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	<title>Peter Fricke Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Peter Fricke Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Virtuoser Ritt in die Abendsonne</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2025 10:33:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zum 86. Geburtstag von Peter Fricke Peter Fricke ist das, was man am Broadway einen Triple Thread nennen würde, eine Dreifachbegabung im Sinne der dortigen Grundfertigkeiten Schauspiel – Gesang &#8211; Tanz. Übertragen in unsere Medi(athek)enwelt entspräche das z.B. der Möglichkeit, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/08/26/28601/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum 86. Geburtstag von Peter Fricke</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Peter Fricke ist das, was man am Broadway einen Triple Thread nennen würde, eine Dreifachbegabung im Sinne der dortigen Grundfertigkeiten Schauspiel – Gesang &#8211; Tanz. Übertragen in unsere Medi(athek)enwelt entspräche das z.B. der Möglichkeit, als Film- bzw. Bühnenschauspieler, Synchron- und Hörspielsprecher zu glänzen, was seltener zusammenkommt als man meinen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich vor einigen Jahren das Demenzdrama <strong>„The Father“ </strong>nach dem Theaterstück von <strong>Florian Zeller</strong> im Kino sah, war ich begeistert. Der Film war insgesamt so fabelhaft, dass mir sogar das Schauspiel seines gefeierten Hauptdarstellers <strong>Anthony Hopkins</strong> darin als Schwachstelle erschien &#8211; als kleine, gut zu verschmerzende Schwachstelle. Hopkins spielt munter und anmutig und ist glaubhaft als gestandenes Mannsbild, das nicht einsehen möchte, seine Kraft könnte zeitlich befristet sein. Doch irgendetwas fehlte mir, ohne dass ich es recht hätte benennen können.<br>Als ich die Hörspielfassung des Stoffes erlebte, in der Peter Fricke den langsam verdämmernden André spielt, wusste ich, was mir gefehlt hat.<br>Während Hopkins sich von Anfang bis Ende in der gleichen Verfassung befindet und sein Hinausgleiten aus unserer Welt durch die immer übleren Ungleichzeitigkeiten und Missverständnisse kenntlich wird, die sich in seinem Dialog mit der Mitwelt ergeben, macht Fricke das Zerbröseln einer Persönlichkeit fühlbar. Er wird langsam porös, wird von Szene zu Szene fahriger und in seinem Beharren auf den Status Quo hilfloser. Das wird fein und unmerklich dosiert, und hat eine so provozierende Qualität, dass man dem alten Starrkopf in den letzten Szenen am liebsten eine kleben würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Film bricht Anthony Hopkins zuletzt in Tränen aus – eine dramaturgisch fragwürdige und schauspielerisch nicht vollauf befriedigende Darstellung. Im Hörspiel fehlt dieser Effekt. Es bleibt uns selbst überlassen, mit der Verzweiflung des Helden zurechtzukommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hörspiel <strong>„Vater“ </strong>ist noch bis zum 6. Oktober online abrufbar: <a href="https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:33a7bb75712ae398/">https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:33a7bb75712ae398/</a></p>
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		<title>Patient von Dr. Freud, Mentor von Dr. Frankenstein, Kollege von Dr. Boerne</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Sep 2023 09:43:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Tode von David McCallum Die Gäste schlecht vorbereiteter Interviews werden gerne mit langen klebrigen Aufzählungen begrüßt, so nach dem Schema: „Frau Knef – Sie sind Sängerin, Schauspielerin, Malerin, Dichterin, Schriftstellerin, Tropenforscherin, Krokodilzüchterin, Kopfgeldjägerin … &#8211; Wie schaffen Sie das &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/09/25/23701/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Zum Tode von <strong>David McCallum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gäste schlecht vorbereiteter Interviews werden gerne mit langen klebrigen Aufzählungen begrüßt, so nach dem Schema: „Frau Knef – Sie sind Sängerin, Schauspielerin, Malerin, Dichterin, Schriftstellerin, Tropenforscherin, Krokodilzüchterin, Kopfgeldjägerin … &#8211; Wie schaffen Sie das eigentlich alles?“ Ich schäme mich dann immer ein bißchen fremd – so als hätte sich hier jemand selber gelobt.