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	<title>Hit Comics Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Hit Comics Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (7)</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2020 12:02:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese&#160;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem&#160;Silver Age&#160;ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&#160;&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&#160;(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Interview mit Remo (Reinhard Mordek) Fortsetzung vom 13.12.2020 Daniel Wamsler: Arbeiteten Sie &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/19/die-marvels-wie-sie-wirklich-waren-remo-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>



<p><strong>Interview mit Remo (Reinhard Mordek)</strong><br><br><em>Fortsetzung vom 13.12.2020</em></p>



<p><em>Daniel Wamsler: Arbeiteten Sie nach 1974 je wieder für den Williams Verlag? Und welchen Tätigkeiten gingen Sie nach, nachdem Sie sich vom Verlag trennten?<br><br></em>Reinhard Mordek: Wie schon erwähnt, waren wir feste freie Mitarbeiter<em> </em>(laut neuem Vertrag) bis Ende November<em> </em>1974. Ab Dezember 1974 war ich dann Dokumentar<em> </em>bei Gruner &amp; Jahr und ab 1.1. 1976 Redakteur<em> </em>bei „essen &amp; trinken“ im selben Verlag. Ab ca. 1980<em> </em>betrieb ich mit meiner Frau Ursula selbstständig<em> </em>ein Wollgeschäft, Einzel- und Großhandel. 1983<em> </em>erneute Auswanderung nach Australien. In Townsville kauften wir ein Restaurant, das „down under“,<em> </em>in dem ich selbst bis 1992 kochte. Nach dem Tod<em> </em>meiner Frau Ursula in Dortmund kehrte ich nach<em> </em>Hamburg zurück und war bis 2004 Redakteur im<em> </em>Axel Springer Verlag.<span id="more-17153"></span><br><br><em> Ihr beruflicher Werdegang war von einer enormen Flexibilität geprägt, sowohl inhaltlich wie örtlich. Wer kann schon sagen, dass er sein Geld wie Sie auf drei Kontinenten verdient hat? Wie sind Sie auf die Idee mit dem Wollgeschäft gekommen?<br><br></em>Meine Frau Ursula hatte ich 1968 während meines<em> </em>einjährigen Aufenthaltes in Neu Guinea, in Port<em> </em>Moresby, kennen- und liebengelernt. Wir sind dann<em> </em>zurück nach Sydney, haben gespart, und sind dann<em> </em>mit der Fairsky, einem dem letzten Fährschiffe, die<em> </em>monatlich zwischen Australien und England<em> </em>verkehrten, fünfeinhalb Wochen Richtung Heimat gefahren.<em> </em>Anschließend absolvierte ich in Essen eine<em> </em>Ausbildung bei der NRZ und Ursula studierte Textildesign<em> </em>in Dortmund. Nach Hamburg zurückgekehrt,<em> </em>arbeitete sie als „Redakteurin“ bei der<em> </em>Schallplattenfirma RCA und übersetzte die englischen Covers ins Deutsche, was meiner Künstlerin aber auf Dauer zu langweilig wurde. Ohne ihr Wissen mietete ich ein Ladengeschäft im Lehmweg, dem In-Viertel in Hamburg-Eppendorf an und musste sie zunächst überreden, dort zu weben, zu spinnen und zu stricken. Da sie das Handarbeitsgeschäft nicht alleine führen wollte, kam noch eine töpfernde Freundin dazu &#8211; und der Laden zu seinem Namen „twenty fingers“. Leider erwies sich die Töpferin als nicht professionell genug. Trotzdem musste Ursula um ihr Geschäft keine Bange haben, denn mit ihrem Gefühl für Form und Farbe kam der Erfolg und bald kannte alle Welt „twenty fingers“. Schließlich stieg ich ein. Durch den nun möglichen Großhandel boten wir exklusive Wollsorten an, z.B. pflanzengefärbte handgesponnene Wolle von Beduinen aus dem Sinaigebiet und importierten Spinnräder und Webstühle aus aller Welt&nbsp; &#8211; Neuseeland, Kanada etc. &#8230;<br><br><em>Wie entstand die Idee für ihre beiden Australienaufenthalte? Wie war Ihre Zeit als 19jähriger und später mit dem eigenen Restaurant dort, und warum sind Sie wieder nach Deutschland zurückgekehrt?<br><br></em>Als 19jähriger wollte ich einfach fort aus Deutschland &#8211; Fernweh? Abenteuerlust? Ich weiß es nicht. Ich habe in Australien in Tageszeitungen gearbeitet, z.B. „The Australian“ mit ins Leben gerufen. Man muss sich das vorstellen, eine Tageszeitung für ganz Australien. Technisches Neuland! Rupert Murdochs Idee wurde anfangs belächelt, aber wir waren zuversichtlich! Vor allem, wenn der Boss persönlich da war und mir ein motivierendes „Hallo, Ray“ rüberschickte. Warum wir nach Deutschland zurückgekommen sind? Beide Male hatte Ursula Heimweh nach ihrer Mutter und wir vermissten beide das deutsche Kulturangebot. Australien, und vor allem der heiße Norden, war damals kulturell noch etwas unterentwickelt. Beim zweiten Auswandern lag es nahe, mal was ganz anderes zu wagen: Wir kauften ein Lunch-Restaurant: geöffnet von 11 bis 15:00 Uhr. Am Anfang lief es ein bisschen schleppend, aber nach etwa 1½ Jahren waren die 54 Plätze ständig ausgebucht. Unser Privathaus lag nahe am Strand &#8211; ein wundervolles Leben. Als wir das letzte Mal nach Deutschland zurückkehrten, erkrankte meine Frau Ursula sehr schwer und starb im Mai 1992.<br><br><em>Mit Ihrem Besuch bei Bill Gaines waren Sie versehentlich und unwissend in einen schwelenden Konflikt geraten. Vermutlich hatte Klaus Recht als deutscher „MAD“-Verleger Angst um das Verhältnis zu Gaines, dem US-MAD-Mogul. Wie waren Ihre Eindrücke von der Arbeit in der 225 Lafayette Street, N.Y. einem Ort der unter EC- und „MAD“-Fans einer Art Pilgerstätte gleichkommt? Gab es auch Kontakte zu anderen „MAD“ Künstlern, dem Chefredakteur Al Feldstein beispielsweise?<br><br></em>Natürlich hatte Klaus Recht Sorge, ich könnte seinen Draht zu Bill Gaines stören. Aber so war es nicht. Bill Gaines konnte zwar einerseits etwas selbstgefällig und arrogant sein, aber er war auf jeden Fall ein sehr effizienter, erfolgreicher Mann. Um ihn weiter zu beurteilen, kannte ich ihn zu wenig. Al Feldstein habe ich kurz kennen gelernt, denn die wenige Male, die ich mich in den „MAD“-Räumen aufhielt, ging es extrem hektisch zu. Andere „MAD“-Künstler habe ich nur aus der Ferne gesehen.<br><br><em>Haben Sie jemals am deutschen „MAD“ mitgewirkt?<br><br></em>Nein &#8211; damals war Hartmut Huff der große Macher.<br><br><em>Es gab von Williams einige Aktionen zur Leserbindung, frei nach US-Vorbild (Captain-Marvel-Poster, Stan Lee-Autogramm…). Wie war die Resonanz, soweit Sie diese an Ihrem Arbeitsort in Übersee mitbekommen haben. Um zum Beispiel den Marvel Pass durch Einsendung der Coupons zu erhalten, mussten die Fans ihre Hefte zerschneiden und auch noch ein Passfoto einschicken. Haben das viele Leser getan? Der Marvel</em>&#8211;<em>Pass ist sehr selten und taucht auf dem Sammlermarkt kaum auf. Das spräche dafür, dass die Aktion eher ein Flop war.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="468" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Marvel-Pass_Cpt.-Marvel-Poster.jpg?resize=640%2C468&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-17190" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Marvel-Pass_Cpt.-Marvel-Poster.jpg?resize=1024%2C749&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Marvel-Pass_Cpt.-Marvel-Poster.jpg?resize=300%2C219&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Marvel-Pass_Cpt.-Marvel-Poster.jpg?resize=768%2C562&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Marvel-Pass_Cpt.-Marvel-Poster.jpg?w=1031&amp;ssl=1 1031w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>Laut Redaktion wurden 15.000 der schrill colorierten &#8222;Captain Marvel&#8220;-Poster verschickt. Das wären 105.000 ausgeschnittene Sammelmarken (tragisch insbesondere bei Heften mit Comicteil auf der Coupon-Rückseite, z.B. FV Nr. 1, Hulk Nr. 3). Andererseits gibt es kaum Williams-Hefte, bei denen die Gutscheine für den Marvel-Pass ausgeschnitten wurden. Entsprechend rar und sammlerwertvoll ist der Pass heute.</figcaption></figure>



