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	<title>&quot;Thor&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<title>&quot;Thor&quot; Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Wolfgang J. Fuchs (4)</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Feb 2020 17:27:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese&#160;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem&#160;Silver Age&#160;ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&#160;&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&#160;(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.&#160;Dieses Interview mit einem der verdienstvollsten Comic-Spezialisten stammt aus den Ausgaben 1 und &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/02/29/15515/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/02/29/15515/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Wolfgang J. Fuchs (4)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.&nbsp;</em><br><em>Dieses Interview mit einem der verdienstvollsten Comic-Spezialisten stammt aus den Ausgaben 1 und 2. Bei der Einrichtung dieses Blogs erreichte mich die Nachricht vom überraschenden Tod von Wolfgang J. Fuchs im Alter von 74 Jahren am 20. Januar.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Western von gestern &#8211; Interview mit Wolfgang J. Fuchs</strong><br><em>(Fortsetzung vom 12.2.2020)</em><br>von&nbsp;&nbsp;<strong>Daniel Wamsler</strong><br><a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Daniel Wamsler:</em> <em>„Dracula“ und „Frankenstein“</em> <em>der 5. Williamsproduktion landeten auf dem Index für jugendgefährdende Schriften, wie Du und Reinhold Reitberger im „Comics-Handbuch“ ausführlich schilderten. Was empfandest Du als Übersetzer einer dieser Ausgaben, als Dein „Baby“ von der Behörde verschmäht wurde?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wolfgang J. Fuchs: Ich fand es zwar schade, sah darin aber auch eine Bestätigung dessen, was ich dem Verlag wiederholt, auch bei Vor-Code-Material in den „Sheriff Klassikern“, gesagt hatte. Ich vermute mal, das „Dracula“-Heft wurde nicht wegen der Dracula-Geschichte indiziert, sondern wie „Frankenstein“ Nr. 5 wegen einer Zusatzstory, die aus der Zeit vor Einführung des Comic-Codes stammte und beim Nachdruck in USA im Bild bereits von Marvel ein wenig entschärft worden war. Bei der Bewertung der Comicproduktion des ersten Halbjahrs habe ich auch darauf hingewiesen, dass die Zweitgeschichten trotz Bearbeitung in USA dazu angetan wären, die Bundesprüfstelle auf den Plan zu rufen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="946" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/03/Passe-Muraille.jpg?resize=640%2C946&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-15525" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/03/Passe-Muraille.jpg?resize=693%2C1024&amp;ssl=1 693w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/03/Passe-Muraille.jpg?resize=203%2C300&amp;ssl=1 203w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/03/Passe-Muraille.jpg?resize=768%2C1135&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/03/Passe-Muraille.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption> <em>Eine der “frühen” Marvel-Zusatzstorys, die den Jugendschützern missfielen. Bildbeispiel aus „Frankenstein“ Nr. 19 (TalesTo Astonish # 26). Zeichnungen: Jack Kirby, Lettering: Hartmut Huff.</em> </figcaption></figure>


<p><span id="more-15515"></span></p>


<p class="wp-block-paragraph"><em>„Dracula“ </em><em>erscheint inzwischen wieder regelmäßig
als gebundene Neuauflage bei Marvel Deutschland/Panini. Da die Einträge der
indizierten Hefte üblicherweise nicht gelöscht werden &#8211; was bei einigen Titeln
(man denke nur an die Piccolos des Lehning Verlags) im Vergleich zu heute
durchaus lächerlich erscheint &#8211; könnte so etwas wie damals bei Williams&#8216;
„Dracula“ und „Frankenstein“ Nr. 5 Deiner Meinung nach erneut passieren?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das kommt
vermutlich darauf an, ob die Indizierung auf Grund der Zweit- oder Textstory
erfolgte oder nicht &#8211; und darauf, ob man bei Panini gegebenenfalls im Heft die
Stellen ändert, deretwegen das Heft indiziert wurde, oder ob man es der BPS zu einer
Prüfung nach heutiger Sicht vorlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Zu Anfang betrieb Williams einen regen Aufwand, die Politisierung aus den Comics fernzuhalten. „Hulk“ und „Thor“ der 5. Produktion wurden retuschiert, indem der &nbsp;Kreml unkenntlich gemacht, Fantasieorte wie „das Reich der Zetas“ erfunden, Bärte gestutzt oder hinzugepinselt, und die Fellkappen der Sowjets in Baskenmützen umgewandelt wurden. Symbole wie Hammer und Sichel waren ohnehin Tabu. Auch wurden mehrere Ausgaben dieser und anderer Marvel-Serien, vermutlich aus demselben Grund ausgelassen. Was kannst Du dazu sagen?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenig. Man
fand wohl die amerikanische Weltsicht etwas daneben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Nach neun Monaten der „neuen“ Superhelden hörtest Du auf
für Williams zu übersetzen. Welche Gründe gab es dafür?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gute Frage. Ich hatte zu diesem
Zeitpunkt im<em> </em>Auftrag des Verlags eine Analyse der Produktion<em> </em>des ersten Halbjahrs der Hefte gemacht. Dann<em> </em>wurde Williams umgekrempelt und es kamen<em> </em>plötzlich neue Leute in die Redaktion, die alle ihre<em> </em>Hefte selbst übersetzten oder ihre Favoriten<em> </em>hatten. Da war Ärger vorprogrammiert. Außerdem<em> </em>habe ich dann immer mehr andere Sachen<em> </em>gemacht.<em></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Auch Reinhard Mordek alias REMO verschwand sang- und
klanglos von der Bildfläche.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Tja, Remo war ja in der Anfangsphase sogar in den<em> </em>Staaten, um alles zu koordinieren. Aber dann kamen die neuen Redakteure. Same Story &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hast Du nach 1974 je wieder für den&nbsp; Williams Verlag gearbeitet?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht, dass ich wüsste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Warst Du auch vor Ort in den USA? Williams-Redakteur
Reinhard Mordek schien sich ja ständig im „Haus der Ideen“ aufzuhalten.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war zwar
privat in USA und auch bei Marvel und DC, aber nicht im Zusammenhang mit den Williams-Heften.
Ich war ja nur ein freier Mitarbeiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Man kennt Dich vor allem als Verfasser und Co-Autor von
Comic-Sekundärliteratur wie „Batman, Beatles, Barbarella &#8211; Der Kosmos in der Sprechblase“,
„Comics &#8211; Anatomie eines Massenmediums“ und „Comics Handbuch“, die allesamt zu
den Standardwerken zählen. Auch einige Sachartikel des Condor Verlags gehen auf
Dein Konto. Für Ehapa erstelltest Du die zeitbezogenen Vorworte der Reihe
„Barks Comics &amp; Stories“. Was hat Dich bewogen, über Comics zu schreiben
und an welchen Projekten arbeitest Du derzeit?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben uns
an der Uni im Fach Amerikanistik mit Populärkultur beschäftigt und ein
Colloquium über Comics gestaltet, aus dem dann die „Anatomie“ wurde, die &#8211;
anders als die damals üblichen Publikationen &#8211; die Comics ausgewogen und, soweit
erkennbar, historisch korrekt darstellen sollte. Und das hat sich dann halt
verselbständigt. Naja, die bsv-Hefte hätten schon besser sein können. Schrott
waren sie nicht, aber auch nicht das Maß aller Dinge. Immerhin haben sie
deutsche Leser mit Serien bekannt gemacht, die sonst hierzulande wohl nie veröffentlicht
worden wären. Ich hätte schon weiter mitgemacht, aber die neue Riege der
Mitarbeiter war nicht sehr umgänglich (siehe oben).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wo liegt für Dich persönlich der Stellenwert des Williams
Verlags? Hättest Du Dir eine derart liebevolle Bearbeitung mit Handlettering
usw. auch bei anderen Verlagen wie Bastei mit Titeln wie </em><strong><em>„Bessy“ </em></strong><em>oder
Ehapa mit“ </em><strong><em>Micky Maus“ </em></strong><em>und „Superman“ gewünscht.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Williams hat
sich zumindest bemüht, das Feeling der Original-Comics zu vermitteln und das
mit mehr Einsatz getan als andere Verlage. Anders als etwa</p>



<p class="wp-block-paragraph">bei „Superman“
hat man auch nicht versucht, (sprachlich) kindlicher als das Original zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Woran scheiterte Deiner Meinung nach das Projekt &#8222;Williams&#8220;
mit seinen Superhelden? Lag es vielleicht auch an der Konkurrenz durch den Egmont-Riesen
Ehapa?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglich.
Andererseits lag es vermutlich auch eher am finanziellen Aufwand, der für eine
solche aus dem Boden gestampfte Produktion nötig war, als an der Konkurrenz.
Möglicherweise aber auch schlicht und einfach am Mutterkonzern Warner.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Aus aktuellem Anlass einer Ebay-Auktion noch die Frage, von
wem der Williams-Verlag 1974 seine Comic-Hefte prüfen ließ? Schließlich hieß es
immer, dass mit etwa sechs Monaten „Vorlauf“ gearbeitet und sogenannte
„Dummies“, Vorab-Versionen der jeweiligen Hefte in schwarzweiß, gefertigt
wurden, bei denen noch einiges an Korrekturen vorgenommen werden konnte.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von mir. Aber
das war eine Bewertung im Nachhinein, bei der alle Fehler ob Text, Bild oder Farbe
angesprochen wurden, um die Produktion in Zukunft zu verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gestatte mir eine letzte allgemeine Frage: Warum nennen oder
nannten die Deutschen Comicschaffenden fast ausnahmslos zusätzlich das Initial
ihres zweiten Vornamens bei einer Veröffentlichung? Beispiele gibt es genug:
Andreas C. Knigge, Reinhold C. Reitberger, Hajo F. Breuer, Wolfgang J. Fuchs ,&#8230;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Witzige Frage.
