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	<title>Medienphilosophie Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Medienphilosophie Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Ein neues Silver Age</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 19:28:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vom Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Nutzung digitaler Tonträger Heute erreichte mich per Post etwas, wovon ich annehmen musste, dass es seit Jahren gar nicht mehr existiert: der Katalog eines Musikversenders in gedruckter Form. Seit Jahren war er ausgeblieben, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/10/14/31204/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vom Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Nutzung digitaler Tonträger<br><br></strong>Heute erreichte mich per Post etwas, wovon ich annehmen musste, dass es seit Jahren gar nicht mehr existiert: der Katalog eines Musikversenders in gedruckter Form. Seit Jahren war er ausgeblieben, und ich hatte mir die Produktpalette ab und zu im Netz aufgerufen.<br>Passend zu diesem kleinen Bruch der Zeitachse fiel auch das abgedruckte Editorial des Geschäftsführers aus:<br>»Vom “Vinyl-Boom” und der “Rückkehr der Schallplatte” ist ja schon seit fast 20 Jahren zu lesen. Die gute alte CD hingegen wird mindestens genauso lange für tot erklärt. Doch warum eigentlich? Hier (…) erleben wir jeden Tag, wie quicklebendig die CD als Tonträger ist. Viele tausend dieser Silberlinge verlassen täglich unser Lager, um Kunden in aller Welt Freude zu bereiten. Und auf dem deutschen Musikmarkt war die CD auch 2025 noch das umsatzstärkste physische Musikformat, knapp vor der LP.<br>Für Schlagzeilen sorgten jüngst neue Zahlen aus den USA. Dort zogen die CD-Verkäufe im ersten Halbjahr 2026 um satte 16% an. Verantwortlich für diese positive Entwicklung sind ausgerechnet Angehörige der Gen Z. Also Musikfans, die zwischen 1995 und 2010 geboren sind und damit eigentlich zu jung sind, um die CD in ihrer “Hochzeit” erlebt zu haben. Doch gerade diese digitale Generation entdeckt jetzt die Vorzüge der kleinen Kunststoffscheibe für sich: den besseren Klang gegenüber der Streaming-Variante und die haptische Erfahrung, ein “echtes” Produkt in den Händen zu halten. Außerdem lenkt der CD-Player beim Abspielen nicht mit Nachrichten oder sozialen Medien ab. Darüber hinaus geht auch bei der Musik – ähnlich wie beim Film – der Trend wieder in Richtung Kauf, Besitz und damit zur uneingeschränkten Nutzung der liebsten Titel.«<br>Im Podcast und am Rande der Gespräche wurde mir zuletzt Ähnliches berichtet: zumindest ihre Lieblingsfilme wollen viele jetzt wieder auf Tonträger im Schrank haben. Die meisten Nutzer haben inzwischen auch schon erleben müssen, dass die “gekauften” Titel – also Bezahltes, das dann aber nur abrufbar und nicht real vorhanden ist – untergegangen sind, als ihr Anbieter verschwand oder geschluckt wurde. Für musikalische Playlists gilt das selbstverständlich erst recht …<br>Für einen lebenslangen Sammler wie mich sind das völlig schräge Erlebnisberichte, Geschichten, die sich Philip K. Dick für eine seiner Dystopien ausgedacht haben könnte. Auch die Branche bewegt sich. Ein Kollege, der mir vor einem Dreivierteljahr berichtet hatte, mehrere große Anbieter seien aus der Produktion der Bluray ausgestiegen (währen die DVD-Herstellung noch weiter tröpfelte), hat diese Nachricht kürzlich widerrufen: es ginge nun doch (wieder) weiter.<br>Natürlich hat die Vernunft auf Erden noch keineswegs gesiegt: »Wie nachhaltig die Begeisterung dieser neuen Hörer für das Format ist, wird die Zeit zeigen. Für den Moment lässt sich jedoch festhalten: Die CD ist noch lange nicht tot.«</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/10/14/31204/">Ein neues Silver Age</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Was macht ein &#8222;Writer&#8217;s Writer&#8220; anders?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 20:53:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unter einem „Writer’s Writer“ versteht man Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in von der von ihnen gewählten Form etwas besonders Beeindruckendes zustande bringen, das von anderen ihrer Zunft bewundert wird, weil sie aus eigener Erfahrung wissen, wie schwierig es ist. Eine &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/09/08/30977/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Unter einem „Writer’s Writer“ versteht man Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in von der von ihnen gewählten Form etwas besonders Beeindruckendes zustande bringen, das von anderen ihrer Zunft bewundert wird, weil sie aus eigener Erfahrung wissen, wie schwierig es ist. Eine Einschätzung wie diese geht oft damit einher, dass solche Talente von Literaturkritik und Publikum weitgehend ignoriert werden.