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	<title>Hypnose Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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		<title>Die wiedergefundene Textstelle: Hypnose für Einsteiger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2024 20:44:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Victor Cannings Originaldrehbuch „Verräter“ (1967 für das ZDF) ist eine Gipfelleistung, die nebenbei ihr illustres Schauspielerensemble sehr gut aussehen lässt. Ihre Qualität wird umso deutlicher, wenn man diesen Dreiteiler mit anderen ähnlich formatierten deutschen TV-Krimis der Ära vergleicht. Die beiden &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/11/09/26645/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Victor Canning</strong>s Originaldrehbuch <strong>„Verräter“</strong> (1967 für das <strong>ZDF</strong>) ist eine Gipfelleistung, die nebenbei ihr illustres Schauspielerensemble sehr gut aussehen lässt. Ihre Qualität wird umso deutlicher, wenn man diesen Dreiteiler mit anderen ähnlich formatierten deutschen TV-Krimis der Ära vergleicht. Die beiden meistbeschäftigten Autoren dieses Komplexes – <strong>Francis Durbridge</strong> und <strong>Herbert Reinecker</strong> – werden heute beilläufig als „Kult“ durchgewunken, würden aber jeden von uns intellektuell entsetzlich quälen, der sie sich eine ihrer Arbeiten tatsächlich in voller Länge anschaut. Cannings Buch ist lebensnah und frei von ärgerlichen Klischees, was für eine Spionage-Geschichte damals wie heute beachtlich ist.<br>Die folgende Szene gehört in die Kategorie „Verwertung einer Recherche in einen Dialog“ – ein unterschätzter handwerklicher Vorgang.*<br>Die erwähnte Miss Linton ist eine Varieté-Künstlerin, bei der sich Canning möglicherweise von John Buchans „Mr. Memory“ hat inspirieren lassen, einer Schlüsselfigur im von <strong>Hitchcock</strong> verfilmten Roman <strong>„The 39 Steps“</strong>. Der Regisseur griff für seinen letzten Film wiederum zu Canning. <strong>„The Rainbird Pattern“</strong> gelangte als <strong>„Familiengrab“</strong> auf die Leinwand.**</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was heißt das, sie schläft?“ stieß Tannikov ärgerlich hervor, als er mit Dr. Friedland sein Büro betrat. „Sie sollten sie hypnotisieren, deshalb sind Sie hier!“<br>Die Herren verteilten sich auf beide Seiten von Tannikovs Schreibtisch, nur Dr. Friedland nimmt Platz.<br>„Ich weiß nicht, ob Ihnen bekannt ist, dass kein Mensch gegen seinen Willen hypnotisiert werden kann“, entgegnete Dr. Friedland aufgeräumt. „Außerdem braucht man dazu Ruhe und Konzentration. Glauben Sie, dass Miss Linton besonders ruhig ist, nachdem Sie sie mit Gewalt entführt haben?“<br>„Und weiter!“<br>„Es gibt da zwei Erklärungen: entweder sie will sich nicht von mir hypnotisieren lassen, oder sie ist überhaupt nur durch ihren Bruder zu hypnotisieren!“<br>„Was heißt das?“ fragte Tannikov und setzte sich nun ebenfalls. Seine Verärgerung wich einer berufsmäßigen Neugier.<br>„Wir nennen das eine Sperre. Wenn Mr. Linton seine Schwester regelmäßig hypnotisiert, dann bedarf es zwischen den beiden nicht jedesmal eines umständlichen neuen Hypnoseversuchs, sondern Linton wird eine Signalhypnose eingerichtet haben. Dabei kann das Signal irgendein X-beliebiger Gegenstand oder irgendein Wort sein, das die beiden miteinander verabredet haben. Sobald Linton den Gegenstand anfasst oder das Wort ausspricht, fällt seine Schwester in Hypnose.“<br>„Soll das ein Witz sein?“<br>Friedland schmunzelte. „In Ihrem nächsten Urlaub können Sie mich in meiner Klinik besuchen, dann werde ich Ihnen eine Signalhypnose vorführen. Mein Medium ist ein junger Mann. Wir benutzen ein Stück Kreide. Damit er nun nicht jedesmal in Hypnose fällt, wenn irgendjemand zufällig einmal ein Stück Kreide berührt, habe ich ‚gesperrt‘. Das heißt, ich habe ihm in Hypnose befohlen, dass nur ich ihn hypnotisieren kann. Und Linton wird es mit seiner Schwester ähnlich gemacht haben.“<br>„Ja, können Sie diese Sperre nicht durchbrechen?“<br>„Nein. Das ist ja gerade der Sinn einer Sperre, dass man sie nicht durchbrechen kann, oder jedenfalls nur sehr schwer. Man braucht sehr viel Zeit dazu.“<br>„Na, wie lang?“<br>„Das kann ich jetzt noch nicht sagen.“<br>Tannikov erhob sich und kam hinter dem Schreibtisch hervor. „Ich habe Ihnen erklärt, warum ich diese Namen unbedingt brauche. Was schlagen Sie vor?“<br>„Besorgen Sie sich auch den Bruder! Er wird seine Schwester hypnotisieren, und Sie haben, was Sie brauchen.