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	<title>Carl-Heinz Schroth Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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	<description>The St. George Herald / Copyright by Monty Arnold</description>
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	<title>Carl-Heinz Schroth Archive - Monty Arnold blogt.</title>
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		<title>Unarten der Schauspielkunst (6/6)</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jul 2023 07:24:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fortsetzung vom 8. Juli 2023 Hier werden die Erläuterungen nachgereicht, die der Schauspieler Carl-Heinz Schroth (1902 &#8211; 89) seiner Liste der 10 schlimmsten Unarten des Bühnenschauspiels hinzugefügt hat. Sie ist unter&#160; https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/ nachzulesen. Bedienung! Der Schrecken des Explizierlautes Punkt 9 &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/11/michael-habeck/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Fortsetzung vom 8. Juli 2023</em></p>



<p><em>Hier werden die Erläuterungen nachgereicht, die der Schauspieler <strong>Carl-Heinz Schroth</strong> (1902 &#8211; 89) seiner Liste der <strong>10 schlimmsten Unarten des Bühnenschauspiels</strong> hinzugefügt hat. Sie ist unter&nbsp; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/</a> nachzulesen.</em></p>



<p><strong>Bedienung! Der Schrecken des Explizierlautes</strong></p>



<p>Punkt 9 der Liste lautete:<br>„Du sollst den Gebrauch von Eselsbrücken vermeiden.“</p>



<p><em>Als schrecklichster der Schrecken hat sich in diesem Zusammenhang der Münchner Schauspieler <strong>Michael Habeck</strong> hervorgetan, der Mitte der 70er Jahre daran beteiligt war, die Langfilme von <strong>Laurel und Hardy</strong> neu zu synchronisieren – Filme also, für die bereits Eindeutschungen vorlagen, die mehrheitlich zu den Gipfelleistungen der Synchronkunst zählen. Dass man ihn ausgerechnet auf <strong>Oliver Hardy</strong> besetzte, mit dessen subtiler Mimik der bisherige deutsche Sprecher <strong>Arno Paulsen</strong> optimal umgegangen war, machte aus einem unehrenhaften Ansinnen eine Untat. Wann immer sich in Hardys Gesicht eine kleine Laune abzeichnete, sich Hardys Mund auch nur um eine Winzigkeit öffnete, wird Habeck gerufen haben: „Das muss ich doch bedienen!“ – und die Regie hat ihm offensichtlich nicht widersprochen. Eine durchgehemde Suada von kurzen Schnaufern, Krächzern, Kieksern, Schnappern, Schmatzern, Schnarchlauten und kontrollierten Bäuerchen ergoss sich nun auf die Tonspur &#8211; gepaart mit Habecks obligatorischen Unsitten: bajuwarisch gerollten Rs, seiner schneidenden Krächzstimme, unnötig lauten Atmern und all den anderen Besonderheiten, die ihn für diese Rolle nicht eben ausgewiesen haben.<br>Solche Füllstoffe und Explizierlaute gibt es nicht nur in der Synchronarbeit (wo man sie allerdings am deutlichsten hört), sondern auch auf dem Theater. Carl-Heinz Schroth kommt unter einem anderen Stichwort darauf zu sprechen:</em><br><br>Eselsbrücken. Eine Angewohnheit, die ihre Entstehung der Tatsache verdankt, daß es an vielen Bühnen zu wenig Proben gibt und sich die Kollegen, die nicht genau wissen, wie ihr Satz anfängt, dahin retten, indem sie ihrem eigentlichen Satz Füllworte vorausschicken, die zu allem passen und die Schrecksekunde ein bißchen verlängern. Wie zum Beispiel „Sag mal“ (wird am häufigsten gebraucht) oder „Hör mal“ oder „Übrigens“ oder „Was ich sagen wollte“ oder auch ein langgezogenes „Ähhh“.<br>Je länger man das „Ähhh“ zieht, um so mehr kann man bei einem guten Souffleur (die es übrigens auch nicht mehr gibt) vom nächsten Satz erhaschen. Eine Angewohnheit, die sich erhalten hat auch bei Darstellern, die die Ausrede des Probenmangels gar nicht haben, ja, ich ertappe mich manchmal selbst bei „Sag mal“ …</p>
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		<title>Die Unarten der Schauspielkunst (5)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jul 2023 13:47:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Kabarett und Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[10 schlimmsten Unarten des Bühnenschauspiels]]></category>
		<category><![CDATA[Carl-Heinz Schroth]]></category>
		<category><![CDATA[Keine Angst vor schlechten Zeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rudi Carrell]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 17. Todestag von Rudi Carrell (gestern) Fortsetzung vom 4. Juli 2023 Hier werden die Erläuterungen nachgereicht, die der Schauspieler Carl-Heinz Schroth (1902 &#8211; 89) seiner Liste der 10 schlimmsten Unarten des Bühnenschauspiels hinzugefügt hat. Sie ist unter  https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/ nachzulesen. &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/08/rudi-carrell/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>betr.: 17. Todestag von <strong>Rudi Carrell</strong> (gestern)</p>



