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	<title>Hans Rosenthal Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Hans Rosenthal Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Na also!</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2025 18:36:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: heutiges &#8222;Sonntagsrätsel&#8220; Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle mein Befremden über die KI-generierte Wiederauferstehung des inzwischen 100jährigen Hans Rosenthal geteilt. Im &#8222;Sonntagsrätsel&#8220; erklang in seinem Angedenken eine Computerstimme, mich weniger an den geschätzten Moderator, sondern eher an &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/04/13/27759/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: heutiges<strong> &#8222;Sonntagsrätsel&#8220;</strong></p>



<p>Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle mein Befremden über die KI-generierte Wiederauferstehung des inzwischen 100jährigen<strong> Hans Rosenthal </strong>geteilt. Im &#8222;Sonntagsrätsel&#8220; erklang in seinem Angedenken eine Computerstimme, mich weniger an den geschätzten Moderator, sondern eher an den <strong>&#8222;Friedhof der Kuscheltiere&#8220;</strong> denken ließ (an den Film von 1989, nicht an das Buch). Heute morgen nun die Gegendarstellung: der echte Hans Rosenthal wurde aus dem Archiv geholt und eine seiner eigenen Ausgaben der Ratesendung wiederholt. Welch ein Vergnügen &#8211; und das ganz ohne Reue und Bauchweh!<br>Ich hatte so viele Gründe zur Freude, einer sei nur genannt: die Fragen waren lösbar, aber nicht so katzenleicht wie ich es bei einer so alten Folge eines so gemütlichen Formates befürchtet hatte. (Der aktuelle Moderator <strong>Ralf Bei Der Kellen</strong> hat inzwischen eine sehr gute Balance gefunden.) Dieses Rätsels Lösung: die Fragen wirkten etwas schwerer, weil die gespielten Musiktitel und ihre Schöpfer und Interpreten längst nicht mehr so geläufig sind wie am 2. März 1969.<br>Eine Wehrmutstropfen gab es auch. Herr Bei der Kellen verriet uns, dass diese Wiederholung eine von lediglich 15 Sendungen dieser Reihe von und mit Hans Rosenthal sei, die im Archiv überhaupt überlebt haben. Es handelt sich um die Ausgabe Nr. 198, die älteste erhaltene Folge des „Klingenden Sonntagsrätsels“.<br></p>
<img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/518d1a1baf18465090ddb7202c7c4ab7" width="1" height="1" alt=""><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/04/13/27759/">Na also!</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Wer ist 300 und hüpft nicht mehr?</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Apr 2025 18:24:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 300. Geburtstag von Giacomo Casanova / 100. Geburtstag von Hans Rosenthal Zwei sehr runde Geburtstage fallen auf den heutigen Tag, und obwohl der jüngere von beiden, Hans Rosenthal, den älteren im medialen Echo vordergründig weit überholt, haben sich doch &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/04/02/27695/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 300. Geburtstag von <strong>Giacomo Casanova</strong> / 100. Geburtstag von <strong>Hans Rosenthal</strong></p>



<p>Zwei sehr runde Geburtstage fallen auf den heutigen Tag, und obwohl der jüngere von beiden, Hans Rosenthal, den älteren im medialen Echo vordergründig weit überholt, haben sich doch beide in den öffentlich-rechtlichen Mediatheken abgelagert und können in der nächsten Zeit mit Muße nachbetrachtet werden.<br>Zu Giacomo Casanova gibt es zwar kein neu produziertes Biopic, aber immerhin ein paar Programmschwerpunkte. Vor der Lesung des Schauspielers <strong>Martin Held</strong> (Berlin 1965) wird jedoch an anderer Stelle gewarnt, beruht sie doch auf der &#8222;bereinigten, total korrumpierten&#8220; Übersetzung von <strong>Heinrich Conrad</strong> &#8211; so <strong>Kai Luehrs-Kaiser</strong>, ein ausgesprochener Fan der unbereinigten Casanova-Autobiographie.<br>Zu welcher sollten wir also greifen, wenn wir nicht den bequemen Weg zur unten erläuterten Lesung zurücklegen möchten? <br>Die auswahlweise Lesung von <strong>Otto Sander</strong> (2 mp3-CDs für c.a. 15 Euro), so höre ich, sei nicht nur gut vorgetragen, sondern arbeite auch mit der einzig verlässlichen Übersetzung von <strong>Heinz von Sauter</strong>, erschienen bei <strong>Propyläen</strong>.</p>



