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	<title>Hörfunk Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Hörfunk Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (32): „Tödliche Ehen“</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2026 14:08:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>von Hubert Monteilhet, SRF 1977; 86 + 101 min. &#8211; Credits unter https://www.srf.ch/audio/krimi/1-2-toedliche-ehen-von-hubert-monteilhet-gespraech?id=AUDI20261001_NR_0024 „Ich kann mich von dem Eindruck dieses traurigen Endes noch immer nicht erholen. Wenn ich wenigstens noch ein paar Tage Zeit gehabt hätte, um ihn zu beruhigen. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/10/06/31150/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/10/06/31150/">Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (32): „Tödliche Ehen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">von <strong>Hubert Monteilhet</strong>, <strong>SRF</strong> 1977; 86 + 101 min. &#8211; Credits unter <a href="https://www.srf.ch/audio/krimi/1-2-toedliche-ehen-von-hubert-monteilhet-gespraech?id=AUDI20261001_NR_0024">https://www.srf.ch/audio/krimi/1-2-toedliche-ehen-von-hubert-monteilhet-gespraech?id=AUDI20261001_NR_0024</a><br><br><em>„Ich kann mich von dem Eindruck dieses traurigen Endes noch immer nicht erholen. Wenn ich wenigstens noch ein paar Tage Zeit gehabt hätte, um ihn zu beruhigen. Jetzt bin ich ganz allein. Diese leere Wohnung, in der es uns nie gelungen ist, gleichzeitig Liebe füreinander zu empfinden, kommt mir sehr traurig vor.“</em><br><br>Frankreich in den späten 40er Jahren. Um an das Erbe ihres wohlhabenden Gatten Paul Canova zu kommen, will Vera ihn und den kleinen Stiefsohn beseitigen. Zu den diversen Kollateralschäden ihrer Intrige soll auch Pauls Geliebte Béatrice, gehören. Doch die kommt der Verschwörung rechtzeitig auf die Schliche. Nun sind es zwei zu allem entschlossene „Gottesanbeterinnen“ (so der Originaltitel), die einander erbittert bekämpfen, aber auch eine eigenartige Verbindung zueinander aufbauen …</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="360" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/10/Diah-Hinz-spielt-Beatrice.jpg?resize=640%2C360&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-31177" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/10/Diah-Hinz-spielt-Beatrice.jpg?w=960&amp;ssl=1 960w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/10/Diah-Hinz-spielt-Beatrice.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/10/Diah-Hinz-spielt-Beatrice.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Dinah Hinz </strong>als Béatrice &#8211; Eine Abbildung von der SRF-Homepage (IMAGO / United Archives)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hörspiel „Tödliche Ehen“ von Hubert Monteilhet (das Buch erschien 1960) ist in mehrfacher Hinsicht eine monströse Angelegenheit. Über weite Strecken hören wir persönliche Briefe, amtliche Schreiben und Tagebucheinträge, die szenisch gelesen werden. Zu einer klassischen Hörspiel-Anmutung kommt es erst, als der heimliche Mitschnitt eines Gesprächs zweier Verschwörer als Beweisstück in einem Gerichtsprozess zugelassen wird und wir die Aufnahme hören können. Die Handlung beginnt mit der Vorgeschichte des Mordopfers, so dass sich der Krimi über Jahrzehnte hinzieht. Dem reichen Paul Canova wird durch einen Gutachter attestiert, eine derart problemfreie, konfliktlose Type zu sein, dass seiner Lebensversicherung nichts im Wege stünde. Die Art und Weise, in der sich dieses Urteil als Irrtum erweisen wird, ist an Perfidie nicht zu überbieten (ein Kind wird umgebracht, indem ihm Glassplitter ins Essen Gemischt werden). Vorab betont der Autor, diese Texte seien tatsächlich alle aus einem realen Kriminalfall zusammenredigiert – und bereitet uns damit schon auf die Trockenheit der mehr als drei Stunden vor, die der SRF-Zweiteiler dauern wird. Dass der dennoch so fesselnd gerät, liegt unter anderem an der Offenheit, mit der er das Leben seiner Figuren verhandelt. Ihre zahllosen sexuellen Verstrickungen (schließlich sind wir in Frankreich!) werden ohne falsche Scham dargestellt und analysiert, was frisch und heutig anmutet. Die zwischen den Szenen eingespielten Chansons von <strong>Véronique Sanson</strong> hingegen wirken inzwischen, da sie aus unseren Hörgewohnheiten herausgerutscht sind, etwas unpassend, obwohl sie inhaltlich um Liebe und Tod kreisen.</p>