<br>Werner Schneyder ist in meiner Erinnerung der einzige, der einer solchen Einführung mit dem Hinweis entgegentrat, letztlich hingen ja all die gesagten Dinge miteinander zusammen und wären gar nicht so viele wie sie sich anhören.<br><br>Nun lese ich in den ersten Online-Meldungen vom Tode des Schauspielers David McCallum ein Statement seines Sohnes Peter, das in diese Richtung geht. Sein Vater sei „von Wissenschaft und von Kultur begeistert gewesen. Er konnte sowohl ein Orchester dirigieren, als auch eine Autopsie vornehmen, dank seiner jahrzehntelangen Studien“ für die Rolle des&nbsp; Gerichtsmediziners&nbsp;<strong>Donald „Ducky“ Mallard&nbsp;</strong>in der seit 2003 laufenden Krimiserie <strong>„Navy CIS“</strong>.<br>Ich habe die Serie nie gesehen, dennoch hat David McCallum einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Er war her heimliche Held (also der wichtigste männliche Nebendarsteller) im Adventsvierteiler meines 12. Lebensjahres <strong>„Die Abenteuer des David Balfour“</strong> (sowas verbindet, besonders wenn Peter Fricke die Rolle synchronisiert) und trat bald darauf – gerade so, als hätte er meine geheimsten Wünsche erfüllen wollen – in einem herrlich schrägen „Frankenstein“-Zweiteiler auf.* Da war er längst ein Star für mich, denn er hatte kurz davor in der Titelrolle der kurzlebigen Reihe „Der Unsichtbare“ große Selbstironie bewiesen. Ich schnappte am Rande auf, er habe außerdem in <strong>„Solo für O.N.C.E.L.“</strong> (wiederum im Fernsehen, aber nicht auf unserem Bildschirm) mit Leo G. Carroll und Robert Vaughn ein Team gebildet. Dass David McCallum auch Musiker war, wusste sich seit seiner Version des „Batman“-Themas von <strong>Neal Hefti </strong>(als Erkennungsmelodie der SR-Sendereihe „Bundfunk“) …<br>All das ist natürlich kompletter Kleinkram und längst vom Winde verweht, ebenso wie die wenigen Filmauftritte des Schauspielers – etwa als Patient von Montgomery Clift in „Freud“ (1961) oder als Bösewicht in <strong>„Hear My Song“</strong> -, aber da war es schon passiert: ich hatte diesen gar nicht mal gutaussehenden, aber unendlich liebenswerten Kerl mit der Handpuppenfrisur längst ins Herz geschlossen.<br>Und ich freute mich all die Jahre, dass er immer noch da war und mitmischte, z.B. bei „Navy CIS“. Dass uns ein so vielseitiger Künstler ausgerechnet auf dem Gipfel des Facharbeitermangels verlässt, hätte sich auch die Drehbuch-KI nicht schöner ausdenken können.<br><br>___________________________<br>* Der ST. GEORGE HERALD berichtete: <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/04/17/kein-monster-wie-alle-anderen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2015/04/17/kein-monster-wie-alle-anderen/</a><br></p>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/0b760c5049bc4e3bb903c27c20915af4" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/09/25/23701/">Patient von Dr. Freud, Mentor von Dr. Frankenstein, Kollege von Dr. Boerne</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Auf den Spuren von Steve McQueen</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Aug 2023 10:16:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 84. Geburtstag von Peter Fricke Peter Fricke mit Christine Ostermayer als Zuckmayer-Held Carl Michael Bellman (ZDF 1976) Auf hoerspielTIPPs.net werden wir vor dem Kammerspielchen „Die Weinprobe“ gewarnt: „Einer der weniger spektakulären Fälle des Lord Peter. Hier ist steht mehr &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/08/26/peter-fricke/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/08/26/peter-fricke/">Auf den Spuren von Steve McQueen</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: 84. Geburtstag von <strong>Peter Fricke</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="497" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/P.-Fricke_Christine-Ostermayer_BELLMANN_ZDF-1976.jpg?resize=640%2C497&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-23957" style="aspect-ratio:1.2882249560632688;width:670px;height:auto" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/P.-Fricke_Christine-Ostermayer_BELLMANN_ZDF-1976.jpg?w=733&amp;ssl=1 733w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2023/11/P.