Ich hatte mein Mittelinitial schon lange vorher immer verwendet. Reinhold hat,
ich glaube auf Anraten unseres Verlegers, eines dazu erfunden (das C steht
sozusagen für Comics). Wie das bei Knigge und Breuer war, kann ich nicht sagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Vielen Dank für das ausführliche Gespräch und weiterhin
viel Erfolg.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/02/29/15515/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Wolfgang J. Fuchs (4)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Vince Colletta</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Dec 2019 21:54:35 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier leicht aktualisiert wiederzugeben.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vince Colletta &#8211; Der erstaunliche Inker</strong> <br>von&nbsp;&nbsp;<strong>Daniel Wamsler</strong> und Monty Arnold<br><a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a>&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="350" height="538" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Vince-Colletta_ThinBlackLineColletta_LRG.jpg?resize=350%2C538&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-15021" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Vince-Colletta_ThinBlackLineColletta_LRG.jpg?w=350&amp;ssl=1 350w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Vince-Colletta_ThinBlackLineColletta_LRG.jpg?resize=195%2C300&amp;ssl=1 195w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vince Colletta war zunächst ein Zeichner, dessen besonderes Händchen für schöne Frauen es ihm ermöglichte, die Liebes-Comics von Atlas fast im Alleingang zu illustrieren. Er war schnell und lieferte in kürzester Zeit professionell aussehende Arbeiten, weshalb nebenbei auch die Herausgeber von Charlton und Dell gerne auf ihn zurückgriffen, insbesondere wenn ihnen die Deadlines im Nacken saßen. Zu seinem Assistenteam gehörten Joe Sinnott und Dick Giordano. In den 60er Jahren arbeitete Colletta ausschließlich als Inker für Marvel. In diese Zeit fallen seine heute populärsten und umstrittensten Arbeiten.<span id="more-15016"></span> <br> <br>Im vorigen Kapitel klang an, dass Gene Colan mit der Arbeit von Vince Colletta nicht besonders zufrieden war, woraufhin dieser von „Dracula“ abgezogen wurde. Auch Neal Adams hatte wohl ein Abkommen mit DC, dass Colletta niemals an seine Zeichnungen dürfe. Die Meinungen über ihn gehen weit auseinander. Da sind zum einen die Fans, die seine Strichführung bei Jack Kirbys „Thor“ und den „Tales Of Asgard“ besonders schätzen, zum anderen die Kritiker, die ihm vorwerfen, Details weggelassen und zu dünne Tuschefedern verwendet zu haben. Letzteres macht sich besonders bei den aktuellen Ausgaben der „Thor Masterworks“ bemerkbar. Auch hieß es, Colletta sei neben seiner Arbeit für die Comic-Verlage zwielichtigen Geschäften nachgegangen, indem er neben seinem Zeichen-Studio noch ein Studio ganz anderer Art betrieben haben soll. Eine Menge junger Mädchen seien da ein und aus gegangen. Ob dort nur Foto-Shootings stattfanden, weiß nicht einmal die Gerüchteküche. Jedenfalls will sie wissen, seinen Job als Art Director bei DC von 1976 bis 1979 habe Colletta hauptsächlich&nbsp; Beziehungen und seinen Ruf verdankt, besonders schnell zu sein. Das zeichnerische Können sei da Nebensache gewesen. &#8211; Colletta war mit Jack Kirby zu DC gewechselt, allerdings ohne ihn weiter als Reinzeichner zu betreuen. <br> <br>Während sich Gene Colan bei der Verlagsleitung, sprich Stan Lee, über Collettas abgelieferte Arbeit beschwerte, sah sich Jack Kirby nie das Endresultat an. Statt bei Erledigtem zu verweilen, konzentrierte er sich auf seinen nächsten Auftrag. Schließlich hatte er eine Familie zu versorgen. Angesichts dieses Umstandes macht auch Kirbys Aussage Sinn, Stan Lee hätte nie auch nur eine einzige Zeile verfasst. Zumindest hatte Kirby nie etwas davon gesehen. In einem TV-Interview merkte John Romita an: „Sie redeten aneinander vorbei, keiner hörte dem anderen richtig zu!“. Lee, Romita und Kirby hatten dieselbe Strecke bei der Heimfahrt vom Marvel Office, so dass Romita Zeuge diverser Plot-Besprechungen seiner beiden Kollegen wurde. <br><br>Doch zurück zu Vince Colletta. Seine Unbeliebtheit bei den Fans liegt weniger an dem, was er tuschte, sondern vielmehr an dem, was er nicht tuschte. Das nachfolgende Beispiel aus Thor # 154 (Seite 11) spricht für sich selbst …</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="489" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?resize=640%2C489&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-15031" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?resize=1024%2C782&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?resize=300%2C229&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?resize=768%2C587&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145_Pencil.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption> <em>Da waren’s nur noch sieben: Zweimal Seite 11 aus „Thor“ # 154 („Die Spinne“ Nr. 145, Panini-Schuber „Spider-Man – Das fehlende Jahr“), oben Jack Kirbys Bleistiftzeichnung, unten das Endresultat nach Vince Collettas Bearbeitung. Das Entfernen der Bewegungslinien und Lokis Schweifspitze nimmt zusätzliche Dynamik.</em> </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="951" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?resize=640%2C951&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-15032" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?resize=689%2C1024&amp;ssl=1 689w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?resize=202%2C300&amp;ssl=1 202w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?resize=768%2C1142&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/12/Thor_Spinne-145.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Doch Vince Colletta tuschte weiter. In den 80er Jahren betreute er verschiedene Serien für Marvel und DC. Er starb 1991.  </p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg07.met.vgwort.de/na/5f84b703b81342a78d94a6f6462d7ac8" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/12/08/vince-colletta/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Vince Colletta</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Sub-Mariner (1)</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2019/10/16/sub-mariner/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Oct 2019 18:58:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese&#160;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem&#160;Silver Age&#160;ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&#160;&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&#160;(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier leicht aktualisiert wiederzugeben.&#160; Das Wichtigste zuerst: der Sub-Mariner wird nicht auf der dritten &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/10/16/sub-mariner/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier leicht aktualisiert wiederzugeben.&nbsp;</em><br><br>Das Wichtigste zuerst: der Sub-Mariner wird nicht auf der dritten Silbe betont, wie es uns die Beatles mit ihrem gelben Unterseeboot vorgemacht haben, sondern auf der zweiten („Sap-<strong>Mer</strong>riner“). Vieles vom Zweitwichtigsten habe ich über diesen, einen meiner ewigen Marvel-Lieblingshelden bereits in einem früheren Artikel geschildert* &#8211; z.B. eine ausführliche Inhaltsangabe. Deshalb fällt <strong>Daniel Wamsler</strong>s Beitrag etwas kürzer aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prinz Namor, der Held von Atlantis</strong><br>von&nbsp;&nbsp;Daniel Wamsler<br><a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a>&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="939" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/10/Namor-Cover-1-Buscema.jpg?resize=640%2C939&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-14630" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/10/Namor-Cover-1-Buscema.jpg?resize=698%2C1024&amp;ssl=1 698w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/10/Namor-Cover-1-Buscema.jpg?resize=205%2C300&amp;ssl=1 205w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/10/Namor-Cover-1-Buscema.jpg?resize=768%2C1126&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/10/Namor-Cover-1-Buscema.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Des Sub-Mariners eigene Reihe nach “Tales To Astonish” präsentierte der Williams Verlag erstmals in „Die Spinne“ Nr. 41. Die Originalcover wurden meist für die Einleitung der Fortsetzungen benutzt. Zeichner: John Buscema.</em></p>


<p><span id="more-14629"></span></p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Namor, der Sub-Mariner</strong><br><strong><br></strong>Wenn man die Anfangstage der Williams-Version von „Prinz Namor, Held von Atlantis“ ignoriert, wird einem kaum bewusst, wie viel der Verlag wirklich gekürzt hat. Nicht nur, dass gleich zu Beginn Namors zweite Episode aus “Tales To Astonish” (TTA) # 71 fehlt, kurz darauf ersetzte man in „Die Spinne“ Nr. 3 (TTA # 73) eine komplette Comic-Seite durch Verlagseigenwerbung für die Frankenstein-Reihe. Irgendwie schien der Platz, zumindest im ersten Jahr, nie völlig ausreichend: eine Seite weniger in Die Spinne Nr. 6 (TTA # 76), drei Seiten aus TTA # 77 verspätet nach der Eröffnungsseite in „Die Spinne“ Nr. 8, TTA# 79 ausgelassen, zwei fehlende Halbseiten in „Die Spinne“ Nr. 9 (TTA # 80) und je 1 bis 4 fehlende Seiten in „Die Spinne“ Nr. 10 &#8211; 18 (TTA # 81-89). Erst nach zwei vertauschten Seiten in „Die Spinne“ Nr. 23 (TTA # 92) und dem Jahreswechsel 1974/75, ist auch die Williams-Ausgabe des Sub-Mariners mustergültig.<br> <br>Weit vollständiger und damit mindestens als Ergänzung empfehlenswert ist die farbige Version des Sub-Mariners in den späten Hit Comics. Einziges Manko: der Wirrwarr der Veröffentlichung quer durch alle Hit Comics-Unterserien und die kaum nachvollziehbare Reihenfolge. Angefangen mit FV Nr. 226 über „Thor“ Nr. 206 zu „Spinne“ Nr. 237, „Rächer“ Nr. 213, „Der Dämon“ Nr. 1, X-Menschen Nr. 217, einer kleinen Lücke (TTA # 76), über „Spinne“ Nr. 230-231, FV Nr. 240 &#8211; 241, „Der Dämon“ Nr. 4, einer weiteren Auslassung (TTA # 82) zu FV Nr. 244 &#8211; 248, „Spinne“ Nr.&nbsp; 243 und einer fehlenden Episode (TTA# 89), FV Nr. 239, FV Nr. 249, „Spinne“ Nr. 252-253, „Der Dämon“ Nr. 3, „Spinne“ Nr. 254, den schwarzweißen Hit Comics Nr. 75, 83 und 91, brummt dem Leser zwangsläufig der Schädel Und die teilweise an einen LSD-Trip gemahnende Farbgebung, in der Namor grüne Beine hat, muss man auch mögen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Marvel Cinematic Universe blieb Prinz Namor ausgesperrt, und am 1. April 2018 musste er sich auch noch in der Serie &#8222;Family Guy&#8220; als schlechterer &#8222;Aquaman&#8220; demütigen lassen &#8211; was umso gemeiner ist, wenn man bedenkt, dass sein Schöpfer Bill Everett ebendiesen Aquaman als Auftrags-Plagiat des Sub-Mariners angefertigt hat.**</p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="316" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/10/Namor-bei-FAMILY-GUY.jpg?resize=640%2C316&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-14664" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/10/Namor-bei-FAMILY-GUY.jpg?w=994&amp;ssl=1 994w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/10/Namor-bei-FAMILY-GUY.jpg?resize=300%2C148&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/10/Namor-bei-FAMILY-GUY.jpg?resize=768%2C379&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Prinz Namors ganz und gar unrühmlicher Gastauftritt in der TV-Episode &#8222;Veteran Guy&#8220;</em>. <em>Dass er seine Meerestiere nicht im Griff hätte, ist allerdings nicht zutreffend.</em> <em>Er produziert dabei nur keine Kringelchen.</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4804" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">________________________________<br>* Siehe  <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/">https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/</a> <br>** Die ganze Geschichte unter  <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/02/27/irgendwo-dort-unten-bill-everett/">https://blog.montyarnold.com/2017/02/27/irgendwo-dort-unten-bill-everett/</a> </p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Die Gruft von Graf Dracula (3)</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jun 2019 13:10:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.  Dracula  von  Daniel Wamsler http://dassagtenuff.blogspot.com/ (Fortsetzung vom 22.6.2019) „Klinge“ und Co. In Deutschland erschienen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/06/29/die-gruft-von-graf-dracula-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. </em></p>