<p><img decoding="async" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/dff17f42aa2e440c9be1e5a41a52dcbc" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/10/06/31150/">Die schönsten Hörspiele, die ich kenne (32): „Tödliche Ehen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Der Song des Tages: &#8222;Lover, Come Back To Me&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2026 14:06:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Tode von Bob Ziegenbalg Der Saarbrücker Theatermann Bob Ziegenbalg ist tot, eine tragende Figur im St.-Johann-Kapitel meiner Biographie. Zuletzt sah ich ihn Anfang der 90er, als er aus unserer gemeinsamen Arbeit bei der SR-Funkreihe „Auf in den Keller“ ausschied, &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/09/26/bob-ziegenbalg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Tode von Bob Ziegenbalg</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Saarbrücker Theatermann Bob Ziegenbalg ist tot, eine tragende Figur im St.-Johann-Kapitel meiner Biographie. Zuletzt sah ich ihn Anfang der 90er, als er aus unserer gemeinsamen Arbeit bei der <strong>SR</strong>-Funkreihe <strong>„Auf in den Keller“</strong> ausschied, um sich mit Volldampf dem <strong>„Kinder- und Jugendtheater Überzwerg“</strong>,<strong> </strong>wie es damals noch hieß, zu widmen. Ein ebenso wichtiger Grund mag gewesen sein, dass ihm unser Format, das vor Publikum aufgezeichnet wurde, entsprechende Abgabefristen zumutete: vorher schriftlich zu verfassende Texte. Hätten wir das Ganze ohne den Rundfunk gemacht, hätte er es ewig hinausgeschoben und dann gesagt, „da improvisier‘ ich uns was.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="640" height="264" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Bob-und-Monty.jpg?resize=640%2C264&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-31094" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Bob-und-Monty.jpg?resize=1024%2C422&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Bob-und-Monty.jpg?resize=300%2C124&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Bob-und-Monty.jpg?resize=767%2C316&amp;ssl=1 767w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Bob-und-Monty.jpg?resize=1536%2C633&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Bob-und-Monty.jpg?w=1732&amp;ssl=1 1732w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Bob-und-Monty.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bob Ziegenbalg (blaues Mikro) und Monty Arnold (grünes Mikro) im April 1998 im Saarbrücker Jazzkeller &#8222;Gießkanne&#8220; &#8211; Foto: Roger Paulet</em><br><br>Vor genau 5 Jahren hatte ich nach langer Pause einen kurzen Facebook-Chat mit ihm. Ich hatte von seiner Pensionierung gelesen und ließ mich von ihm ermuntern, bei meinem nächsten Besuch in Saarbrücken anzuklopfen. Ich hatte zwar wenig Hoffnung, allzubald wieder dort aufzutauchen, glaubte aber, die restliche Zeit würde durchaus genügen. Das hat sie nicht. <br><br>Bob war mein Stalking-Opfer gewesen, als ich mit 18 die ersten (vollkommen ahnungslosen) Vorstöße in die freie Theaterszene der Landeshauptstadt versuchte, nachdem ich mich bisher nur im dörflichen Karneval als Parodist und Trällerkünstler hingehalten hatte. Eine Kollegin bei der Zeitung &#8211; wo ich eine Reprotechnikerlehre machte, um die Zeit bis zur Kabarett-Laufbahn zu überbrücken &#8211; hatte mir seinen Namen genannt, als ich sie nach lokalen Künstlergrößen fragte. Und nun stand ich bei ihm auf der Matte. <br>Heute weiß ich, was Bobs Gesichtsausdruck unter anderem bedeutet hat: „Ich kann doch gar nichts für dich tun. Na … komm erstmal rein…“<br>Natürlich hat Bob dann doch einiges für mich getan.<br>Einiges davon kann nur von außen kommen und ist absolut notwendig für einen blutigen Anfänger wie mich. Anderes hat mich erfreut und insofern bereichert. So war Bob der der erste (und bis heutige einzige), der mir vom <strong>Mark</strong>&#8211;<strong>Twain</strong>-Musical <strong>„The Big River“</strong> vorschwärmte und mit etwas daraus vorgespielt hat. Einmal zeigte er mir ein Video seines unvollständigen Mitschnitts des berühmten Kompilationsfilms <strong>„That’s Entertainment 2“</strong> mit alten Highlights des <strong>MGM</strong>-Musicals. Ich weiß noch, wie mir bei dieser Gelegenheit auffiel, dass „Lover, Come Back To Me“, das ich nur als Instrumentalnummer kannte, eigentlich aus einer amerikanischen Tonfilm-Operette stammt. Bei diesem Clip war ich ganz besonders Ohr.<br><br>Soweit es die letzten Bewegtbilder hergeben, die der SR nun zur traurigen Nachricht gezeigt hat, sah Bob zuletzt genauso aus wie damals: grau, aber nicht kahl, etwas weniger glatt, aber ohne Fett angesetzt zu haben. Im Grunde so, als wäre er lediglich von der Maskenbildnerin seiner Theatergruppe älter geschminkt worden. Es scheint ein gutes Leben gewesen zu sein.</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/b2a7162ac0f14510899aa5bef6516165" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/09/26/bob-ziegenbalg/">Der Song des Tages: &#8222;Lover, Come Back To Me&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Kinder an die Macht!</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 11:44:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 115. Geburtstag von William Golding &#8222;Ich war schwierig. Niemand hatte mir bis dahin gesagt, dass es außer mir etwas gab, das zählte.