<br>Manch einer dieser Autoren wird überhaupt erst entdeckt, wenn die von ihm geförderten Talente selbst zu Helden der Zunft heranreifen und seine Bilder weiterverwenden – so geschehen beim zu Lebzeiten offiziell völlig bedeutungslosen<strong> H. P. Lovecraft</strong>.<br>Eine Ausnahme von der Regel ist der Popstar <strong>Stephen King</strong>, der über weite Strecken seiner Karriere von allen drei Gruppen hoch verehrt wird.<br>Der genannte Ausdruck existiert als sprachliches Konstrukt auch in anderen kreativen Bereichen: „Musician’s Musician“, „Director’s Director“ oder schlicht „Artist’s Artist“ …<br>Etwas anders verhält es sich in der Comedy. In dieser Branche ist Individualismus eher hinderlich, weil er in der heute prägenden Generation einer Karriere eher hinderlich ist. Ein „Comedian’s Comedian“ müsste jemand sein, der messbaren Erfolg hat, etwa in Gestalt einer Netflix-Serie, und dem es dennoch gelingt, sich ein aufmüpfig-unangepasstes Image zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die Handys anderer Leute</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 10:36:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filmmusik / Soundtrack]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Monty Arnold - Biographisches]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obwohl es dort obligatorisch verboten ist, werden im Wartezimmer meines Hausarztes fast von allen Anwesenden beinahe zu jeder Zeit Handys genutzt und betrachtet. Die (ich bitte, den Kalauer zu entschuldigen) stillschweigende Übereinkunft, diese Geräte mögen wenigstens stummgeschaltet sein, ist noch &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/30/30922/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Obwohl es dort obligatorisch verboten ist, werden im Wartezimmer meines Hausarztes fast von allen Anwesenden beinahe zu jeder Zeit Handys genutzt und betrachtet. Die (ich bitte, den Kalauer zu entschuldigen) stillschweigende Übereinkunft, diese Geräte mögen wenigstens stummgeschaltet sein, ist noch ein wenig obligatorischer.<br>Kaum hatte ich platzgenommen, tönte von einem Stuhl in der Nähe ganz leis‘ und fein ein beliebter Ohrwurm meiner Kinderzeit herüber: <strong>„Theme from A Summer Place“</strong> in der definitiven Single-Version von <strong>Percy Faith</strong> (- ich weiß nicht, was dazu auf dem Display zu sehen war). Die Zeit reichte gerade für ein nostalgisches Wiedererkennen meinerseits, da ging die Wiedergabe ab dem 6. Ton in ein Looping über. Diese Endlosschleife hätte beinahe ausgereicht, den Titel vollständig anzuhören.<br>Als es vorbei war, war ich indigniert; der Handynutzer sah zufrieden aus.<br>Damit ist der Mentalitätsunterschied zwischen mir und der digitalen Gesellschaft recht präzise umrissen.</p>
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		<title></title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 12:35:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Supplement zu „So siehst Du aus! &#8211; Personenbeschreibungen in der Literatur“ Je bereitwilliger jede und jeder Bilder von sich ins Netz stellt, desto häufiger haben wir es andererseits mit der Volkskrankheit „Bodyshaming“ zu tun, einem Sammelbegriff für die Verdrossenheit &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/24/30890/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: Supplement zu<strong> „So siehst Du aus! &#8211; Personenbeschreibungen in der Literatur“</strong><em><br><br>Je bereitwilliger jede und jeder Bilder von sich ins Netz stellt, desto häufiger haben wir es andererseits mit der Volkskrankheit „Bodyshaming“ zu tun, einem Sammelbegriff für die Verdrossenheit über das eigene Erscheinungsbild. Aber vielleicht ist dieses Zusammentreffen gar nicht so paradox wie es mir vorkommt. Die Wikipedia ist jedenfalls auffallend zurückhaltend mit Angaben zu Äußerlichkeiten. Nicht einmal die Hautfarbe wird genannt (als sei sie etwas, was man vorsichtshalber verschweigen sollte), auch nicht bei Romanhelden oder Cartoonfiguren.