-Fricke_Christine-Ostermayer_BELLMANN_ZDF-1976.jpg?resize=300%2C233&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Peter Fricke mit Christine Ostermayer als Zuckmayer-Held <strong>Carl Michael Bellman</strong> (ZDF 1976)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf<strong> hoerspielTIPPs.net</strong> werden wir vor dem Kammerspielchen <strong>„Die Weinprobe“</strong> gewarnt: „Einer der weniger spektakulären Fälle des Lord Peter. Hier ist steht mehr sein Talent als Weinkenner, denn als Detektiv im Vordergrund. Die Story dreht sich recht langatmig um die Frage, wer von drei Personen der wahre Lord Peter ist &#8211; Was für den Hörer recht uninteressant ist, denn er ist ja von Anfang an im Bilde. Daher plätschert das Hörspiel etwas langatmig vor sich hin. Für mich der Schwachpunkt der ansonsten recht guten Lord-Peter-Reihe.“<br>Wer von Hörspielkrimis Spektakuläres erwartet (tut das eigentlich jemand?), ist bei <strong>„Lord Peter Wimsey“</strong> ohnehin schief gewickelt. Bei dieser behaglichen Reihe von Adaptionen altmodischer englischer Plüschkrimis handelt es sich nicht einmal um richtige Hörspiele, sondern um Lesungen mit verteilten Rollen, was dank der guten Besetzung der beiden zentralen Stimmen – der Erzählerin <strong>Dagmar von Thomas</strong> und dem Titelhelden Peter Fricke – ein Vergnügen ist. (Die Nebenrollen sind teilweise mit Profis, ansonsten mit Laien besetzt, die Schauerliches abliefern.)<br><br>Die zugrundeliegenden Erzählungen von <strong>Dorothy L. Sayers</strong> um den adligen Detektiv unterscheiden sich von denen ihrer berühmteren Zeitgenossin <strong>Agatha Christie</strong> durch etwas waghalsigere, mitunter geradezu abseitige Plots. Innerhalb der 8teiligen „Lord Peter“-Reihe, die der <strong>mdr </strong>2002 in Koproduktion mit <strong>SfB, SWR und Deutschlandradio Berlin</strong> produzierte und die ich mir immer wieder anhöre, hat mir „Die Weinprobe“ zuletzt besonderes Vergnügen bereitet. Der Plot treibt den Helden zu einer Finte, die ihrer Coolness Maßstäbe setzt.<br><br>Als Lord Peter in geheimer Mission auf dem Schloss des Comte du Rueil eintrifft, sind ihm zwei Herren zuvorgekommen, die offenbar die gleichen Absichten verfolgen. Beide behaupten, „der echte“ Lord Peter zu sein, sind gut informiert und mit echt wirkenden Papieren ausgestattet. Unser Held entzieht sich dem bereits tobenden Konkurrenzkampf, indem er seinerseits eine falsche Identität annimmt. Lustvoll schmiert er die beiden Hochstapler aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptdarsteller Peter Fricke stand nach dem Kriege – einer Zeit, in der der deutsche Film mehrmals am Boden lag, während das Fernsehen blühte – hauptsächlich vor der TV-Kamera, wenn er nicht Theater spielte. Die schönsten seiner dokumentierten Auftritte sind einige fabelhafte Synchronarbeiten und viele, viele Hörspiele.</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/ea08cba662a146c4b64aeb4acea0cea7" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/08/26/peter-fricke/">Auf den Spuren von Steve McQueen</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Nicht von Pappe!</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2022 01:03:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 65. Todestag von Dorothy L. Sayers Zugegeben: wie so oft, wenn es um Literatur geht, hat mir das Fernsehen einst den Namen Dorothy L. Sayers nahegebracht. Das ist an und für sich eine gute Sache, doch es machte mich &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/12/17/dorothy-l-sayers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2022/12/17/dorothy-l-sayers/">Nicht von Pappe!</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: 65. Todestag von <strong>Dorothy L. Sayers</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugegeben: wie so oft, wenn es um Literatur geht, hat mir das Fernsehen einst den Namen Dorothy L. Sayers nahegebracht. Das ist an und für sich eine gute Sache, doch es machte mich in meiner Aufgeschlossenheit von der Qualität der Bearbeitung abhängig. Und die war im vorliegenden Falle fragwürdig. Sayers‘ wichtigster Charakter, der Ermittler <strong>Lord Peter Wimsey</strong>, trat mir in Gestalt des britischen Schauspielers <strong>Ian Carmichael</strong> gegenüber, den ich (in dieser Rolle) einfach nicht mochte. Er wirkte immer etwas feist auf mich. Schwerer noch wog, dass das britische Fernsehen der 70er Jahre – das galt auch für von mir geschätzte Formate wie <strong>„Tales Of The Unexpected“</strong> – generell billig und Papp-kulissenhaft aussah.