&#8220; Der sensible, träumerische Billy beschreibt seine ersten Schultage, auf die er sich vor allem freut, weil sie &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/09/19/31049/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: 115. Geburtstag von <strong>William Golding</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ich war schwierig. Niemand hatte mir bis dahin gesagt, dass es außer mir etwas gab, das zählte.&#8220; Der sensible, träumerische Billy beschreibt seine ersten Schultage, auf die er sich vor allem freut, weil sie ihm Kämpfe bringen sollen. Dass es auch um Disziplin, Zahlen und den höflichen Umgang mit anderen gehen soll, ist dem Jungen mit der großen Leidenschaft für Wörter nicht bewusst. Er wartet voll Sehnsucht auf die Pause zwischen elf Uhr und elf Uhr fünfzehn und das Herumbalgen mit den anderen Jungen. Doch eines Tages stellen sich die anderen Kinder gegen ihn &#8230;<br>Die Erzählung <strong>&#8222;Billy The Kid&#8220;</strong> liest <strong>Michael Rotschopf</strong> in der Reihe <strong>&#8222;Radiogeschichten&#8220;</strong> im <strong>ORF</strong>:<br><a href="https://oe1.orf.at/programm/20260907/844172/Schwieriger-Schulbeginn">https://oe1.orf.at/programm/20260907/844172/Schwieriger-Schulbeginn</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon bald nach diesem schwierigen Schuleinstieg, im Alter von nur sieben Jahren, begann der am 19. September 1911 in Cornwall geborene William Golding mit dem Schreiben. Als 23-jähriger Student veröffentlichte er 1934 seinen ersten Gedichtband. Während seiner Arbeit als Lehrer beobachtete Golding das Verhalten seiner Schüler. Eine jähe Zäsur war sein Kriegsdienst als Offizier in der britischen Navy. Unter anderem erlebte er die Landung in der Normandie. Nach Kriegsende lehrte Golding wieder und schrieb die Geschichte von den Schulbuben, die auf einer einsamen Insel stranden und rasch zu Geschöpfen der Wildnis herabsinken. Rund zwanzig Verlage lehnten das Skript ab, bis es 1954 als <strong>&#8222;The Lord of the Flies&#8220;</strong> erschien &#8211; 1956 die erste deutsche Übersetzung als <strong>&#8222;Herr der Fliegen&#8220;</strong>, große Verfilmungen folgten 1963 und 1990. <br>Golding gab seinen Lehrberuf auf und schrieb. Er wurde 1980 mit dem <strong>Man Booker Prize </strong>ausgezeichnet, 1983 mit dem Nobelpreis für Literatur. 1993 starb der Autor im Alter von 81 Jahren in seiner Heimat Cornwall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kultursender <strong>Ö1</strong> an sich und die Qualität der von <strong>Gudrun Hamböck</strong>, <strong>Stefanie Zussner</strong> und <strong>Zita Bereuter </strong>betreuten Sendereihe &#8222;Radiogeschichten&#8220; kann ich nicht genug loben. Die leider nur knapp 20minütigen Lesungen, die dort von Montag bis Donnerstag zu hören sind (Freitags gibt es einen Essay) sind von einem handwerklichen Niveau, das vergleichbare Angebote tief in den Schatten stellt, sowohl das Durchschnittsniveau deutscher Hörbuchproduktionen wie auch öffentlich-rechtliche Eigenproduktionen (etwa die asubtilen Komplettlesungen aus dem <strong>WDR-Sprecherensemble</strong>, zu finden auf <strong>ARD Sounds</strong>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">__________________<br>* William Golding, &#8222;Billy the Kid&#8220; aus <strong>&#8222;Spiele ohne Ende. Erzählungen aus hundert Jahren&#8220;</strong>. Ausgewählt von Hans Bender, <strong>S. Fischer Verlag</strong></p>
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		<title>Der Insprationaufsteller</title>
		<link>https://blog.montyarnold.com/2026/09/09/mein-leben-als-noiseband/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 19:33:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Foto von Joseph Schimmer zur Sendung &#8222;Ex Libris&#8220; von der Ö1 Homepage. Es nimmt bezug auf eine kokette Selbstauskunft des Autors, der im Interview nachgegangen wird. Clemens J. Setz ist mein zeitgenössischer Lieblingsautor. Und damit bin ich in meinem &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/09/09/mein-leben-als-noiseband/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/09/09/mein-leben-als-noiseband/">Der Insprationaufsteller</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Setz-auf-der-Bank_Oe1_f5aa843905bcfa1b7805d367ddabc3ac4d881c49.jpg?resize=640%2C360&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-30988" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Setz-auf-der-Bank_Oe1_f5aa843905bcfa1b7805d367ddabc3ac4d881c49.jpg?w=1005&amp;ssl=1 1005w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Setz-auf-der-Bank_Oe1_f5aa843905bcfa1b7805d367ddabc3ac4d881c49.jpg?resize=767%2C431&amp;ssl=1 767w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/09/Setz-auf-der-Bank_Oe1_f5aa843905bcfa1b7805d367ddabc3ac4d881c49.