<p>Die Hamburger Redaktion hat mich diesbezüglich in Ruhe gelassen. Davon habe ich erst aus den gedruckten Exemplaren erfahren.</p>



<p><em>Haben Sie ihre alten Marvel-Erinnerungsstücke, Beleghefte etc. noch? Klaus Recht hat beispielsweise sein komplettes „MAD“-Archiv, etliche Kisten, im Sommer 2003 an einen Hamburger Comicladen verkauft.<br><br></em>Als wir 1983 das zweite Mal Abschied von Deutschland nahmen, habe ich aus Platzgründen kistenweise meine Belegexemplare bei einer Comic-Ausstellung in Hamburg an einen Händler aus Hannover verschenkt. Durch die vielen Umzüge ist leider auch der Rest verschwunden …</p>



<p><em>Was machen Sie heute beruflich? Und hatten oder haben Sie noch Kontakt zu Ihren damaligen Kollegen?<br><br></em>Inzwischen bin ich Rentner. Bekoche leidenschaftlich Freunde und Familie, pflege mit Hingabe unseren wunderschönen Garten und spiele miserabel, aber gerne Golf. Kontakt zu meinen Exkollegen hatte ich damals wie heute nicht. Mein Leben war und ist aufregend und schön, nun an der Seite meiner zweiten Frau Angelika.</p>



<p><em>Lesen Sie selbst Comics und haben sie den erneuten Superhelden-Boom seit der Zeit um die Jahrtausendwende mitbekommen?<br><br></em>Natürlich habe ich den Comicboom der letzten Jahre mitbekommen und freue mich immer wieder über das Interesse der jüngeren Generation.</p>



<p><em>Hatten Sie eine Lieblings-Serie?<br><br></em>Alle meine Marvel-Babys.</p>



<p><em>Vielen Dank.</em></p>



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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="591" height="297" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remos-Gru%C3%9F-ii.jpg?resize=591%2C297&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-17182" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remos-Gru%C3%9F-ii.jpg?w=591&amp;ssl=1 591w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remos-Gru%C3%9F-ii.jpg?resize=300%2C151&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 591px) 100vw, 591px" /></figure></div>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (6)</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2020 19:28:42 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/13/remo-6/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (6)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>



<p><strong>Interview mit Remo (Reinhard Mordek)</strong></p>



<p><em>Fortsetzung vom 7.12.2020</em></p>



<p><em>Daniel Wamsler:</em> <em>Zu Anfang betrieb Williams einen regen Aufwand, die Politisierung aus den Comics fernzuhalten. „Hulk“ und „Thor“ der 5. Produktion wurden retuschiert, indem der Kreml unkenntlich gemacht, Fantasieorte wie &#8222;das Reich der Zetas&#8220; erfunden, Bärte gestutzt oder hinzugepinselt, und die Fellkappe der Sowjets in Baskenmützen umgewandelt wurden. Symbole wie Hammer und Sichel waren ohnehin Tabu. Auch wurden mehrere Ausgaben dieser und anderer Marvel-Serien, vermutlich aus demselben Grund ausgelassen. Was können Sie dazu sagen?<br><br></em>Reinhard Mordek: Absolut übertrieben. Fragwürdig, von wem das angeordnet<em> </em>wurde. Ich hatte keinen Einfluss darauf,<em> </em>was in Hamburg in letzter Minute „getürkt“ wurde.<br><br><em>Aufgrund der Texte der Redaktionsseiten hatte man das Gefühl, dass Sie ständig zwischen New York und Alsdorf bzw. Hamburg hin- und herpendelten. War das wirklich so?<br><br></em>Nein. Ich habe alles von New York aus produziert.<em> </em>Lediglich einmal musste ich schnellstens zurück,<em> </em>weil Büro Hamburg mit dem Filmsalat nicht klarkam.<br><br><em>Das Archiv der Transworld Features soll ja ein einziges Chaos gewesen sein &#8230;<br><br></em>Unvorstellbar, wie mit diesem kostbaren Druckfilmmaterial<em> </em>umgegangen worden ist. <span id="more-17150"></span>Pakete auf<em> </em>Pakete Marvel-Kostbarkeiten! Hätte ich Thelma,<em> </em>meine schwarze Perle, nicht an meiner Seite gehabt,<em> </em>wäre das Projekt “German Marvel” wohl gescheitert.<br><br><em>Auch die Leser bemerkten, dass manche Storys fehlten. Gerade bei „Spider-Man“, der “Spinne“ war es mit „Amazing Spider-Man“ # 29 das Heft, welches der bsv als Hit Comics Nr. 1 herausgebracht hatte, was den Wert auf dem Sammlermarkt enorm in die Höhe schnellen ließ. Selbst Marvel USA konnte ASM # 29 nicht nachdrucken, da die Proofs fehlten. Angeblich sollen etliche 60er Jahre-Filme von Praktikanten geklaut worden sein, welche die Aufgabe hatten, diese für Reprints herauszusuchen. Erst 1984 wurden neue Proofs für „Never Step On A Scorpion!“ in aufwendigen Verfahren mittels eines Originalexemplars hergestellt.<br><br></em>Ich sagte ja, Chaos! Keiner kümmerte sich um<em> </em>effektive Ablage &#8211; wäre ja auch optimal für Alben<em> </em>oder Reprints gewesen. Das gilt auch für die<em> </em>Original-Zeichnungen, vor allem der Covers. Einfach<em> </em>weg!!!<br><br><em>Woran scheiterte Ihrer Meinung nach das Projekt Williams mit seinen Superhelden? Der Verlag hatte sein Programm immerhin für ein Jahr um mehrere Titel erweitert, ehe man sich auf drei Marvel-Titel und den DC-„Horror“ beschränkte. Ende der 70er wurden dann auch die “Rächer“, die „Fantastischen Vier“ und selbst das Zugpferd die “Spinne“ eingestellt. Lag es vielleicht auch an der Konkurrenz durch den Riesen Ehapa?<br><br></em>Irgendetwas muss schon kurz vor meiner<em> </em>Rückkehr passiert sein. War es fehlendes Geld?<em> </em>Vertriebsschwierigkeiten? Rechte? Klaus Recht<em> </em>weiß das sicher besser! Ehapa war meines<em> </em>Wissens damals noch kein Riese, aber ich mag<em> </em>mich täuschen.<br><br><em>Hatten Sie während Ihrer Williams-Zeit auch mit anderen Serien des Verlags zu tun, wie z.B. „Dick und Doof“, „Tarzan“, „Charlie Chaplin“, „Korak“ oder „MAD“?<br><br></em>Nein.<br><br><em>Wie gut verkaufte sich der EC-Band &#8222;Der Beste Horror aller Zeiten&#8220;? Und wie kam es zu dieser einzigartigen Veröffentlichung?<br><br></em>Ein Riesenerfolg. Er wurde uns angeboten und wir<em> </em>haben zugeschlagen. Später war es wahrscheinlich<em> </em>eine Frage der Rechte.<br><br><em>Der Band müsste eine Ihrer ersten eigenständigen Arbeiten für bsv/Williams gewesen sein. Trotz des von ihnen erwähnten &#8222;Riesenerfolgs&#8220; wurden Jahre später noch Restposten zum stark ermäßigten Preis bei verschiedenen Szene-Großhändlern angeboten. Lag das eventuell an einer hohen Auflage. Wissen Sie noch, wie hoch diese war? Wie wurde der Band denn vertrieben? Über Bahnhofsbuchhandlungen oder sogar den regulären Buchhandel?<br><br></em>„Der beste Horror aller Zeiten“ war mein erstes<em> </em>Baby. Ich war begeistert. Auflage und Vertriebsweg<em> </em>weiß ich nicht mehr. Vielleicht bin ich der irrigen<em> </em>Annahme, dass es ein zweites Mal aufgelegt<em> </em>wurde?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16433" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=768%2C50&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (5)</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2020 15:26:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese&#160;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem&#160;Silver Age&#160;ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&#160;&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&#160;(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Interview mit Remo (Reinhard Mordek) Fortsetzung vom 3.12.2020 Daniel Wamsler: Etwa ein &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/12/07/17120/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>