<p><strong>Dracula </strong><br />
von  <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a> <em>(Fortsetzung vom 22.6.2019)</em></p>
<p><strong>„Klinge“ und Co.<br />
</strong><br />
In Deutschland erschienen die ersten 33 Dracula-Episoden im <strong>Williams Verlag</strong>, bis die Serie zusammen mit <strong>„Hulk“</strong>,<strong> „Thor“</strong>,<strong> „Frankenstein“</strong> und den erst im Jahr zuvor gestarteten<strong> „Dr. Strange“</strong>, <strong>„Der Eiserne“</strong> und <strong>DC</strong>s <strong>„Grüne Laterne“</strong> eingestellt wurde. Leider endete die Erzählung dadurch mit einem offenen Schluss und der unerfüllten Ankündigung eines „speziellen Gast-Stars“.<br />
Die meisten der 33 deutschen Storys übersetzte <strong>Hartmut Huff</strong>, die ersten neun stammen von <strong>Wolfgang J. Fuchs</strong>, der entweder gar nicht oder unter dem Pseudonym „Walter Bassing“ in den Credits aufgeführt wurde. In „Dracula“ Nr. 10 führte Boris Vladoff den Charakter Blade unter dem Namen „Klinge“ ein, obwohl auf dem Cover der Originalname zu lesen war. Dies wurde aber schon bald darauf vom MMT (Mighty Marvel Team) unter der Leitung von <strong>Kirsten Isele</strong> geändert, und Blade, der Spider-Man-Gegenspieler Kraven der Jäger („Nemrod“) und Dr. Doom („Dr. Unheil“ bzw. „Dr. Untergang“) bekamen Titel und Würde zurück.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13744" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/06/MMT-sagt-Sorry_17.-Produktion.jpg?resize=640%2C904&#038;ssl=1" alt="MMT sagt Sorry_17. Produktion" width="640" height="904" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/06/MMT-sagt-Sorry_17.-Produktion.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/06/MMT-sagt-Sorry_17.-Produktion.jpg?resize=212%2C300&amp;ssl=1 212w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/06/MMT-sagt-Sorry_17.-Produktion.jpg?resize=725%2C1024&amp;ssl=1 725w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Kirsten Isele als Umtäuferin, gestaltet von Williams&#8216; umstrittenem Hausgrafiker &#8222;Frobenius&#8220;  (17. Produktion)</em><span id="more-13722"></span></p>
<p>Wie in allen Fällen veröffentlichte Williams auch hier nur die Hauptserie. Zwar gab es von „Dracula“  keine Annuals, doch endete die Nr. 33 mit einem Cliffhanger und der Williams-Leser musste auf den Genuss des „Showdown Of Blood“, der mit „Eine Kugel für einen Toten!“ in der Abschlussnummer angekündigt wurde, ebenso verzichten wie auf die Magazin-Serien „Dracula Lives!“ und „Tomb Of Dracula“, die Giant-Size Ausgaben und vor allem auf „Werewolf By Night“ # 15, dessen Handlung zwischen „Dracula“ Nr. 18 und 19 spielt.</p>
<p><strong>Dracula auf dem Prüfstand</strong></p>
<p>Per Entscheidung Nr. 2521 und 2522 verfügte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften am 11.10.1974 eine Indizierung der jeweiligen Nr. 5 der Williams-Serien „Dracula“ und „Frankenstein“. Die Hefte wurden daraufhin an die Grossisten zurückgeschickt, da sie nun nicht mehr im üblichen Rahmen vertrieben werden durften. Mit Erstauslieferung im Mai 1974 blieb dennoch genug Zeit, um die Hefte in weiten Teilen Deutschlands zu verbreiten. Nur die südlichen Bundesländer hatten eben Pech. Kurioserweise landeten Exemplare von Dracula Nr. 5 in den Österreich-Varianten der Williams-Sammelbandreihe „Marvel Superband Superhelden“, und wurden so als Quasi- Remittenden zweitverwertet. Die weitere Serie blieb ohne Indizierung und vom Verlag ungekürzt. Anders sah es bei Frankenstein aus. Das Monster musste hier und da Einbußen im Umfang hinnehmen. Interessant auch die Tatsache, dass die indizierte Ausgabe von Frankenstein eine bereits in den USA retuschierte Szene enthält, da die Zusatzstory „Sie warten im Kerker“, bedingt durch den Comics Code, bei ihrer Wiederveröffentlichung (das Original war in der Pre-Code Ära erschienen) an einer Stelle deutlich abgeschwächt werden musste. Die beiden deutschen Hefte jedenfalls wurden mit den Nummern 3820 und 3821 in die Liste der jugendgefährdenden Schriften aufgenommen. Das Urteil blieb jedoch nicht ohne Folgen. Redakteur und Übersetzer Hartmut Huff verhöhnte die Maßnahmen der BPS bereits im Oktober 1974, der Abdruck erfolgte jedoch aufgrund des Produktionsvorlaufs von sechs Monaten erst in „Dracula“ Nr. 16. in der Story um ein Skelett, das auf dem Friedhof umgebettet wurde und nun sein richtiges Grab zurückverlangt, finden sich folgende Zitate: <em>„Das Ding schert </em><em>sich nicht um die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften! Es hat, was es will – und das allein ist wichtig – nicht die Zensur!“ (Seite 3) und „—und in diesem Augenblick durchzuckt einziger Gedanke ihre beiden Hirne …: Nie wieder die verbotenen Marvel-Comics lesen können! Und darum ist ihr Tod zweenfach schmerzhaft!“ (Seite 5).</em></p>
<p>Auch die Szenen der Folgeseiten waren stark abgeschwächt. Das als „Ding“ bezeichnete Skelett wirft angeblich „mit faulem Obst“, Dracula „bittet zum Tanz“, und schließlich stellt sich die Frage: „oder hatte Dracula etwa Mundgeruch??“. Ob die beiden Opfer des Skeletts: „Karle Martin und Gordo Brown (beide übelst beleumundet)“ wohl etwas mit der Indizierung zu tun hatten? Jedenfalls stellt diese Selbstironie einen Höhepunkt deutscher Übersetzungskunst dar. Hartmut Huff versteht es, die Spannung der Geschichte aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die Lächerlichkeit einer Behörde aufzuzeigen, deren Leitsatz lautet: „Eine Zensur findet nicht statt“.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13726" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/06/Colan_zensiert.jpg?resize=640%2C797&#038;ssl=1" alt="Colan_zensiert" width="640" height="797" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/06/Colan_zensiert.jpg?w=886&amp;ssl=1 886w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/06/Colan_zensiert.jpg?resize=241%2C300&amp;ssl=1 241w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/06/Colan_zensiert.jpg?resize=823%2C1024&amp;ssl=1 823w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Auf mindestens fünf Seiten zensiert: “Sanctuary” aus „Tomb Of Dracula“ # 5. Gene Colan selbst macht diese Maßnahme laut eigener Aussage nichts aus.</em><br />
<strong><br />
</strong>Nicht nur die Islamisten verhüllen ihre Frauen. Auch die US-Amerikaner neigen dazu. Bei Brüsten kann es zwar nicht monströs genug sein, aber bitte nicht in der Öffentlichkeit. Jüngster Aufreger bei den Marvel-Fans ist das ToD-Essential Vol. 4, von dem man meinen sollte, dass es nicht gerade auf der Wunschliste amerikanischer Teenies steht. Wie schon bei „Conan (The Frost Giant&#8217;s Daughter)” handelt es sich um eine Übernahme aus dem Magazin-Format. Für die Comic Books gelten eben andere, strengere Regeln.<br />
1980 jedenfalls durfte Draculas Tochter Lilith im Magazin „Tomb Of Dracula“ # 5 die gänzliche Pracht ihrer Oberweite noch auf mehreren Seiten zur Schau stellen.<br />
Man muss es Marvel aber hoch anrechnen, den vierten Essential-Band überhaupt gebracht zu haben. Vereint er doch fast sämtliche Dracula-Magazingeschichten in chronologischer Erzählreihenfolge. Ebenfalls enthalten ist die in Deutschland ausgelassene Seite aus „Frankenstein“ Nr. 7.<br />
<img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/06/29/die-gruft-von-graf-dracula-3/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Die Gruft von Graf Dracula (3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: The Avengers / Die ruhmreichen Rächer (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2019 13:24:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: „Avengers: Endgame“ Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Aus aktuellem Anlass stammt die heutige Folge aus eigener Fertigung. Die ruhmreichen Rächer (The Avengers) (Fortsetzung vom 1.5.2019) Das von John Buscema &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/05/08/the-avengers-die-ruhmreichen-raecher-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/05/08/the-avengers-die-ruhmreichen-raecher-2/">Die Marvels wie sie wirklich waren: The Avengers / Die ruhmreichen Rächer (2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: <strong>„Avengers: Endgame“</strong></p>
<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Aus aktuellem Anlass stammt die heutige Folge aus eigener Fertigung.</em></p>
<p><strong>Die ruhmreichen Rächer (The Avengers)</strong> (Fortsetzung vom 1.5.2019)</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13278" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/05/Nuff004-Titelseite_R%C3%A4cher.jpg?resize=640%2C956&#038;ssl=1" alt="Nuff04S.04.cdr" width="640" height="956" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/05/Nuff004-Titelseite_R%C3%A4cher.jpg?w=1654&amp;ssl=1 1654w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/05/Nuff004-Titelseite_R%C3%A4cher.jpg?resize=201%2C300&amp;ssl=1 201w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/05/Nuff004-Titelseite_R%C3%A4cher.jpg?resize=685%2C1024&amp;ssl=1 685w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/05/Nuff004-Titelseite_R%C3%A4cher.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Das von <strong>John Buscema</strong> in Szene gesetzte und von <strong>Daniel Gramsch</strong> colorierte Cover in der Nuff-Version. Eine Druckvorlage </em><em>von solcher Qualität existiert nicht einmal in den USA. Coverboy ist der Androide Vision, der in Deutschland erst im vierten Jahr eingeführt wurde, aber irritierenderweise von Anfang im Logo der &#8222;ruhmreichen Rächer&#8220; zu sehen war.<br />
</em><em><br />
</em><strong>The Avengers &#8211; Eine einzige große Party<br />
</strong><br />