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ein Foto von <strong>Joseph Schimmer</strong> zur Sendung <strong>&#8222;Ex Libris&#8220;</strong> von der <strong>Ö1</strong> Homepage. Es nimmt bezug auf eine kokette Selbstauskunft des Autors, der im Interview nachgegangen wird.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Clemens J. Setz</strong> ist mein zeitgenössischer Lieblingsautor. Und damit bin ich in meinem Freundeskreis sehr allein, obwohl Setz unentwegt alles an Preisen abräumt, was nur geht. Da die Buchpreise inzwischen zur Neige gehen, ist im Oktober der <strong>Große Österreichische Staatspreis</strong> fällig &#8211; und auch den hat er verdient!<br>Gerade ist es mir immerhin gelungen, die gute Ordnung umzudrehen und meinen Buchhändler davon zu überzeugen, dass Setz einer unserer Besten ist. Das gelang mir mit der Empfehlung des Romans <strong>&#8222;Indigo&#8220;</strong> (2012) und wurde von einem kundigen Essay über <strong>Samuel R. Delany </strong>unterstützt, den der Autor zum &#8222;phantastischen Almanach&#8220;<strong> &#8222;Vor der Revolution&#8220;</strong> beigetragen hat. Zum Glück publiziert Setz nämlich auf allen denkbaren Wegen, schreibt während der Arbeit am nächsten Roman Hörspiele, Theaterstücke, Kinderbücher, Rezensionen u.v.m. und nimmt zwischen seinen Buchveröffentlichungen so fleißig am Diskurs teil wie es vonseiten unserer Schriftstellerzunft längst aus der Mode gekommen ist.<br>Einen Auszug aus seinem neuen Erzählungsband <strong>&#8222;Mein Leben als Noiseband&#8220;</strong> liest er hier:<br><br><a href="https://oe1.orf.at/programm/20260824#841871/Clemens-Setz-verstoerend-beruehrende-Welten">https://oe1.orf.at/programm/20260824#841871/Clemens-Setz-verstoerend-beruehrende-Welten</a><br><br>Da meine Lektüre gerade erst beginnt, lasse ich den <strong>ORF</strong> sprechen. Setz spüre in seinem neuen Wurf &#8222;erneut dem Absurden und Befremdlichen nach. Oft geht er noch weiter: Seine Geschichten verlassen den Bereich dessen, was sich noch innerhalb gesellschaftlicher Normen verorten lässt. Seine Figuren stoßen ab und berühren zugleich zutiefst. Oft sind es Eltern und Kinder, meist Verzweifelte, Einsame, Randfiguren. Setz begleitet sie mit ruhigem, präzisem Blick durch ihre schwer fassbaren Wirklichkeiten.&#8220; &#8211; Nur zu!<br>____________________<br>* Mehr zu Thema: <a href="https://oe1.orf.at/programm/20260823/841832/Clemens-J-Setz-im-Sommergespraech">https://oe1.orf.at/programm/20260823/841832/Clemens-J-Setz-im-Sommergespraech</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/09/09/mein-leben-als-noiseband/">Der Insprationaufsteller</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Weder hart noch fair</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 11:21:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Online-Kritik* Nach „Deepstate“, einer Recherche in den Gefilden der „Reichsbürger“, folgt Louis Klamroth in der zweiten Staffel von „Hateland“ neuerlich den „Spuren von Radikalisierung in Deutschland“. &#8222;Die Schill-Show&#8220; erzählt die Geschichte von Ronald Barnabas Schill, der vor 25 Jahren mit &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/31/hateland-die-schill-show/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: Online-Kritik*<br><br>Nach <strong>„Deepstate“</strong>, einer Recherche in den Gefilden der „Reichsbürger“, folgt <strong>Louis Klamroth</strong> in der zweiten Staffel von <strong>„Hateland“ </strong>neuerlich den „Spuren von Radikalisierung in Deutschland“. <strong>&#8222;Die Schill-Show&#8220;</strong> erzählt die Geschichte von <strong>Ronald Barnabas Schill</strong>, der vor 25 Jahren mit einem rechtspopulistischen Law-and-Order-Programm als Koalitionär eines <strong>CDU</strong>-Politikers ausgerechnet im tutig-tiefenentspannten <strong>SPD</strong>-Hotspot Hamburg die Macht ergriff. Die <strong>WDR</strong>-Produktion ist vollständig auf <strong>ARD Sounds</strong> abrufbar.<br>Der schnelle Aufstieg des geschassten Amtsrichters blieb bis heute ebenso beispiellos wie der folgende Karriere-Cocktail aus Schlagzeilen, Skandalen und dem Absturz ins Auslach- und Ekelfernsehen. Kann man so eine Geschichte überhaupt sachlich und unaufgeregt wiedergeben? Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass das möglich wäre.<br><br>Wie sich das gehört, beginnt die Reportage in der Gegenwart: Klamroth und sein Team der Unerschrockenen klopft an die Tür von Schills aktuellem Wohnhaus in einem südamerikanischen Elendsviertel. Wird der Ronald der Schreckliche tatsächlich die Tür öffnen – und wenn ja, was dann? Mit der Auflösung dieses Cliffhangers müssen wir bis zum Finale des Fünfteilers warten. So wäre es jedenfalls im linearen Medienzeitalter gewesen, dem der Autor ebenso verhaftet ist, wie neumodisch-infantilen Social-Media-Stilblüten. Das zeigt sich im Laufe der Reihe immer wieder, zum Beispiel wenn er mehrmals darauf hinweist, dass er der kleine Junge aus <strong>„Das Wunder von Bern“</strong> gewesen ist („Ich spielte die Hauptrolle!