“<br>„Das dürfte unmöglich sein.“<br>„Versuchen Sie’s wenigstens. Oder geben Sie mir die Möglichkeit, mich in aller Ruhe mit Miss Linton zu beschäftigen. Am besten, ich nehme sie mit in meine Klinik.“<br>______________________<br>* Roald Dahl ist einer der Meister auf diesem Gebiet, siehe <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/11/23/roald-dahl-2/">https://blog.montyarnold.com/2021/11/23/roald-dahl-2/</a><br>** Siehe <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/08/05/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-72-familiengrab-2/">https://blog.montyarnold.com/2018/08/05/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-72-familiengrab-2/</a> und <a href="https://blog.montyarnold.com/2024/03/11/aus-dem-schoss-der-familie-gekrochen/">https://blog.montyarnold.com/2024/03/11/aus-dem-schoss-der-familie-gekrochen/</a></p>
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		<title>Die wiedergefundene Textstelle: Hypnose</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 21:05:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Manuskript]]></category>
		<category><![CDATA[Bo Christensen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>EUROPADänemark 1991Produktion: Bo Christensen und Peter Aalbæk JensenDrehbuch und Regie: Lars von Trier Zeit: 1945Ort: Deutschland In dieser Dystopie werden wir zu Beginn mit dem Bild vorbeirauschender Gleise und diesen Worten hypnotisiert: Du hörst jetzt auf meine Stimme. Meine Stimme &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/02/24/europa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/02/24/europa/">Die wiedergefundene Textstelle: Hypnose</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="759" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/02/Europa.jpg?resize=640%2C759&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-20123" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/02/Europa.jpg?resize=863%2C1024&amp;ssl=1 863w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/02/Europa.jpg?resize=253%2C300&amp;ssl=1 253w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/02/Europa.jpg?resize=768%2C911&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/02/Europa.jpg?resize=1295%2C1536&amp;ssl=1 1295w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/02/Europa.jpg?resize=1726%2C2048&amp;ssl=1 1726w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2022/02/Europa.jpg?w=1797&amp;ssl=1 1797w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>EUROPA</strong><br>Dänemark 1991<br>Produktion: Bo Christensen und Peter Aalbæk Jensen<br>Drehbuch und Regie: <strong>Lars von Trier</strong><br><br>Zeit: 1945<br>Ort: Deutschland<br><br><em>In dieser Dystopie werden wir zu Beginn mit dem Bild vorbeirauschender Gleise und diesen Worten hypnotisiert:</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Du hörst jetzt auf meine Stimme. Meine Stimme wird dir helfen, dich noch tiefer nach Europa zu führen. Jedesmal wenn du meine Stimme hörst &#8211; bei jedem Wort, jeder Zahl &#8211; wirst du dich noch tiefer hineinversenken. Entspannt und aufnahmefähig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich zähle jetzt von eins bis zehn. Bei zehn wirst du in Europa sein. Eins &#8211; Konzentriere dich ganz auf meine Stimme. Du fängst langsam an dich zu entspannen.<br>Zwei &#8211; Deine Hände und deine Finger erwärmen sich und werden schwerer.<br>Drei &#8211; Die Wärme fließt durch deine Arme, deine Schultern, deinen Nacken.<br>Vier &#8211; Deine Beine und deine Füße werden schwerer und schwerer.<br>Fünf &#8211; Nach und nach verbreitet sich die Wärme in deinem ganzen Körper.<br>Ich sage sechs. &#8211; Und alles an dir &#8211; dein Körper, der entspannt ist &#8211; beginnt langsam zu sinken.<br>Sieben &#8211; Du sinkst tiefer und tiefer und tiefer.<br>Acht &#8211; Mit jedem Atemzug sinkst du tiefer.<br>Neun &#8211; Du schwebst. Wenn du innerlich bis zehn gezählt hast, wirst du in Europa sein, sobald du bei zehn bist.<br>Zehn &#8211; Du hörst das Geräusch des Regens, der auf eine riesige Metalltrommel schlägt. Geh näher heran. Da ist ein Zaun, der dich aufhält. Du gehst über das Bahngelände, bist mit dem Zug aus Bremerhaven gekommen. Und davor mit einem Schiff aus New York.<br>Du bist in Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist das Jahr 1945.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/02/24/europa/">Die wiedergefundene Textstelle: Hypnose</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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