Dieser Tage geht mit „Avengers: Endgame“ alle Einnahmerekorde brechend das große Marvel-Superheldenepos zuende, das 2008 mit <strong>„Iron Man“</strong> begonnen hat. Dieses gewinnträchtige Konzept einer miteinander verzahnten Serienfamilie voller individualistischer Superhelden gab es schon ganz zu Beginn der <strong>Marvel-Comics</strong> vor bald 60 Jahren. Immer wieder begegneten die Helden einander bei Gastauftritten. <strong>„Marvel Team-Up“</strong> nannte sich das, und es war stets ein kleines Fest für die Leser. Doch bereits im ersten Heft der „Avengers“ vom 1. September 1963* wurde der Grundstein einer nicht enden wollenden Party gelegt. Es waren Verlegenheiten, die<strong> Stan Lee</strong> zu dieser Idee antrieben: Terminprobleme und Planänderungen sowie die Tatsache, dass ein paar vielversprechend gestartete Marvel-Helden gerade keine dauerhafte Serie hatten:<strong> Thor</strong>, <strong>Iron-Man</strong>, der <strong>Hulk</strong> (der soeben nach sechs Heften wieder eingestellt worden war) sowie <strong>Ant-Man</strong> (nebst seiner Partnerin the Wasp), der eigentlich nur ein einziges kurzes, in sich abgeschlossenes Abenteuer in <strong>„Tales To Astonish“</strong> hatte bestehen sollen** und der dann zu großes Potenzial zeigte, um ihn einfach umzublättern. <span id="more-13277"></span>Bereits am Ende der zweiten Avengers-Ausgabe stieg der unleidliche Hulk wieder aus (was im Kino unserer Tage nochmals korrigiert wurde). Dafür kam in #4 ein Marvel-Held des Golden Age zu neuen Ehren und übernahm die Führung der jungen Formation: Captain America**. Er war einst der Topseller von Timely gewesen, des Marvel-Vorgängerverlags. Ausgerechnet der streitbare atlantäische Prinz Namor*** – auch er ein Golden-Age-Charakter – hatte „Cap“, den tiefgefrorenen Veteranen des Zweiten Weltkriegs, versehentlich wiedererweckt.<br />
Wie man sieht, verfügte Stan Lee praktisch von Anfang an über ein pralles Superheldenensemble, das sich parallel zu den regulären Serien in lustvolle Happenings verstricken ließ.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-13309" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/05/R%C3%84CHER-Leiste.jpg?resize=640%2C2087&#038;ssl=1" alt="RÄCHER-Leiste" width="640" height="2087" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/05/R%C3%84CHER-Leiste.jpg?w=886&amp;ssl=1 886w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/05/R%C3%84CHER-Leiste.jpg?resize=92%2C300&amp;ssl=1 92w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/05/R%C3%84CHER-Leiste.jpg?resize=314%2C1024&amp;ssl=1 314w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Auch in den folgenden Jahren plagten sich „Die ruhmreichen Rächer“ mit personellen Umbrüchen, die sehr viel häufiger und tiefgreifender waren als etwa die der „X Men“**.  Als Konstanten in diesem beständigen Wandel erwiesen sich Captain America &#8211; den bald die Marvel-typischen Selbstzweifel quälten, die Trauer um den Verlust seines jugendlichen Gefährten Bucky sowie die Verwirrung über das plötzliche Überspringen von knapp zwanzig Jahren Weltgeschichte – sowie die Stark-Villa nebst Butler Jarvis als Hauptquartier. Die kommenden und wieder gehenden Mitglieder waren Superhelden-Newcomer, verdiente Helden und Nebendarsteller des Marvel-Kosmos und sogar geläuterte Schurken. Ein weiterer Mythos des Golden Age wurde in Ausgabe 56 wiederbelebt: die erste „menschliche Fackel“ – ein Androide, den wir nicht mit Johnny Storm von den Fantastischen Vier verwechseln wollen. Er wurde zu „Vision“ umgestaltet (siehe Abbildung oben). Endlich erfuhren die deutschen Leser nun, wer der grimmige Kerl in dem roten Logo auf der Titelseite sein mochte.</p>
<p>Mit „The Avengers“ etablierte Stan Lee, der alte Fuchs, noch etwas, was wir heute als obligatorische Tugend ansehen: eine epische Erzählweise. Die Faszination dieser Serie speiste sich zu gleichen Teilen aus der jeweiligen (mitunter mehrteiligen) Episode und aus der langfristigen Entwicklung einer Gruppe, die mich mit ihren Versammlungen und internen Konflikten immer ein wenig an einen eigetragenen Verein erinnerte.<br />
Für mich als jugendlichen Heftchenleser waren die „Rächer“ deshalb weniger aufregend als „Die Spinne“ oder „Die fantastischen Vier“: die besagte 2. Ebene fiel weg. Mir fehlten noch viele Ausgaben, die ich mir nach und nach auf Flohmärkten zusammensuchte und von Jungs übernahm, die sich aus Gründen zunehmender Reife von der Lektüre der Marvels abwandten.<br />
Als ich mit 16 meine Mittlere Reife gemacht hatte, tat sich bis zum Beginn meiner Lehre eine Freizeit von drei Monaten auf. Meine „Rächer“-Sammlung war inzwischen bis auf wenige Nummern komplett, und ich beschloss, die Zeit für eine systematische (Wieder-)Lektüre zu nutzen. Nun kam der lange erzählerische Atem voll zur Geltung. Die Schwierigkeiten der Rächer untereinander erwiesen sich als das eigentliche Vergnügen und als einen Abschluss meiner Jugend, wie ich mir einen schöneren nicht hätte wünschen können. Mit der letzten deutschen Ausgabe, der Nr. 100, befiel mich eine ähnliche Wehmut wie sie die heutigen Kinofans bei „Avengers: Endgame“ erleben dürften. (Heute weiß ich, dass zugleich mit den Marvel-Comics des Williams-Verlags auch das <em>Silver Age</em> zuendegegangen war.)<br />
Doch wir müssen nicht traurig sein. Für uns alle heißt es ja zum Glück: die Party wird weitergehen – auf die eine oder andere Weise.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
________________<br />
* Siehe voriges Kapitel: <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/05/01/marvel-the-avengers-1/">https://blog.montyarnold.com/2019/05/01/marvel-the-avengers-1/</a><br />
** Dazu mehr in den folgenden Kapiteln von „Das sagte Nuff“.<br />
*** Zu meinem persönlichen Liebling siehe <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/">https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/</a><img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg09.met.vgwort.de/na/7e9c1033b06d4927b09297c8f6d1c185" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Der Silver Surfer (3/3)</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2019/03/19/silver-surfer-33/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Mar 2019 09:56:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Der Silver Surfer (Fortsetzung vom 11.3.2019) von Daniel Wamsler http://dassagtenuff.blogspot.com/ Surfin‘ Germany Fehlende Halbseite &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/19/silver-surfer-33/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/19/silver-surfer-33/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Der Silver Surfer (3/3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>
<p><strong>Der Silver Surfer </strong>(Fortsetzung vom 11.3.2019)<br />
von <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a></p>
<p><strong>Surfin‘ Germany</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12708" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/fehlende-Halbseite-aus-Silver-Surfer-4-in-WilliamsThor-Nr.-12.jpg?resize=640%2C468&#038;ssl=1" alt="fehlende Halbseite aus Silver Surfer # 4 in WilliamsThor Nr. 12" width="640" height="468" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/fehlende-Halbseite-aus-Silver-Surfer-4-in-WilliamsThor-Nr.-12.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/fehlende-Halbseite-aus-Silver-Surfer-4-in-WilliamsThor-Nr.-12.jpg?resize=300%2C219&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/fehlende-Halbseite-aus-Silver-Surfer-4-in-WilliamsThor-Nr.-12.jpg?resize=1024%2C748&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Fehlende Halbseite aus &#8222;Silver Surfer&#8220; # 4 in <strong>&#8222;Thor&#8220;</strong> Nr. 12 von <strong>Williams</strong></em></p>
<p>Surfen in Deutschland ist nicht leicht, zumindest nicht ohne Wind und Segel. So musste auch Marvels „Silver Surfer“ hierzulande einiges über sich ergehen lassen. Zwar war die Figur bei ihrem Start im Januar 1974 auf den hinteren Seiten der „Thor“-Hefte des Williams Verlags aus diversen<strong> „Hit Comics“</strong> bekannt, doch wirklich lesefreundlich war seine Präsentation nicht. Mit unterschiedlichen</p>
<p>Namen wie „galaktischer Silberreiter“ und „Silber-Surfer“ hatte der bsv in bei seinen ersten Auftritten innerhalb anderer Marvel-Reihen betitelt. Von Namenskontinuität keine Spur. Als der Williams Verlag ihn dann als „Silberstürmer“ einführte, war das kaum besser. Doch egal, die Serie lebte von <strong>Stan Lee</strong>s Texten und <strong>John Buscema</strong>s Zeichnungen. Durch die „Zweitplatzierung“ in den „Thor“-Heften dauerte es mit einer einzigen Ausnahme je ein Vierteljahr, ehe ein Abenteuer des Surfers zu Ende war. Der Leser war also gezwungen, Geduld aufzubringen. Nach der spektakulären Eröffnungsgeschichte konnte Williams nicht umhin, eine Eröffnungsseite anders zu platzieren und die nachfolgenden (US-)Nummern um je zwei Seiten zu kürzen. Dieses Entfernen diverser Panels hatte logischerweise wieder mit dem geringeren Umfang der Hefte bei der Formatumstellung zu tun (- dazu später mehr).<span id="more-12706"></span></p>
<p>Die deutsche Veröffentlichung durch den Williams Verlag war ein mutiger Schritt, da der „Silber-Surfer“ in den USA erst durch die Reprints zu seinem späteren Status gelangte. Bei der Erstveröffentlichung blieben die Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Williams jedenfalls brachte die ersten elf Abenteuer von Galactus&#8216; glänzendem Herold. Die Einstellung der „Thor“- Reihe zwang auch den Surfer in die Knie, so dass von Silver Surfer # 12 nur noch die Ankündigung auf dem Cover von Thor Nr. 33 übrig blieb.* Trotz der Kürzungen liest sich der „Silberstürmer“ hervorragend und bleibt eines der erstaunlichsten Projekte der Marke Williams.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12710" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/unterer-Teil-der-Originalseite-37-aus-Silver-Surfer-4.jpg?resize=640%2C490&#038;ssl=1" alt="unterer Teil der Originalseite 37 aus Silver Surfer # 4" width="640" height="490" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/unterer-Teil-der-Originalseite-37-aus-Silver-Surfer-4.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/unterer-Teil-der-Originalseite-37-aus-Silver-Surfer-4.jpg?resize=300%2C230&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/unterer-Teil-der-Originalseite-37-aus-Silver-Surfer-4.jpg?resize=1024%2C784&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Der untere Teil der Originalseite 37 aus Silver Surfer # 4, der bei Williams ebenfalls fehlte.</em></p>
<p>Nach der Ankündigung des „Hexensabbats“ (Silver Surfer # 12) blieb es zunächst still um des Surfers eigene Serie. Denn erst vier Jahre später veröffentlichte der Condor Verlag „neues“ Material. Aufgrund der Planung kaum chronologisch, doch immerhin fünf weitere Abenteuer innerhalb von zwei Jahren. Zunächst erschien „Silver Surfer“ # 15 zweigeteilt in den erst kurz zuvor gestarteten „Die Spinne“-Heften („Die Spinne“ Nr. 15 &#8211; 16). 1981 ging es dann Schlag auf Schlag: die US- Endnummer in „Marvel Comic-Stars“ Nr. 1, „Silver Surfer“ # 13 &#8211; 14 in</p>