<br>Der Horror-Autor und –Herausgeber <strong>J. N. Williamson </strong>(Gerald &#8222;Jerry&#8220; Neal Williamson) liebte es, seinen Lesern auszumalen, wer seine Autoren waren – wiewohl die folgenden Beispiele gut 40 Jahre zurückliegen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bill Nolan</strong> ist ein langbeiniger Kobold mit einem strahlenden Lächeln, und er verteilt Umarmungen, wie man sie seit Großvaters Zeiten nicht mehr erlebt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>David B. Silva</strong> ist wirklich ein Mann für den Job! Er ist ein Herausgeber, wie sie alle sein sollten: groß, massig, mit breiten Schultern, unter denen es verdächtig nach Muskeln aussieht.<br><br>Die Tatsache, dass sein Konterfei auf dem Titelblatt der Juniausgabe 1986 von <strong>„Twilight Zone“</strong> erschien, hat ihm nicht den Kopf verdreht … wohl aber einer Anzahl von Leserinnen, wie man so hört. Doch der hochgewachsene, sportliche <strong>Richard Christian Matheson</strong> kann mit ganz anderen Dingen auftrumpfen als mit seinem beneidenswerten Aussehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nie zuvor habe ich Teenager so gebannt einem Mann lauschen sehen [wie <strong>Mort Castle</strong>], der einen Kopf kleiner und eindeutig weniger androgyn war als ihre üblichen Idole.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hüne mit über zwei Metern Körpergröße, einem Gewicht von hundertachtzig Kilo und einer Lache, mit der er auftreten könnte, schreibt überwiegend Fantasy. Besonders bekannt sind seine oft recht informativen Geschichten über „<strong>Imaro</strong>, den ‚schwarzen‘ Tarzan“. Aber Imaro ist viel mehr als ein schwarzer Dschungelheld. Und der aus Kanada stammende <strong>Charles R. Saunders</strong> kann für sich in Anspruch nehmen, weit mehr zu sein als nur hünenhaft oder schwarz; er ist ein vielseitiger Autor und Philosoph und zudem ein begeisterter Basketballfan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es freut uns sehr, dass <strong>Ardath Mayhar</strong> unter den Bewerbern für den internationalen Literaturpreis, für den <strong>“Balrogs Award”</strong>, den Titel “Best Poet” verliehen bekam. Mit der Ehrung dieser zierlichen begabten Frau haben sich die Stimmberechtigten selbst das größte Lob ausgesprochen.<br><br><em>Über <strong>Stephen King </strong>erfahren wir immerhin, er sei groß.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/24/30890/"></a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Restlos alles über Eva</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 15:20:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Deutschlandfunk Kultur: &#8222;Die Unverschämten &#8211; Eine Lange über Bad Girls im Kino&#8220; (vom 31.7.2026)* / &#8222;All About Eve&#8220; (USA 1950) Die Sendung ist ein großer Spaß, obwohl sie für diese Sendereihe ein sehr schlichtes Konzept hat (das bei Film-Features &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/06/30773/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/06/30773/">Restlos alles über Eva</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: <strong>Deutschlandfunk Kultur</strong>: <strong>&#8222;Die Unverschämten &#8211; Eine Lange über Bad Girls im Kino&#8220; </strong>(vom 31.7.2026)* / <strong>&#8222;All About Eve&#8220;</strong> (USA 1950)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sendung ist ein großer Spaß, obwohl sie für diese Sendereihe ein sehr schlichtes Konzept hat (das bei Film-Features hin und wieder zur Anwendung kommt und nicht immer gleich gut funktioniert): sie setzt sich nur aus Inhaltsangaben sorgfältig ausgewählter älterer Spielfilme zusammen, die mit O-Tönen aus der Original- wie auch aus der deutschen Synchronfassung gespickt werden. Das Ziehen von Schlüssen bleibt den Zuhörenden überlassen, die Infos und O-Töne helfen dabei.<br>Gewürdigt werden Klassiker, aber auch so Unerwartetes wie<strong> &#8222;Baby Face&#8220;</strong> von 1930 oder das japanische Drama <strong>&#8222;Wenn eine Frau die Treppe hinaufsteigt&#8220;</strong>.<br>Zum Schluss geht es um <strong>&#8222;Jackie Brown&#8220;</strong>, der zu meiner Freude als <strong>Quentin Tarantino</strong>s bester Film bezeichnet wird (ohne das heute übliche Subjektivitätsgefasel oder ängstliche einschränkende Füllwörter). Seine Inhaltsangabe endet vor der Mitte der Handlung &#8211; ein Stilmittel zum Ende der langen Nacht, das überdies einen Film angeht, den die meisten kennen und der häufig zu sehen ist.