<p><strong>Interview mit Remo (Reinhard Mordek)</strong></p>



<p><em>Fortsetzung vom 3.12.2020</em></p>



<p><em>Daniel Wamsler: Etwa ein Jahr nach dem Neustart der Superhelden hörten sie auf für Williams zu arbeiten, welche Gründe gab es dafür?<br><br></em>Reinhard Mordek: Mein Aufenthalt in New York war von Anfang an aufein Jahr begrenzt. Nach meiner Rückkehr sollteich, auch „Manhattan“ genannt, die rechte Handvon Klaus Recht im Verlag werden. Er hatte denVerlag inzwischen ganz übernommen und von derRedaktion war meines Erachtens nur noch KirstenIsele übrig. Ein anderer Grund mag gewesen sein: Nicht ahnend, dass es mit Marvel in Deutschland und Klaus Recht trotz des Erfolges nicht zum Besten stand, habe ich mich auf eine Aktion am Rande eingelassen, die &#8211; wenn auch im Nachhinein nicht schlüssig &#8211; zum Bruch mit Klaus Recht führte: Andy Cathomas und Klaus Recht hatten stets ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Was Andy vorschlug, war für Klaus Recht immer o.k. Als Andy mich bat, für die Ausstellung „The wonderful world of original Comic Art“ am 15.11.1974 einige Originalzeichnungen der amerikanischen Comic-Größen zu besorgen, nahm ich natürlich an, dies sei bereits von Klaus Recht abgesegnet. So sprach ich zunächst mit dem Präsidenten der Academy of Comic Art, Neal Adams &#8211; den ich sehr gut kannte &#8211; und der ca. 300 Künstler in den USA repräsentierte. Neal war sofort Feuer und Flamme. Wie konnte ich ahnen, dass ich durch dieses Anliegen ein für die Verlage höchst prekäres Thema bezüglich der Eigentumsrechte an den Originalen anschnitt? Seit Jahren kämpften die Zeichner um Rückgabe und/oder Honorierung der Nachdrucke &#8211; und nun kam ich mit der Bitte um Herausgabe! Wasser auf die Mühlen der Zeichner, aber Gift und Galle von den Verlegern. Nach Vorsprache bei dem „Giganten“ Bill Gaines („Mad“) wurde ich geradezu aus seinem Büro geworfen! Das kam natürlich Klaus Recht zu Ohren &#8211; und trübte unser Verhältnis nachhaltig. Die Ausstellung kam übrigens dennoch zustande &#8211; mit Zeichnungen aus dem Privatbesitz der Künstler &#8211; wenn auch nicht erste Sahne …</p>



<p><em>Ihre Frau Ursula war von Anfang an dabei und letterte die ersten Hefte von Hand. Wobei es während</em><em>der ersten Produktionen hauptsächlich</em><em>Druckschrift auf den Comicseiten zu sehen gab.</em><em>Schade, dass dieser erste Schriftsatz in Handlettering-Optik später nicht mehr zum Einsatz kam,</em><em>zumindest in Deutschland nicht. Nachdem „Remo“</em><em>lautlos in der Versenkung verschwunden war,</em><em>konnte man „Uschi Kedrom“ bzw. Ursula Mordek</em><em>trotzdem noch einige Monate in den Credits lesen.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="561" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-und-Uschi-1974-in-New-York.jpg?resize=640%2C561&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-17133" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-und-Uschi-1974-in-New-York.jpg?w=822&amp;ssl=1 822w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-und-Uschi-1974-in-New-York.jpg?resize=300%2C263&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-und-Uschi-1974-in-New-York.jpg?resize=768%2C673&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>New York 1974, “Remo” Reinhard Mordek mit seiner damaligen Frau Ursula.</figcaption></figure>


<p><span id="more-17120"></span></p>


<p>Meine Frau und ich wurden ab 1.10.1974 feste freie Mitarbeiter mit der Auflage, fünf Comics pro Monat zu übersetzen. Kedrom sollte zwei Marvels und zwei sog. “Gruppencomics” lettern. Natürlich hatte ich mehrere Produktionen bei meinem Abschied aus New York mitgebracht, aber wie Klaus Recht an neues Marvel-Material kam, ist mir bis heute schleierhaft.<br><br><em>Die Fans schätzen gerade das von Williams</em> <em>verwendete Handlettering. War dieser Schritt zu</em> <em>einer Zeit, in der üblicherweise alles maschinell</em> <em>gesetzt wurde, nicht auch riskant? Hatte die Umstellung</em> <em>auf das manuelle Lettern auch Kostengründe?<br><br></em>Handlettern war für Andy Cathomas und für mich das absolute Muss. Riskant war es nur zum Teil, weil es manchmal wegen der Versalien schlechter lesbar, zeitaufwendiger und teurer war &#8211; aber eben Marvel-like!<br><br><em>Einige der Titelbilder erschienen nicht Original,</em> <em>z.B. „Die Spinne“ Nr. 1 und 2, sowie „Die Fantastischen</em> <em>Vier“ Nr. 1 und 4. Die beiden letztgenannten</em> <em>waren auf einem Werbeplakat und der</em> <em>Vorschauseite der 1. Produktion noch anders dargestellt.</em> <em>Auch später wurden regelmäßig ganze</em> <em>Cover neugezeichnet. Lag das an fehlenden</em> <em>Vorlagen?<br><br></em>Schlicht und ergreifend: Ja.<br><br><em>Interessanterweise erschienen die jeweils ersten</em> <em>beiden Hefte der Serien die „Die Spinne“ und „Die Fantastischen Vier“ als Nr. 1 mit den exakt</em> <em>gleichen Farbfilmen 1978 in Dänemark. Zum Teil</em> <em>sieht man noch den deutschen Text „durchschimmern“,</em> <em>so z.B. beim roten Episodentitel von “Prinz Namor“. Auch die Aufteilung bei den „Fantastiske</em> <em>Fire“ war unlogisch, da sowohl FF # 1 als auch „Daredevil“</em> <em># 1 sich wie bei Williams gegenseitig unterbrachen</em> <em>&#8211; und das im selben dänischen Heft! Als</em> <em>Warner sich europaweit breit machte, erschien</em> <em>eine schwarzweiße „Frankenstein“-Fassung-Fassung als</em> <em>Williams-Album in den Niederlanden, die dieselben</em> <em>Kürzungen wie seinerzeit bei den deutschen</em> <em>Williams-Ausgaben aufwies. Haben Sie Informationen</em> <em>über die Zusammenarbeit zwischen den europäischen</em> <em>Verlegern vor und nach 1974?</em></p>



<p>Nein. Ich war in New York beschäftigt, authentisches Material zu bekommen. Wie Klaus Recht in Europa agiert hat, weiß ich nicht.<br><br><em>„Dracula“ und „Frankenstein“</em> <em>der 5. Williamsproduktion</em> <em>landeten auf dem Index für jugendgefährdende</em> <em>Schriften. Was empfanden sie als Redakteur</em> <em>dieser Ausgaben, als ihre „Babys“ von der</em> <em>Behörde verschmäht wurden?<br><br></em>Es war lächerlich &#8211; aber wir waren machtlos.<br><br><em>Ende Oktober 2003 erschien „Dracula“ Nr. 5 innerhalb</em> <em>einer gebundenen Dracula-Neuauflage bei</em> <em>Marvel Deutschland/Panini. Da die Einträge der</em> <em>indizierten Hefte üblicherweise nicht gelöscht</em> <em>werden &#8211; was bei einigen Titeln (man denke nur an</em> <em>die Piccolos des Lehning Verlags) im Vergleich zu</em> <em>heute durchaus lächerlich erscheint &#8211; könnte so</em> <em>etwas ihrer Meinung nach erneut passieren?<br><br></em>Ich denke, nicht.<br><br><em>Ihr Kollege Hartmut Huff packte die Gelegenheit</em> <em>beim Schopf und verhöhnte die BPS umgehend in</em> <em>der nächsten“Dracula“-Ausgabe vonWilliams. Aufgrund</em> <em>des Produktionsvorlaufs erfolgte diese Reaktion</em> <em>allerdings erst in Dracula Nr. 16 vom April</em> <em>1975, während die Indizierung bereits im Oktoberdes Vorjahres ausgesprochen wurde.<br><br></em>Na ja, besser spät als nie.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16433" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=768%2C50&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (4)</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 21:51:58 +0000</pubDate>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>