“) – irgendjemand Jüngeres aus der Redaktion hat ihm dafür wohl Klickzahlen versprochen …<br><br>So ernst „Die Schill Show“ das geschmackliche Vorbild seines Themas nimmt, so sehr lässt sie sich auch in puncto journalistischer Sauberkeit davon inspirieren. Seinen wichtigsten Zeitzeugen <strong>Ole von Beust</strong> &#8211; den ehemaligen Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, der sich sehenden Auges auf eine Koalition mit der Schill-Bande einließ, um endlich an die Macht zu kommen, und der seinen Innensenator schließlich mit der späten Einsicht feuerte, ihm sei klargeworden, dass demselben die charakterlichen Voraussetzungen für das Amt fehlten &#8211; lässt Klamroth als knuffigen Privat-Onkel auftreten, dessen Taktieren einfach Schicksal war, dumm gelaufen, was soll’s? Dabei hat von Beust mit seiner Steigbügelhalterei nichts weniger geleistet als einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg des Populismus in Deutschland.  Auch das Bild des hochtalentierten Medien-Profis, das von Ronald Schill selbst entworfen wird, ist aufgejazzt. Sein Humor und seine Schlagfertigkeit werden jedenfalls von keinem einzigen O-Ton untermauert, der in der Serie zu hören ist. Schill hatte schlechte Manieren und eine große Klappe, lange bevor <strong>Boris Johnson</strong>, <strong>Donald Trump</strong> &amp; Co noch schlechtere eine noch größere hatten. Aber das ist eher siegreiche Frechheit als Eloquenz. Offensichtlich tut Klamroth, was er kann, um seinem wenig ansprechenden Titelhelden zu Relevanz und Fallhöhe zu verhelfen, was bleibt ihm übrig?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dokumentation „Hateland – Die Schill Show“ ist ebenso eitel, halbseiden, populistisch und para-seriös wie ihr Gegenstand. Das heißt dann wohl: Mission accomplished.<br><br>____<br>* Kontakt: <a href="mailto:hateland@wdr.de">hateland@wdr.de</a>. Netiquette für Kommentare: <a href="https://www1.wdr.de/hilfe/kommentarregeln100.html">https://www1.wdr.de/hilfe/kommentarregeln100.html</a></p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/ce927b050e1d451d8a5a0679c826de22" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/31/hateland-die-schill-show/">Weder hart noch fair</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Der Sommer unseres Vergnügens</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 15:20:36 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Mit <strong>„Der Sommer der guten Geschichten“</strong> ging diese Woche eine hübsche Aktion von <strong>radiodrei</strong>, dem Kulturkanal vom <strong>rbb</strong>, zuende. Die von <strong>Thomas Böhm</strong> organisierte wöchentliche Reihe präsentierte uns sieben kurze Erzählungen zum Nachlesen und Anhören. Im Sendegenbiet gab es für jeden Text eine leibhaftige Leserunde mit anschließendem Gespräch.<br>Böhm gab die Empfehlung aus, solche Runden auch selbst zu organisieren. Ich möchte diese Anregung an den Sender zurückgeben. Auch wenn die Auswahl so großartigen Materials (<strong>Anton Tschechow</strong>,<strong> Oscar Wilde</strong>,<strong> Katherine Mansfield</strong>,<strong> Franziska zu Reventlow</strong> …) in der passenden Länge nicht von mir unterschätzt wird, würde eine solche Sendereihe das Programm zu jeder Jahreszeit bereichern.  Und wenn dann nicht jede der Geschichten einen so aparten Subtext bereithielte – auch gut.<br><br>Einziger Kritikpunkt: die von <strong>Nina Kunzendorf</strong> gelesenen Mini-Hörbücher klangen etwas hastig und arg melodisch, eine Entscheidung der Regie. Außerdem endeten sie allesamt wie abgeschnitten, weil das jeweilige Rubato zum Finale fehlte &#8211; eine objektive handwerkliche Unsitte. Zeit genug für eine entsprechende Regieanweisung wäre gewesen, mit vier Stunden war die Aufnahmesession geradezu luxuriös disponiert.<br><br>Zu Beginn der Aktion erzählte Thomas Böhm von einer nicht näher bezeichneten <strong>Siegfried</strong>&#8211;<strong>Lenz</strong>-Geschichte, die ihm besonderes Vergnügen bereitet habe. Ich habe mich darauf gefreut, sie irgendwann zu hören, doch sie diente nur als Beispiel für einen von Beginn an fesselnden Text. Es handelte sich übrigens um <strong>&#8222;Die Nacht im Hotel&#8220;</strong>. Auf meine Nachfrage hin empfahl mir die Redaktion eine Lesung von <strong>Matthias Winde</strong>:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=rVIM9M1ZN18">https://www.youtube.com/watch?v=rVIM9M1ZN18</a></p>