<br>Etwas bedauerlicher ist, dass auch bei &#8222;All About Eve&#8220; das Finale nicht miterzählt wird. In der Sendung wird der Aufstieg der <strong>Monroe</strong> als Apotheose des Films eingeordnet, doch der spielte sich ja in der Realität ab. Die Moral von der <em>Geschichte</em> ist aber gerade für das Sujet des Features von großer Wichtigkeit und überhaupt eine Gipfelleistung auf dem Gebiet der allegorischen Pointe wie auch der Kunst, einen Film zu beenden. <br><br>Die intrigante Eve (<strong>Anne Baxter</strong>) hat es also geschafft, ihre berühmte, ältere Kollegin <strong>Margo Channing </strong>auszuschmieren und ihren Platz am Broadway einzunehmen. Die Rahmenhandlung &#8211; eine Theater-Preisgala zu ihren Ehren &#8211; ist vorüber, der Epilog beginnt. Channing und ihre Getreuen verlassen die Veranstaltung, voll Verachtung für die Aufsteigerin, doch insgesamt nicht unglücklich mit der Situation. Eve hat für ihre Hinterhältigkeit bereits einen Preis zahlen müssen: der Starkritiker <strong>Addison DeWitt</strong> (<strong>George Sanders</strong>, der eigentliche Bösewicht des Films, der Eve an Niedertracht noch überlegen ist) hat sie qua Erpressung sexuell an sich gekettet: er hat die Macht dazu.<br>Völlig erschöpft zieht sich Eve in ihr Hotelzimmer zurück, zu dem ein junges Mädchen sich Zutritt verschafft hat. Sie rührt die Diva mit ihrer scheinbar dümmlichen Verehrung und wird nicht hinausgeworfen. Unbemerkt von ihr posiert sie mit deren frisch erworbener Theatertrophäe vor dem Spiegel: die nächste Intrigantin ist unterwegs. <br>Diese Szene ist atemberaubend &#8211; sogar nach einem Film, der uns auf der betreffenden Meta-Ebene schon mehr als zwei Stunden lang aufs Höchste gefesselt und amüsiert hat. Der Soundtrack von <strong>Alfred Newman </strong>(der hier zu einer Art Krönungsmesse anschwillt) ist der Sahnetupfer auf dem Sahnetupfer.<br>______________<br>* <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-bad-girls-im-kino-die-unverschaemten-102.html">https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-bad-girls-im-kino-die-unverschaemten-102.html</a></p>
<img decoding="async" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/3ea69b53d0f243dea8371bff5f707717" width="1" height="1" alt=""><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/06/30773/">Restlos alles über Eva</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Geometrie bei Gilbert Keith Chesterton</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2026/07/23/30714/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2026 19:25:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Schreiben für Film, Funk und Fernsehen Was dem breiten Publikum des Filmregisseurs Wes Anderson als simples Wiedererkennungsmerkmal genügt, um großes Entzücken auszulösen („Hui, einen Film dieses Regisseurs erkenne ich auf den ersten Blick!“), setzte der verstorbene Krimiautor Gilbert Keith &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/07/23/30714/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/07/23/30714/">Geometrie bei Gilbert Keith Chesterton</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: Schreiben für Film, Funk und Fernsehen<br><br><em>Was dem breiten Publikum des Filmregisseurs <strong>Wes Anderson</strong> als simples Wiedererkennungsmerkmal genügt, um großes Entzücken auszulösen („Hui, einen Film dieses Regisseurs erkenne ich auf den ersten Blick!“), setzte der verstorbene Krimiautor Gilbert Keith Chesterton als raffiniertes Stilmittel ein: Geometrie. Das Raffinement des Zweiteren besteht in der Wichtigkeit dieser Strukturen für das Werk. Während die Geometrie bei Anderson (im Verein mit einer Palette kitschiger Sepiatöne) eine reine Blendgrante ist, hat sie bei Chesterton zumeist große Wichtigkeit für die Handlung, die sich innerhalb dieser Linien und Perspektiven abspielt.<br>Selten sind sie lediglich reiner Zierrat, um den Text zu eröffnen, etwa hier:</em><br><br>Zwischen dem Silberstreifen des morgendlichen Himmels und dem grünen, glänzenden Streifen des Meeres legte der Dampfer in Harwich an.<br><em> &#8222;Das blaue Kreuz&#8220;</em><br><br><em>Diesen Ort der Ankunft werden wir gleich wieder verlassen, um die Charaktere anderswo zu treffen. Doch spätestens diese Begegnung geschieht in einem Ambiente, dessen Beschreibung der Autor eine Präzision angedeihen lässt, die er sonst nur auf das Erscheinungsbild seiner Charaktere verwendet.