<p><em>Fortsetzung vom 4. Juli 2023</em></p>



<p><em>Hier werden die Erläuterungen nachgereicht, die der Schauspieler <strong>Carl-Heinz Schroth</strong> (1902 &#8211; 89) seiner Liste der <strong>10 schlimmsten Unarten des Bühnenschauspiels</strong> hinzugefügt hat. Sie ist unter  <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/</a> nachzulesen.</em></p>



<p><strong>Der Apfel – einmal nicht als Wurfgeschoss</strong></p>



<p>Punkt 10 der Liste lautete:<br>„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Pointe. Das heißt: Du sollst Dich ruhig verhalten, wenn der Partner eine Pointe hat und keine Spielastik machen. Beliebte Ausrede: Aber ich muß doch die Situation weiterspielen. – Mußt Du nicht!“</p>



<p><em>Als der Publikumsliebling Rudi Carrell starb, trauerte vor allem das Publikum traurig um ihn. Die meisten seiner Kollegen – und nicht wenige hatten ihm viel zu verdanken! – würdigten ihn durchaus kritisch. Es muss nicht immer leicht gewesen sein, mit ihm zu arbeiten. Einer seiner Regisseure meinte, Rudi sei „der manierenloseste Mensch“ gewesen, den er je getroffen habe. Des großen Showmasters Wutausbrüche in den letzten Stunden vor Beginn der Live-Übertragung waren legendär.<br>Doch in einem Punkt war Rudi Carrell überaus tugendhaft: er war nicht kompetitiv. Er neidete niemandem eine Pointe, schon gar nicht wenn dieser Kollege bei ihm zu Besuch war und die Pointe selbst mitgebracht hatte. Aber auch sonst war Carrell Profi genug, zu wissen: es ist letztlich wurscht, über wen in meiner Show gelacht wird. Hauptsache, es wird in meiner Show gelacht! (Das merkten sogar wir Halbwüchsige vor dem Fernseher, und es imponierte uns ungemein.)<br>In der Branche ist diese Qualität so selten anzutreffen (und damit meine ich alle Personen, die vor Publikum arbeiten, ganz gleich in welcher Sparte), dass Carl-Heinz Schroth sie gleichsam zur Schlusspointe seiner Liste gemacht hat.<br>Er spricht von einer bestimmten Art, die Pointe des Mitspielenden zu hintertreiben: per Sabotage. Das kann motorisch geschehen (Merke: Die Bewegung ist stärker als das Wort.) oder akustisch. Schroth kommt zunächst auf die in Punkt 10 zitierte Ausrede zu sprechen:</em></p>



<p>Er spielt die Situation weiter.<br>Ein Beispiel: Auf der rechten Seite der Bühne hat Arlecchino gerade einen Apfel geschenkt bekommen und macht sich daran, ihn zu verzehren. Just in diesem Moment kommt links Columbine und hat ihr Auftrittscouplet. Die arme Person ist natürlich völlig von guten Willen des Apfelessers abhängig. Wenn er vor jeder ihrer Pointen knirschend in den Apfel beißt, ist sie mit ihrem Auftrittslied im Eimer.<br>Es gibt Kollegen (meistens sind es ältere Salondamen oder Komiker), die sind Weltmeister im Apfelessen. Hier schweigt des Sängers Höflichkeit, obgleich’s ihn in der Kehle juckt.</p>