<p><strong>Interview mit Remo (Reinhard Mordek)</strong></p>



<p><em>Fortsetzung vom 1.12.2020</em></p>



<p><em>Daniel Wamsler: Die liebevolle Aufmachung der Williams-Superhelden und deren chronologische Veröffentlichung war ein sehr mutiger und riskanter Schritt, da die Zeichnungen der frühen Episoden zum Großteilwesentlich schlechter und „ungeübt“ aussahen (was in den Leserbriefen auch oft bemängelt wurde). Dies spricht für ein enormes Engagement seitens des Verlags und lässt vermuten, dass die verantwortlichen Redakteure selbst Comicfans waren. Trifft diese Annahme zu?<br><br></em>Reinhard Mordek:<em> </em>Maßgeblich &#8211; wie gesagt &#8211; war Andy Cathomas beteiligt. Er als Comic-Ästhet hat Himmel, Hölle und Geld bewegt, um Qualität zu produzieren. Dann kam Hartmut Huff dazu, der sich unglaublich für Authentizität und sprachliche Qualität einsetzte. &#8230; Und ich natürlich in New York. Alles Comicfans &#8222;par excellence&#8220;!<br><br><em>Waren noch weitere Titel im Gespräch, die man 1974 starten wollte? Hätte beispielsweise ein Patriot wie „Captain America“, der es auf nur zwei eher zufällige bsv-/Williams-Veröffentlichungen in einem Zeitraum von dreizehn Jahren brachte, eine reelle Chance gehabt?<br><br>„Captain America“ </em>war im Gespräch, aber für den deutschen Markt vielleicht zu patriotisch. Möglicherweise waren aber auch die Lithos nicht lückenlos zu bekommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="440" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Bester-Horror_Rudolf.jpg?resize=640%2C440&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-17131" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Bester-Horror_Rudolf.jpg?resize=1024%2C704&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Bester-Horror_Rudolf.jpg?resize=300%2C206&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Bester-Horror_Rudolf.jpg?resize=768%2C528&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Bester-Horror_Rudolf.jpg?resize=1536%2C1056&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Bester-Horror_Rudolf.jpg?resize=2048%2C1408&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Bester-Horror_Rudolf.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Bester-Horror_Rudolf.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>Zwei Objekte aus der Remo-Frühphase. Während „Der beste Horror aller Zeiten“ Kultstatus erlangte, fristet „Rudolf“ als letzte Ausgabe der Reihe „Williams Maxi Album“ ein Dasein fern jeglicher Beachtung durch die<br>Sammlerszene. Das Handlettering besorgte Ursula Mordek.</figcaption></figure>


<p><span id="more-17090"></span></p>


<p><em>Namensunterschiede bei einzelnen Figuren kamen vor allem zwischen den frühen Williams-Covern und Inhalten vor. Iron Man hieß außen &#8222;Eisenmann&#8220;, wogegen er in den Avengers-Storys &#8222;Der Eiserne&#8220; genannt wurde. Seinen ersten Williams-Auftritt absolvierte der auf dem Titelblatt angekündigte „Dr. Strange“ als &#8222;Dr. Seltsam&#8220; und Blade wurde als &#8222;Klinge&#8220; bekannt. Wurden Cover und Inhalte getrennt voneinander bearbeitet, oder warum kam es zu solchen verwirrenden &#8222;Pannen&#8220;?<br><br></em>Eigentlich waren die Namen der Titelhelden beim<em> </em>Brainstorming festgelegt worden. Die Covers<em> </em>wurden separat gedruckt (Hochglanz). Wie es zu<em> </em>den Abweichungen kommen konnte, war von New<em> </em>York aus nicht festzustellen.<br><br><em>Einer der Bösewichte in „Tales To Astonish“ war The Leader in den Geschichten des Hulk. Während man in bei bsv noch mit &#8222;Führer&#8220; betitelte, nannte ihn Williams &#8222;Spiritus Rektor&#8220;. Zwar eine politisch korrekte und durchaus gelungene Eindeutschung, doch nicht gerade freundlich für den Letterer. Was meinen sie?<br><br></em>Ach, Spiritus Rektor oder nicht &#8211; für einen Letterer<em> </em>sind es nur Buchstaben.<br><br><em>Nach der fünften Monatsproduktion stellte der Verlag den Heftumfang von 36 auf 32 Seiten um. Der Druck erfolgte nicht wie bisher in Italien, sondern in Deutschland. Trotz andersklingender Worte von Seiten der Redaktion wurden die Geschichten zum Teil erheblich gekürzt. Hatten sie darauf Einfluss bzw. mussten sie die Übersetzung schon im Vorfeld den fehlenden Bildern und Seiten anpassen?<br><br></em>Die Umstellung war drucktechnisch sicherlich notwendig<em> </em>und eine Kostenersparnis. Außerdem hatte<em> </em>ich große Schwierigkeiten, die Filme und Vorlagen<em> </em>lückenlos zu bekommen. Die US-Marvels hatten<em> </em>oft Eigenanzeigen, Fortsetzungen etc. Um unsere<em> </em>Seitenanzahl zu erhalten war oft ein großer Balanceakt<em> </em>notwendig und in den Übersetzungen mussten<em> </em>die fehlenden Bilder erklärt werden.<br><br><em>Mit dem Grafik-Büro Ewald Baluch, wo u.a. auch für Bastei gearbeitet wurde war man bei Williams nicht sehr zufrieden. Was können sie dazu verraten?<br><br></em>Baluch war ein toller Mann, kreativ und hatte unter<em> </em>Andy &#8211; ob seines Anspruchs auf Perfektion &#8211;<em> </em>manchmal zu leiden. Auch meine Bemühungen,<em> </em>die Texte grafisch gut in die Sprechblasen einzupassen,<em> </em>brachten Baluch oft zur Verzweiflung. Ich<em> </em>glaube, später wurde es ihm einfach zuviel.<br><br><em>Besonders in der Anfangszeit der Williams-Superhelden gab es kuriose Namensschöpfungen wie Klinge (Blade), Dr. Unheil (Dr. Doom), Dr. Seltsam (Dr. Strange), Silberstürmer (Silver Surfer) und schließlich Prinz Namor (Sub-Mariner). der „Aquarius“ genannt wurde. Mit wenigen Ausnahmen hatten diese Charaktere in den Hit Comics, ihre US-Eigennamen. Waren sie für diese Namensvergabe verantwortlich? Auch Kraven alias „Memrod der Jäger“ hatte seinen ersten Auftritt während Ihrer Tätigkeit für Williams. Steht der Name in irgendeinem Zusammenhang mit der Figur „Nimrod“ bzw. „Nemrod“ aus dem Alten Testament? „Aquarius“ klingt sehr nach Musical …<br><br></em>Die Namen wurden meist in Konferenzen unter der Prämisse der Originalität und des phonetischen Anspruchs festgelegt.<br><br><em>Gerade „Aquarius“ wurde zu Beginn oft „das Wasser abgegraben“. Gleich die zweite Story fehlte (erschienen in Thor Nr. 206 bei bsv), und einige seiner Abenteuer wurden von zwölf auf acht oder neun Seiten Gesamtlänge gekürzt. Waren die Geschichten auf diese Art überhaupt nachvollziehbar?<br><br></em>Das weiß ich nicht mehr. Aber oft war es mir nicht<em> </em>möglich, die Schwarz-Weiß-Lithos zu bekommen.<em> </em>Wie gesagt: Marvel hat die Filme einfach auf einen<em> </em>Haufen geworfen oder anders entsorgt – meist<em> </em>nach dem ersten Nachdruck.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16433" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=768%2C50&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (3)</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2020 17:26:08 +0000</pubDate>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em><br><br><strong>Interview mit Remo (Reinhard Mordek)</strong><br><br><em>Fortsetzung vom 18.11.2020</em><br><br><em>Daniel Wamsler:</em> <em>Einige der späten <strong>Hit Comics</strong> waren miserabel</em> <em>übersetzt (z.B. „Spinne“ Nr. 250), andere wiederum</em> <em>richtig gut. Wie erklären Sie sich den Qualitätsunterschied?</em> <em>Übersetzten sie auch selbst? Und</em> <em>wenn ja, welche Hefte stammten von ihnen und</em> <em>haben sie noch Unterlagen aus dieser Zeit?<br><br></em>Reinhard Mordek: Den Grund der Qualitätsunterschiede erwähnte ich ja bereits. Von Anfang an hatte ich viele Übersetzungen redigiert &#8211; ja umgeschrieben. Übersetzt habe ich dann an den Wochenenden und meine Frau Ursula war die erste, die die Comics gelettert hat &#8211; unter dem Pseudonym <strong>„Uschi Kedrom“</strong>. Auch in New York und in der Zeit danach habe ich als Freiberufler Comics übersetzt und gelettert. Es waren sehr viele. Leider hat die Hamburger Redaktion die Übersetzer damals nicht erwähnt. Unterlagen habe ich leider keine mehr.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="650" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Uschi-Kedrom.jpg?resize=640%2C650&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-17229" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Uschi-Kedrom.jpg?w=874&amp;ssl=1 874w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Uschi-Kedrom.jpg?resize=296%2C300&amp;ssl=1 296w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Uschi-Kedrom.jpg?resize=768%2C779&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>Ursula “Uschi Kedrom” Mordek vor ihrem Lettering-Pult, New York 1974</figcaption></figure>