<p>Das online verfügbare Hörbuch von Martin Held findet sich hier:<br><a href="https://www.ardaudiothek.de/sendung/giacomo-casanova-geschichte-meines-lebens/14327729/">https://www.ardaudiothek.de/sendung/giacomo-casanova-geschichte-meines-lebens/14327729/</a><br><br>In &#8222;Geschichte meines Lebens&#8220; schildert Giacomo Casanova (1725 &#8211; 1798) auf mehr als viertausend Seiten die ersten 49 Jahre seines wechselvollen und ungewöhnlichen Lebens. Mit seinen Memoiren lieferte er ein umfangreiches und einzigartiges Sittengemälde des 18. Jahrhunderts. Sie gehören zur Weltliteratur. <br>Casanova wurde als Sohn eines Schauspieler-Paars geboren. Er studierte ab 1737 Theologie und Jura an der Universität Padua und erwarb 1742 den Titel des Doktors beider Rechte. 1755 wurde er in Venedig wegen &#8222;Schmähungen gegen die heilige Religion&#8220; in den Bleikammern des Dogenpalastes eingekerkert, aus denen ihm 1756 seine berühmte Flucht gelang. Casanova reiste durch Europa und verkehrte in den höchsten Kreisen der Gesellschaft. 1757 gründete er die erste Lotterie Frankreichs und verdiente damit ein Vermögen. Ab 1758 benutzte er den selbstverliehenen Adelstitel &#8222;Chevalier de Seingalt&#8220;. 1760 ernannte ihn Papst Clemens XIII. zum &#8222;Ritter des goldenen Sporns&#8220;. Er hielt sich an den Höfen Friedrichs des Großen, Josephs II. und Katharinas der Großen auf, traf berühmte Zeitgenossen wie Voltaire, Johann Joachim Winckelmann, Benjamin Franklin oder Madame Pompadour. 1785 nahm der Sechzigjährige, mittellos und des Reisens müde, eine Stelle als Bibliothekar des Grafen Waldstein auf Schloss Dux in Böhmen an, wo er seine Memoiren schrieb.</p>



<p>In dieser Lesung hören Sie Auszüge aus dem ersten Buch der Memoiren in der Übersetzung von Heinrich Conrad.<br>Lesung mit Martin Held<br>Produktion: SFB 1965</p>



<p>1. Casanova berichtet von seinen Eltern und den Kindheitsjahren. Seine erste Erinnerung ist: Als die Großmutter mit ihm wegen seines Nasenblutens nach Murano bei einer Hexe vorspricht. Sechs Wochen danach stirbt sein Vater. – 28 min.</p>



<p>2. Als Junge muss Casanova weg von zu Hause, nach Padua, wo er bei Dr. Gozzi wohnt. Seine erste Liebe findet er bei dessen erst 14-jährigen Schwester Bettina. Casanova erlebt Eifersucht, aber auch tiefe Zuneigung. – 37 min.</p>



<p>3. Mit 15 Jahren kehrt Casanova zurück nach Venedig. Senator Malipiero protegiert ihn und bereitet ihn auf eine kirchliche Laufbahn vor. Doch Eitelkeit und die Liebe machen alle Pläne zunichte. – 29 min.</p>



<p>4. Vor seiner ersten Predigt speist Casanova ausgiebig mit dem Grafen Monte Realo, steigt also mit vollem Magen und leeren Kopf auf die Kanzel. Das geht gründlich schief, und er entsagt dem Beruf des Predigers endgültig. – 25 min.</p>



<p>5. Als 17-Jähriger ist Casanova unglücklich verliebt. Die Schwestern Nannetta und Martina arrangieren ein heimliches Treffen mit Angela. Eine ganze Nacht versucht der Liebestolle, sie von seiner Liebe zu überzeugen. – 35 min.</p>



<p>6. Auf einer Reise von Neapel nach Venedig teilt sich Casanova eine Kutsche mit einem Advokaten, dessen Frau und ihrer Schwester. Die Ehefrau gefällt Casanova außerordentlich, das scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen. – 29 min.</p>



<p>7. In Ancona lernt Casanova eine Schauspielerfamilie kennen: zwei hübsche Mädchen, ein Junge, der als Tänzer auftritt und ein Kastrat. Bellino aber gibt sich so anmutig, dass Casanova glaubt, er ist in Wahrheit ein Mädchen. – 43 min.</p>



<p>8. Um sich Geld für das Glücksspiel zu beschaffen, will Casanova in Treviso einen Diamanten versetzen. Auf der Fahrt dorthin trifft er Christina. Sie hat mit ihrem Onkel in Venedig einen Ehemann gesucht – erfolglos. – 44 min.</p>



<p>Verfügbar bis 28. September 2025<br></p>
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		<title>Durchs Ohr ins Knie geschossen</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2025 21:04:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 60 Jahre &#8222;Sonntagsrätsel&#8220; / die Fortschritte der stimmlichen Deepfakes Am 7. März 1965 wurde auf RIAS 2 um 9 Uhr 35 erstmals das (damals noch „Klingende“) „Sonntagsrätsel“ ausgestrahlt. Auf „Deutschlandfunk Kultur“ läuft es noch immer, und die Jubiläen häufen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/03/09/60-jahre-sonntagsraetsel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 60 Jahre <strong>&#8222;Sonntagsrätsel&#8220;</strong> / die Fortschritte der stimmlichen Deepfakes</p>



