Doc Savage – Die Festung der Einsamkeit (10)

Eine phantastische Erzählung von Kenneth Robeson

Siehe dazu: https://blog.montyarnold.com/2021/10/06/19056/

Fortsetzung vom 3. Dezember 2021

4. Kapitel
Angriff auf den Bronzemann
(Bronze Man Attacked)

Nicht jeder, aber allzu viele Leute hatten schon von Doc Savage gehört. Clark Savage jr. hatte in der letzten Zeit versucht, weitere Publizität zu vermeiden, und war mit dem Verband der Zeitungsverleger und mit den Herausgebern der großen Journale übereingekommen, dass sie nichts mehr über ihn veröffentlichten und vor allem seinen Namen aus den Schlagzeilen heraushielten. Aber damit war nicht zu verhindern, dass in der Öffentlichkeit weiter über ihn gesprochen wurde.
Docs hünenhafte Gestalt fiel überall auf, dafür sorgte nicht zuletzt seine bronzefarbene Haut, die von langjährigem Aufenthalt in den Tropen zeugte, die aber von Leuten mit einem Hang für das Übernatürliche als Zeichen einer ungewöhnlichen Herkunft, etwa von einem anderen Planeten, gewertet wurde. Tatsächlich war Doc Savage nur ein ganz gewöhnlicher Sterblicher, dessen Begabungen vom frühen Kindesalter an von Wissenschaftlern methodisch gefördert worden waren, so dass er sich mittlerweile wirklich von anderen Menschen unterschied. Aber mit solchen einfachen Erklärungen waren die Leute nicht zufrieden. Sie fanden Legenden attraktiver.
Zugleich verhinderte das jedoch, dass etwas von Docs Privatleben an die Außenwelt drang. So wusste zum Beispiel niemand, wo Doc sich jeweils aufhielt. Sein Tagesablauf war bewusst unregelmäßig gehalten, so dass seine Gegner außerstande waren, Pläne zu schmieden, um den berühmten Bronzemann aus der Welt zu räumen.

Er hatte zahlreiche Gegner; das verstand sich in Anbetracht der Aufgabe, die er freiwillig übernommen hatte, von selbst. Er hatte es sich zur Pflicht gemacht, Schuldige zu bestrafen und Hilfsbedürftigen zu helfen, auch wenn er zu diesem Zweck um den halben Erdball reisen musste.
Es war eine absonderliche Karriere, die er seinem Vater zu verdanken hatte. Sein Vater lebte nicht mehr. Er hatte eine reiche Goldmine in den Bergen Mittelamerikas entdeckt und entschieden, dieses Vermögen zum Nutzen der leidenden Menschheit zu verwenden; sein Sohn Clark jr., Doc Savage, sollte dieses Lebenswerk fortsetzen.
Dies war also der wahre Doc Savage, der es für vorteilhaft hielt, wenn man über ihn nicht allzuviel wusste.

Der Fall Serge Manow interessierte Doc auf Anhieb. Er saß an einem großen Tisch in seinem Empfangszimmer und hatte die Zeitung vor sich. Er ließ das Blatt sinken und dachte nach. Dann stand er schnell auf und trat ans Fenster; es lag im sechsundachtzigsten Stock eines der höchsten Gebäude New Yorks und bot einen imposanten Ausblick auf die Insel Manhattan. Eine Sekunde lang überlegte er. Dann ging er in die Bibliothek, die mit wissenschaftlichen Büchern vollgestopft war, und durch die Bibliothek zum Laboratorium. Doc griff nach einem Mikrofon.
„Falls ihr mit mir Verbindung aufnehmen wollt“, sagte er, „ich habe die Absicht, den Fall Serge Manow zu untersuchen, über den heute morgen überall berichtet wird.“
Die Nachricht wurde auf ein Tonband aufgenommen, das seine Assistenten abspielen würden, wenn sie in die Wohnung kamen und Doc nicht antrafen. Er hatte fünf Assistenten, von denen jeder auch ein Kurzwellengerät besaß, um mit Doc in Kontakt zu bleiben. Das Tonband war mit einem Sender verkoppelt, über den Docs Nachricht gleichzeitig ausgestrahlt wurde. Es war also alles getan, um die Helfer zu verständigen.

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