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	<title>Tonträgergeschichte Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Tonträgergeschichte Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Geistiger Diebstahl im Sinne des Urhebers</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Aug 2023 16:22:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Begriffserklärungen „Bootleg“ (Raubkopie) und „verschollenes Album“ Der Filmkomponist Bernard Herrmann wurde einmal gefragt, wie er dazu steht, dass von einigen seiner und anderer Soundtracks Raubkopien hergestellt und gehandelt würden. Es war die Zeit, als nur die wenigsten sinfonischen Filmmusiken &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/08/05/23377/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: Begriffserklärungen <strong>„Bootleg“</strong> (Raubkopie) und <strong>„verschollenes Album“</strong><br><br>Der Filmkomponist <strong>Bernard Herrmann</strong> wurde einmal gefragt, wie er dazu steht, dass von einigen seiner und anderer Soundtracks Raubkopien hergestellt und gehandelt würden. Es war die Zeit, als nur die wenigsten sinfonischen Filmmusiken (jenseits der Titelsongs) überhaupt auf Tonträger veröffentlicht wurden, und wenn dies doch geschah, dann waren auf den LPs nur Teile der Musik zu hören, nicht selten in kleineren Arrangements und / oder im Sinne der Gehörgängigkeit des angenommenen Käufergeschmacks verpoppten Single-Edits.<br>Herrmann hatte jedenfalls kein Problem mit solchen unerlaubten Sammlerstücken, schon weil sie seiner Intention zwangsläufig nahekamen. Er antwortete auf die eingangs gestellte Frage: „Ich wäre froh, wenn die Piraten meine Oper veröffentlichen würden!“<br>Ein halbes Jahrhundert später haben sich die Kopier- und Rezeptionswege der (Film-)Musik an sich ebenso verändert wie die Musik selbst. Die im jeweiligen Film verwendeten Master-Tapes von Herrmann und seinen Kollegen erlebten in den 90er Jahren eine Hochphase in Sammlerkreisen: auf nunmehr von privater Hand herstellbaren CD-Raubkopien.<br><br>Bis in unsere Ära der scheinbar (!) grenzenlosen Verfügbarkeit von praktisch allem, was der User hören möchte, besteht der Mythos des Unveröffentlichten, Verschollenen oder bewusst Zurückgehaltenen fort. Viele Produktionen und Konzertmitschnitte warten in den Tresoren und Nachlässen von Musikern und Produzenten und in Rundfunkarchiven auf ihre Freilassung: eine nachträgliche Veröffentlichung, eine Ausstrahlung in den linearen Medien oder schlicht eine Sicherheitslücke, durch die eine Kopie entweichen kann.<br>Der „Spiegel“* sieht im Phänomen des „verschollenen Albums“ Aufnahmen, die dem Publikum so entzogen sind „wie etwa das Bernsteinzimmer oder Aristoteles’ Ausführungen zum Genre der Komödie (…) – etwas Legendäres, das nur in Abbildungen oder Bruchstücken überliefert  und ansonsten dem Genuss und der Analyse entzogen ist.“ So „sind ‚You’re The Man‘ von Marvin Gaye oder ‚Rubberland‘ von Miles Davis (…) nie erschienen. Die Gründe reichen von stilistischen Differenzen mit der Plattenfirma bis zu künstlerischen Differenzen mit sich selbst. Früher oder später wurde, woran da gearbeitet worden war, als Raubkopie doch einem zahlenden Publikum zugänglich gemacht.</p>



<p><strong>Der Sex-Appel des Verschwundenen</strong></p>



<p>Die Volkswirtschaft lehrt, dass das knappe Gut besonders teuer gehandelt wird. Verschwundenes ist folglich unbezahlbar. Das gilt besonders für musikalisches Material, dessen Obskurität die Nachfrage in schwindelnde Höhen treibt – und dort bisweilen über Jahrzehnte hält. Qualität spielt dabei nur eine nachgeordnete Rolle. Was nie erschienen ist, kann unmöglich überbewertet werden. Deshalb ist das ‚verschollene Album‘ gewissermaßen ein Genre für sich. Es ist der Stoff, aus dem Mythen sind. Legenden, die man sich im Schein der Lavalampe erzählt. Geschichten, an denen sich die Fantasie entzündet. Welche Richtung hätte die Popgeschichte genommen, wenn ‚Smile‘ von den ‚Beach Boys‘ 1967 seine ganze Pracht entfaltet hätte? Wie hätte 1986 ‚Dream Factory‘ von Prince gewirkt, wenn es anstelle von ‚Sign O‘ The Times‘ erschienen wäre? Solche Fragen sind müßig, machen aber Spaß – nicht selten mehr als ihr Gegenstand, wenn er dann doch noch veröffentlicht wird.“<br>Vor solchen Enttäuschungen waren Soundtrack-Sammler sicher – zumindest, wenn sie den Film gesehen hatten.</p>