<p>Am 7. März 1965 wurde auf <strong>RIAS </strong>2 um 9 Uhr 35 erstmals das (damals noch „Klingende“) „Sonntagsrätsel“ ausgestrahlt. Auf <strong>„Deutschlandfunk Kultur“ </strong>läuft es noch immer, und die Jubiläen häufen sich dieser Tage: die 3000. Ausgabe lief im Februar, und der TV-Liebling und einstige Moderator der Sendung <strong>Hans Rosenthal</strong> würde am 2. April seinen 100. Geburtstag feiern.<br>Die heutige Sendung (Nr. 3007) wiederum kommt dem Jubiläum „60 Jahre Sonntagsrätsel“ am nächsten, und so konnten wir heute darin etwas erleben, was uns in nächster Zeit ganz alltäglich erscheinen wird, mir persönlich aber doch recht gruselig vorkam: die Stimme des 1987 verstorbenen Hans Rosenthal wurde per <strong>KI </strong>wiederhergestellt, so dass er gemeinsam mit <strong>Ralf Bei der Kellen </strong>die Sendung moderieren konnte. („Zuvor haben wir uns vergewissert, dass diese Idee bei den Kindern von Hans Rosenthal auf Zustimmung stößt“, beeilt man sich zu versichern.)<br><br>Für jemanden, der den originalen Rosenthal sehr bewusst erlebt und gut im Ohr hat und der viel über die rasante Entwicklung dieser Technik nachdenkt (als beruflich Betroffener noch mehr als wir das alle tun) war das Anhören dieser Doppelconference eine besondere Erfahrung. Die Stimme klang tatsächlich wie das Original, aber die Sprechweise, die Art „geskriptet“ zu moderieren, war ganz und gar die von Ralf Bei der Kellen. Daher vermute ich, dass dieser es war, dessen Sprache von der KI umgestaltet wurde (ansonsten war es ein Moderatorenbruder im Geiste).<br>Dieser Aspekt ist von der Redaktion unterschätzt bzw. nicht beachtet worden, sonst hätte die Illusion durchaus perfekt gelingen können. Wir konnten die theoretisch bereits überholte Grenze der Möglichkeiten bestaunen, die der KI zum jetzigen Zeitpunkt noch gesetzt sind.</p>



<p>Soeben erfuhr ich (der nicht regelmäßig streamt) noch von einem anderen Status Quo zu diesem Themenkomplex: <strong>MagentaTV</strong> und <strong>Prime Video</strong> haben offensichtlich eine Serie &#8211; <strong>&#8222;Murderesses&#8220;</strong>, eine polnische Produktion – mit einer KI-generierten Synchronisation veröffentlicht. Das Ergebnis muss so übel aufgenommen worden sein, dass die Telekom die Serie nun wieder gelöscht hat. Machen wir uns nichts vor: das war ein näherkommender Einschlag, bald wird es so gemacht werden. Etwas sorgfältiger als diesmal: mit kompetenterer menschlicher Begleitung und mit noch schlauerer Technik.</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/582f0ec25ce640b8a7654caf69f3ae2f" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2025/03/09/60-jahre-sonntagsraetsel/">Durchs Ohr ins Knie geschossen</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Ausstellung über das Jüdische im Fernsehen der Bonner Republik</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jul 2023 13:39:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der &#8222;Spiegel&#8220; berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von einer unbesehen sehenswerten Ausstellung in Frankfurt am Main, die die jüdische Film- und Fernsehgeschichte der alten Bundesrepublik illustriert: „Ausgeblendet/Eingeblendet“. »Am zweiten Novemberdonnerstag des Jahres 1978 lief „Dalli Dalli“, Untertitel „Ein Fragespiel für &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/16/ausstellung-ueber-das-juedische-im-fernsehen-der-bonner-republik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/16/ausstellung-ueber-das-juedische-im-fernsehen-der-bonner-republik/">Ausstellung über das Jüdische im Fernsehen der Bonner Republik</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der <strong>&#8222;Spiegel&#8220;</strong> berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von einer unbesehen sehenswerten Ausstellung in Frankfurt am Main, die die jüdische Film- und Fernsehgeschichte der alten Bundesrepublik illustriert: <strong>„Ausgeblendet/Eingeblendet“</strong>.</p>