<p><span id="more-17076"></span></p>


<p><em>Zumindest bei den Zweitstorys, zum Teil auch der</em> <em>Hauptgeschichten in den farbigen Hit Comics</em> <em>mussten eigene Farbfilme hergestellt werden, die</em> <em>oft genug im Widerspruch zum Text standen und</em> <em>dadurch eine unfreiwillige Komik erzeugten</em> <em>(Beispiel: Lady Dorma soll sich durch eine Pille in</em> <em>eine Luftatmerin verwandeln, ihr Teint ist aber</em> <em>durchweg rosafarben, wogegen im Text darauf</em> <em>angespielt wird, dass sie nun nicht mehr bläulich</em> <em>sei. In einem anderen Heft wurde für ein Panel</em> <em>Namors Widersacher in die Hosen des Atlantäers</em> <em>gesteckt, wodurch er sich an zwei Orten zugleich</em> <em>befindet. Auch die sonst grünen, weil radioaktiv</em> <em>geschaffenen Gegner des Hulk, wie Abomination</em> <em>oder The Leader, sind oftmals schweinchenrosa gefärbt). Ist Ihnen bekannt, wo diese Einfärbung</em> <em>stattfand, schließlich erschienen die Hefte in mehreren</em> <em>Ländern gleichzeitig?<br><br></em>Ich kann mich an die Einzelheiten nicht mehr erinnern. Da haben sie als Marvel-Analysten vermutlich mehr Ahnung. Meines Erachtens wurden alle europäischen Gemeinschaftsproduktionen bei Intergrafica in Mailand gedruckt. Da konnte es schon zu Farbabweichungen kommen, zumal die Farb-Lithos aus den USA oft fehlten.<br><br><em>Etwa zur selben Zeit wurden manche der Hulk-Abenteuer auf zwölf statt zehn Seiten ummontiert,</em> <em>einmal auch auf neun Seiten zusammengepresst.</em> <em>Wer war für diese Eingriffe verantwortlich?<br><br></em>Ich nehme an, die Amerikaner haben den&nbsp; Europäern die Filme geschickt &#8211; und wir mussten nehmen, was kommt &#8211; bei dem Chaos im Marvel-Archiv&#8230; Koordinieren konnten wir damals nicht.</p>



<p><em>Wie haben sie die Zeit in den USA genau verbracht? Wie und wo haben sie gewohnt, wie sah ihr Alltag aus? Im Interview mit Martin Hilland („Die Sprechblase“ Nr. 174/175) sprachen sie auch von Connecticut, obwohl sie ja vermutlich die meiste Zeit in New York waren. Es muss ein sehr arbeitsreiches, aber auch sehr interessantes Jahr gewesen sein. Können sie uns ihre persönlichen Erinnerungen und Gefühle dieser Zeit schildern?<br><br></em>Wir hatten sofort das Glück, eine Einzimmerwohnung<em> </em>in dem einzigen Apartmenthaus in der<em> </em>14th Street West zu bekommen, das einen Pförtner<em> </em>hatte. Ein Hüne von einem Schwarzen, an dem<em> </em>keiner unangemeldet vorbeikam. Eingerichtet hatten<em> </em>wir uns von einem Warehouse der Salvation<em> </em>Army, hauptsächlich mit Antiquitäten u.a. einem<em> </em>Riesenschreibtisch mit Lederbesatz. Besuch hatten<em> </em>wir immer, denn den Flug konnten Freunde und<em> </em>Verwandte bezahlen &#8211; die Unterkunft gab&#8217;s dann in dem für Europäer teuren New York bei uns umsonst. So habe ich das Empire State Building bestimmt sieben Mal besucht &#8211; natürlich an Wochenenden! In der Freiheitsstatue war ich nur ein Mal &#8211; danach habe ich gestreikt … An den Wochentagen war ich meist bei Transworld oder Marvel, um die deutsche Produktion zu ermöglichen. Stan Lee oder Roy Thomas fiel ich bestimmt auf den Wecker ob der vielen Fragen bezüglich fehlender Seiten (manche mussten auch nachgezeichnet werden). Ohne Langmut und Charme wäre da nichts gelaufen. Germany interessierte dort wenig. Nachts schrieb ich dann die Kolumnen oder andere Texte plus Übersetzungen. Einmal in der Woche oder wann immer Klaus Recht etwas benötigte &#8211; klingelte der Lufthansa-Kurier um 5.30 Uhr morgens, um meinen Luftfrachtbrief entgegenzunehmen (damals der schnellste Weg). Connecticut? Ja, da war die Chemiegraphie-Anstalt von Bill Server, in dem die Farblithos hergestellt wurden (auch die von Marvel). Bill war ein toller Typ, damals so um die 70, der aussah wie Maurice Chevalier mit seinem Strohhut! Es war ihm aber doch peinlich, mich, manchmal auch meine Frau Ursula, in seiner Stretch-Limousine mit Chauffeur abzuholen, denn unsere Privatadresse gehörte damals nicht gerade zur besseren Gegend… Meistens lud er uns zum Lunch in seinen Club ein, um Produktionen abzusprechen. Dort durfte er einige Dewars Whiskeys zu sich nehmen, was ihm seine Frau wegen seiner Herzprobleme strikt verboten hatte. Ich musste ihm dann stets versprechen, nicht zu petzen. Wir wohnten also in der Greenwich Village, für uns die Wohngegend &#8211; mit vielen Künstlern, tollen Kneipen und Jazzlokalen. Und es war nicht weit nach Chinatown. Ich war hin und weg von den Gerüchen und den exotischen Zutaten. Das war der Beginn meiner Liebe zum Kochen. Fortan gab&#8217;s nur chinesisches Essen bei uns.<br><br><em>Kurioserweise verwendete Williams die</em> <em>Hit Comics-Farben in der Schlussphase erneut, wodurch</em> <em>der Leser zum Teil sowohl Originalfarben als auch</em> <em>Dinge wie einen himmelbau-rosarot gefärbten</em> <em>Spider-Man zu Gesicht bekam. In den Jahren zuvor wurden stets neue Farben mit feinerem Raster angelegt. Wieviel haben sie davon mitbekommen?<br><br></em>Während meiner Zeit in New York habe ich die<em> </em>Schwarz-Weiß-Filme aus unüberschaubaren Stapeln<em> </em>der verschiedensten Comics herausgesucht &#8211;<em> </em>die Farblithos fehlten völlig. Aus diesem Grunde<em> </em>mussten wir diese dann vor Ort neu einfärben lassen. Da sich die Amerikaner aus Europa zurückzogen, übernahm Klaus Recht den Verlag. Dadurch entfiel auch die Produktion der Farbfilme. Ergo musste er auf altes Material zurückgreifen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16433" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=768%2C50&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Joe Sinnott</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2020 13:17:03 +0000</pubDate>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em><br><br><strong>Joe Sinnott</strong><br>16. Oktober 1926 – 25.6.2020<br>Einsatzgebiet: Inker (Reinzeichner)<br>Erste deutsche Erwähnung:<strong> Hit Comics</strong> Nr. 4<br>Wichtige Arbeiten: <strong>„Fantastic Four“</strong> # 5, 44-92, 94-95, 98-102, 106-113, 116, 119-151</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="431" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/11/Joe-Sinnott.jpg?resize=640%2C431&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-17044" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/11/Joe-Sinnott.jpg?w=709&amp;ssl=1 709w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/11/Joe-Sinnott.jpg?resize=300%2C202&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p>Nach Ende des zweiten Weltkriegs arbeitete Joe Sinnott zunächst für drei Jahre in einer Zementfabrik, ehe er sein Studium an der Cartoonists And Illustrators School (später in School Of Visual Arts umbenannt) antrat. Auf Empfehlung von <strong>Burne Hogarth</strong>, Mitbegründer der Schule, der Joe Sinnotts Stil als passend für die Comicbranche empfand, zeichneten er und sein Klassenkamerad Norman Steinberg die Hintergründe für <strong>Tom Gill</strong>s Western-Movie-Adaptionen im Auftrag des Dell Verlags. Tom Gill war einer der Ausbilder an der Cartoonists And Illustrators School. Joe Sinnott konnte schnell Fuß fassen, so dass sein erster eigener Comic &#8222;Trudi&#8220; in „Mopsy“ #12 mit Coverdatum vom Dezember 1950 bei St. Johns Publications veröffentlicht wurde. Im Folgejahr begann er für Atlas bzw. Timely Comics zu arbeiten,<span id="more-17043"></span> zunächst allerdings als Ghostzeichner für Tom Gill und dessen Western-Comics. Im weiteren Verlauf der 1950er Jahre zeichnete Joe Sinnott auf freiberuflicher Basis, hauptsächlich für den Verlag, der später Marvel Comics werden sollte. Zu Ruhm kam er, als er begann, Jack Kirbys Arbeiten bei den „Fantastic Four“ zu tuschen. Kein anderer Inker bewies solches Gespür für die Charaktere. Vor allem Ben Grimm alias Das Ding erhielt unter Joe Sinnotts Feder wahren Glanz. Zu recht wurde ihm 1967 und 1968 der Alley Award für &#8222;best inking artist&#8220; verliehen. Selbst nach Jack Kirbys Weggang blieb er der Serie bis in die 1980er Jahre hinein treu. Selbstverständlich tuschte er auch für andere Marvel-Serien wie z.B. „The Avengers“, „The Defenders“ und „Thor“.<br><br>Laut Stan Lee war Joe Sinnott der meistgefragte Inker bei den Marvel-Zeichnern, welche immer wieder darauf bestanden, dass er, und nur er, die Tuschegestaltung ihrer Seiten übernehmen solle. In den 1990er Jahre setzte sich Joe Sinnott teilweise zur Ruhe. Seither tuscht er nur noch die Sonntagsseiten für den „Spider-Man“-Zeitungscomic, gestaltet Re-Kreationen von Titelbildern und zeichnet sogenannte &#8222;Commissions&#8220; im Auftrag seiner Fans. Ähnlich wie Sam Rosen und Artie Simek wurde Joe Sinnott in den frühen Hit-Comics&nbsp; des Bildschriftenverlags unter diversen (Berufs-)Bezeichnungen wie z.B. Druck, Schreiber, Zeichner und Verfasser in den Credits aufgeführt. In manchen Fällen war auch der Name fehlerhaft.<br>2013 wurde Sinnott für sein Lebenswerk mit der Aufnahme in die „Eisner Hall of Fame“ geehrt.<br><br>Buchtipp: „Brush Strokes with Greatness – The Life and Art of Joe Sinnott“ von Tim Lasiuta</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (2)</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2020 11:40:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese&#160;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem&#160;Silver Age&#160;ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&#160;&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&#160;(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Interview mit Remo (Reinhard Mordek) Fortsetzung vom 16.11.2020 Daniel Wamsler: Im Monat &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/11/18/17014/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/11/18/17014/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>