<p><em>Von Rudi Carrell (gleichsam eine Mischung aus </em>älterer Salondame<em> und </em>Komiker<em>) kann Carl-Heinz Schroth jedenfalls nicht gesprochen haben!</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="42" src="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=640%2C42&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-16433" srcset="https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=300%2C20&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/blog.montyarnold.com/wp-content/uploads/2020/08/Forts.-folgt1-1024x67-1.jpg?resize=768%2C50&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/08/rudi-carrell/">Die Unarten der Schauspielkunst (5)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Unarten der Schauspielkunst (3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2023 19:26:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Carl-Heinz Schroth]]></category>
		<category><![CDATA[Keine Angst vor schlechten Zeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Zehn Unarten der Schauspielkunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fortsetzung vom 2. Juli 2023 Hier werden die Erläuterungen nachgereicht, die der Schauspieler Carl-Heinz Schroth (1902 &#8211; 89) seiner Liste der 10 schlimmsten Unarten des Bühnenschauspiels hinzugefügt hat. Sie ist unter&#160; https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/ nachzulesen. Wenn man die Satzzeichen hört Der Punkt &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/04/die-unarten-der-schauspielkunst-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
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<p><em>Fortsetzung vom 2. Juli 2023</em><br><br><em>Hier werden die Erläuterungen nachgereicht, die der Schauspieler Carl-Heinz Schroth (1902 &#8211; 89) seiner Liste der 10 schlimmsten Unarten des Bühnenschauspiels hinzugefügt hat. Sie ist unter&nbsp; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/</a> nachzulesen.</em></p>



<p><strong>Wenn man die Satzzeichen hört</strong></p>



<p>Der Punkt 8 der Liste lautete:<br>„Du sollst sparsam sein mit Interpunktionen.“</p>



<p><em>Meinen Schülern im Blattlesen pflege ich gern zu sagen, dass Satzzeichen an sich unsichtbar sind. Sie müssen eigentlich nur betrachtet werden, wenn ihre Funktion für das Verständnis des Satzes wichtig ist – also etwa, um zwischen voneinander abweichenden Bedeutungen zu unterscheiden, die beide bei diesem Wortlaut möglich wären. Ein Fragezeichen klingt in der Regel völlig anders das vorangegangene.*<br>Einfach ausgedrückt: Wer über ein Satzzeichen nachdenkt, denkt nicht über die Situation nach, die er zu interpretieren hat – und die wenigsten Texte handeln von Satzzeichen.<br>Bei Carl-Heinz Schroth geht es um das Theaterschauspiel – und da sieht man ohnehin keine Satzzeichen, da man das Textbuch längst beiseitelegt hat. Daraus folgt beinahe zwangsläufig:</em><br><br>Interpunktionen sollten für Boulevardschauspieler polizeilich verboten werden! Besonders die Kommata sind Gefahrenquelle Nummer eins.<br>Gewöhne Dir an, darüber hinwegzusprechen, eine Sprache wird unnatürlich, wenn Du die Kommata mitsprichst, auch Gedankenstrich, Fragezeichen, Doppelpunkte; und auch Ausrufungszeichen und Punkte bitte nicht mitspielen. Ich weiß, daß in der Schauspielschule das Gegenteil gelehrt wird. Aber glaube mir – der „manche tausend Jahre an dieser harten Speise kaut“ -, daß ich es besser weiß.<br>Auch Tonwechsel bei einem neuen Gedanken ist ein alter Hut aus der Theaterschule. Es ist viel reizvoller, Gedankenwechsel ohne Übergang und ohne Tonwechsel spontan zu vollziehen, man muß es allerdings können.<br>Es gibt natürlich Fälle, in denen ein falsch sitzendes Komma den Sinn verändert. Solche Kommas müssen selbstverständlich gesprochen werden. </p>