<p>»Am zweiten Novemberdonnerstag des Jahres 1978 lief <strong>„Dalli Dalli“</strong>, Untertitel „Ein Fragespiel für Schnelldenker“. Die Sendung kam alle vier Wochen im ZDF, sie war einer der Pfeiler des bundesdeutschen Unterhaltungsfernsehens. Moderiert wurde sie von <strong>Hans Rosenthal</strong>, dessen Erkennungszeichen, der mit einem Luftsprung verbundene Ruf „Das war spitze!“, Allgemeingut wurde. Doch etwas war anders an diesem Abend: Es gab im Musikprogramm der Sendung keine Schlager. Stattdessen trat eine Opernsängerin auf. Hans Rosenthal trug einen schwarzen Anzug, wie bei einer Beerdigung. Am Ende der Sendung sagte er: „Das war, heute am 9. November, unsere 75. Sendung ‚Dalli Dalli‘.“ Es war ein sehr leiser Hinweis auf ein Datum, das in der bundesdeutschen Erinnerungspolitik damals noch kaum eine Rolle spielte: 40 Jahre zuvor hatten in Deutschland an diesem Tag die Synagogen gebrannt, die Wohnhäuser und Geschäfte von Juden, mehr als 1000 Menschen waren ermordet worden. [Es war die sogenannte „Reichskristallnacht“, die im heutigen Gutmenschenjargon &#8211; dessen sich leider auch der „Spiegel“-Artikel befleißigt &#8211; „Reichpogromnacht“ genannt und damit verbal um den vielsagenden Zynismus der Nazis vermindert wird.] Hans Rosenthal war Jude. Hinter den Kulissen hatte er zuvor versucht, die Verantwortlichen des <strong>ZDF</strong> davon zu überzeugen, die Sendung des Termins wegen zu verschieben. Es war ihm nicht gelungen.«<br>Wie wir weiter lesen, hat Rosenthal nur noch ein weiteres Mal – wiederum vergeblich &#8211; versucht, seine Popularität gegen den geschichtsvergessenen Zeitgeist einzusetzen. Als 1983 im hessischen Bad Hersfeld ein Treffen von Veteranen der Waffen-SS und der SS-Leibstandarte Adolf Hitler angekündigt wurde, bat er den Bürgermeister, er solle diese Veranstaltung „schnell absagen“.  Solche Zurückhaltung hat mich Nachgeborenen stets gewundert* &#8211; zumal bei Hans Rosenthal, der ja im Zentralrat der Juden aktiv war und in seiner Autobiographie ausführlich beschrieben hat, wie knapp er den Holocaust überlebte.<br>Oder bei Robert <strong>Lembke</strong> und der Remigrantin <strong>Lilli Palmer</strong>. Als diese in <strong>„Was bin ich?“</strong> zu Gast war und der Moderator sie darauf ansprach, dass sie gleich zu Beginn ihrer Karriere das Land verlassen habe, unterließen es beide auf den Grund hinzuweisen (Palmers Flucht vor der Ermordung durch die Nazis), was dem Gespräch den flockigen Unterton gab, die junge Schauspielerin sei einfach „nach Hollywood gegangen“. Dabei kann auch Robert Lembke dieses Detail nicht übersehen haben, war er doch in der NS-Zeit als „Halbjude“ eingestuft.<br>Die Ausstellung erinnert daran, dass in der Bonner Republik vor dem Mauerfall nur etwa 30.000 Juden lebten. Die Zahl erhöhte sich erst in den 90er Jahren, als die BRD 200.000 sogenannte Kontingentflüchtlinge aus der zusammengebrochenen Sowjetunion aufnahm.<br><br>Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/05/06/bin-so-germanisch-depressiv/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2015/05/06/bin-so-germanisch-depressiv/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/16/ausstellung-ueber-das-juedische-im-fernsehen-der-bonner-republik/">Ausstellung über das Jüdische im Fernsehen der Bonner Republik</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Nicht hudeln beim Hopsen</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2021/11/17/19350/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2021 12:35:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Nostalgiewelle im linearen Fernsehen Angeblich ist es reiner Zufall, dass gerade so viele alte TV-Formate wieder aufgewärmt werden – sowohl bei den Privaten als auch bei den Öffentlich-rechtlichen – aber das macht die Sache ja nur umso aufschlussreicher.„Dalli Dalli“ &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/11/17/19350/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/11/17/19350/">Nicht hudeln beim Hopsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p>betr.: <strong>Nostalgiewelle im linearen Fernsehen</strong></p>



<p>Angeblich ist es reiner Zufall, dass gerade so viele alte TV-Formate wieder aufgewärmt werden – sowohl bei den Privaten als auch bei den Öffentlich-rechtlichen – aber das macht die Sache ja nur umso aufschlussreicher.<br>„Dalli Dalli“ war dieser Entwicklung meilenweit voraus, denn seine Neuauflage ist ja schon wieder ein alter Hut.<br>Über das Original las ich kürzlich: „Fernsehen 1971, das waren lauter erste Male: die erste ‚<strong>Disco</strong>‘-Sendung mit <strong>Ilja Richter</strong>, das erste ‚Tor des Monats‘, <strong>Wibke Bruhns</strong>, die erste Nachrichtensprecherin im deutschen Fernsehen, das erste Mal die Familienshow ‚<strong>Dalli Dalli</strong>‘, in der <strong>Hans Rosenthal</strong>, der sich als Jude im Krieg in einer Gartenlaube versteckt hatte, so begeistert hüpfte, dass man die Traurigkeit leicht übersehen konnte, die über dem Ganzen lag.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="480" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/12/Dalli-Dalli-1.jpg?resize=640%2C480&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-19440" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/12/Dalli-Dalli-1.jpg?w=768&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/12/Dalli-Dalli-1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>Bodenständiger als heute viele glauben: Hans Rosenthal bei der Aufzeichnung seiner ersten &#8222;Dalli Dalli&#8220;-Ausgabe am 12. Mai 1971.</figcaption></figure>