<p><strong>Interview mit Remo (Reinhard Mordek)</strong><br><br><em>Fortsetzung vom 16.11.2020</em><br><br><em>Daniel Wamsler: Im Monat der Namensänderung von bsv zu Williams</em> <em>entfiel eine komplette Produktion, die</em> <em>allerdings nur bei wenigen Serien anhand der fortlaufenden</em> <em>Nummerierung auffiel (z.B. <strong>“Hit Comics- Die Spinne“</strong>, „Horror“). Das dürfte wohl kurz vor</em> <em>ihrem Einstieg gewesen sein. Gab es zum damaligen</em> <em>Zeitpunkt bereits Reaktionen seitens der Leser</em> <em>auf solche Missstände?<br><br></em>Reinhard Mordek: Nein &#8211; und wenn, wurden sie nicht beachtet. Der <strong>bsv</strong> hatte auch keine Möglichkeit einzugreifen. Im Verbund mit den anderen europäischen Verlagen war man gezwungen und froh, überhaupt zu erscheinen. Das änderte sich erst später.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="670" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-bei-der-Arbeit.jpg?resize=640%2C670&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-17225" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-bei-der-Arbeit.jpg?w=824&amp;ssl=1 824w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-bei-der-Arbeit.jpg?resize=287%2C300&amp;ssl=1 287w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-bei-der-Arbeit.jpg?resize=768%2C803&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>“Remo” Reinhard Mordek anno 1974 an seinem New Yorker Schreibtisch. Im Hintergrund Druckvorlagen für ein deutsches &#8222;Dracula&#8220;-Cover und (nicht zu erkennen) drei Fotos von Stan Lee.</figcaption></figure>


