Um Heldinnen, die sich allein unter Mackern herumzuschlagen haben, geht es in der heutigen Folge unseres Podcasts. Dass Frauen es viel schwerer haben als Männer in vergleichbarer Lage, wissen wir nicht erst, seit jemand auf die Idee kam, den Gender-Pay-Gab auszurechnen. Doch die Geschichten, die dieses Ungleichgewicht verhandeln, rühren und erreichen uns umso mehr, je unterhaltsamer sie sind. Und das kann auf ganz unterschiedliche Art gelingen. Hier kommt zunächst die klassische Methode:
https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/la-strada-das-lied-der-strasse-coma
A) La Strada – Das Lied der Straße
Italienisches Drama von 1954
Die Jahre im Schaustellerbetrieb haben den fahrenden Entfesselungskünstler Zampano (Anthony Quinn) zu einem jähzornigen Rohling erkalten Lassen. Wie einen Hund kauft er von einer Familie das Dorfmädchen Gelsomina (Giulietta Masina) und richtet es zu seiner Assistentin ab. Ihre Hoffnung, bei ihm Geborgenheit zu finden erfüllt sich nicht. Als letzte einer langen Serie von Demütigungen wird sie schließlich von ihm verstoßen. Zampanos Reue kommt spät …
Federico Fellinis Kino feiert die Fantasie, den Traum und die Sinnlichkeit – und das Publikum ihn dafür. In den Jahren fortwährender Erfolge blieb dieser frühe Titel immer präsent. Bereits hier hören wir die Musik von Nino Rota, der gemeinsam mit Fellini fortan ein legendäres Team bildete. „La Strada“ bekam den Oscar als bester ausländischer Film, ist einer der wichtigsten europäischen Klassiker überhaupt und begründete das Imperium des Filmrechtehändlers Leo Kirch. Der „große Zampano“ ging in den Sprachgebrauch der Wirtschaftswunderjahre über.
B) Coma
US-Krankenhausthriller von 1978
Die am Boston Memorial tätige junge Ärztin Dr. Susan Wheeler ist schockiert: eine kerngesunde Freundin ist während einer Abtreibung ins Koma gefallen. Susan wird misstrauisch, als sie bemerkt, dass sich solche Unfälle immer im OP Nr. 8 ereignen. Ihr Freund und ehrgeiziger Kollege Mark beschwichtigt sie, doch sie schnüffelt weiter und erregt sogar den Unmut des Klinikchefs. Als sich Susan schließlich in das einsam gelegene Jefferson-Institut einschleicht, in das die Komapatienten der Klinik üblicherweise gebracht werden, wird ein Killer auf sie angesetzt …
„Coma“ ist ein liebevoller, inspirierter Film. Ihn durchzieht ein fein gewebtes Hintergrundrauschen aus teils fachlichem, teils privatem Smalltalk in den Räumen und Fluren der Klinik. Die Streitereien des jungen Heldenpaares – Geneviève Bujold und Michael Douglas in seiner ersten Kinorolle nach „Die Straßen von San Francisco“ – ist von Bergman’scher Beobachtungsgabeund emanzipatorisch aktuell. Regisseur Michael Crichton ist der Erfinder zahlloser großer Filmstoffe wie „Futureworld“, „Westworld“, „Jurassic Park“ und „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“.
Nächste Woche: die Kultfigur Louis de Funès und seine Filme Onkel Paul die große Pflaume und Oscar hat die Hosen voll. Zu Gast: Gerry Streberg
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