<p>„Die Spinne“ Taschenbuch Nr. 8 und „Hexensabbat“ in „Marvel-Comic-Sonderheft“ Nr. 4. Alles reichlich konfus und zusammenhangslos. Absolutes Condor-Highlight ist Condors „Silver Surfer“ # 12, auch wenn die Koloristen den eigentlich grünen Abomination in dezentes Grau-Braun hüllten. Das war immer noch besser als das „Schweinchenrosa“, welches ihm die Mitarbeiter des bsv seinerzeit in den farbigen „Hit Comics“ verpasst hatten. Absolut grauslig ist dagegen die Vermurksung von „Silver Surfer“ # 18 in „Marvel Comic Stars“. Wie man sämtliche Panels (mit nur einer Ausnahme) von ursprünglich 19 Heftseiten auf acht Seiten weniger wiedergeben kann, ist ohnehin fraglich. Die eh schon schwache Story mit dem gewalttätigen Silver Surfer lebt allein von Jack Kirbys Layout. Und genau das haben die Condorianer gründlich verunstaltet. Mag die Übersetzung noch so gut sein, diese Version bleibt unlesbar und verursacht bei längerer Betrachtung garantiert Augenkrebs.</p>
<p>Die Neuauflage des „alten“ Surfers brachte Panini kurz vor der Jahrtausendwende. Ironischerweise kletterte der Sammlerpreis für den ersten Band („Marvel Klassik“ Nr. 2) ruckzuck in schwindelnde Höhen, während man im darauffolgenden Jahr „Marvel Klassik“ Nr. 7, mit zwei bislang auf deutsch unveröffentlichten Storys, fast hinterher geschmissen bekam. (Verstehe einer die Fans …) Denn dasselbe Phänomen tauchte spätestens bei „Dracula“ in Paninis „Marvel Horror“ wieder auf. Kaum war man mit den Wiederveröffentlichungen durch, gingen die Absatzzahlen in den Keller. Ist es denn wirklich so, dass die Leser nur das haben wollen, was sie bereits kennen? Frei nach dem Motto: „Was der Bauer nicht kennt…“? Kann das wirklich sein? Möchte denn wirklich niemand wissen, wie es weitergeht? Deutschland, deine Leser, tss, tss…</p>
<p>Neben dem US-Essential bleiben die „Marvel Klassik“-Bände weiterhin die wohl mustergültigste Version des Silver Surfers. Weniger wegen der Farbgebung, welche schon mancher Leser aus Österreich und der deutschsprachigen Umgebung bemängelte (nicht „nostalgisch“ genug). Sondern vor allem deshalb, weil man mit zwei fetten Hardcover-Büchern die komplette Serie in ungekürzter Form sein Eigen nennen kann und keine 32 Williams-Hefte durchblättern muss. Vom Wirrwarr der späteren Geschichten im Heft-Taschenbuch- und Überformat gar nicht zu reden.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12711" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-10-Seite-1.jpg?resize=640%2C887&#038;ssl=1" alt="Thor Williams 10, Seite 1" width="640" height="887" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-10-Seite-1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-10-Seite-1.jpg?resize=216%2C300&amp;ssl=1 216w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-10-Seite-1.jpg?resize=739%2C1024&amp;ssl=1 739w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Eröffnungsseite aus Williams’ &#8222;Thor&#8220; Nr. 10. Ein guter Start mit &#8222;Silver Surfer&#8220; # 4. Die Kürzungen erfolgten erst beim Abdruck des dritten Teils in &#8222;Thor&#8220; Nr. 12. Hätte man auf die bebilderten Einleitungstexte verzichtet, wäre eine Präsentation der kompletten Story möglich gewesen.</em></p>
<p>Als PDF folgt hier die Checkliste der deutschen Ausgaben des Silver Surfer (1974-1999).<br />
<a href="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver_Surfer_Checklist.pdf">Silver_Surfer_Checklist<br />
_</a>________________<br />
* Siehe voriges Kapitel in <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/12/silver-surfer-23/">https://blog.montyarnold.com/2019/03/12/silver-surfer-23/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/19/silver-surfer-33/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Der Silver Surfer (3/3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Silver Surfer (2/3)</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2019 22:08:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Der Silver Surfer (Fortsetzung vom 5.3.2019) von Daniel Wamsler http://dassagtenuff.blogspot.com/ „La porte étroite“ &#8211; &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/12/silver-surfer-23/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>
<p><strong>Der Silver Surfer </strong>(Fortsetzung vom 5.3.2019)<br />
von <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12699" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-1.jpg?resize=640%2C974&#038;ssl=1" alt="La Porte Étroite_Seite 1" width="640" height="974" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-1.jpg?resize=197%2C300&amp;ssl=1 197w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-1.jpg?resize=673%2C1024&amp;ssl=1 673w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><strong>„La porte étroite“ &#8211; Der Surfer, den die USA nie sahen</strong></p>
<p>Im Jahr 1981 veröffentlichte der deutsche <strong>Condor Verlag</strong> ein Heft mit einer bislang unbekannten Story des „Silver Surfer“. Der Zweiteiler mit insgesamt 42 Seiten reihte sich nahtlos in die bis zum damaligen Zeitpunkt in Deutschland erschienenen Abenteuer des Surfers aus der Feder von <strong>Stan Lee</strong> und <strong>John Buscema</strong> ein. Nur woher stammte „Das Tor zum Kosmos“ eigentlich?</p>
<p>Die Antwort liegt in Frankreich. Dort war der „Silver Surfer“ neben anderen Marvel-Helden äußerst erfolgreich in den Comic-Reihen<strong> „Fantask“</strong> und<strong> „Strange“</strong> gelaufen. Da es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit der staatlichen Zensurbehörde gegeben hatte, verzichteten die Franzosen allerdings auf den Abdruck der letzten „Silver Surfer“-Story (Silver Surfer # 18), bei der Stan Lee und <strong>Jack Kirby</strong> das bisherige Serienkonzept umgeworfen und einen gewalttätigen Surfer hervorgezaubert hatten. Die anderen siebzehn Geschichten erschienen vollständig, zum Teil aber mit kleinen (zeichnerischen) Veränderungen, um die staatlichen Richtlinien einzuhalten.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12701" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-6-15.2.jpg?resize=640%2C486&#038;ssl=1" alt="La Porte Étroite_Seite 6+15.2" width="640" height="486" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-6-15.2.jpg?w=2480&amp;ssl=1 2480w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-6-15.2.jpg?resize=300%2C228&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-6-15.2.jpg?resize=1024%2C778&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-6-15.2.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/La-Porte-%C3%89troite_Seite-6-15.2.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Seite 15 aus “La Porte Étroite” und Seite 6 des 2. Teils in der Condor-Fassung (Marvel-Comic-Sonderheft Nr. 7). Zeichner Jean Yves Mitton lässt seinen Silver Surfer in bester John Buscema-Manier erstrahlen.<br />
</em><span id="more-12698"></span></p>
<p>Als Ende der 70er Jahre die siebzehn Abenteuer des „Silver Surfer“ innerhalb der „Nova“-Reihe erneut aufgelegt wurden, war man beim Verlag Éditions Lug mit dem abrupten Ende unzufrieden. Deshalb fragten die Verlagsinhaber Marcel Navarro und Auguste Vistel bei Marvel USA nach, ob sie nicht vielleicht den „Silver Surfer“ in Eigenregie fortführen könnten. Dem wurde zugestimmt, allerdings zu sehr ungünstigen Konditionen für Éditions Lug. Unter dem Pseudonym „J. K. Melwyn Nash“ schrieb Marcel Navarro, der seit Ende des Zweiten Weltkriegs Comics übersetzt und getextet hatte, die zweiteilige Geschichte, ganz im Stil von Stan Lee selbst. Für die Zeichnungen engagierte man Jean-Yves Mitton, einen langjährigen Zeichner für Lugs eigene Kreationen, welcher den Buscema-Kosmos des „Silver Surfer“ nahezu identisch adaptierte. Einige Übernahmen sind dabei so nah am Original, dass sich so manches Déjà-vu-Erlebnis einstellt. Dennoch gelang es Mitton, den Zauber durch eigene Szenerien und Hintergründe weiterzutragen.</p>
<p>Mitton und Navarro traten in Deutschland auch durch Basteis „Mykros“ (Original: Mikros) in Erscheinung. Diese Serie schufen die beiden für die Lug-Reihe „Titans“, wo sie als einzige Eigenproduktion neben diversen Marvel-Helden brillierte. Auch hier versteckten sich die Schöpfer hinter Pseudonymen (John Milton und Malcolm Naughton). Ende der 90er Jahre machte Jean-Yves Mitton wieder von sich reden, als bei Splitter die Album-Reihen „Vae Victis“ und „Chronik der Barbaren“ starteten. Erwähnenswert sind auch die bei Kult Editionen“ erschienenen Serien „Quetzalcoatl“ und „Attila“. Darüber hinaus veröffentlichte der Condor Verlag weitere, nicht näher bestimmbare französische Eigenkreationen mit Marvel-Charakteren. Diese erschienen u.a. in „Marvel-Comic-Sonderheft“ Nr. 5 und „Die Spinne“ Nr. 37 (Zweitauflage Nr. 36).</p>
<p><strong>Das Tor zum Kosmos<br />
</strong><br />
Der „Silver Surfer“ entdeckt den riesigen Asteroiden Ceres, der seine ursprüngliche Bahn verlassen hat und nun unaufhaltsam der Erde entgegenrast. Zunächst bekommt die Menschheit davon nichts mit, denn die einzigen Zeugen sind die Insassen eines Space Shuttles, die allesamt sterben, als sie mit ihrem Schiff den Gravitationswellen des Asteroiden zu nahe kommen. Hier kann nur noch der aus „Silver Surfer # 1“ bekannte Anti-Materie-Strahler Zenn-Las helfen. Norrin Radd bittet seinen Herrn Galactus, er möge die Barriere, die ihn an die Erde bindet, aufheben, um den Planeten retten zu können. Doch Galactus versagt ihm dies, meint aber, dass der Surfer nach der Zerstörung der Erde frei wäre. Dieser wiederum entschließt sich, das Schicksal der Menschen zu teilen und versucht vor den Vereinten Nationen zu sprechen. Diese sehen ihn jedoch als Bedrohung an und schießen auf ihn. Der Surfer muss flüchten.<em><br />
</em>Norrin Radd glaubt, dass nur die Nächstenliebe für eine Wiedergeburt der Menschheit sorgen kann. Er macht sich seine kosmische Kraft zu Nutze, verteilt Brot an die Hungernden, bringt Regen in die Wüste und heilt die Kranken in den Hospitälern. Dies wiederum erzürnt Mephisto, der sich auf die Ankunft von Milliarden von Seelen armer Sünder eingestellt hatte. Also schickt er seine Dämonen Belzebub und Astaroth aus, um die Menschen dazu zu bringen, böses zu tun. Gleichzeitig versucht Mephisto mit dem Silver Surfer zu verhandeln. Er bietet ihm dessen Freiheit im Tausch gegen die Seelen der Weltbevölkerung. Da der Surfer darauf nicht eingeht, ändert Mephisto das Angebot: des Surfers Seele gegen die Rettung der Menschheit.</p>
<p>Die komplette Geschichte und deren Ausgang gibt es in Marvel-Comic-Sonderheft Nr. 7 des Condor Verlags. Dieses Heft ist ein absolutes Highlight, trotz der Condor-typischen Aufmachung und des kollagenhaften Titelbilds. Ein zweiseitiger Artikel über den „Silver Surfer“ von Hajo F. Breuer, in dem er u.a. kurz auf die Herkunft der Story eingeht, rundet das Ganze ab. Das französische Original erschien zwischen Februar und März 1980 in „Nova“ # 25 und 26. Leider kam es nie zu einer Fortsetzung, da Marvel USA laut Verlegertochter Claude Vistel dieselben Lizenzgebühren forderte, egal ob eine Story übersetzt und nachgedruckt oder komplett neu kreiert wurde. So blieb Lug zusätzlich auf den Kosten für Autoren und Zeichner sitzen, was eine Fortsetzung der Abenteuer des „Silver Surfers“ finanziell untragbar machte. Nicht nur durch diesen Umstand ist &#8222;La Porte Étroite!&#8220; etwas gänzlich Einzigartiges.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12703" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Condor-Nova.jpg?resize=640%2C644&#038;ssl=1" alt="Silver Surfer Condor-Nova" width="640" height="644" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Condor-Nova.jpg?w=2480&amp;ssl=1 2480w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Condor-Nova.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Condor-Nova.jpg?resize=298%2C300&amp;ssl=1 298w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Condor-Nova.jpg?resize=1017%2C1024&amp;ssl=1 1017w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Condor-Nova.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Condor-Nova.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />In „Nova“ No. 25-26 und 27-33 präsentierten die Franzosen zuerst ihre Eigenkreation und anschließend die „</em><em>Silver Surfer Graphic Novel“ </em><em>von 1978.<br />