<p><span id="more-17014"></span></p>


<p><em><strong>Warner Bros.</strong> USA hatte Anfang der 1970er Jahre</em> <em><strong>National Periodicals (DC Comics)</strong> gekauft, deshalb</em> <em>auch das W-Symbol auf den späten Hit- bzw.</em> <em>„Superhelden-Comics“. Da die Marvels zu dieser</em> <em>Zeit weltweit über eine Tochtergesellschaft von DC</em> <em>vertrieben wurden, gelangten diese auch nach</em> <em>Deutschland. 1974 startete der Williams Verlag</em> <em>sieben Serien neu ab Nr. 1. Als &#8222;Remo&#8220; waren Sie</em> <em>derjenige, der die Leserschaft begrüßte. Welche</em> <em>Erwartungen hatten Sie und die US-Gesellschafter?<br><br></em>Als Klaus Recht den Williams Verlag übernommen hatte, zogen wir um in die „Medien“-Stadt Hamburg. Vorweg muss ich noch Andy Cathomas erwähnen. Andy, unser „neuer“ Artdirector (vorher gab es keinen) war auch als solcher bei Paris Match tätig. Erst durch ihn, den großen Comicfan und Mitbesitzer des Comic-Shops „Futuropolis“ wurden durch die Angleichung der Logos an die original Marvels und die Einführung des Handletterns die optischen Voraussetzungen für den Erfolg der deutschen Marvels geschaffen. Nun waren wir also in Hamburg und wollten die Marvels unabhängig von den anderen Europäern produzieren – von vorne, also mit der jeweiligen Nr. 1. Aber woher das Material nehmen? Also flogen Klaus Recht, Andy Cathomas und ich nach New York, um bei der Vertriebsgesellschaft Transworld Feature Syndicate das von Marvel dort deponierte Lithomaterial zu sondieren. Die US-Gesellschafter nahmen uns, glaube ich, nicht ernst &#8211; Hauptsache, wir bezahlten die Lizenzgebühren.<br><br><em>Wolfgang M. Biehler, der für den bsv arbeitete, ehe er seinen eigenen Verlag unter dem Namen Condor</em> <em>gründete, meinte in einem Gespräch, bezogen</em> <em>auf die Eindeutschung der frühen Marvel Comics:</em> <em>&#8220; (&#8230;) wir sahen das damals nicht so eng&#8220;. Dieser</em> <em>fehlende Ernst erinnert auch an die Haltung Stan</em> <em>Lees, der seine Helden oft genug durch den Kakao</em> <em>zog und ihnen Spitznamen, Erkältungen aufgrund</em> <em>ihrer dünnen Kostüme und anderes verpasste. Welche Freiheiten hatten sie, bzw. welche Vorgaben</em> <em>gab es von Seiten des Verlags?<br><br></em>Natürlich sahen es die damaligen Übersetzer nicht so eng: 1. musste alles schnell gehen, 2. waren – so glaube ich &#8211; einige Übersetzer des Amerikanischen nicht so mächtig, 3. Waren einige bestimmt keine Comicfans, 4. war es ja „nur“ für Kinder und 5. waren die Übersetzer nicht mutig genug, den Originaltext witzig, mit einem Funken Satire ins Deutsche zu übersetzen. In Stan Lee sehe ich den brillanten Ideengeber und Texter, der sich die Freiheit nahm, eben diese Heros manchmal menschlich und fehlerhaft erscheinen zu lassen. In mehren Gesprächen mit ihm über eben dieses Thema, gab er zu, auch etwas provozieren zu wollen. Von Seiten des Verlages gab es für mich keine Vorgaben. Von wem auch?<br><strong><br></strong><em>Davon ausgehend, dass sie das Material Ihrer Vorgänger für eventuelle zukünftige Verbesserungen prüften, Ihre Meinung zu folgendem Sachverhalt: In den frühen Hit Comics schien sowohl die englische, als auch die Marvel-typische Sprache einige Probleme zu bereiten. Übersetzungen wie „Eine Zeit danach &#8230; dort ein Roboter“ (“Once upon a time &#8230; there was a robot!“),„das sagte Nuff!“ (Nuff said!) und Eigennamen wie „Erzkämpfer“ (Iron Man) und „Unterseemann“(Sub-Mariner) waren keine Seltenheit. Auch die Reihenfolge der frühen Zweitstorys war kaum nachzuvollziehen. Prinz Namors zweiter Auftritt erschien als „3. Fortsetzung“, beim Crossover Iron Man / Sub-Mariner aus „Tales Of Suspense“ verwechselte man die Serien und vergab zwischendurch einmal fälschlicherweise den „Sub-Mariner“-Titel usw. Auch zogen sich die vierseitigen Fortsetzungen über Monate hinweg, da diese jeweils nur in der betreffenden Hit Comics-„Unterserie“ erschienen. Da diese Seiten offensichtlich mit dem jeweiligen Heft separat übersetzt wurden, waren die Qualitätsunterschiede nur allzudeutlich und reichten von nahezu fehlerfreien Übertragungen bis hin zu Sätzen wie „Es ist fast ein Bohrloch, wo ich meine Nachtwache halte!“. Dennoch machen genau diese Stilblüten die Liebenswürdigkeit der Hit Comics aus, oder?</em><strong><br><br></strong>Ich weiß, dass durch den enormen Zeitdruck die Profi-Übersetzer mit den Lieferungen nicht pünktlich nachkamen und einige Comics dann im Hause übersetzt wurden &#8211; eben von Leuten, die glaubten, Englisch zu sprechen… Aber das war vor meiner Zeit. Ich finde die Häufigkeit der Stilblüten der Hit Comics eher peinlich.<em><br><br>Die Sprechblasentexte der Hit Comics wurdenzum Teil direkt per Schreibmaschine in die Druckvorlageneingefügt. Das erklärt wohl auch dievielen &#8222;Überlappungen&#8220; in der Anfangszeit?<br><br></em>Das hatte ich gesehen &#8211; dergleichen muss das Atelier Baluch wohl unter Zeitdruck eingefügt haben. Es gab damals ja noch kein Korrekturlesen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4804" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (1)</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2020 20:20:36 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/11/16/17004/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Remo (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>



<p><strong>Interview mit Remo (Reinhard Mordek)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="459" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-Gru%C3%9Fwort.jpg?resize=640%2C459&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-17106" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-Gru%C3%9Fwort.jpg?w=709&amp;ssl=1 709w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/12/Remo-Gru%C3%9Fwort.jpg?resize=300%2C215&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption>Ein typisches Grußwort von Remo mit der stets gleichbleibenden Portrait-Vignette, diesmal an der Seite von Susan Storm, dem &#8222;invisble girl&#8220;. (13. Produktion)</figcaption></figure>



