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Mrs. Laurel bei der monatlichen Beschlagnahme der Lohntüte ihre Mannes. Drei Scheine fehlen. „Den Rest her!“ fordert sie. „Dafür hab‘ ich diese Platte gekauft. Mit Sprüchen von Mao“, lügt Stan. „Oooch! Du weißt, dass ich ihn ablehne!“ – „Ich mag ihn!“ Die Sache mit der Mao-Platte wird Mrs. Laurel keine Ruhe lassen.***</em></p>
<p>Alles trotzdem-Lachen tröstete Hanns Dieter Hüsch nicht über das ungemütliche Klima**** hinweg, und einige Jahre lang trat er nur in der Schweiz auf.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-10198" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Balken5.jpg?resize=640%2C297&#038;ssl=1" alt="Balken5" width="640" height="297" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Balken5.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Balken5.jpg?resize=300%2C139&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/04/Balken5.jpg?resize=1024%2C476&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>_________________<br />
* Alle Ausrisse auf dieser Seite stammen aus dem von Jürgen von Tomëi gestalteten Klappcover der Hüsch-Platte „Eine schöne Gesellschaft“ (Intercord) aus dem Jubiläumsjahr 1968.<br />
** Es wurden bislang nur Herren geehrt, wenn auch mitunter von einer Kollegin.<br />
*** Fay Holderness und Stan Laurel in „Their Purple Moment“ (1928)<br />
**** Siehe dazu &#8222;Die 60er Jahre&#8220; in <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/12/06/9246/">https://blog.montyarnold.com/2017/12/06/9246/</a><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/1991cf2b810f47d58201e801c66a9d19" alt="" width="1" height="1" /></p>
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