<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/c9875e44c026489e8b660fa953c202a4" width="1" height="1" alt=""><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/22/30872/">Der Sommer unseres Vergnügens</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Inspiration mit Mut zur Lücke</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2026 16:36:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Hörfunktipp Das „Sonntagsrätsel“ im Deutschlandfunk Kultur ist eine immens inspirierende Sendung. Für alle, die inhaltlich / medial arbeiten, denke ich, keineswegs nur für Ratlelustige. Zu Beginn gibt uns Ralf Bei der Kellen immer einen obligatorischen Überblick über das vorzugsweise &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/16/sonntagsraetsel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.:  Hörfunktipp<br><br>Das <strong>„Sonntagsrätsel“</strong> im <strong>Deutschlandfunk Kultur</strong> ist eine immens inspirierende Sendung. Für alle, die inhaltlich / medial arbeiten, denke ich, keineswegs nur für Ratlelustige. Zu Beginn gibt uns<strong> Ralf Bei der Kellen</strong> immer einen obligatorischen Überblick über das vorzugsweise Kuriose, was zu diesem Datum früher auf der Welt passiert ist. Heute war das Datum sogar Thema der sechs <strong>Quizfragen</strong>. Ich zitiere unaktuelle Meldungen aus Opening und Fragerunde, um meine kühne Behauptung vom Anfang des Eintrags zu belegen – und verrate dabei nur eine einzige der Antworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rätselhaft ist auch der letzte Flug <strong>L8 </strong>vom 16. August 1942. Das Prall-Luftschiff war von <strong>Goodyear</strong> gebaut und dann der US-Kriegsmarine übergeben worden, die damit die Westküste der USA nach U-Booten absuchte. Nach über 1000 Einsätzen landete es heute vor 84 Jahren mit laufenden Motoren und Funkgeräten in Daily City, Kalifornien. Das einzige, was fehlte, war die Besatzung, <strong>Lt. Ernest DeWitt Cody</strong> und sein Co-Pilot <strong>Charles Adams</strong>. Letzterer hatte den Absturz des Zeppelins <strong>„USS Macon“ </strong>überlebt und Passagiere aus der brennenden „Hindenburg“ gerettet. Es war sein erster Flug an Bord der L8. Bis heute weiß niemand, wo die beiden geblieben sind.<br>Am 16. August 1896 wurde in Greiling bei Bad Tölz der Volkssänger <strong>Josef Bauer </strong>geboren. Unter dem Namen <strong>Kraudn Sepp </strong>wurde er zu einem bayrischen Original. In der Sendung zu hören ist er mit dem Lied <strong>„Fünf Minuten später“</strong>.<br>In Bayern, genauer: in München lebte knapp ein Vierteljahrhundert lang auch <strong>Mal Waldron</strong>. Er kam am 16. August 1924 in New York City zur Welt. 1962 nahm er mit der Hilfe des Bassklarinettisten <strong>Eric Dolphy</strong> seine Komposition <strong>„Warm Canto“ </strong>auf.<br>Am 16. August 1935 wurde auf der <strong>Berliner Funkausstellung</strong> das „Magnetophon“, sprich: das erste Tonbandgerät vorgestellt. In der modernen Musik, zum Beispiel in der <strong>Musique concrète</strong>, wurde es bald in den Rang eines Instruments erhoben. Einer der berühmtesten Tonbandkomponisten war der Franzose <strong>Pierre Henry</strong>. Von seinem 1967er Hit <strong>„Psyché Rock“</strong> ließ sich eine US-amerikanische Zeichentrick-Serie von <strong>Matt Groening</strong> um Philip J. Fry, Turanga Leela und den Roboter Bender zu ihrer Titelmusik inspirieren.<br>Am 16. August 1938 kam einer der einflussreichsten Bluesmusiker in Greenwood, Mississippi ums Leben. Ob er von der Syphilis oder einem eifersüchtigen Ehemann zur Strecke gebracht wurde, ist nicht bekannt – ebenso wie der Ort, an dem er begraben ist. In der Sendung zu hören ist der <strong>„King Of The Delta Blues“ </strong>mit dem Stück <strong>„Love in Vain“</strong>.<br>Am 16. August 1924 kam unter dem Namen Karl Heinz Schwab in Dortmund ein Mann zur Welt, dem wir in seiner Funktion als Schlagersänger einige der seltsamsten Preziosen dieses Genres zu verdanken haben. Seine <strong>Elvis Presley</strong>-Adaptionen lassen einen ebenso fassungslos zurück wie das in der Sendung zu hörende Stück aus dem Jahr 1957: <strong>„Jonas, warum trugst Du keine Brille?“</strong> Der größte Hit von <strong>Ralf Bendix</strong> war der <strong>„Babysitter-Boogie“</strong>, als Talentscout war Heino seine größte Entdeckung.<br>Am 16. August 1976 erschien mit „Dancing Queen“ die erfolgreichste Single der schwedischen Supergruppe ABBA. Hier wird es nun in einer Hindi-Version gespielt.<br>Was es nicht alles gibt.</p>
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		<title>Ingeborg Bachmann abgefeiert</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 09:05:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Persönliches Fazit des Bachmann-Jubiläumsjahres in der Mediathek Die Hundertjahrfeier für Ingeborg Bachmann gab mir Gelegenheit, eine unbehagliche Bildungslücke endlich zu schließen. Von all den Heldinnen und Helden der &#8222;Gruppe 47&#8220; war mir diese Autorin bisher immer entwischt. Lediglich an ihren &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/15/30832/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/15/30832/">Ingeborg Bachmann abgefeiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Persönliches Fazit des Bachmann-Jubiläumsjahres in der Mediathek</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hundertjahrfeier für Ingeborg Bachmann gab mir