<p>____________________<br>* Siehe dazu <a href="https://blog.montyarnold.com/2017/09/16/ixen-fuer-anfaenger-vom-umgang-mit-dem-fragezeichen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2017/09/16/ixen-fuer-anfaenger-vom-umgang-mit-dem-fragezeichen/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/04/die-unarten-der-schauspielkunst-3/">Die Unarten der Schauspielkunst (3)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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		<title>Die Unarten der Schauspielkunst (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[montyarnold]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jul 2023 20:01:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[10 Unarten der Schauspielkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Carl-Heinz Schroth]]></category>
		<category><![CDATA[Keine Angst vor schlechten Zeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Lohmeyer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fortsetzung vom 29. Juni 2023 Hier werden die Erläuterungen nachgereicht, die der Schauspieler Carl-Heinz Schroth (1902 &#8211; 89) seiner Liste der 10 schlimmsten Unarten des Bühnenschauspiels hinzugefügt hat. Sie ist unter  https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/ nachzulesen. Von Pausen und Löchern Der Punkt 7 &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/02/die-unarten-der-schauspielkunst-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/07/02/die-unarten-der-schauspielkunst-2/">Die Unarten der Schauspielkunst (2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Fortsetzung vom 29. Juni 2023</em></p>



<p><em>Hier werden die Erläuterungen nachgereicht, die der Schauspieler <strong>Carl-Heinz Schroth</strong> (1902 &#8211; 89) seiner Liste der 10 schlimmsten Unarten des Bühnenschauspiels hinzugefügt hat. Sie ist unter  <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/</a> nachzulesen.</em></p>



<p><strong>Von Pausen und Löchern</strong></p>



<p>Der Punkt 7 der Liste lautete:<br>„Du sollst sparsam sein mit Pausen. Und lerne den Unterschied zwischen Pausen und Löchern.“</p>



<p><em>„Eine Pause ist ein Teil der Handlung, der mit Mimik und Gestik vermittelt wird.“ – Diese Binsenweisheit des Bühnen- und Kameraschauspiels hat sich bis zu Peter Lohmeyer nicht herumgesprochen. Dieser Schauspieler (es gibt noch unzählige andere Beispiele) pflegt in eine verträumte Abwesend zu versinken, wenn er mal für ein paar Minuten keinen Text hat. Sobald er sich plötzlich bewegt, weiß man: gleich sagt er was! Darauf kann man sich wirklich verlassen.<br>Bei Carl-Heinz Schroth geht es aber weniger um die Pause, die das Ensemblespiel mit sich bringt, es geht um die Binnenpause. Gerade vor Publikum lockt die große Versuchung, die eigene Präsenz dadurch zu verlängern, dass man besonders viele, möglichst lange Pausen macht. Das muss gar nichts mit Eitelkeit oder Geistesabwesenheit zu tun haben, es kann auch an der Regie liegen. Dazu Carl-Heinz Schroth:</em></p>



<p>Pausen sind etwas Wunderbares, aber nur dann, wenn sparsam damit umgegangen wird. Eine Pause <em>muß</em> begründet sein. Eine unbegründete Pause ist ein Loch, und das ist etwas ganz anderes. Es gibt Regisseure, die so verliebt sind in Pausen, dass es in ihren Vorstellungen mehr Pausen als Dialoge gibt. Das ergibt meistens eine gepflegte Langeweile.<br>Eine Pause ist eine Besonderheit und hat etwas auszudrücken: Spannung – Trauer – Schrecken – Freude – alles Mögliche. Eine Pause, nur um eine Pause zu machen, ist Quatsch! Darum hüte Dich vor Pausen, die einfach nur durch Zufall entstehen. Zu einer der häufigsten „Überflüssigkeitspausen“ gehört die Trinkpause. Immer, wenn gefüllte Gläser herumgereicht werden, passiert’s. Immer höre ich dann die Ausrede: „Ja, aber ich muss ja schließlich mal trinken“ und „Im Leben macht man das auch so“. Was man im Leben macht, kann man noch lange nicht auf der Bühne machen. Die Bühne hat andere Gesetze. Keinem Regisseur würde es einfallen, fünf Leute drei Stunden um einen Tisch sitzen und diskutieren zu lassen, obwohl man das „im Leben“ sehr wohl tun kann. Also merke: Trinke immer so, dass Dein Trinkvorgang beendet ist, wenn Du zu reden hast. Wenn man sich vernünftig mit dem Partner abspricht, ist das alles sehr wohl zu bewerkstelligen. Die Unterbrechung eines flüssigen Dialoges, nur weil eben getrunken werden muss, ist von Übel und ergibt fast immer ein Loch. Und stell Dir vor, es handelt sich um eine Saufszene, und jeder trinkt, wann er will: Lauter Löcher.<br>Merke: Zehn Pausen in einer Vorstellung sind besser als 300, von denen 290 Löcher sind.</p>