<p>Ganz so war es nicht. Richtig ist, dass sich das Format „Dalli Dalli“ erst nach und nach entwickelt hat. Die Idee, das Publikum den Satz <strong>„Sie sind der Meinung, das war</strong> …“ mit dem Wort „<strong>Spitze!“</strong> beenden zu lassen, kam erst Ende der 70er Jahre auf.  Wenn ein bestimmter Anteil der Zuseher im Studio auf einen Knopf am Sitzplatz drückte, um eine Kandidatenleistung besonders zu belobigen, schrillte beim Applaus eine Alarmsirene, Hans Rosenthal hüpfte, alle riefen „Spitze!“, und das Bild ließ den Moderator im Sprung einfrieren. Zur Belohnung gab es einen zusätzlichen Multiplikationspunkt für das Kandidatenpaar. Sie ahnen schon, was bald darauf passieren musste: der zusätzliche Punkt „für einen guten Zweck“ und das hüpfende Hänschen waren rasch so beliebt, dass nach <em>jeder</em> Spielrunde gedrückt und gehüpft wurde, garantiert und immerzu.<br>Warum auch nicht? Alle hatten ihren Spaß. Nur ich war verstimmt. Wenn es um Spielregeln geht, werde ich schnell etwas pingelig. Wie kann etwas, das zwangsläufig passiert, als besonderer Pluspunkt gezählt werden?<br>Aber vielleicht gab es ja Wichtigeres bei all der „Traurigkeit, die über dem Ganzen lag“.</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/6c8ba65a61094d9c9eb7487c6e141bd0" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/11/17/19350/">Nicht hudeln beim Hopsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Für’n Schlagerprogramm muss es reichen …</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2021/08/30/servus-peter-oh-la-la-mireille/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2021 18:38:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kabarett und Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: &#8222;Servus Peter &#8211; Oh là là Mireille&#8220; Zum ersten Mal seit knapp 30 Jahren habe ich mir gestern das Vergnügen gegönnt, die „Geschwister Pfister“ abendfüllend live zu sehen. Ein Kollege und lieber Freund hatte mich dazu überredet. Er war &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/08/30/servus-peter-oh-la-la-mireille/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: &#8222;Servus Peter &#8211; Oh là là Mireille&#8220;<br><br>Zum ersten Mal seit knapp 30 Jahren habe ich mir gestern das Vergnügen gegönnt, die<strong> „Geschwister Pfister“ </strong>abendfüllend live zu sehen. Ein Kollege und lieber Freund hatte mich dazu überredet. Er war nämlich der Meinung, ich ginge zu hart mit den Jungs (<strong>„Fräulein Schneider“</strong> spielt diesmal nicht mit) ins Gericht. Ich hielt ihre Shows immer für zu lang und vermisste bei aller liebreizenden Virtuosität das Herzige, das Echte. Für mich waren die Pfisters – sorry für den Kalauer! – wie eine Schweizer Uhr: formschön, präzise, zuverlässig, hochwertig &#8211; aber frei von allem, was mich anrühren oder wärmen könnte. Als wir den gemeinsamen Theaterabend planten, frotzelte ich, es müsste lustig sein, eine Rahmenhandlung für diese Truppe zu schreiben (etwa sowas: verrückter Wissenschaftler baut lebensechte, perfekt aussehende und musizierende Samstagabend-Androiden, die aus dem Fernseher ausbrechen …), aber dann wäre das Programm ja noch länger geworden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="905" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/08/Servus-Peter-Oh-l%C3%A0-l%C3%A0-Mireille.jpg?resize=640%2C905&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-18832" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/08/Servus-Peter-Oh-l%C3%A0-l%C3%A0-Mireille.jpg?resize=724%2C1024&amp;ssl=1 724w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/08/Servus-Peter-Oh-l%C3%A0-l%C3%A0-Mireille.jpg?resize=212%2C300&amp;ssl=1 212w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/08/Servus-Peter-Oh-l%C3%A0-l%C3%A0-Mireille.jpg?resize=768%2C1087&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/08/Servus-Peter-Oh-l%C3%A0-l%C3%A0-Mireille.jpg?resize=1085%2C1536&amp;ssl=1 1085w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/08/Servus-Peter-Oh-l%C3%A0-l%C3%A0-Mireille.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>What you see is not exactly what you get: Tobi &#8222;Toni&#8220; &#8222;Peter&#8220; Bonn und Christoph &#8222;Ursli&#8220; &#8222;Mireille&#8220; Marti</figcaption></figure>