Gelegenheit, eine unbehagliche Bildungslücke endlich zu schließen. Von all den Heldinnen und Helden der<strong> &#8222;Gruppe 47&#8220;</strong> war mir diese Autorin bisher immer entwischt. Lediglich an ihren Hörspielen &#8211; Bachmann war eine zentrale Größe auch auf diesem Gebiet &#8211; habe ich mir immer wieder die Zähne ausgebissen: zu proklamierend, zu wenig von etwas getragen, was mir als Handlung auffiel oder gar einleuchtete. Nicht einmal<strong> &#8222;Der gute Gott von Manhattan&#8220;</strong>, der mir mittlerweile in vier Fassungen vorliegt (die wenigsten Filmstoffe bringen es auf so viele Remakes), war für mich mehr als ein interessantes Thema, das sich in seinen Variationen verzettelt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="325" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/08/Bachmann-Festspiele_ARD-Sounds.jpg?resize=640%2C325&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-30947" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/08/Bachmann-Festspiele_ARD-Sounds.jpg?resize=1024%2C520&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/08/Bachmann-Festspiele_ARD-Sounds.jpg?resize=300%2C152&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/08/Bachmann-Festspiele_ARD-Sounds.jpg?resize=768%2C390&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/08/Bachmann-Festspiele_ARD-Sounds.jpg?resize=1536%2C780&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/08/Bachmann-Festspiele_ARD-Sounds.jpg?resize=2048%2C1040&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/08/Bachmann-Festspiele_ARD-Sounds.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/08/Bachmann-Festspiele_ARD-Sounds.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Wochen hatte ich nun Gelegenheit, mich hörenderweise (was mir mit abnehmender Sehkraft immer größeres Vergnügen bereitet) durch ihr Werk zu graben. Einige ihrer <strong>Essays und Erzählungen </strong>wurden aus feierlichem Anlass neu produziert, doch zum Glück waren auch die Archivalien nachhörbar.<br>Mein Fazit: ich bin kein Bachmann-Versteher und werde sicher niemals zu ihren wirklichen Kennern oder gar Bewunderern zählen. Es ist mir alles zum pompös und verkopft. Einzige Ausnahme: <strong>&#8222;Das dreißigste Jahr&#8220; </strong>&#8211; hier bevorzuge ich die ältere der verfügbaren Aufnahmen: das Duett, das <strong>Gert Westphal </strong>und <strong>Oswald Döpke</strong> 1961 für<strong> rb</strong> und <strong>SDR </strong>eingesprochen haben. Der Inhalt wird vom <strong>SWR</strong> aktuell so angegeben: Ein junger Mann, der kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag steht, nimmt schlagartig wahr, dass die Leichtigkeit des Seins unwiederbringlich vorüber ist, und stürzt in eine tiefe Existenzkrise. &#8211; Das hört sich wieder ganz nach der irgendwie zwecklosen Grübelei an, die ich in Bachmanns Texten an anderer Stelle erblickt habe, nach dieser Prosa, bei der selbst die Wortwahl mich niemals überrascht oder erheitert. Hier ist alles anders. &#8222;Das dreißigste Jahr&#8220; ist ein überaus anregender Text, der mich &#8211; wäre es der erste gewesen, der mir von dieser Autorin untergekommen wäre &#8211; zu schönster Vorfreude angetrieben hätte.</p>


<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/9e212fb0229d47d68f83bc50e3205e6e" width="1" height="1" alt=""></p><p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/15/30832/">Ingeborg Bachmann abgefeiert</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Restlos alles über Eva</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 15:20:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: Deutschlandfunk Kultur: &#8222;Die Unverschämten &#8211; Eine Lange über Bad Girls im Kino&#8220; (vom 31.7.2026)* / &#8222;All About Eve&#8220; (USA 1950) Die Sendung ist ein großer Spaß, obwohl sie für diese Sendereihe ein sehr schlichtes Konzept hat (das bei Film-Features &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/08/06/30773/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">betr.: <strong>Deutschlandfunk Kultur</strong>: <strong>&#8222;Die Unverschämten &#8211; Eine Lange über Bad Girls im Kino&#8220; </strong>(vom 31.7.2026)* / <strong>&#8222;All About Eve&#8220;</strong> (USA 1950)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sendung ist ein großer Spaß, obwohl sie für diese Sendereihe ein sehr schlichtes Konzept hat (das bei Film-Features hin und wieder zur Anwendung kommt und nicht immer gleich gut funktioniert): sie setzt sich nur aus Inhaltsangaben sorgfältig ausgewählter älterer Spielfilme zusammen, die mit O-Tönen aus der Original- wie auch aus der deutschen Synchronfassung gespickt werden. Das Ziehen von Schlüssen bleibt den Zuhörenden überlassen, die Infos und O-Töne helfen dabei.<br>Gewürdigt werden Klassiker, aber auch so Unerwartetes wie<strong> &#8222;Baby Face&#8220;</strong> von 1930 oder das japanische Drama <strong>&#8222;Wenn eine Frau die Treppe hinaufsteigt&#8220;</strong>.