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	<title>SPIEGEL Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>SPIEGEL Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Satire &#8211; Das große Alles-Dürfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2020 21:52:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett und Comedy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Leserbriefseite SPIEGEL 36/20210: der Witz in Deutschland steckt in Schwierigkeiten Die rhetorische Frage, was Satire darf, wird häufig gestellt. Dabei müsste zuvor etwas ganz anderes geklärt werden: ist die besagte Provokation eigentlich komisch? Wäre sie es nämlich nicht, hätten &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/09/12/das-grosse-alles-duerfen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: Leserbriefseite <strong>SPIEGEL</strong> 36/20210: der Witz in Deutschland steckt in Schwierigkeiten<br><br>Die rhetorische Frage, was Satire darf, wird häufig gestellt. Dabei müsste zuvor etwas ganz anderes geklärt werden: ist die besagte Provokation eigentlich komisch? Wäre sie es nämlich nicht, hätten wir es nicht mit Satire, Comedy, Humor o.ä. zu tun sondern mit reiner Bosheit, mit einer unnützen Beleidigung. Einiges wurde in dem betreffenden Artikel nur deshalb untersucht, weil es üblicherweise in einem Kabarett-Format, in einem Comedy-Kontext an uns herankommt. Ansonsten käme vielfach niemand auf die Idee, es hier überhaupt mit einem Witz zu tun zu haben. Es ginge einfach als Gezeter durch, das kein Schwein zur Kenntnis nähme &#8211; besonders in Österreich, der Heimat der „umstrittenen“ „Comedienne“ <strong>Lisa Eckhart</strong>, wie mir ein Einheimischer kürzlich versicherte. Deren auf flotten Krawall hin konstruierte Texte mögen zuverlässig „Hört hört!“-Reaktionen auslösen, „Also sowas“-Rufe oder „Jetzt mach mal’n Punkt“-Reflexe, Zustimmung auf &#8222;Ho-Ho&#8220;, aber mit Lachen („lachen <em>müssen</em>“ wie es im Sprachgebrauch ja so schön heißt) haben die Geräusche im Saal wirklich nichts zu tun.<br>Wer die Freiheit der Satire in Anspruch nimmt, sollte erst einmal witzig sein! Auch wenn uns Frau Eckhart vormacht, dass man es offensichtlich nicht <em>muss</em>, um in unserer Humorgesellschaft Erfolg zu haben. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/09/12/das-grosse-alles-duerfen/">Satire &#8211; Das große Alles-Dürfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>&#8230; Pack verträgt sich</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2017/10/26/pack-vertraegt-sich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2017 11:53:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[„Autor der totalen Schlaffheit“]]></category>
		<category><![CDATA[„Music Wars“]]></category>
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		<category><![CDATA[Michel Houellebecq]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarn in Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Bade]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Europa / Ausländer-Klischees / „Autor der totalen Schlaffheit“, SPIEGEL-Gespräch mit Michel Houellebecq Vorurteile sind eine spannende Sache, solange es nicht die eigenen sind. Wie wir von unseren französischen Nachbarn gesehen werden (und wie sie sich selbst sehen), wurde diese Woche &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/10/26/pack-vertraegt-sich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/10/26/pack-vertraegt-sich/">&#8230; Pack verträgt sich</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: Europa / Ausländer-Klischees / <strong>„Autor der totalen Schlaffheit“</strong>, <strong>SPIEGEL</strong>-Gespräch mit <strong>Michel Houellebecq</strong></p>
<p>Vorurteile sind eine spannende Sache, solange es nicht die eigenen sind.<br />
Wie wir von unseren französischen Nachbarn gesehen werden (und wie sie sich selbst sehen), wurde diese Woche von Michel Houellebecq im SPIEGEL dargelegt: „In Frankreich redet man über Deutschland mehr als über alle anderen europäischen Länder zusammen. Das ist verblüffend. Doch ich glaube, die Deutschen kennen die Franzosen besser als umgekehrt, schon weil sie öfter nach Frankreich kommen als die Franzosen nach Deutschland. (…) das geht viel weiter als der gewöhnliche Tourismus. Viele Deutsche kaufen sich eine Wohnung oder ein Haus oder lassen sich in Frankreich nieder. Die Franzosen dagegen wissen wenig von den Deutschen. Sie sind von ihnen beeindruckt, aber sie beneiden sie nicht. Deshalb ist die Beziehung ziemlich gut, obwohl der Vergleich der beiden Länder zum Nachteil Frankreichs ausfällt. Die übertriebene Selbstentwertung der Franzosen bringt sie nicht dazu, die Deutschen zu hassen, sondern sich selbst zu verachten. <span id="more-9014"></span>(…) Die Deutschen sind einfach bei Weitem besser organisiert, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. (…) Die Deutschen planen rational, die Franzosen lassen es bis zum Schluss darauf ankommen, dass es schon gut gehen wird. Die lateinische Art eben. Ermüdend! (…) ich habe nicht den Eindruck, dass die Franzosen die Deutschen nicht lieben. Sie lieben sie jedenfalls mehr als die Engländer.“</p>