*<br></em><br>Das Dörfchen Bohun Beacon lag auf einem so steilen Hügel, daß sein hoher Kirchturm nur eine Bergspitze zu sein schien. Am Fuß der Kirche stand eine Schmiede, die gewöhnlich von rotem Feuerschein erleuchtet und immer mit Hämmern und Eisenstücken übersät war; ihr gegenüber, jenseits einer Kreuzung holpriger Wege, befand sich „Der blaue Eber“, das einzige Wirtshaus des Ortes. An diesem Kreuzweg trafen sich beim ersten Schimmer eines bleiernen und silbernen Tages zwei Brüder …<br><em>„Der Hammer Gottes“<br></em><br>Irgendwo in Brompton oder Kensington draußen gibt es eine unendlich lange Straße, auf deren Seite sich je eine Reihe großer und stattlicher, aber meist unbewohnter Häuser hinzieht, Häuser, die aussehen wie Grabkammern. Sogar die Treppen, die zu den dunklen Eingangstüren hinaufführen, gleichen denen, wie man sie an Pyramiden findet; und wenn man schließlich vor einer dieser Türen steht, zögert man anzuklopfen, denn man hat das dunkle Gefühl, als müsse einem von einer Mumie geöffnet werden. Noch deprimierender an dieser Straße aber ist ihre unendliche Länge und das monotone Aufeinanderfolgen der grauen Fassaden. Wenn man die Straße so durchwandert, hat man den Eindruck, als komme nie eine Unterbrechung in der langen Reihe der Häuser, nie eine Ecke. Und doch – eine einzige Ausnahme gibt es, und der bedrückte Straßenwanderer begrüßt sie mit erleichtertem Aufatmen. Zwischen zweien dieser Häuser gibt es eine Lücke; sie ist im Vergleich zur Länge der Straße nur ein Spalt, eine Türritze, aber doch groß genug für ein winziges Gasthaus, das die Reichen dieser Straße ihren Stallburschen gerade noch genehmigen. (…) Zu den Füßen der grauen Steinriesen sieht die Schenke wie ein hellerleuchtetes Zwergenhäuschen aus.<br><em>„Cäsars Kopf“<br></em><br>„ … Da durchblitzte mich die Vorstellung, ein Unbekannter würde mich von den Dünen her anstarren. Eine Sekunde später glaubte ich doch eher an einen Streich meiner Nerven, denn der Mann war nur als ein kleiner schwarzer Punkt am Horizont zu erkennen, und es war kaum anzunehmen, daß er mich deutlicher sehen konnte. Was ich sicher erkennen konnte, war eine unbewegte Gestalt, die mit schräg geneigtem Kopf in die Gegend schaute. Es gab keinen logischen Beweis, dass er nach mir ausschaute &#8211; vielleicht betrachtete er ein Schiff, das Spiel der Möwen, erfreute sich am Sonnenuntergang oder beobachtete einen der anderen Menschen, die sich am Strand aufhielten. Aber meine Befürchtung erwies sich als richtig, denn als ich nun genauer hinsah, bewegte er sich weit ausschreitend über den nassen Sand geradewegs in meine Richtung. Als er näher kam, konnte ich erkennen, dass er dunkelhaarig und bärtig war und die Augen mit einer dunklen Brille verdeckte. Er war ärmlich aber recht ordentlich ganz in Schwarz gekleidet, angefangen beim alten Zylinder auf seinem Kopf bis zu den festen Stiefeln an seinen Füßen. Ohne auf dieses Schuhwerk zu achten, marschierte er in das Wasser hinein und kam mit der Gleichmäßigkeit eines abgefeuerten Geschosses auf mich zu …“<br><em>„Cäsars Kopf“<br></em><br>In dem kühlen, blauen Zwielicht zweier steiler Straßen in Camden Town glühte die Konditorei an der Ecke wie das Ende einer Zigarre.<br><em>&#8222;Der Unsichtbare&#8220;<br></em><br>Das Auto des Mannes war klein und flink, genau wie er. (…) Das Gefühl von etwas Kleinem, Dahinfliegendem wurde besonders deutlich, als sie so in dem ersterbenden, aber klaren Abendlicht die langen weißen Straßenwindungen entlangschwebten. Bald wurden die weißen Kurven schärfer und schwindelerregend. Sie bewegten sich in aufsteigenden Spiralen, wie es in den modernen Religionen heißt. Denn nun waren die beiden wirklich auf dem Gipfel eines Teiles von London, der ebenso steil abfällt wie Edinburgh, wenn er auch nicht ganz so malerisch ist. Terrasse erhob sich über Terrasse, und der Wohnblock, dem sie zustrebten, stieg – von der Abendsonne vergoldet – zu fast ägyptischer Höhe an.<br>Doch als sie um die Ecke bogen und in das Häuser-Halbrund fuhren, das den Namen „Hymalaiah Mansion“ trägt, änderte sich das Bild so jäh wie wenn sich plötzlich ein Fenster auftut, denn dieser Haufen Mietshäuser lag über London wie über einem grünen Schiefersee. Die buschige Umzäunung auf der anderen Seite des Kies-Halbrunds gegenüber dem Häuserblock glich eher einer Hecke oder einem Damm als einem Garten, und etwas tiefer floss ein künstlich angelegter Wasserstreifen, eine Art Kanal, sozusagen der Wallgraben dieser verborgenen Festung.<br><em>&#8222;Der Unsichtbare&#8220;<br></em><br><em>Bis in die Auslösung des Rätsels hinein wichtig ist die Topografie des Schauplatzes dieses Abenteuers:<br></em><br>Die beiden Männer tauchten gleichzeitig an den gegenüberliegenden Enden einer Art Galerie auf, die an einem Seitenflügel des Apollo-Theaters in Adelphi entlangführte. Das Licht der hereinbrechenden Dämmerung fiel satt und leuchtend in die Straßen. Im Vergleich dazu war die Galerie dunkel, so daß einer den anderen in der Entfernung nur als schemenhaften Umriß ausmachen konnte.<br><em>„Der Mann auf der Galerie“.<br><br></em>_____________<br>* siehe auch die Reihen „Wohnwelten“ und „So siehst Du aus!“betr.: Schreiben für Film, Funk und Fernsehen</p>