<br>Zum Schluss geht es um <strong>&#8222;Jackie Brown&#8220;</strong>, der zu meiner Freude als <strong>Quentin Tarantino</strong>s bester Film bezeichnet wird (ohne das heute übliche Subjektivitätsgefasel oder ängstliche einschränkende Füllwörter). Seine Inhaltsangabe endet vor der Mitte der Handlung &#8211; ein Stilmittel zum Ende der langen Nacht, das überdies einen Film angeht, den die meisten kennen und der häufig zu sehen ist.<br>Etwas bedauerlicher ist, dass auch bei &#8222;All About Eve&#8220; das Finale nicht miterzählt wird. In der Sendung wird der Aufstieg der <strong>Monroe</strong> als Apotheose des Films eingeordnet, doch der spielte sich ja in der Realität ab. Die Moral von der <em>Geschichte</em> ist aber gerade für das Sujet des Features von großer Wichtigkeit und überhaupt eine Gipfelleistung auf dem Gebiet der allegorischen Pointe wie auch der Kunst, einen Film zu beenden. <br><br>Die intrigante Eve (<strong>Anne Baxter</strong>) hat es also geschafft, ihre berühmte, ältere Kollegin <strong>Margo Channing </strong>auszuschmieren und ihren Platz am Broadway einzunehmen. Die Rahmenhandlung &#8211; eine Theater-Preisgala zu ihren Ehren &#8211; ist vorüber, der Epilog beginnt. Channing und ihre Getreuen verlassen die Veranstaltung, voll Verachtung für die Aufsteigerin, doch insgesamt nicht unglücklich mit der Situation. Eve hat für ihre Hinterhältigkeit bereits einen Preis zahlen müssen: der Starkritiker <strong>Addison DeWitt</strong> (<strong>George Sanders</strong>, der eigentliche Bösewicht des Films, der Eve an Niedertracht noch überlegen ist) hat sie qua Erpressung sexuell an sich gekettet: er hat die Macht dazu.<br>Völlig erschöpft zieht sich Eve in ihr Hotelzimmer zurück, zu dem ein junges Mädchen sich Zutritt verschafft hat. Sie rührt die Diva mit ihrer scheinbar dümmlichen Verehrung und wird nicht hinausgeworfen. Unbemerkt von ihr posiert sie mit deren frisch erworbener Theatertrophäe vor dem Spiegel: die nächste Intrigantin ist unterwegs. <br>Diese Szene ist atemberaubend &#8211; sogar nach einem Film, der uns auf der betreffenden Meta-Ebene schon mehr als zwei Stunden lang aufs Höchste gefesselt und amüsiert hat. Der Soundtrack von <strong>Alfred Newman </strong>(der hier zu einer Art Krönungsmesse anschwillt) ist der Sahnetupfer auf dem Sahnetupfer.<br>______________<br>* <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-bad-girls-im-kino-die-unverschaemten-102.html">https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-bad-girls-im-kino-die-unverschaemten-102.html</a></p>
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		<title>Artificial Stupidity</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2026 11:30:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Über das letztliche Obsiegen der KI über den Menschen mache ich mir keine Illusionen, ehrlich!Wie unbeholfen und fehleranfällig sie aber immer noch ist (solange sie nicht von östlichen Cyber-Terroristen oder Sexualstraftätern genutzt wird), merke ich hin und wieder an den &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/05/24/moerder-sind-bloed/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="640" height="640" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/05/Moerder-sind-bloed_ard_image_1cb97a3584976d0b.jpg?resize=640%2C640&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-30358" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/05/Moerder-sind-bloed_ard_image_1cb97a3584976d0b.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/05/Moerder-sind-bloed_ard_image_1cb97a3584976d0b.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2026/05/Moerder-sind-bloed_ard_image_1cb97a3584976d0b.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Über das letztliche Obsiegen der KI über den Menschen mache ich mir keine Illusionen, ehrlich!<br>Wie unbeholfen und fehleranfällig sie aber immer noch ist (solange sie nicht von östlichen Cyber-Terroristen oder Sexualstraftätern genutzt wird), merke ich hin und wieder an den Illustrationen von <strong>ARD Sounds</strong>. Diese Mediathek wäre ohne kybernetische Hilfe kaum so zuverlässig mit Thumbnails für ihr gewaltiges Angebot zu versorgen.<br>Ich nutze selbst keine KI, habe aber vor einigen Tagen wieder erfahren dürfen, wie schwer sich mit ihr kommunizieren lässt, etwa wenn es gilt, Korrekturen an einer halbwegs brauchbaren Ablieferung vorzunehmen.<br>Die Abbildung zeigt ein Beispiel, das selbst Laien irritieren könnte – Laien des Radios, des Tonstudios, der Schlafmedizin, der Auftragskillerei wie auch der Sparte Grafik / Design.<br>Um im Jargon des beworbenen Beitrags zu bleiben: nicht nur <strong>„Mörder sind blöd“</strong>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2026/05/24/moerder-sind-bloed/">Artificial Stupidity</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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