<br>Als ich durch die Anfang der 2000er Jahre vom<strong> mdr</strong> produzierten Wimsey-<strong>Hörspiele</strong> erstmals die literarische Vorlage kennenlernte, fiel ich aus allen Wolken. Nicht nur dass mir  <strong>Peter Fricke</strong> in der Hauptrolle entgegenkam. Es breitete sich nun erstmals Sayers‘ Prosa vor mir aus &#8211; umso reiner, da diese Hörspiele eine gewisse Mumblecore-Anmutung haben. Eine Bearbeitung wurde &#8211; abgesehen von Kürzungen &#8211; nicht vorgenommen. Es handelte sich um eine Lesung mit verteilten Rollen, zu der <strong>Dagmar von Thomas </strong>ihre eindrucksvolle Erzählerstimme beisteuerte. Die Geschichten sind sehr viel weltläufiger als es die TV-Serie ahnen ließ, und die Handlung mitunter so haarsträubend wie es die innere Logik gerade noch gestattet.<br><br>Genau so ging es mir übrigens mit den Krimis von <strong>Gilbert K. Chesterton</strong>. Hier hatten mir die schauerlich biederen Rühmann-Verfilmungen den<strong> „Pater Brown“</strong> vermiest und mir wiederum die Hörspiel-Auswahl des mdr die Augen und Ohren geöffnet. Meine beiden Lieblings-Folgen dieser Serie sind übrigens bald wieder auf diesem Sender zu hören bzw. Mediathek zu finden: <strong>„Der verschwiegene Garten“</strong> und <strong>„Das Paradies der Diebe“ </strong>laufen zwischen den Jahren in der <strong>„Lesezeit“</strong>.</p>
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		<title>Ein ehrenvoller dritter Platz</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jun 2018 13:00:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 125. Geburtstag von Dorothy L. Sayers Lord Peter Wimsey belegt unter den Krimihelden aus britischen Landen den dritten Platz hinter Sherlock Holmes und Hercule Poirot, so wie es seine Erfinderin Dorothy L. Sayers unter den britschen Krimiautoren tut. Die &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/06/13/ein-ehrenvoller-dritter-platz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 125. Geburtstag von <strong>Dorothy L. Sayers</strong></p>
<p>Lord Peter Wimsey belegt unter den Krimihelden aus britischen Landen den dritten Platz hinter <strong>Sherlock Holmes</strong> und <strong>Hercule Poirot</strong>, so wie es seine Erfinderin Dorothy L. Sayers unter den britschen Krimiautoren tut.</p>
<p>Die Abenteuer von <strong>Lord Peter Wimsey</strong> sind mir zuerst in Form einer typischen britischen Krimiserie der 70er Jahre begegnet. Der immer etwas feist dreinblickende <strong>Ian Carmichael</strong> (der heute gern auf deutschen Wimsey-Hörbuch- und Hörspiel-CDs abgebildet ist) ermittelte in muffigen Studiodekorationen, in denen man stets nur die sprichwörtlichen „Bilder von sprechenden Menschen“ sah. Möglicherweise könnte ich heute über die Unwuchten der Verabreichung hinwegsehen, damals mochte ich von dieser Serie nur die Titelmusik.</p>
<p>Meine Wiederbegegnung mit dem Krimihelden Lord Peter in einer MDR-Hörspielreihe gut 40 Jahre später verlief weitaus erfreulicher, obwohl auch die kein reines Vergnügen war. <span id="more-10638"></span>Die Nebendarsteller schienen keinerlei Regieanweisungen erhalten zu haben, so zufällig und wechselvoll war die Qualität ihres Spiels. Umso prachtvoller waren die beiden Hauptrollen besetzt. Der gewohnt fleckenlos agierende Peter Fricke verkörperte Lord Peter, und als Erzählerin fungierte Dagmar von Thomas, deren Stimme sich mit Worten kaum beschreiben lässt. Eine Hörspielbearbeitung im eigentlichen Sinne war das nicht, es wurde lediglich mit verteilten Rollen gelesen, doch das hatte angesichts der erzählerischen Qualitäten der Vorlage sogar seinen Reiz.<br />
Die Hörspielreihe wird als Wohlfühlkrimi beworben – und tut der Autorin damit unrecht. Hin und wieder blitzt einige Abgründigkeit in den Geschichten auf; „Die Macht der Finsternis“ ist sogar ein außerordentlich fieser Fall. Was hätte wohl Miss Marple zu der hier geschilderten Misshandlung gesagt, die ja schon das Erstechen mit einer Hutnadel als „außergewöhnlich abscheulichen Mord“ bezeichnete?<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/3d7cdc6716fb4ff6b4b12d02b87de1c9" alt="" width="1" height="1" /></p>
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