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		<title>Was ist eine Charge?</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 11:40:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Ausdruck existiert in vielen Zusammenhänger &#8211; etwa im Einzelhandel -, und auch wenn wir uns über seine künstlerische Bedeutung klarwerden wollen, spaltet er sich auf. Am Mikrofon bezeichnet er die verstellte Stimme, also ihre Verfremdung (idealerweise bis zur Unkenntlichkeit) &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/07/13/30663/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ausdruck existiert in vielen Zusammenhänger &#8211; etwa im Einzelhandel -, und auch wenn wir uns über seine künstlerische Bedeutung klarwerden wollen, spaltet er sich auf. Am Mikrofon bezeichnet er die verstellte Stimme, also ihre Verfremdung (idealerweise bis zur Unkenntlichkeit) etwa zum Zwecke der Parodie oder der Trickstimme.*<br>Auf dem Theater ist er Fachausdruck für kleine, mitunter textlose Rollen; legendär ist hierfür der klischeehafte Rufer des Satzes <strong>&#8222;Die Pferde sind gesattelt!&#8220;</strong>, der danach sogleich verschwindet und nicht mehr gesehen wird.<br>Eine Charge kann aber auch einen oder mehrere kurze, sehr prägnante Auftritte haben, die (wiederum mittels Klischee) imstande sind , den Kollegen die Schau zu stehlen. Er kann zum Running Gag werden (wie der fröhliche Sargverkäufer in der Komödie <strong>&#8222;Schick mir keine Blumen&#8220;</strong>) oder eine Schlüsselszene (mit-)tragen (wie die ältere Dame, das gleiche Essen bestellt wie es <strong>Meg Ryan</strong> in <strong>&#8222;Harry und Sally&#8220; </strong>auf dem Teller hat).<br>Aus dieser Linie gehen Nebendarsteller hervor, deren Name einem nicht einfallen will oder von denen man nicht weiß, wo man sie hinstecken soll.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="384" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Alberti-15h11m31s108.jpg?resize=640%2C384&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-30805" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Alberti-15h11m31s108.jpg?resize=1024%2C614&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Alberti-15h11m31s108.jpg?resize=300%2C180&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Alberti-15h11m31s108.jpg?resize=768%2C461&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Alberti-15h11m31s108.jpg?resize=1536%2C922&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Alberti-15h11m31s108.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Alberti-15h11m31s108.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Charge im Kreise </em>ihrer<em>Goons: <strong>Karl-Otto Alberty</strong> (2. v. l.) in <strong>&#8222;Ein Käfer gibt Vollgas&#8220;</strong></em><br><br>Mein Lieblingsbeispiel für diese Sorte ist der stämmige, blonde bzw. weißhaarige Karl-Otto Alberty(<strong>Karl Otto Poensgen</strong>), der sogar <strong>Zbynek Brynych</strong>, seinem Regisseur in <strong>&#8222;Engel, die ihre Flügel verbrennen&#8220;</strong>, nicht einfiel, als der ihn im Interview lobte. Als Filmnazi in internationalen Produktionen brachte er es zu Minirollen in prächtigen Genre-Klassikern wie <strong>&#8222;Gesprengte Ketten&#8220; </strong>und <strong>&#8222;Stoßtrupp Gold&#8220;</strong>. Rühmlicher für das heutige Publikum dürfte seine Schurkenrolle &#8222;Schwede&#8220; im <strong>Bud</strong>&#8211;<strong>Spencer</strong>-Solofilm <strong>&#8222;Plattfuß am Nil&#8220;</strong> gewesen sein.<br>Seine vielleicht größte Rolle war der Gangster Marchese de la Sotta in der Fuchsberger-Klamotte &#8222;Ein Käfer gibt Vollgas&#8220;, die ihm einen ewigen Platz in meinem Herzen gesichert hat. Hier wird er von <strong>Reinhard Glemnitz</strong> synchronisiert, mit dem er in <strong>&#8222;Tod im Transit&#8220;</strong> zu sehen war, der letzten Folge der Serie <strong>&#8222;Der Kommissar&#8220;</strong>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">* Der ST. GEORGE HERALD widmet sich diesem Aspekt ausführlich in den Serien <strong>&#8222;Geliebte Stimmen&#8220; </strong>und<strong> &#8222;Ixen für Anfänger&#8220;</strong></p>