<img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Der Silver Surfer (1/3)</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Mar 2019 17:20:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Das Cover von John Buscema hat Daniel Gramsch coloriert. Der Silver Surfer von Daniel Wamsler http://dassagtenuff.blogspot.com/ &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/05/silver-surfer-13/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/05/silver-surfer-13/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Der Silver Surfer (1/3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Das Cover von<strong> John Buscema</strong> hat <strong>Daniel Gramsch</strong> coloriert.</em></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12689" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff10_SilverSurfer-a.jpg?resize=640%2C954&#038;ssl=1" alt="Nuff10_SilverSurfer-a" width="640" height="954" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff10_SilverSurfer-a.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff10_SilverSurfer-a.jpg?resize=201%2C300&amp;ssl=1 201w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff10_SilverSurfer-a.jpg?resize=687%2C1024&amp;ssl=1 687w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><strong>Der Silver Surfer</strong><br />
von <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/<br />
</a></p>
<p>Eine der wohl erstaunlichsten Schöpfungen aus der Feder von <strong>Stan Lee</strong> und <strong>Jack Kirby</strong> ist sicherlich der Silver Surfer. Seinen ersten Auftritt hatte der Herold des Galactus in der sogenannten <strong>„Galactus-Trilogie“</strong> der Hefte <strong>&#8222;Fantastic Four&#8220;</strong> # 48 &#8211; 50 (März-Mai 1966)*. Allerdings ließ die deutsche Erstveröffentlichung bei bsv einiges zu Wünschen übrig. Dem Leser wurden im Jahr 1966 zuerst die Teile 1 und 3 in Hit Comics Nr. 8 und 10 vorgesetzt. Den Mittelteil der Geschichte reichte man erst ca. sechs Jahre später in Hit Comics Nr. 229, nun in Farbe, nach. Chronologisch weitaus besser war die Wiederveröffentlichung bei Williams (FV Nr. 44 &#8211; 46). Nach weiteren Gastauftritten bei den Fantastischen Vier (FF # 55 &#8211; 61, FF Annual # 5 und FF # 72 &#8211; 77) und <strong>Hulk</strong> (TTA # 92 &#8211; 93) erhielt der Silver Surfer in den USA im August 1968 seine eigene Serie und wurde von Zeichner John Buscema hervorragend in Szene gesetzt. In Deutschland druckte man den <strong>„Silberstürmer“</strong> als Zweitgeschichte in <strong>Williams „Thor“</strong> ab.<span id="more-12688"></span></p>
<p>Leider war der Silver Surfer-Serie trotz der eindrucksvollen Zeichnungen und dem interessanten Schicksal des Surfers kein kommerzieller Verkaufserfolg an den amerikanischen Kiosken beschert. Dies lag jedoch weniger am Inhalt, als vielmehr am Heftumfang von 68 Seiten und dem damit verbundenen Preis von 25 ¢. Das lag wohl über der Schmerzgrenze der damaligen Marvel-Leser. Auch die Umstellung auf ein geringeres Format nach den ersten sieben Ausgaben konnte die Serie vor ihrem endgültigen Aus &#8211; mit Silver Surfer # 18 im September 1970 &#8211; nicht retten. Von Dezember 1979 bis Januar 1981 druckte der US-Marvel-Verlag die ersten vierzehn Silver Surfer-Hefte in der Reihe „Fantasy Masterpieces“ mit den Originaltitelbildern nach, um im Juni 1982 mit „The Silver Surfer Vol. 2“ und Zeichner John Byrne an die alte Serie anzuknüpfen. Ab Juli 1987 erschienen die Abenteuer des Surfers (Vol. 3) wieder regelmäßig, ehe auch diese Serie im Jahr 1995 mit der 100sten Ausgabe eingestellt wurde. Seither ist der Silver Surfer ständiger Star diverser Miniserien, Crossovers und Sonderbänden. Zwischendurch, im Jahr 1978, hatten Stan Lee und Jack Kirby beim Verlag Simon &amp; Schuster eine eigene hundertseitige Version des Silver Surfer geschaffen, die teilweise deutlich von den Ursprüngen bei Marvel abwich und sich mit den bisherigen Geschehnissen im Marvel-Universum nicht vereinen ließ. Auf  deutsch erschien dieser Band exklusiv zur „Comic Action 2002“ bei Panini Comics/Marvel Deutschland.</p>
<p><strong>Geboren in den „unendlichen Weiten“</strong></p>
<p>Norrin Radd, Bewohner eines geistig hochentwickelten Planeten ist unzufrieden. Er denkt, sein Volk habe die Ruhe und Bequemlichkeit nicht verdient, in der es lebt, da dies nur die Früchte der Arbeit der Vorfahren sind. Wissen wird nicht mehr erlernt, sondern per Energiestrahl in die Hirne injiziert. Der Forschungsdrang, die Abenteuerlust scheinen verschwunden. So möchte er nicht weiterleben. Seine Gefährtin, die liebliche Shalla-Bal, spürt seinen Kummer. Doch Norrin Radd hat „Glück“. Galactus der Weltenverschlinger ist unterwegs, um die Energie seines Heimatplaneten zu absorbieren &#8230; Zurück bliebe ein toter, lebloser Gesteinsbrocken im All. Mit Hilfe seiner technischen Möglichkeiten kann ein Beobachter die herannahende Gefahr erkennen. Die sogenannte „ultimative Waffe“, vergleichbar mit unserer Atombombe, wird eingesetzt. Doch bringt dies mehr Schaden für das eigene Volk und den Planeten, statt die nahende Gefahr aufzuhalten. Norrin Radd lässt sich innerhalb kürzester Zeit ein Raumschiff bauen, um mit Galactus zu verhandeln. Er bietet ihm an, als sein Herold Welten ohne intelligentes Leben zu finden, deren Energie Galactus in sich aufnehmen kann. So wird Norrin Radd, verwandelt durch Galactus&#8216; Hand, zum Silver Surfer. Seine Haut überzogen von Silbermetall und im Gepäck das Surfbrett, mit dem er sich auf den galaktischen Bahnen fortbewegen kann. Erschaffen aus leerer Materie durch die Energie des Galactus. Die Kälte des unendlichen Alls und der dort herrschende Sauerstoffmangel können dem Surfer nichts anhaben. Ein letztes Mal kehrt er auf seinen Heimatplaneten zurück, um sich von Shalla-Bal für immer zu verabschieden &#8230;</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12694" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Williams-1-Seite-1.jpg?resize=640%2C913&#038;ssl=1" alt="Silver Surfer Williams 1, Seite 1" width="640" height="913" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Williams-1-Seite-1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Williams-1-Seite-1.jpg?resize=210%2C300&amp;ssl=1 210w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Silver-Surfer-Williams-1-Seite-1.jpg?resize=718%2C1024&amp;ssl=1 718w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><strong>Der galaktische Silberstürmer</strong></p>
<p>Während die „Hit Comics“ den Surfer zuerst gefühlvoll als „Silberreiter“ und später unter seinem richtigen Namen bei den FV und Hulk präsentierten, wurde er bei Williams für die eigene Zweit-Serie innerhalb der &#8222;Thor&#8220;-Reihe in „Silberstürmer“ umgetauft. Leider klingt dieser Name mehr nach Fußball als nach Wassersport. Dennoch muss man die Verantwortlichen für die Entscheidung einer deutschen Veröffentlichung loben. Immerhin war der Surfer in den USA gefloppt und kam erst im Zuge der Reprints zu seinem heutigen Status. Auch die Platzierung in den Thor-Heften war positiv, schließlich waren die ersten &#8222;Journey Into Mystery&#8220;-Episoden des Donnergottes nur 13 Seiten lang, so dass man ohne Probleme die doppelt-langen (SS # 1 &#8211; 7 haben je etwa 40 Seiten) Surfer-Abenteuer innerhalb von drei Heften abhandeln konnte. Noch besser wäre er als Zweitstory des Hulk gewesen, doch da wäre der grüne Hauptheld mit nur je 10 Seiten pro Ausgabe etwas zu kurz gekommen. Der Silver Surfer konnte immerhin 11 seiner Abenteuer vollziehen, ehe &#8222;Thor&#8220; eingestellt und bis auf weiteres auf die hinteren Seiten der &#8222;Spinne&#8220;-Hefte verbannt wurde. Kürzungen musste er während der Williams-Formatumstellung auf 32 Seiten Heftumfang genauso über sich ergehen lassen, wie seine Helden-Kollegen. Von # 12 blieb nur die Ankündigung „Hexensabbat“ auf dem Cover von Nr. &#8222;Thor&#8220; 33 erhalten. Erst Condor veröffentlichte fünf Jahre später die Folge unter demselben Titel. Schade, dass Williams dieses Highlight der Marvel-Geschichte einstellte. Die Condor-Veröffentlichungen in den Spinne-Taschenbüchern und im Überformat bei &#8222;Marvel Comic Stars&#8220; konnten jedenfalls nicht überzeugen. Bei den Fans ist die Serie dennoch beliebt, werden doch für den zweiten &#8222;Marvel Klassik&#8220;-Band mit Silver Surfer # 1 bis 5 von Panini inzwischen nicht unerhebliche Summen hingeblättert.</p>
<p><em><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12695" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Hexensabbat_T.jpg?resize=640%2C152&#038;ssl=1" alt="Hexensabbat_T" width="640" height="152" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Hexensabbat_T.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Hexensabbat_T.jpg?resize=300%2C71&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Hexensabbat_T.jpg?resize=1024%2C244&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />Die 1976 von Williams auf dem Cover von Thor Nr. 33 angekündigte Story: „Hexensabbat“ erschien erst 1981 im Marvel-Comic-Sonderheft Nr. 4 des Condor Verlags.</em></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12696" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Condor-Sonderheft-4_R%C3%A4cher-Silver-Surfer.jpg?resize=640%2C950&#038;ssl=1" alt="Condor Sonderheft 4_Rächer-Silver Surfer" width="640" height="950" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Condor-Sonderheft-4_R%C3%A4cher-Silver-Surfer.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Condor-Sonderheft-4_R%C3%A4cher-Silver-Surfer.jpg?resize=202%2C300&amp;ssl=1 202w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Condor-Sonderheft-4_R%C3%A4cher-Silver-Surfer.jpg?resize=690%2C1024&amp;ssl=1 690w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" />___________________<br />
* Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/02/28/die-schoensten-comics-die-ich-kenne-12-the-fantastic-four-41-51-ii/">https://blog.montyarnold.com/2017/02/28/die-schoensten-comics-die-ich-kenne-12-the-fantastic-four-41-51-ii/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/03/05/silver-surfer-13/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Der Silver Surfer (1/3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (2/2)</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 12:35:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Das Cover von Jack Kirby wurde von Daniel Gramsch coloriert. Der mächtige &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/27/thor-22/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/27/thor-22/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (2/2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Das Cover von<strong> Jack Kirby</strong> wurde von <strong>Daniel Gramsch</strong> coloriert.</em></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12661" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff11_Thor.jpg?resize=640%2C941&#038;ssl=1" alt="Nuff11_Thor" width="640" height="941" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff11_Thor.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff11_Thor.jpg?resize=204%2C300&amp;ssl=1 204w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Nuff11_Thor.jpg?resize=696%2C1024&amp;ssl=1 696w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p><strong>Der mächtige Thor </strong>(Fortsetzung vom 20.2.2019)<br />
von <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/<br />
</a></p>
<p><strong>Ein neuer Anfang</strong></p>
<p>Ab Januar 1974 setzte der <strong>Williams Verlag</strong> mit seinem Marvel-Programm neue Maßstäbe. Neben sechs weiteren Titeln war auch Thor vom Start weg mit dabei. Alle Thor-Storys erschienen ungekürzt und weitestgehend in der richtigen Reihenfolge. 1968 hatte Marvel USA Thors Origin aus <strong>„Journey Into Mystery“</strong> # 83 erneut verbraten und Dr. Don Blake in Thor # 158 auf sieben zusätzlichen Seiten von seiner „Geburt“ erzählen lassen. Dadurch waren die Originalfilme, deren Layout man zumindest auf der ehemaligen Eröffnungsseite verändert hatte, vermutlich nicht mehr aufzutreiben. Das Ende der neuen Geschichte stellte die Frage nach der „Antwort“, die in &#8222;Thor&#8220; # 159 erfolgen sollte. So endet auch Williams&#8216; &#8222;Thor&#8220; Nr. 1 mit den Worten: „Demnächst: Die Antwort!“. Dieses „demnächst“ sollte für den deutschen Leser allerdings ganze sechs Jahre dauern, bis der Condor Verlag mit <strong>&#8222;Marvel Comic Sonderheft&#8220;</strong> Nr. 1 die Antwort aus &#8222;Thor&#8220; # 159 zusammen mit einem erneuten Abdruck von &#8222;Thor&#8220; # 158 nachreichte.<span id="more-12660"></span></p>
<p>Doch zurück ins Jahr 1974. Chronologisch korrekt lief die Serie bei Williams bis &#8222;Thor&#8220; # 150, wo man nach den ersten 11 Seiten abbrechen musste, da &#8222;Die Spinne&#8220; zu der Thor zwischenzeitlich gewechselt war mit Nr. 137 eingestellt wurde. Die &#8222;Tales Of Asgard&#8220; liefen zwar ebenfalls in der fast richtigen Reihenfolge, doch anfangs querbeet durch alle Serien (&#8222;Spinne&#8220;, &#8222;Thor&#8220;, &#8222;Hulk&#8220;), in denen gerade Platz war, und erst ab Nr. 28 fortwährend. Leider war mit &#8222;Thor&#8220; Nr. 33 Schluss, Williams verzichtete auf die „Tales“ und konzentrierte sich auf die Hauptstorys, die mit „Thor Nr. 34“, wie es einmal in einem Querverweis der Folgeausgaben hieß, zu &#8222;Spider-Man&#8220; (ab &#8222;Die Spinne&#8220; Nr. 68) überwechselten. Viele der &#8222;Tales Of Asgard&#8220; packte Condor später in die verschiedensten Publikationen und konnte so nicht nur Lücken in den eigenen Heften, sondern auch in der Chronologie schließen. Das „Journey Into Mystery Annual“ # 1 von 1965 erschien wie alle Annuals (mit Ausnahme von &#8222;Amazing Spider-Man&#8220; Annual # 2 als „Dr. Strange“ Nr. 11) nicht bei Williams. In diesem Fall war das auch nicht weiter tragisch, da auf die entsprechende Episode im Gegensatz zum dritten Annual der &#8222;Fantastic Four&#8220; (Susan Storm heiratet Reed Richards) aus demselben Jahr, im weiteren Verlauf der Serie kaum oder gar nicht Bezug genommen wurde. Auch das zweite „Jahressonderheft“, diesmal als &#8222;Thor&#8220; Special # 2 erschien erst 1982 bei Condor (&#8222;Die Spinne&#8220; Taschenbuch Nr. 12).</p>
<p><strong>Das fehlende Jahr</strong></p>
<p>Der Condor Verlag hatte beim Start seiner Spinne-Heftserie 14 Ausgaben von &#8222;Amazing Spider-Man&#8220; übersprungen, die zwischen Williams Nr. 137 und Condor Nr. 1 lagen. Trotz mehrfacher Ankündigung von Seiten der Redaktion wurde diese Lücke aber nie geschlossen. Der Chef des Hauses wollte davon einfach nichts wissen. Erst Marvel Deutschland/Panini räumte 1998 damit auf. Ging ja auch kaum anders, da deren aktuelle Geschichten in den neugestarteten &#8222;Spider-Man&#8220;-Heften mit der sogenannten Klon-Saga genau auf diesen in Deutschland unveröffentlichten Ausgaben basierten. Man machte sich die Mühe, das</p>
<p>Williams-Design nachzuahmen, verwendete ebenfalls Thor als Zweitstory und setzte mit Thor # 150 genau dort ein, wo Williams aufgehört hatte. Selbstverständlich erschienen die ersten 11 Seiten noch einmal, so dass sich auch Leser, welche die Williams-Ausgaben nicht oder nicht mehr hatten, zurechtfinden konnten. Auch ein erklärendes Vorwort nach dem Motto „Was bisher geschah&#8230;“ war hilfreich. Mit dem Abdruck der kompletten Ragnarök-Saga schloss man nach fast zwanzig Jahren unwissentlich die Lücke zwischen &#8222;Spinne&#8220; Nr. 137 und &#8222;Thor&#8220; Nr. 1. Als im darauffolgenden Jahr auch noch „Journey Into Mystery“  # 83 als Zusatzheft in einem der sogenannten „Get“- bzw. „Jubiläums-Packs“ erschien, war es endlich möglich, ganze 83 Thor-Abenteuer an einem Stück auf deutsch zu lesen. Leider hatten bsv und Condor nach &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 206 und Marvel-Comic-Sonderheft Nr. 1 nur noch „ausgewählte“ Einzelepisoden veröffentlicht, so dass erneut große und kleine Lücken in der Chronologie entstanden. Nachdrucke älterer Thor-Geschichten erschienen in &#8222;Die Rächer&#8220;-Taschenbuch Nr. 1 (JIM # 83 und 85) und &#8222;Die Spinne&#8220;-Taschenbuch Nr. 19 (Thor # 142). Bemerkenswert ist, dass &#8222;Thor&#8220; im Gegensatz zu den anderen Marvel-Serien bei keinem der deutschen Lizenz-Verlage, mit Ausnahme fehlender Panels (&#8222;Hit Comics&#8220; zwischen Nr. 7 und 59 und &#8222;Die Spinne&#8220; Condor Nr. 7/8) die für die Einleitungstexte beim Einstieg in die Fortsetzung verwendet wurden, gekürzt erschien.</p>
<p><strong>Political Correctness**</strong></p>
<p>Ein Sonderfall in der Thor-History ist &#8222;Thor&#8220; Nr. 5 aus dem Williams- Verlag (JIM # 87). In Zeiten des Kalten Krieges kämpften die US-Superhelden in den Comics immer noch gegen „böse“ Russen und Nazis. So auch Hulk, Thor, die Rächer und die Fantastischen Vier. Während bei den FV eine Episode mit Adolf Hitler als „Hate Monger“ einfach ausgelassen wurde (ähnliches geschah bei den Rächern), nahm man bei &#8222;Thor&#8220; und &#8222;Hulk&#8220; der 5. Williams-Marvelproduktion (Mai 1974) Retuschen vor. Auch bei den FV wurden einen Monat später Hammer und Sichel auf dem Raumschiff des Red Ghost  entfernt, die Eingriffe bei &#8222;Hulk&#8220; und &#8222;Thor&#8220; waren jedoch von weitaus größerem Umfang.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12663" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Russenzensur.jpg?resize=640%2C331&#038;ssl=1" alt="Thor-Russenzensur" width="640" height="331" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Russenzensur.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Russenzensur.jpg?resize=300%2C155&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Russenzensur.jpg?resize=1024%2C529&amp;ssl=1 1024w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Die UdSSR wurde zum &#8222;Lande der Zetas&#8220; und alle möglichen typischen Erkennungsmerkmale eliminiert oder umgestaltet. Die Dächer des Kreml wurden neu gedeckt, Bärte wurden hinzugezeichnet oder gestutzt, die Soldatenuniformen erhielten ein neues Design und ihren Trägern verpasste man schwarze Baskenmützen der Marke Edding. All dies tat der Story aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, ohne realen Bezug funktionierte sie 12 Jahre später sogar besser. Der veränderte Aufbau erinnert etwas an Hergés &#8222;Tim und Struppi&#8220;, die ihre Abenteuer jeweils in einem Fantasie-Teil eines tatsächlich existierenden Landes erleben. Eine unveränderte deutsche Fassung des US-Originals erschien im Jahr 2000 bei Marvel Deutschland innerhalb der Reihe &#8222;Marvel Klassik&#8220;, die unter dem Namen „Marvel Masterworks“ in buchgebundener Form in den USA läuft. Enthalten sind die Hauptstorys aus &#8222;Journey Into Mystery&#8220; # 83 &#8211; 100. Die &#8222;Tales Of Asgard&#8220; (JIM # 97-100) erschienen in der deutschen Fassung nicht.</p>
<p><strong>Leserservice</strong></p>
<p>&#8222;Thor&#8220; gehört zu den Comic-Serien, bei denen das Lesen auf Deutsch keinen großen Spaß macht, und deren Potential weit größer ist, als geahnt.* Das liegt vor allem an der stiefmütterlichen Behandlung durch die Lizenzverlage, deren Veröffentlichungen oftmals unchronologisch und lückenhaft sind. Deshalb folgt hier  die Checkliste mit der idealen Lesereihenfolge der Abenteuer des Donnergottes als PDF.</p>
<p><a href="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor_Checklist.pdf">Thor_Checklist</a> als PDF</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12863" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Collage.jpg?resize=640%2C957&#038;ssl=1" alt="Thor-Collage" width="640" height="957" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Collage.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Collage.jpg?resize=201%2C300&amp;ssl=1 201w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Collage.jpg?resize=685%2C1024&amp;ssl=1 685w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Diese für Jack Kirby typische Slash-Page wurde der Origin-Story von Thor hinzugefügt, als sie 1968 als Flashback neu erzählt wurde (&#8222;Der mächtige Thor&#8220; Nr. 1, Williams Verlag 1974).</p>
<p></em>Daniel Wamslers aktueller Blog zum Thema &#8222;Thor&#8220; findet sich hier: <a href="https://dassagtenuff.blogspot.com/2019/03/immer-wieder-ein-bisschen-anders.html">https://dassagtenuff.blogspot.com/2019/03/immer-wieder-ein-bisschen-anders.html</a><br />
____________<br />
*  Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/">https://blog.montyarnold.com/2016/10/01/aquarius-prinz-namor-der-held-von-atlantis-die-deutsche-chronologie-von-marvels-sub-mariner/<br />
</a>** Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/09/19/eine-faust-geht-nach-osten/">https://blog.montyarnold.com/2015/09/19/eine-faust-geht-nach-osten/</a> über den Fall &#8222;Der rote Wächter&#8220;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/27/thor-22/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (2/2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (1/2)</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Feb 2019 11:33:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Der mächtige Thor von Daniel Wamsler http://dassagtenuff.blogspot.com/ Die &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/20/thor-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem </em>Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>
<p><strong>Der mächtige Thor</strong><br />
von <strong>Daniel Wamsler</strong><br />
<a href="http://dassagtenuff.blogspot.com/">http://dassagtenuff.blogspot.com/</a><strong><br />