<p>Nach dem Kunstgenuss  muss ich mich von beiden Vorbehalten verabschieden. Die Show war keine Minute zu lang und überaus kurzweilig – was hoch zu preisen und auf jeden Fall das Wichtigste ist! Aber auch über zu viel handwerkliche Präzision hatte ich mich nicht zu beklagen. <span id="more-18830"></span>Natürlich war der Liedvortrag technisch blitzsauber, die Choreographie tipptopp, und rein optisch kamen „Toni und Ursli Pfister“ ihren Vorbildern Peter Alexander und Mireille Mathieu sehr nahe – was aber hauptsächlich Kostüm und Maske geschuldet war. Die charakteristische Motorik und die typischen Sprachmarotten der Originale wurden nachlässig eingestreut (so nach dem Motto: ihr wisst ja, wer gemeint ist). Stimmlich war Christoph Marti (Ursli / Mireille) weitgehend er selbst, und Tobias Bonn (Toni / Peter) begnügte sich mit einigen wenigen der klassischen Alexander-Gesten, ließ aber die tanzbärhafte Körperlichkeit des großen Showmasters insgesamt so sehr vermissen, als hätte er nur Fotos und Beschreibungen zur Verfügung gehabt. Ich hätte nie gedacht, dass ich solche Lieblosigkeiten einmal bei einer Aufführung der Geschwister Pfister monieren müsste.<br><br>Der Programmzettel weist weder einen Autor noch einen Regisseur aus. Rein menschlich kann man verstehen, dass diese alten Hasen meinen, so etwas nicht mehr nötig zu haben, gerade bei einer Revue. Andererseits hätte es geholfen, ein paar Fehler zu vermeiden.<br>Peter und Mireille tragen zusammen das berühmte Duett vor, in dem sich über das französische Unvermögen amüsiert wird, den Buchstaben H auszusprechen, und sofort danach singt Ursli ein Lied, das mit besonders sauberen Hs glänzt. Tobi sieht als Anneliese Rothenberger nur albern aus und würdigt sie nicht einmal mit einer treffenden Liedauswahl. Einmal kommt Ursli mit Anzug und schwarzer Perücke heraus, und man denkt: Kreisch! Das ist er! Das ist der leibhaftige Rex Gildo! – nur folgt dann eine Nummer, die am Repertoire als Parodie auf Roy Black erkennbar ist. Der alte Peter-Alexander-Hit „Die kleine Kneipe“ wird arglos wieder hervorgeholt, doch sein Text erweist sich in der heutigen Ära der &#8222;Querdenker&#8220; und Stammtischnazis als geradezu beklemmend – was einfach verpufft und keinen der Mitwirkenden interessiert. Ein Kostümwechsel basiert darauf, dass beide Künstler als Peter Alexander auftreten – nur sieht Ursli eher aus wie Hans Rosenthal, und wieder habe ich das Gefühl, da oben hat jemand den eigenen Witz nicht verstanden. &#8230; So geht das die ganze Zeit.<br><br>Gewiss, im Saal störte sich offensichtlich niemand daran. Ein „Reicht auch so!“ steht solchen Vollprofis trotzdem nicht zu Gesicht. Die Liebe zum Detail hätte bei genau diesem Publikum zu einem noch schöneren Kunstgenuss beigetragen. Wo, wenn nicht dort? Zumal die echten Siebziger Jahre ja tatsächlich beknackt und zum Schieflachen waren.<br><br>Der eindrucksvollste Moment und ein Anblick, den ich nie vergessen werde, war Urslis Auftritt als Heintje. Ich glaube, an dieser Stelle gab es den lautesten freistehenden Lacher. Christoph Martis unverändert zierliche Statur erlaubte ihm, den holländischen Kinderstar (wiederum ohne die stimmliche Ebene) irritierend echt wieder herzustellen. Der Kopf auf diesem possierlich herumhüpfenden Kinderkörper sah aus, als wäre Heintje gerade aus einer Zeitkapsel gestiegen und darin weitergealtert, ohne es selbst gemerkt zu haben.&nbsp;</p>



<p>Der selbe Abend hätte mich nicht nur nett unterhalten, sondern nachhaltig verzaubern können. Sowas gehört in dieser Gewichtsklasse eigentlich zum Service.</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/697a889824cc420b8767e6372ebaf4a2" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/08/30/servus-peter-oh-la-la-mireille/">Für’n Schlagerprogramm muss es reichen …</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Mantovani Forever</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2021 19:05:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 41. Todestag von &#160;Mantovani Für den Orchesterleiter Mantovani ist die Schublade schnell gefunden: seine Instrumentalversion des Evergreens „Charmaine“ war und blieb sein größter Hit, und sie präsentiert uns auch sein Markenzeichen: Streicher, viele viele Streicher. Zu wirklicher Unsterblichkeit hat &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/03/30/17786/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p>betr.: 41. Todestag von &nbsp;<strong>Mantovani</strong><br><br>Für den Orchesterleiter Mantovani ist die Schublade schnell gefunden: seine Instrumentalversion des Evergreens <strong>„Charmaine“</strong> war und blieb sein größter Hit, und sie präsentiert uns auch sein Markenzeichen: Streicher, viele viele Streicher.<br><br>Zu wirklicher Unsterblichkeit hat Mantovani allerdings verholfen, dass Hans Rosenthal seine Version des Soundtrack-Themas <strong>„In 80 Tagen um die Welt“</strong> zum Indikativ einer wöchentlichen Radiosendung machte, die nur für kurze Zeit laufen sollte und die kürzlich ihre 2800. Folge erlebte: <strong>„Das (klingende) Sonntagsrätsel“</strong>. (Hier ist die Trompete das tonangebende Instrument.)<br><br>So klang diese Erkennungsmelodie damals – und so ähnlich klingt sie noch heute:</p>