<p><img decoding="async" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/670d296ddfde4ec0884438337ecb9912" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/07/13/30663/">Was ist eine Charge?</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Vorspiele auf dem Theater (16)</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 11:05:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Werkanfänge mit Musik-, Theater- oder Medienbezug Harlekinadevon Terence Rattigan</p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: Werkanfänge mit Musik-, Theater- oder Medienbezug</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harlekinade</strong><br>von Terence Rattigan</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="706" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_0.jpg?resize=640%2C706&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-30721" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_0.jpg?resize=928%2C1024&amp;ssl=1 928w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_0.jpg?resize=272%2C300&amp;ssl=1 272w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_0.jpg?resize=768%2C847&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_0.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="1014" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_1.jpg?resize=640%2C1014&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-30722" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_1.jpg?resize=646%2C1024&amp;ssl=1 646w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_1.jpg?resize=189%2C300&amp;ssl=1 189w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_1.jpg?resize=768%2C1217&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_1.jpg?resize=969%2C1536&amp;ssl=1 969w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/07/Harlekinade_1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/07/11/30657/">Vorspiele auf dem Theater (16)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Zeit sparen mit Super 8</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 19:03:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: das neue Reaction-Format &#8222;Super8Helden&#8220; Es soll ja Leute geben, die nicht nur Sprachnachrichten mit doppelter Geschwindigkeit abspielen, um im Alltag Zeit zu sparen, sondern die sich sich diese Unrast auch im Feierabend antun: beim Anschauen von Filmen und Serien. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/07/06/super-8/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/07/06/super-8/">Zeit sparen mit Super 8</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: das neue Reaction-Format <strong>&#8222;Super8Helden&#8220;</strong><p>Es soll ja Leute geben, die nicht nur Sprachnachrichten mit doppelter Geschwindigkeit abspielen, um im Alltag Zeit zu sparen, sondern die sich sich diese Unrast auch im Feierabend antun: beim Anschauen von Filmen und Serien. Wer das macht, um das Programm möglichst rasch hinter sich bringen, der hat vielleicht einfach ein Geschmacksproblem. Wer wie beim Nachrichten-Abhören auch hier lediglich Zeit sparen will (warum auch immer), für den gibt es jetzt eine charmantere Lösung als den Fast-Forward-Modus – zumindest bei einer nostalgischen Filmauswahl.<br><br>In den 70er Jahren blieb den Leuten noch gar nichts anderes übrig, als beim heimischen Filmgenuss Zeit zu sparen. Wer vor der Einführung des Videorecorders seine Filme selbst aussuchen wollte, der brauchte einen Super-8-Projektor. Und die Filme waren nicht nur spinneteuer (nach heutiger Kaufkraft etwa 150 € für eine Spule), sie waren mit etwas über einer Viertelstunde auch knackig kurz &#8211; was dem heutigen Zeitmanagement sehr entgegenkommt. Zur extremen Variante <strong>“Lawrence von Arabien”</strong> in knapp 20 Minuten gab es günstigstenfalls die Alternative eines Zwei- oder Dreiteilers, der einen abendfüllenden Film aber auch nur etwa zur Hälfte abbilden konnte. Als Anfang der 80er die ersten Vierteiler herauskamen, war das Format wegen der aufkommenden Videogeräte bereits dem Untergang geweiht. Als letztes erschien 1981 mit<strong> “Jäger des verlorenen Schatzes”</strong> noch ein angesagtes A-Picture und ein Klassiker fur uns Heutige.<br>Das Kino-Feeling mit echter Projektion hat einige Nostalgiker noch eine Weile weitersammeln lassen und für Super 8 begeistert. Im an diesem Wochenende gestarteten Reaction-Format “Super8Helden” kann man nun Woche für Woche zu dieser Urform des Heimkinos zurückkehren.<br><a href="
