Was macht ein „Writer’s Writer“ anders?

Unter einem „Writer’s Writer“ versteht man Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in von der von ihnen gewählten Form etwas besonders Beeindruckendes zustande bringen, das von anderen ihrer Zunft bewundert wird, weil sie aus eigener Erfahrung wissen, wie schwierig es ist. Eine Einschätzung wie diese geht oft damit einher, dass solche Talente von Literaturkritik und Publikum weitgehend ignoriert werden.
Manch einer dieser Autoren wird überhaupt erst entdeckt, wenn die von ihm geförderten Talente selbst zu Helden der Zunft heranreifen und seine Bilder weiterverwenden – so geschehen beim zu Lebzeiten offiziell völlig bedeutungslosen H. P. Lovecraft.
Eine Ausnahme von der Regel ist der Popstar Stephen King, der über weite Strecken seiner Karriere von allen drei Gruppen hoch verehrt wird.
Der genannte Ausdruck existiert als sprachliches Konstrukt auch in anderen kreativen Bereichen: „Musician’s Musician“, „Director’s Director“ oder schlicht „Artist’s Artist“ …
Etwas anders verhält es sich in der Comedy. In dieser Branche ist Individualismus eher hinderlich, weil er in der heute prägenden Generation einer Karriere eher hinderlich ist. Ein „Comedian’s Comedian“ müsste jemand sein, der messbaren Erfolg hat, etwa in Gestalt einer Netflix-Serie, und dem es dennoch gelingt, sich ein aufmüpfig-unangepasstes Image zu erhalten.

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