<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-17786-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/04/Sonntagsrätsel_Around-The-World-in-80-Days.mp3?_=1" /><a href="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/04/Sonntagsrätsel_Around-The-World-in-80-Days.mp3">https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2021/04/Sonntagsrätsel_Around-The-World-in-80-Days.mp3</a></audio><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2021/03/30/17786/">Mantovani Forever</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die schönsten Filme, die ich kenne (74): &#8222;Kulenkampffs Schuhe&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Aug 2018 13:58:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Die ARD-Dokumentation &#8222;Kulenkampffs Schuhe&#8220; von Regina Schilling Der Titel dieser autobiografischen Collage von Regina Schilling lässt eine Würdigung des großen Showmasters Hans Joachim Kulenkampff erwarten. Sie liefert darüberhinaus ein Sittengemälde der frühen BRD, ein packendes Familienportrait und – auch wenn &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/08/20/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-74-kulenkampffs-schuhe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/08/20/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-74-kulenkampffs-schuhe/">Die schönsten Filme, die ich kenne (74): &#8222;Kulenkampffs Schuhe&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: Die <strong>ARD</strong>-Dokumentation <strong>&#8222;Kulenkampffs Schuhe&#8220;</strong> von <strong>Regina Schilling</strong></p>
<p>Der Titel dieser autobiografischen Collage von Regina Schilling lässt eine Würdigung des großen Showmasters <strong>Hans Joachim Kulenkampff</strong> erwarten. Sie liefert darüberhinaus ein Sittengemälde der frühen BRD, ein packendes Familienportrait und – auch wenn man ein paar Jahre jünger ist – das eigene Leben in anderen Bildern.<br />
In „Kulenkampffs Schuhe“ verwebt die Autorin die Biographien vier etwa gleichaltriger Männer: die der TV-Stars Hans Joachim Kulenkampff,<strong> Peter Alexander </strong>und<strong> Hans Rosenthal</strong> sowie ihres Vaters, der am Niederrhein eine Drogerie führte. Ihre Leben werden mit einer beeindruckend stimmig komponierten Auswahl von Showmomenten (die zudem wie neu aus dem Archiv kommen und nicht aus dem Youtube-Pixelsalat), Familienfotos und Super-8-Filmen bebildert. Als zusätzliche Illustration der väterlichen Firmengeschichte wird ein altes Fernsehspiel mit eingeflochten, in dem <strong>Horst Tappert</strong> einen Drogisten spielt. (Selbst dieser damals mehr als passable Schauspieler scheitert an der Unsprechbarkeit der Dialoge.) Wie Vater Schilling profitiert dieser Geschäftsmann zunächst vom Wirtschaftswunder, wird aber dann von einigen Gesetzesnovellen in die Verschuldung getrieben. Wir erleben die Entstehung der heutigen Leistungs- und Ellenbogengesellschaft<span id="more-11133"></span> und bekommen ungewöhnlicherweise die Kehrseite des westlichen Aufschwungs nach dem Krieg präsentiert. Vater Schilling ist nicht allein: auch Hans Rosenthal wird an Überarbeitung sterben. Das Publicity-Foto, das den überaus erfolgreichen Medienmacher an seinem Schreibtisch im RIAS zeigt, ist – wie alles, was wir hier sehen und hören – perfekt ausgewählt.</p>
<p><audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-11133-2" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/08/Rosenthal-20_Christian-Bienert.mp3?_=2" /><a href="https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/08/Rosenthal-20_Christian-Bienert.mp3">https://blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2018/08/Rosenthal-20_Christian-Bienert.mp3</a></audio></p>
<p><em>Christian Bienert, der Rosenthal-Assistent und langjährige Nachfolger in dessen bis heute laufender Radioshow „Sonntagsrätsel“, erzählte 2004 dem </em>hr<em> vom Arbeitsalltag des beliebten Showmasters.<br />
</em><br />
Naturgemäß haben die vier ungleichen Männer alle den Zweiten Weltkrieg überlebt, und der Film handelt auch davon, wie man mit dieser Bürde weiterlebt. Der frühe Herztod ihres Vaters hat die Autorin um die Möglichkeit gebracht, mit ihm über Krieg und Nationalsozialismus zu sprechen. Die drei Stars gehen sehr unterschiedlich mit dem Thema um. In den legendären Samstagabendshows*, die Regina Schilling in ihren Kindertagen begeistert verfolgte, finden sich ein paar – mitunter versehentliche – Hinweise darauf. Der Ex-Soldat Hans Joachim Kulenkampff erlaubt sich hie und da einen Anti-Militärwitz oder überspielt den antisemitischen Ausrutscher eines Kandidaten. Peter Alexander legt seine übliche selbstbesoffene Rührseligkeit ausgerechnet in dem Moment ab, da er Krieg und Kriegsende eine behutsame Shownummer widmet. Der Holocaust-Überlebende Hans Rosenthal hat es stets abgelehnt, sich bei seiner Arbeit auch nur entfernt auf dieses Thema einzulassen**, erzählt jedoch im Interview sowie in seiner Biographie ganz offen vom ersten seiner „Zwei Leben in Deutschland“. Seine Show-Devise fasst er in einer Anmoderation seines größten Erfolges „Dalli Dalli“ zusammen: &#8222;Tempo ist unsere Devise, das heißt, Sie haben Zeit! Lassen Sie sich durch uns nicht anstecken!&#8220; Es ist das Credo der versunkenen deutschen Samstagabendshow.</p>