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		<title>Die 10 Unarten der Schauspielkunst (1)</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jun 2023 10:25:24 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Keine Angst vor schlechten Zeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterspielen]]></category>
		<category><![CDATA[Zehn Unarten der Schauspielkunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>betr.: 121. Geburtstag von Carl-Heinz Schroth In seiner Autobiographie „Keine Angst vor schlechten Zeiten“ präsentiert uns der Schauspieler Carl-Heinz Schroth „Zehn Unarten der Schauspielkunst“ (womit er das Bühnenschauspiel meint), die man nie wieder loswerde, wenn man niemanden habe, der einen &#8230; <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blog.montyarnold.com/2023/06/29/carl-heinz-schroth-10-unarten-der-schauspielkunst-1/">Die 10 Unarten der Schauspielkunst (1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://blog.montyarnold.com">Monty Arnold blogt.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>betr.: 121. Geburtstag von <strong>Carl-Heinz Schroth</strong></p>



<p><em>In seiner Autobiographie <strong>„Keine Angst vor schlechten Zeiten“</strong> präsentiert uns der Schauspieler Carl-Heinz Schroth „Zehn Unarten der Schauspielkunst“ (womit er das Bühnenschauspiel meint), die man nie wieder loswerde, wenn man niemanden habe, der einen frühzeitig darauf aufmerksam mache. Sie beziehen sich auf das Bühnenschauspiel. Obwohl nicht in allen dieser nach dem Prinzip der „10 Gebote“ (bzw. der darin enthaltenen Verbote) formulierten Anweisungen die männliche Perspektive eingenommen wird, werde ich in nächster Zeit verstärkt nach einem weiblichen Gegenstück Ausschau halten, bevorzugt in den Erinnerungen von Opernsängerinnen &#8230;</em></p>



<p>1. Du sollst nicht während des Dialogs andächtig Deine Fingernägel betrachten.</p>



<p>2. Du sollst nicht beim Hinsetzen Deine Bügelfalten hochziehen.</p>



<p>3. Du sollst nicht beide Arme nach vorn strecken unter gleichzeitigem Festhalten der Manschetten, damit die Wäsche aus dem Ärmel kommt.</p>



<p>4. Du sollst nicht grundlos an die Krawatte fassen.</p>



<p>5. Wenn Du schon die Hände in die Hosentaschen stecken mußt – vermeide es nach Möglichkeit -, dann aber auf keinen Fall nur den Daumen.</p>



<p>6. Für Damen: Du sollst sparsam sein im Umgang mit Schals – nicht jede ist eine Flickenschildt!</p>



<p>7. Du sollst sparsam sein mit Pausen. Und lerne den Unterschied zwischen Pausen und Löchern (Erklärung folgt).</p>



<p>8. Du sollst sparsam sein mit Interpunktionen (Erklärung folgt).</p>



<p>9. Du sollst den Gebrauch von Eselsbrücken vermeiden (Erklärung folgt).</p>



<p>10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Pointe. Das heißt: Du sollst Dich ruhig verhalten, wenn der Partner eine Pointe hat und keine Spielastik machen. Beliebte Ausrede: Aber ich muß doch die Situation weiterspielen. – Mußt Du nicht (Erklärung folgt).</p>



<p>Das sind nur die gröbsten Unarten, die man öfter vorfindet, als man meinen möchte …</p>



<p><em>Die Erläuterungen, die Carl-Heinz Schroth und andere gescheite Leute zu den letzten vier Punkten zu geben haben, folgen an dieser Stelle.</em></p>



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