https://youtu.be/pRByUnuScmA"><br>https://youtu.be/pRByUnuScmA</a><br><br>Sammler <strong>Volker Robrahn</strong> öffnet sein Archiv und führt damit auch auch die unterschiedlichen Methoden vor, die die damaligen Anbieter wählen konnten, um einen Film auf Spulenlänge zu bringen (nur Highlights zu zeigen oder ein raffinierter Zusammenschnitt der Handlung …).</p></p>



<p class="wp-block-paragraph"><p>In der Doku <strong>“Das war Super 8” </strong>führt er in das Medium und seine Geschichte ein. Zusammen mit Monty Arnold wird er die Filme anschauen und kommentieren. Zum Start gibt es die Kurzfassung von <strong>“Superman”</strong> mit <strong>Christopher Reeve </strong>– leicht rotstichig<span style="background-color: rgba(68, 68, 68, 0.2);">.</span></p><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/d6bc07e5db47417fa429493fe1278230" alt=""></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/07/06/super-8/">Zeit sparen mit Super 8</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Notes On A Podcast: Kult von ganz oben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 11:10:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Was ist kein Kultfilm? Wie das „F.A.Z. Quarterly“ berichtet, kommt „Leaving Las Vegas“ von Mike Figgis in einer restaurierten Version in die Kinos. Der Grund: es sei ein Kultfilm. Wer dies liest, wird wissen, dass ich mit dem Begriff &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/06/28/leaving-las-vegas/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: Was ist kein Kultfilm?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das<strong> „F.A.Z. Quarterly“ </strong>berichtet, kommt <strong>„Leaving Las Vegas“</strong> von <strong>Mike Figgis</strong> in einer restaurierten Version in die Kinos. Der Grund: es sei ein Kultfilm. Wer dies liest, wird wissen, dass ich mit dem Begriff sehr sorgsam umgehe. Und ich habe eine ganz andere, immerhin persönliche Erinnerung an die Erfolgsgeschichte dieses Films. Ich war sozusagen dabei – nicht beim Dreh, aber eben beim Erfolg, und darum geht es ja.<br><br>Ich sah „Leaving Las Vegas“ in einer Pressevorführung, also mit kleinem Fachpublikum. Ich fand ihn grauenvoll. Die anwesenden Journalisten wirkten müde und ein wenig erleichtert, als es vorbei war. Ich weiß nicht, wie viele Hamburger Kinos ihn danach überhaupt gezeigt haben, jedenfalls versank er schnell und geräuschlos.<br>Monate später bekam <strong>Nicholas Cage </strong>den Oscar für die männliche Hauptrolle – was 1995 theoretisch noch etwas über die Qualität einer Leistung aussagen konnte. In diesem Falle bedeutete es: wir vergeben zwischendurch eine Trophäe an die haarige, wüste Performance eines haarig-wüsten Performers (in diesem Fach fühlte Cage sich seit jeher wohl), um die Glaubwürdigkeit der Jury zu festigen. Die kann danach wieder jahrelang hauptsächlich rührselige Crowdpleaser abfeiern.<br>Die Rechnung ging in jeder Hinsicht auf. Die On-Off-Beziehung von Nicholas Cage mit seinen Fans sprang wieder kurzfristig an, der Film kam erneut in die Kinos, und diesmal wussten alle, dass sie ihn zu mögen hatten, und gehorchten. Sogar der Regisseur – auch er feiert sich gern als unangepassten Tinseltown-Verächter – kann sich bis heute darüber freuen.<br>Ich freute mich nicht, z.B. weil ich Nicholas Cage verdächtigte, den Betrunkenen gar nicht gespielt zu haben. Einen Betrunkenen zu spielen, ist ja auch gar nicht so einfach wie alle denken.<br>Nun erfahre ich im „Quarterly“ vom Regisseur: genauso war’s. Doch dass es sich bei der preisgekrönten Darbietung nicht eigentlich um Schauspielerei handelt, was die Verleiher eines Oscars für gute schauspielerische Leistung streng genommen interessieren müsste, ist hier und heute gar nicht der Punkt. Auch die m. E. jammervolle Qualität dieses Schinkens nicht, denn Kultfilme dürfen absolut räudige Machwerke sein. Nur eines sollten sie geleistet haben: dass das Publikum sie hochgebracht hat. Und in diesem Punkt ist „Leaving Las Vegas“ das genaue Gegenbeispiel. Es ist ein Sieg der wichtigsten Werbeveranstaltung des Mainstream-Kinos über den tatsächlichen Unterhaltungswert.</p>
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