<p>„Kulenkampffs Schuhe“ erzählt auch von der spät enthüllten Verstrickung einiger seiner Mitspieler in das Dritte Reich. Und von unzähligen anderen Dingen.<br />
Es spricht einiges dafür, dass unsere heutige Republik ebenso skurril ist die damalige. Was wir bei dieser Rückschau empfinden, dürfte dem Eindruck entsprechen, den wir heute auf unsere europäischen Nachbarn machen.</p>
<p>_____________<br />
* „Dalli Dalli“ mit Hans Rosenthal lief nur kurzzeitig am Samstag und war eigentlich eine Donnerstagabendshow.<br />
** Siehe dazu auch <a href="https://blog.montyarnold.com/2015/05/06/bin-so-germanisch-depressiv/">https://blog.montyarnold.com/2015/05/06/bin-so-germanisch-depressiv/</a><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/63d8b9cbbb0b40789d68364e0a4307ef" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2018/08/20/die-schoensten-filme-die-ich-kenne-74-kulenkampffs-schuhe/">Die schönsten Filme, die ich kenne (74): &#8222;Kulenkampffs Schuhe&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die große Leichtigkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2017 14:02:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 30. Todestag von Hans Rosenthal Mochte Fuchsberger auch schlagfertiger sein, Kulenkampff jovialer, Elstner herzlicher, Carrell mehr Glamour vortäuschen &#8211; Hans Rosenthal war unbestritten der fröhlichste Moderator der Bonner Republik und vermutlich derjenige, dessen scheinbare Mühelosigkeit den Normalverbraucher im Fernsehsessel &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/02/10/die-grosse-leichtigkeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>betr.: 30. Todestag von <strong>Hans Rosenthal</strong></p>
<p>Mochte Fuchsberger auch schlagfertiger sein, Kulenkampff jovialer, Elstner herzlicher, Carrell mehr Glamour vortäuschen &#8211; Hans Rosenthal war unbestritten der fröhlichste <strong>Moderator der Bonner Republik</strong> und vermutlich derjenige, dessen scheinbare Mühelosigkeit den Normalverbraucher im Fernsehsessel zu der Überzeugung verleitete: Moderieren könnte ich eigentlich auch, ich komm nur nicht dazu.<br />
Unsere entzauberte Moderne bringt es mit sich, dass sich die Mühsal solcher Medienberufe inzwischen herumgesprochen hat (bei fast allen über 22). Rosenthal war ein besonderer Workaholic, denn er machte ja – vom <strong>„Dalli Dalli“</strong>-Publikum weitgehend unbemerkt – auch noch Radio beim <strong>RIAS Berlin</strong>. Dort kannte man sie umso besser: seine Arbeitswut und Strenge. Unpünktlichkeit hasste er, denn sein Terminkalender ließ keinen Raum für solche Nachlässigkeiten. Er war immer in Eile, und wer mit ihm arbeitete, lernte seine Intensität zu bewundern und zu fürchten.<br />
<strong>Christian Bienert</strong>, der (leider nur) bis zum Dezember 2012 das Rosenthal’sche <strong>„Sonntagsrätsel“</strong> im Radio moderierte, nannte diesen Wesenszug „erbarmungslose Zuverlässigkeit“<span id="more-7315"></span>: „Ich sagte zu ihm, wir müssen die nächste Sendung noch besprechen. – Na, dann komm mit! Sein Taxi wartete bereits, er musste aber noch zum Programmdirektor, zur Intendanz, zu irgendeinem Verwaltungsdirektor und und und. Ich musste diesen ganzen Weg mit ihm mitjapsen. Ich hielt einen kleinen Zettel in der Hand, und wir besprachen das gesamte Rätsel inklusive sämtlicher Musiken und Alternativmusiken im Sauseschritt. Dann wollte er sich die Hände waschen. Er sagte, komm mit  rein. Ich sagte: danke, ich muss mir nicht die Hände waschen. Sagt er, aber ich &#8211; wir sparen Zeit, du kannst inzwischen reden. Dann waren wir vorm Haus angekommen. Die Zettel flogen mir fast weg, und es waren noch zwei Sachen offen. In dem Moment rollte der Wagen an. Er sagte, ruf mich heute abend an zwischen acht und zehn nach acht. Aber pünktlich, denn Viertel nach acht telefoniere ich mit dem ZDF!“</p>
<p>Das Publikum erlebte Hans Rosenthal  natürlich nur in einer Laune, die nahtlos zum Feierabend passte, und in keinem überlieferten Fall hatte sich jemand zu beklagen.<br />
Wirklich in keinem? Der „St. George Herald“ hat tatsächlichen einen unzufriedenen Zuschauer gefunden: im Saarland, wo Hans Rosenthal einst im regionalen Vorabendprogramm die Quizsendung „Bitte zur Kasse“ moderierte.<br />
In diesem knapp viertelstündigen Format wurde ein Kandidat (anscheinend spontan) aus dem Studiopublikum herausgesucht, hatte ein Startkapital von hundertfünfzig Mark, und wann immer er eine der gestellten (eingesandten) Fragen nicht oder falsch beantwortete, wurde ihm davon etwas abgezogen (- aber erst ab der zweiten Fehlleistung. „Einmal ist keinmal“, pflegte Hans Rosenthal immer zu sagen).<br />
Das restliche Geld wurde dem Kandidaten in einem Sparschwein von der unvermeidlichen Assistentin überreicht. &#8211; Zumindest dachten wir das immer alle.<br />
Ein bis heute tödlich beleidigter regionaler Gewinner von immerhin 120 Mark enthüllte mir erregt die Wahrheit: das Sparschwein wurde ihm nämlich nach dem Ende der Aufzeichnung von einem Handlanger des Senders gleich wieder abgenommen, und er bekam das Geld stattdessen in einem Gips-Rollschuh überreicht.<br />
Der Mann schied reich beschenkt, aber mit dem nie versiegenden Gefühl, übervorteilt worden zu sein!</p>
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