<p>Reinhard Mordek, besser bekannt als Remo, gilt nicht zu Unrecht als Initiator der Williams-Marvels in Deutschland. Als Chefredakteur, zunächst noch unter Verlagsleiter Erwin Heimberger, war er hauptsächlich für die Koordination der deutschen Superhelden-Comics des Bildschriften- bzw. Williams Verlags innerhalb des europäischen Druckverbunds zuständig. Sein Einstieg erfolgte in der Übergangsphase des bsv zu Williams, so dass er u.a. für die letzten sechs „Spinne“-Hefte (Nr. 249 &#8211; 254) verantwortlich zeichnete. Interessant sind hierbei vor allem &#8222;Spinne&#8220; Nr. 252 &#8211; 254, welche bereits den Weg zum Neustart der Superhelden im Januar 1974 aufzeigten. Signet und Schriftzug Inklusive W der <strong>Warner Bros.</strong>, teils handgeletterter Text und „Prinz Namor“ als Zweitheld machten deutlich, wo es hinführen sollte. <span id="more-17004"></span>Mit Klaus Recht als neuem Verlagsleiter hatte Remo u.a. die undankbare Aufgabe, die Druckvorlagen vor Ort in den USA zusammenzusuchen. Dies gestaltete sich nicht immer einfach, denn das Ablagesystem war völlig chaotisch und außerhalb des Marvel-Verlagshauses bei einer anderen Firma, dem Transworld Feature Syndicate, untergebracht. Dennoch gelang es ihm, eine halbwegs vernünftige monatliche Heftproduktion von immerhin sieben Marvel-Titelserien auf die Beine zu stellen.<br>Für deutsche Verhältnisse unüblich, begannen alle Heftreihen mit dem Abdruck des jeweils ersten Abenteuers der Titelhelden. Die deutschen Comics orientierten sich erstaunlich nahe am Original und man setzte, wo es möglich war, auf Handlettering der Texte. Oder nahm eine Schriftart, die so aussah. Für die Bearbeitung wurde jedenfalls ein riesiger Aufwand betrieben. Schriftzüge, Redaktions- und Leserbriefseiten und die beliebte Monatsvorschau der deutschen Marvel Comics zeugten von ungeheurer Liebe zum Detail. Bei seiner Arbeit wurde Remo von seiner damaligen Frau Ursula (&#8222;Uschi Kedrom&#8220;) unterstützt, die zunächst die Redaktionsseiten und später die Sprechblasentexte von Hand letterte. Obwohl Reinhard Mordek schon nach etwa einem Jahr von Kirsten Isele als neue Chefredakteurin abgelöst wurde, arbeiteten er und seine Frau noch eine ganze Weile im Hintergrund mit, indem sie übersetzten und letterten. Für die deutschen Marvel-Fans und Sammler ist Remo eine Kultfigur, denn schließlich war er, zumindest eine zeitlang, eine Art deutscher Stan Lee, der seine Leser in die unendlichen Weiten des Marvel-Universums entführte.<br>Mutig stellte sich Remo den zahlreichen Fragen, um nach über 35 Jahren etwas mehr Licht in die wenig bekannten Hintergründe des Williams Verlags zu bringen.<br><br><em>Daniel Wamsler: Herr Mordek, sie arbeiteten Anfang bis Mitte der70er Jahre für den Williams Verlag und waren u.a.für die letzten Ausgaben der Hit Comics unter demTitel &#8222;Superhelden&#8220; verantwortlich. Wie kamen SieZu Williams und was waren Ihre Aufgaben?<br><br></em>Reinhard Mordek: 1963 wanderte ich mit 19 Jahren nach Australien aus und kehrte 1970 mit meiner späteren Ehefrau Ursula nach Deutschland (Dortmund) zurück. Bei der NRZ – „Neue Ruhr Zeitung“ &#8211; wurde ich Redakteur und 1972 von Erwin Heimberger als Comic-Manager des Bildschriftenverlags eingestellt &#8211; obwohl die Anzeige in der FAZ schon mit „Williams Verlag Deutschland“ firmiert wurde. Meine Aufgabe als Ressortleiter Comics mit englischen Sprachkenntnissen war u.a. die inhaltliche und terminliche Koordinierung mit den 14 europäischen Verlagshäusern der Williams-Gruppe sowie die Produktion der 25 Comic-Titel wie „Tarzan“, „Dick und Doof“, Marvel, „Horror“, „Top“, „Illustrierte Klassiker“, „Calimero“ etc.in Alsdorf (Redigieren, terminliche Planung mit Übersetzern und Pflege des engen Kontakts mit dem Grafik-Atelier Ewald Baluch).<br><br><em>Wie war ihr Bezug zu Comics bevor sie sich beimbsv bewarben? In ihrer Kindheit müssen dieComics des Lehning Verlages wie “Sigurd“, „Falk“, „Tibor“usw. die größte Verbreitung gehabt haben.Wie sah Ihre &#8222;Comic-Jugend&#8220; aus?<br><br></em>Wie jeder Junge zu der Zeit ohne Computer, Handy und kaum Fernsehen, habe ich die Comics verschlungen &#8211; bis spät in die Nacht mit Taschenlampe unter der Bettdecke. Glücksgefühl „hoch drei“, wenn ich mit einem Stapel Comics, ausgeliehen von etwas betuchteren Freunden, nach Hause kam.<br><br><em>Wie lief die Zusammenarbeit innerhalb der bsv-Redaktion ab? Reinhard Taubert ließ einmal ineinem Interview verlauten, dass er mit einer HandvollMitarbeitern, darunter Übersetzer (z.B. DirkHess und Wolfgang J. Fuchs) und ein paar weitereLeute mit unterschiedlichen Aufgabengebieten, inder Hauptsache für die Koordination und daspünktliche Erscheinen der Hefte verantwortlichwar.<br><br></em>Innerhalb der Redaktion gab es damals so gut wie keine Zusammenarbeit. Reinhard Taubert war nach ein paar Wochen plötzlich verschwunden und unser „Chefredakteur“ Wolfdieter Böhmer war total überfordert. Dann waren da noch eine junge Dame, die die Malbücher zusammenstellte, Bodo Baumann &#8211; verantwortlich für die Taschenbücher, Hartmut Huff, der „MAD“ koordinierte und ein Redakteur, der den monatlichen Liebesroman schrieb &#8211; (ich glaube „Julia“. Vor meiner Zeit wurde an den Texten nicht redigiert. Die Übersetzungen wurden 1:1 übernommen. Daher auch die häufigen Variationen der Schriftgröße in den Sprechblasen. Dem Atelier Baluch war es auch nicht möglich, bei dieser Menge an Titeln effizienter zu arbeiten. Ich habe versucht, die Übersetzer anzuhalten, die Arbeiten früher abzugeben, damit ich mehr Zeit hatte, die deutschen Texte mit den amerikanischen Originalen zu vergleichen &#8211; und etwas spritziger-witziger zu formulieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-4804" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=1024%2C67&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2016/04/Forts.-folgt1.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Sam Rosen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2020 15:52:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem Silver Age ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin &#8222;Das sagte Nuff&#8220; (2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben. Sam Rosen (Samuel Rosen)Auch: &#8222;S. Rosen&#8220; oder &#8222;Sammy Rosen&#8220;Einsatzgebiet: LettererErste deutsche Erwähnung: &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/10/24/sam-rosen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Diese Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em> Silver Age <em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin <strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220; </strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em><br><br><strong>Sam Rosen </strong>(Samuel Rosen)<br>Auch: &#8222;S. Rosen&#8220; oder &#8222;Sammy Rosen&#8220;<br>Einsatzgebiet: Letterer<br>Erste deutsche Erwähnung: <strong>HIT Comics</strong> Nr. 1<br>Wichtige Arbeiten: &#8222;The Origin of the Hulk&#8220; in <strong>&#8222;The Incredible Hulk&#8220;</strong> # 3 (Sept. 1962)<br><br>Sam Rosen begann seine Comic-Karriere um 1940 als Letterer für <strong>Will Eisner</strong>s Zeitungscomic <strong>&#8222;The Spirit&#8220;</strong>. Zusammen mit <strong>Artie Simek</strong> zeichnete er hauptverantwortlich für das Erscheinungsbild der <strong>Marvel Comics</strong> der 1960er Jahre. Sam Rosen schrieb die Texte in die Sprechblasen, gestaltete Soundwords und entwarf Schriftzüge. Seine letzte bekannte Arbeit erschien mit Coverdatum vom Dezember 1972 in <strong>„Captain America“</strong> # 156. In den deutschen Heften findet man seinen Namen meist in den Credits der frühen HIT Comics, obwohl von den Originalbuchstaben in der deutschen Bearbeitung kaum etwas zu sehen blieb. Aufgeführt wurde er unter allen möglichen (Berufs-)Bezeichnungen wie z.B. Druck, Verlag, Schreiber, Zeichner und Illustration.</p>
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		<title>Die Marvels wie sie wirklich waren: Irving Forbush</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2020 16:24:05 +0000</pubDate>
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<p><em>Diese&nbsp;Serie mit Artikeln zur Geschichte der Marvel Comics aus dem</em>&nbsp;Silver Age&nbsp;<em>ist eine Übernahme aus dem Fanmagazin&nbsp;<strong>&#8222;Das sagte Nuff&#8220;&nbsp;</strong>(2005-10). Ich bedanke mich herzlich für die Genehmigung, sie hier wiederzugeben.</em></p>



<p><strong>Irving Forbush</strong><br>Geboren im November 1955<br>Einsatzgebiet: Redaktionsmitglied im Hause <strong>Marvel</strong><br>Erste deutsche Erwähnung: <strong>Hit Comics</strong> Nr. 24<br>Geheimidentität: Forbush Man</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="565" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/10/Irving-Forbush-Forbush-Man.jpg?resize=640%2C565&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16849" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/10/Irving-Forbush-Forbush-Man.jpg?w=1004&amp;ssl=1 1004w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/10/Irving-Forbush-Forbush-Man.jpg?resize=300%2C265&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/10/Irving-Forbush-Forbush-Man.jpg?resize=768%2C679&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption><em>Ein Mann &#8211; zwei Identitäten &#8230;</em></figcaption></figure>



<p>Der Name Irving Forbush taucht unentwegt in der Sekundärliteratur auf, sobald von den Marvel-Machern der 1960er Jahre die Rede ist. Peter Skodziks<strong> „Deutsche Comic Bibliographie“</strong> beispielsweise, listet ihn für <strong>Condor</strong>s FV-Album Nr. 8, Hit Comics Nr. 28 des <strong>bsv </strong>und &#8222;Thor&#8220; Nr. 1 von Williams. In Wirklichkeit existiert Irving Forbush jedoch nicht. Stan Lee erfand die Figur als Antwort auf ECs <strong>Alfred E. Neumann</strong> für das <strong>MAD</strong>-Pendant <strong>„Snafu“</strong>. SNAFU ist die Abkürzung für eine militärische Floskel: &#8222;Situation normal, all fucked up!&#8220; (etwa: Lage wie üblich, alles im Eimer).<span id="more-16848"></span> Während des zweiten Weltkriegs errangen die Warner Bros. mit der Figur &#8222;Private Snafu&#8220; einige Beliebtheit. Der Cartoon-Soldat zeigte in lehrreichen Kurzfilmchen, wie man es besser nicht machen sollte. Das „Snafu“- Magazin erschien mit insgesamt drei Ausgaben von November 1955 bis März 1956 unter Martin Goodmans Atlas-Label. Das Gesicht der Figur Irving Forbush erschien als kleine Zeichnung auf den ersten beiden Titelbildern. Im Inhalt hatte der etwas dümmlich dreinschauende Herr seine eigene Rubrik und wurde als Gründer bzw. Erfinder des „Snafu“-Magazins vorgestellt. Als Stan Lee den Namen Jahre später wieder ins Gespräch brachte, war der Running-Gag, dass die Marvel-Leser Irving Forbush trotz ständiger Ankündigungen nie zu Gesicht bekamen. In den 1960er Jahren bis in die 1970er Jahre hinein, blieb Irving Forbush ein imaginäres Redaktionsmitglied, das nur allzu oft in den Credits und auf den redaktionellen Seiten der Marvel Comics genannt wurde. Die immer wiederkehrende Frage: &#8222;Ist Irving Forbush eine reale Person?&#8220; beantwortete Stan Lee erst 1979. Für Marvels Superhelden-Persiflage-Reihe „Not Brand Echh!“ bekam die Figur sogar eine Hauptrolle und eine Geheimidentität als &#8222;Forbush Man&#8220;. Irving Forbush wurde Anfang der 1990er Jahre von mehreren Seiten als &#8222;top assistant editor&#8220; für den jährlichen Award des „Comics Buyers Guide“ vorgeschlagen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2020/10/22/irving-forbush/">Die Marvels wie sie wirklich waren: Irving Forbush</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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