<p>__________________________<br>* <strong>Arno Frank</strong> in der Ausgabe 32/2023</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/08/05/23377/">Geistiger Diebstahl im Sinne des Urhebers</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Sunken Rhapsodies &#8211; Konzertmusik für das Kino (1): &#8222;The Enchanted Cottage&#8220;</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Dec 2017 17:50:35 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 35. Todestag von <strong>Roy Webb</strong></p>
<p>Die <strong>RKO</strong> (Radio-Keith-Orpheum) war jenes legendäre Filmstudio, das in der frühen Tonfilmzeit solche Meilensteine wie <strong>„King Kong“</strong> und <strong>„Citizen Kane“</strong> produzierte, ehe es 1955 unterging. In der <strong>„Rocky Horror Picture Show“</strong> wird es als zentrale Produktionsstätte des phantastischen Films gefeiert (ein Ruhm, den es sich allerdings mit <strong>Universal Pictures</strong> teilt).<br />
Roy Webb war der Musikchef der RKO und komponierte in dieser Funktion sämtliche Soundtracks, die der Produzent<strong> Val Lewton</strong> dort verantwortete, so auch die berühmte Urfassung von <strong>„Cat People“</strong>. Als er sich 1961 zurückzog, hatte er 300 Filmmusiken abgeliefert. Die meisten davon jedoch waren in minderwertigen Produktionen begraben (und Horror und Science Fiction ohnehin wenig angesehene Genres), so dass der Name Roy Webb bis heute ein Geheimtipp geblieben ist. Hört man seine Musik für den <strong>Hitchcock</strong>-Evergreen <strong>„Notorious“</strong>, bedauert man das.<span id="more-9288"></span></p>
<p>Webb war mit von der Partie, als Mitte der 40er Jahre die allerersten Soundtracks auf Tonträger auf Schellack-Platte) veröffentlicht wurden. Natürlich hatte es schon zuvor Schallplatten mit Musical-Songs oder Tanzmusik-Versionen beliebter Filmthemen gegeben, aber nun konnte man erstmals sinfonische Tondichtungen kaufen, die auf Original-Filmpartituren beruhten. Dafür wurde die Filmmusik in ein zusammenhängendes Stück umarrangiert, meist in ein Klavierkonzert; spätere Filmmusik-LPs präsentierten das Material zumeist in Suitenform.</p>
<p>„The Enchanted Cottage“ ist ein Film um einen blinden Pianisten, dessen Musik Roy Webb als Ghost-Writer zu besorgen hatte. Wie damals üblich, ist sie der spätromantischen Tradition verpflichtet, doch sie hat impressionistische Untertöne, ist „näher an Frederick Delius als an Debussy oder Ravel“, wie Royal S. Brown anmerkte.</p>
<p>Es folgt eine frisch restaurierte Archivaufnahme unter der Leitung von Constantin Bakaleinikoff. Der Pianist ist Max Rabinowitsch.</p>
<p><audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-9288-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/12/The-Enchanted-Cottage.mp3?_=1" /><a href="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/12/The-Enchanted-Cottage.mp3">https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2017/12/The-Enchanted-Cottage.mp3</a></audio></p>
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		<title>Fidelio</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2016 21:56:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 73.Todestag von Fats Waller, 50. Todestag von Walt Disney Die Idee liegt nahe, sich beim Hörgenuss eine möglichst originalgetreue Wiedergabe zu wünschen – aber was hat man sich darunter vorzustellen? Seit Jahren ist dank mp3 und der allzeitigen aber &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/12/15/fidelio/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/12/15/fidelio/">Fidelio</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 73.Todestag von<strong> Fats Waller</strong>, 50. Todestag von <strong>Walt Disney</strong></p>
<p>Die Idee liegt nahe, sich beim Hörgenuss eine möglichst originalgetreue Wiedergabe zu wünschen – aber was hat man sich darunter vorzustellen?<br />
Seit Jahren ist dank mp3 und der allzeitigen aber datenreduzierten Verfügbarkeit von Musik die Klangqualität wieder rückläufig (- vorübergehend?…).<br />