<p>Wenn wir Patrick Bade, dem englischen Kunsthistoriker und Autor des Buches „Music Wars“ glauben dürfen, stimmt das auch in umgekehrter Blickrichtung: „Die Briten sind unglaubliche Inselbewohner. Auf einer bestimmten Ebene mögen sie überhaupt keine Ausländer und im Speziellen nicht ihre nahen Nachbarn. Sie mögen die Franzosen sicherlich noch weniger als die Deutschen, wenn auch nicht viel weniger. Ich bin neulich von einem älteren, chauvinistischen Herrn, den ich in Paris in der Oper traf, angesprochen worden: Frankreich sei zu bedauern, weil es von Schwarzen, Arabern und Asiaten überrannt worden sei. Er fragte, wie ist das in England? Was meinen die dazu? Und ich versicherte ihm, dass die Engländer <em>alle</em> Ausländer verabscheuen, die Franzosen eingeschlossen! <em>Alle</em> Franzosen. Er war nicht erfreut, das zu hören.“<br />
Neben der Geografie ist es vor allem die Geschichte, die die Briten nicht ruhen lässt. „Die Briten sind vom Zweiten Weltkrieg besessen“, erklärt Mr. Bade, „oft in einer ungesunden Weise, denn es war ihr Moment des Ruhmes, und darüber kommen sie nicht hinweg. Es ist wichtig, sich an den Zweiten Weltkrieg zu erinnern, aber in Großbritannien wird sich eben manchmal nicht zuträglich daran erinnert. Es unterfüttert ein unrealistisches Image.“</p>
<p>Hat sich denn in Europa niemand einfach lieb?<br />
Noch einmal Houellebecq über die Deutschen, die ja bekanntlich die meisten Deutschland-Klischees nicht schätzen: „Sie wären gern Italiener! Die Italiener haben jedenfalls keine Schwierigkeiten mit ihren Klischees, sie lieben sie!“<br />
Das tun die Bayern auch, aber die fühlen sich Italien ja ohnehin sehr verbunden. Wenn man sie fragt, was Ihnen an München so gut gefällt, antworten sie als Erstes: „Man ist so schnell in Italien!“</p>
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		<title>Blattsingen ohne Musik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2017 14:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Mikrofonarbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD-Vorsitzender und Kanzlerkandidat]]></category>
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		<category><![CDATA[Volker Weidemann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Martin Schulz / SPIEGEL Nr. 14/2017 In der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe widmen Volker Weidemann und Nils Minkmar  ein ganzes Interview mit Martin Schulz dessen Vergangenheit als Buchhändler und der Rolle, die das Lesen noch heute für ihn spielt. Das ist &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/04/05/blattsingen-ohne-musik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/04/05/blattsingen-ohne-musik/">Blattsingen ohne Musik</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: <strong>Martin Schulz / SPIEGEL Nr. 14/2017</strong></p>
<p>In der aktuellen <strong>SPIEGEL</strong>-Ausgabe widmen <strong>Volker Weidemann</strong> und <strong>Nils Minkmar</strong>  ein ganzes Interview mit Martin Schulz dessen Vergangenheit als Buchhändler und der Rolle, die das Lesen noch heute für ihn spielt. Das ist nicht nur eine originelle Annäherung an die noch immer recht geheimnisvolle politische Figur Martin Schulz, es dürfte auch die vorerst letzte Gelegenheit sein, ihm Fragen zu seinen Lesegewohnheiten zu stellen, ehe sich die Antwort einbürgert: &#8222;Ich komm ja gar nicht mehr dazu!&#8220;<br />
Der Leser erhält nebenbei eine Menge Tipps für den bevorstehenden Lesesommer, und ein Regalmeter der Schulz-Bibliothek wird sogar abgebildet.<br />
Bei der Lektüre dieses Gesprächs fiel mir ein Fernsehauftritt von Martin Schulz ein, sein Antrittsbesuch als designierter <strong>SPD-Vorsitzender</strong> und <strong>Kanzlerkandidat in </strong>einer Talkshow.<span id="more-7732"></span><br />
In dieser Sendung ging es gleich zu Beginn ums Lesen, genauer: ums Vorlesen. Um die Unterhaltung in Gang zu bringen, bat Anne Will ihren einzigen Gast, einen Auszug aus Sigmar Gabriels STERN-Interview vorzutragen, in dem die Schulz-Bombe geplatzt war.<br />
Schulz wirkte etwas überrumpelt (&#8222;Soll isch dat jetz vorlesen, oder wie?&#8220;), was sicher nicht die Absicht der Moderatorin gewesen war, aber nun kamen beide nicht mehr aus der Nummer raus.<br />
Schulz, offensichtlich kein geübter Prima Vista-Leser, mogelte sich ganz anständig durch: er las jeden Satz zuerst im Stillen, dann laut, wodurch Pausen entstanden, die man auch für Andacht angesichts der literarischen Vorlage halten konnte.</p>
<p>Das könnte bedeuten, dass Martin Schulz ein ehrlicher Redner ist, der es nicht gewohnt ist, Unverinnerlichtes abzulesen. Ronald Reagan, der alte Halunke, galt übrigens seinerzeit als der beste<em> Cold Reader</em> Washingtons.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/04/05/blattsingen-ohne-musik/">Blattsingen ohne Musik</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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