</strong></p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12616" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-1.jpg?resize=640%2C901&#038;ssl=1" alt="Thor Williams #1" width="640" height="901" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-1.jpg?resize=213%2C300&amp;ssl=1 213w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Thor-Williams-1.jpg?resize=727%2C1024&amp;ssl=1 727w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><em>Die erste Thor-Ausgabe des <strong>Williams Verlag</strong>s. Das Titelbild zeigt eine nicht verwendete Variante. Beim US-Original (<strong>Journey Into Mystery</strong> # 83) sind es etwa ein halbes Dutzend Steinmonster weniger. Das Cover zur enthaltenen Story (JIM # 158) hatte in den USA ein völlig anderes Motiv.</em></p>
<p>Wer konnte noch mächtiger, noch gewaltiger sein als die Superhelden, die <strong>Stan Lee</strong> und <strong>Jack Kirby</strong> bisher erschaffen hatten? Die Antwort liegt auf der Hand – ein Gott! Die Marvel-Macher entschieden sich gegen den Olymp und zugunsten des nordischen Götterreichs <strong>Asgard</strong>. Eine Story wurde ersonnen, in der ein gehbehinderter amerikanischer Arzt während eines Urlaubs in Norwegen in einer verlassenen Höhle einen alten Ast findet, der ihm fortan als Krücke dienen soll. Beim Versuch, sich wieder aus der Höhle zu befreien, schlägt Dr. Don Blake verzweifelt mit dem Ast gegen einen Felsen, der ihm den Ausgang versperrt. Das Stück Holz wird zum magischen Hammer und der schmächtige Blake verwandelt sich in den mächtigen Thor, den nordischen Gott des Donners. Der Rest ist Geschichte &#8230;*</p>
<p>Während sich Dr. Blake nicht einmal traut, seiner Assistentin Jane Foster seine Liebe zu gestehen, bekämpft sein Alter Ego alle möglichen Schurken und bösen Mächte, als wären die nichts. Erst später soll sich herausstellen, dass Göttervater Odin selbst es war, der <span id="more-12613"></span>seinem allzu stolzen und ungehorsamen Sohn die zweite Identität als behinderter Arzt zu dessen Prüfung auferlegt hatte. Neben Thor und Odin tauchen sämtliche Figuren der nordischen Sagen wie beispielsweise Loki der Gott des Bösen, Heimdahl der Hüter der Regenbogenbrücke, Fandral, Hogun und die Trolle auf. Lediglich der fette Gott Volstagg ist Stan Lees freie Erfindung.** Und auch das sogenannte „Uru-Metall“, aus dem Thors Hammer geschmiedet sein soll, stammt nicht aus der Mythologie, sondern aus der Feder von Larry Lieber, Stan Lees Bruder, der zu Anfang der Serie noch nicht wusste, dass der magische Hammer Mjölnir heißt. Viele andere Kleinigkeiten wurden ebenfalls erst später genau recherchiert und flossen im Laufe der Zeit in die Thor-Geschichten ein.</p>
<p><strong>Tales Of Asgard</strong></p>
<p>Ursprünglich war &#8222;Journey Into Mystery&#8220; eine Comicserie wie &#8222;Strange Tales&#8220;, &#8222;Tales To Astonish&#8220;  oder &#8222;Tales Of Suspense&#8220;. Marvel bzw. Atlas durfte damals nur eine begrenzte Anzahl von Monatstiteln in den Handel bringen, was mit dem Vertrieb über National Periodicals bzw. DC Comics, also dem direkten Konkurrenten, zusammenhing. Da die Superhelden Anfang der 60er Jahre boomten, verbannte man die mystischen Horror- und Science-Fiction-Geschichten immer mehr aus den Heften. Als irgendwann fast nur noch Superhelden in den Comicbooks waren, wurden die Reihen entsprechend umbenannt. &#8222;Tales To Astonish&#8220; wurde zu &#8222;Hulk&#8220;, &#8222;Tales Of Suspense&#8220; zu &#8222;Captain America&#8220; und &#8222;Journey Into Mystery&#8220; zu &#8222;The Mighty Thor&#8220;  mit beibehaltener bzw. fortlaufender Nummerierung. Schon Jahre zuvor kristallisierte sich Jack Kirbys Vorliebe und Talent für große Panels und Einzelbilder heraus. So kamen ab &#8222;Journey Into Mystery&#8220; # 97 die &#8222;Geschichten aus Asgard&#8220; (&#8222;Tales Of Asgard&#8220;), kurze Erzählungen mit nur wenigen, zum Teil auch gar keinen Sprechblasen in die Comic-Hefte.</p>
<p>Für dieses „Füllmaterial“ griffen er und Stan Lee erneut die nordischen Mythen auf, schneiderten sich diese zurecht und erzählten mit eindrucksvollen Worten und Bildern auf je fünf Seiten kurze Abhandlungen aus den uralten Sagen. Dabei konnten sich sowohl Autor als auch Zeichner voll ausleben. Insgesamt erschienen neunundvierzig dieser Tales in &#8222;Journey Into Mystery&#8220; # 97 bis &#8222;Thor&#8220; # 145. Leider liegen nicht alle dieser Erzählungen auf  deutsch vor. Die meisten erschienen beim Condor Verlag als Füllstorys quer durch alle Serien und Comicformate vom Heft über Taschenbuch und Album. Darunter viele Erstveröffentlichungen aber auch gewaltige Lücken. Zehn blieben in Deutschland bis heute unveröffentlicht, bis Hachette Anfang 2016 einen Komplettband herausgab.*** Die Kolorierung dieser Publikation wurde von einigen alten Fans als &#8222;entstellend&#8220; empfunden.</p>
<p><strong>Chronologie?</strong></p>
<p>Der Gott des Donners und Sohn Odins, Herrscher über das Götterreich Asgard, war der erste Marvel-Held, der den deutschen Lesern häppchenweise als Füllmaterial in der Reihe &#8222;Hit Comics&#8220; des Bildschriftenverlags, ab Nr. 7, serviert wurde. In Fortsetzungen von drei bis fünf Seiten kämpfte der „Zweitheld“ gegen das Böse. Zum Einstieg war der griechische Gott Herkules an seiner Seite, Stan Lees Seitenhieb auf die damals populären „Sandalenfilme“ mit Steve Reeves und Co., um den schurkischen Gott Pluto zurück in die Unterwelt zu treiben. „The Power Of Pluto“, ein gigantisches Epos aus der Feder von Stan Lee, Jack Kirby und Vince Coletta, die 1966 auf ihrer absoluten schöpferischen Höhe waren. Schade nur, dass eine Episode mitten aus einer mehrteiligen Handlung herausgenommen wurde. So war diese für das deutsche Publikum nur schwer nachzuvollziehen. Auch wurden die Übersetzungen der Zweitstorys bei bsv zum Teil noch in letzter Minute in den ausländischen Druckereien und von deren Mitarbeitern gefertigt, was ebenfalls nicht von Vorteil war. Nach Abschluss der Geschichte folgte als fünfte Fortsetzung die dazugehörigen &#8222;Tales Of Asgard&#8220;, ebenfalls aus &#8222;Journey Into Mystery&#8220; # 128.</p>
<p>Da die einzelnen Titel innerhalb der &#8222;Hit Comics&#8220;-Reihe als separat angesehen wurden, zog sich die erste &#8222;Thor&#8220;-Folge über insgesamt neun Nummern hin (Hit Comics Nr. 7 &#8211; 15), bis Thors erstes Abenteuer in den &#8222;Spinne&#8220;-Heften endlich zum Abschluss kam. Kein besonders guter Anfang für einen Gott. Doch nun folgte Schlag auf Schlag, in &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 23, diesmal ein Heft der &#8222;Rächer&#8220;, startete &#8222;The People Breeders&#8220;. Der erste Teil einer Story um einen Wissenschaftler, der mit tierischem und menschlichem Erbgut experimentiert, um eine widerstandsfähige und intelligente Rasse hervorzubringen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12920" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?resize=640%2C437&#038;ssl=1" alt="Menschenzüchter_bsv-Williams" width="640" height="437" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?w=2524&amp;ssl=1 2524w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?resize=300%2C205&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?resize=1024%2C699&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2019/02/Menschenz%C3%BCchter_bsv-Williams.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><br />
<em>Eröffnungsseite der &#8222;People Breeders&#8220; bei bsv und bei Williams (&#8222;Die Spinne&#8220; Nr. 105)</em></p>
<p>Damit hatte der bsv ganze fünf US-Ausgaben übersprungen. Ob positiv oder negativ, jedenfalls begann der Verlag damit, ab &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 27 parallel die Fortsetzung aus US-&#8222;Thor&#8220; # 135 abzudrucken. Die Folgeepisode begann in &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 34, einer &#8222;Daredevil&#8220;- bzw. &#8222;Devil-Man&#8220;-Ausgabe, womit ganze drei Abenteuer (Thor # 134 &#8211; 136) auf einmal liefen, bis mit &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 60 der Formatwechsel einsetzte und auf die Zweitstorys anderer als die der Titel-Helden verzichtet wurde. Erst im Jahr 1969 bekam Thor seine ersten eigenen &#8222;Hit Comics&#8220;-Ausgaben. &#8222;Thor&#8220; # 139 und 140 wurden komplett mit den &#8222;Tales Of Asgard&#8220; in „Hit Comics“ Nr. 120 abgedruckt. Erstmals erschien der Donnergott auch auf dem Titelbild. &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 131 folgte, und wieder tat sich eine Lücke von mehreren Originalen auf. Als Zweitstorys verwendete der bsv „Journey Into Mystery“ # 84 und 85, zwei Episoden direkt nach Thors Entstehung, in umgekehrter Reihenfolge. Zeichnerisch ein arger Bruch, liegen doch sieben Jahre realer Zeitunterschied dazwischen, in denen Jack Kirby und Stan Lee ihren Stil nebst Charakteren der Serie perfektionieren konnten. Und kaum zu glauben, knüpfte die nächste &#8222;Thor&#8220;-Ausgabe direkt an die Hauptstory aus &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 131 an. &#8222;Thor&#8220; 161 und 162 erschienen in &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 147. Nach der Aufsplittung der &#8222;Hit Comics&#8220; in die Einzelserien, folgte in &#8222;Spinne&#8220; Nr. 229 das nächste frühe Abenteuer aus JIM # 86, diesmal in Farbe. Die Folgeepisode war vermutlich zu „politically incorrect“ und wurde ausgelassen (vgl. Nr. &#8222;Thor&#8220; Nr. 5, Williams). „Journey Into Mystery“  # 89 &#8211; 92, JIM 95, 97, 101 und 102 erschienen inklusive der drei &#8222;Tales Of Asgard&#8220; als Backup-Storys in diversen farbigen &#8222;Hit Comics&#8220;, ein Verwirrspiel sondergleichen und für die Leser kaum nachzuvollziehen.<br />
Thors eigene &#8222;Hit Comics&#8220;-Reihe schloss kurzzeitig direkt an die bisher erschienenen Ausgaben an („Thor“ # 163 &#8211; 166 in &#8222;Hit Comics&#8220; Nr. 204-206). Nach drei farbigen Heften folgte allerdings eine Lücke von 22 US-Originalen, was nicht nur inhaltlich auffiel. Jack Kirby war inzwischen von Marvel zum Verlagskonkurrenten DC gewechselt und John Buscema zeichnete im wahrsten Sinne des Wortes für &#8222;Thor&#8220; und andere Kirby-Serien (z.B. &#8222;Fantastic Four&#8220;) verantwortlich. Von den 22 fehlenden Nummern veröffentlichte der Condor Verlag zwischen 1980 und 1981 insgesamt sieben Episoden einzeln in einem chronologischen Chaos.</p>
<p>_____________________________<br />
* Die Ereignisse werden geschildert in der Panini-Leseprobe <a href="https://www.paninishop.de/artikel/dosma129-thor-geschichten-aus-asgard-thor-anthologie">https://www.paninishop.de/artikel/dosma129-thor-geschichten-aus-asgard-thor-anthologie</a> der 324seitigen „Thor“-Anthologie. (Die &#8222;Tales Of Asgard&#8220; sind trotz des Titels des Bandes nicht enthalten.)<br />
** Als Inspiration diente der Shakespeare-Held Falstaff.<br />
*** <a href="https://dassagtenuff.blogspot.com/2016/02/die-offizielle-marvel-comic-sammlung-80.html">https://dassagtenuff.blogspot.com/2016/02/die-offizielle-marvel-comic-sammlung-80.html</a><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-4804" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="Forts. folgt" width="640" height="42" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2019/02/20/thor-1/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Thor (1/2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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