Es geht voran …

Clemens J. Setz ist mein zeitgenössischer Lieblingsautor – und damit fühle ich mich sehr allein, obwohl er unentwegt alles an Preisen abräumt, was nur geht. Da die Buchpreise inzwischen alle sind, ist im Oktober der Große Österreichische Staatspreis fällig – und auch den hat er verdient!
Jetzt ist es mir sogar gelungen, die gute Ordnung umzudrehen und meinen Buchhändler davon zu überzeugen, dass Setz einer unserer Besten ist. Das gelang mir mit der Empfehlung des Romans „Indigo“ (2012) und wurde von einem kundigen Geleitwort unterstützt, das der Autor in einer Neuerscheinung platziert hat. Zum Glück publiziert Setz auf allen Medien und nimmt zwischen seinen Buchveröffentlichungen so fleißig am Diskurs teil wie es seit den Tagen der Bonner Republik etwas aus der Mode gekommen ist.
Einen Auszug aus seinem neuen Erzählungsband „Mein Leben als Noiseband“ liest er hier:

https://oe1.orf.at/programm/20260824#841871/Clemens-Setz-verstoerend-beruehrende-Welten

Da meine Lektüre gerade erst beginnt, lasse ich den ORF sprechen. Setz spüre in seinem neuen Wurf „erneut dem Absurden und Befremdlichen nach. Oft geht er noch weiter: Seine Geschichten verlassen den Bereich dessen, was sich noch innerhalb gesellschaftlicher Normen verorten lässt. Seine Figuren stoßen ab und berühren zugleich zutiefst. Oft sind es Eltern und Kinder, meist Verzweifelte, Einsame, Randfiguren. Setz begleitet sie mit ruhigem, präzisem Blick durch ihre schwer fassbaren Wirklichkeiten.“ – Nur zu!
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* Mehr zu Thema: https://oe1.orf.at/programm/20260823/841832/Clemens-J-Setz-im-Sommergespraech

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