Davor ging es gut hundert Jahre lang immer nur aufwärts mit ihr. Welchen unermesslichen Aufwand musste man früher in Tonstudios betreiben? <strong>Furtwängler</strong> sträubte sich wegen der schlechten Qualität lange Zeit gegen jedwede Aufzeichnung. <strong>Toscanini</strong> wiederum mochte den Stereoton nicht – und damit stand er in der Tonträgergeschichte nicht alleine da.</p>
<p>Walt Disney aber – überhaupt ein technischer Visionär der konsequentesten Sorte &#8211; gehörte zu denen, die diese Entwicklung gar nicht abwarten konnten. Entschlossen, den Stereoton ebenso freudig zu begrüßen wie er es schon mit dem Tonfilm getan hatte, ließ er schon in den 30er Jahren den Soundtrack für seinen zweiten abendfüllenden Trickfilm <strong>„Pinocchio“</strong> mehrspurig aufzeichnen, da er davon überzeugt war, es müsse irgendwann möglich sein, diese Spuren auch getrennt voneinander für das Publikum wiederzugeben.<br />
Mit der Ablösung der Schellackplatte durch die Langspielplatte aus Vinyl wurde der Stereoton auch für den Musikfreund zu Hause zum Standard. Aber dies war keine Revolution über Nacht, es war ein mählicher Übergang, von dem längst nicht alle klassischen (siehe oben) und Pop-Musiker überzeugt waren. Noch 1966 entschied sich <strong>Brian Wilson</strong>, das legendäre <strong>Beach-Boys</strong>-Album <strong>„Pet Sounds“</strong> in mono aufzunehmen – einerseits, weil damals noch die meisten Alben mono waren, aber auch weil er meinte, mit stereo könne man nicht genau genug kontrollieren, wie der Sound beim Hörer ankommt. Schon das Risiko, dass der seine Boxen vielleicht im falschen Abstand voneinander aufstellt und damit das ganze Klangbild kaputtmacht, war Wilson zu groß.<br />
Wirklich begeistert begrüßt wurde der Stereoton im Hörspiel, wo man nach einem vereinzelten Vorläufer 1963/64 Ende der 60er Jahre dazu überging, in stereo zu produzieren.*</p>
<p><span id="more-6846"></span></p>
<p>Als ab Mitte der 80er Jahre die CD die Runde machte, waren jene rasch zur Stelle, die die größere Wärme und Lebendigkeit der analogen Langspielplatte anmahnten. Dennoch rechnete wohl niemand ernsthaft damit, dass die Schallplatte sich bis ins dritte Jahrtausend halten und ihre Verkaufszahlen sogar wieder steigen würden.</p>
<p>Dass kristallklarer Sound nicht der Weisheit letzter Schluss sein könnte, bemerkte ich, als mir eine LP mit den Schellack-Aufnahmen von Fred Astaire in die Hände fiel. Zum ersten Mal bemerkte ich, welch ein großer Sänger dieser Mann ist, dessen Stimme ich bis dato beim gleichzeitigen Genuss seiner Tanzkunst buchstäblich übersehen hatte.<br />
Bei keinem anderen Entertainer der Grammophon-Zeit fällt es mir so schwer, ihn mir in Hi-Fi vorzustellen wie bei  Fats Waller. Natürlich haben die Musiker der damaligen Zeit gewusst, wie die seinerzeitige Technik ihren Sound verändert, und sie haben ihre Arrangements bzw. ihren Gesangsstil darauf ausgerichtet. (Es wurden sogar eigens für die frühe Mikrofontechnik Musikinstrumente konstruiert, die sonst nie wieder Verwendung fanden – wie die legendäre Strohgeige). Fats Wallers Musik klingt, als ob er sich in diese Sphäre mit besonderem Gusto hineingefühlt hätte. Einen Beweis dafür gibt es freilich nicht, aber mein Verdacht erhärtete sich, als ich seine Musik im Cast Recording des Musicals „Ain’t Misbehavin‘“ wiederhörte, in dem sich sehr hingebungsvoll bemüht wird, sein Idiom zu rekonstruieren. Es gelingt interessant – und es ist zugleich vollkommen aussichtslos.<br />
____________________<br />
* Die Hörspiel-stereo-Premiere ist im zweiten Teil dieses Programms zu erleben: <a href="https://www.ardaudiothek.de/episode/kein-mucks-der-krimi-podcast-mit-bastian-pastewka/ein-haus-mit-vergangenheit-und-gewitter-ueber-elmwood-krimi-podcast-mit-bastian-pastewka/ard/12182897/">https://www.ardaudiothek.de/episode/kein-mucks-der-krimi-podcast-mit-bastian-pastewka/ein-haus-mit-vergangenheit-und-gewitter-ueber-elmwood-krimi-podcast-mit-bastian-pastewka/ard/12182897/</a> &#8211; siehe auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/09/03/kunstkopf/">https://blog.montyarnold.com/2021/09/03/kunstkopf/</a>. <img decoding="async" src="https://vg05.met.vgwort.de/na/c4703a81ab6148d0bd2835b7fbccd974" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2016/12/15/fidelio/">Fidelio</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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