„Doc Savage – Die Festung der Einsamkeit“ (13)

Eine phantastische Erzählung von Kenneth Robeson

Siehe dazu: https://blog.montyarnold.com/2021/10/06/19056/

Fortsetzung vom 24. Dezember 2021

„Was ist mit den anderen Leuten, die alles so arrangiert haben, dass ich in Ihr Taxi steigen musste?“
„Ich hab‘ sie angeworben.“
Doc zweifelte daran, aber er ließ diesen Punkt auf sich beruhen.
„Eli Camel mit der langen Nase ist also nach Südamerika abgereist …“, sagte er. „Mit einem Flugzeug oder mit dem Schiff?“
„Mit der AMAZON MAID.“
„Und mehr wissen Sie nicht?“ fragte Doc.
„Mehr weiß ich nicht“, bestätigte Civan.
Doc ging zum Telefon. Er wusste, dass es einen Dampfer namens AMAZON MAID gab, der die Südamerika-Route befuhr, er kannte auch die Reederei, der er gehörte. Er rief das Büro der Reederei an. Er erhielt sofort Auskunft, nachdem er erklärt hatte, wer er war.
„Ja“, sagte der Mann im Büro der Reederei, „ein gewisser Eli Camel ist gestern mit der AMAZON MAID nach Südamerika abgefahren.“
„Schicken Sie dem Kapitän der AMAZON MAID ein Radiogramm”, sagte Doc. „Fragen Sie an, ob die See ruhig genug ist, dass ich mit einem Wasserflugzeug neben dem Schiff niedergehen und an Bord kommen kann.“
„Selbstverständlich“, sagte der Mann am Ende des Drahts.
„Ich rufe Sie später wieder an“, sagte Doc.

„Wollen Sie Eli Camel verfolgen?“ fragte Civan verblüfft.
„Welchen Eindruck hatten Sie denn?“ fragte Doc liebenswürdig zurück.
Doc Savage ging zu dem Funkgerät, das er in seinem Lagerschuppen stehen hatte.
„Monk“, sagte er ins Mikrophon. Er erhielt prompt Antwort. Die Stimme, die aus dem Kopfhörer kam, war so hoch, dass sie einem Kind oder Zwerg hätte gehören können. Doc erstattete mit wenigen Worten Bericht und gab Instruktionen.
„Halt, Doc!“ rief Monk mit seiner hellen Stimme. „Nicht so schnell, damit ich auch alles richtig mitbekomme. Du willst also den Fall Serge Manow untersuchen, hab ich das richtig verstanden?“
„Ja“, sagte Doc.
„Und ein Mensch namens Civan hat versucht, dich zu ermorden. Du hast dich aber nicht ermorden lassen, sondern ihn gefangen und bewahrst ihn jetzt im Lagerhaus auf und möchtest, dass Ham und Long Tom und ich hinkommen und ihn abholen. Richtig?“
„Richtig“, sagte Doc.
„Doc, hältst du es für möglich, dass zwischen dem Fall Manow und diesem Mordversuch ein Zusammenhang besteht?“
Doc beantwortete die Frage nicht. „Holt diesen Civan ab“, sagte er, „und dann kümmert ihr euch um Manow.“
„Hm“, sagte Monk. „Wo finden wir dich, Doc?“
Im selben Augenblick klingelte das Telefon in der Lagerhalle.
„Eine Sekunde, Monk“, sagte Doc und nahm den Hörer ab. Er meldete sich, hörte eine Weile zu, bedankte sich höflich, legte auf und griff wieder zu den Kopfhörern und zum Mikrophon. Er informierte Monk, dass die Reederei der AMAZON MAID angerufen hatte. „Ich wollte eigentlich später dort anrufen, aber es ist alles viel schneller gegangen, als ich erwartet hatte. Das Meer ist ruhig, so dass ein Flugzeug neben dem Schiff wassern kann.“
„Aha“, sagte Monk. „Du fliegst also hinter dem Schiff her und greifst dir diesen Eli Camel, der Civan angeworben hat …“
„So ist es“, sagte Doc. „Bist du bald hier, Monk?“
„Sehr bald“, sagte Monk.

Doc schaltete das Funkgerät aus. Er fesselte Civan mit einem langen Strick, den er in der Mitte der Halle an einem Eisenring im Boden festmachte.
Dann ging er zu dem Wasserflugzeug. Er hatte mehrere Flugzeuge in der Halle stehen, und die Auswahl reichte von der großen Reisemaschine bis zum kleinen Helikopter. Die Maschine, die Doc für die Reise zur AMAZON MAID aussuchte, war klein und stabil und weniger schnell als robust; mit ihr konnte er notfalls auch landen, wenn die See nicht so glatt blieb, wie der Mann von der Reederei behauptet hatte.
Doc warf den Motor an, glitt aus der Halle auf den Fluss und zog die Maschine langsam hoch. Während er in Richtung Atlantik verschwand, lag Civan auf dem kalten harten Beton und fluchte auf Russisch vor sich hin.

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