Lovecraft wie er sich gehört

betr.: Klassikerlesung bei MDR Kultur

Dieser Tage kann man sowohl im linearen Radioprogramm als auch in der mdr-Mediathek der populärsten Geschichte von H. P. Lovecraft lauschen: „Das Grauen von Dunwich“. Diese SR-Produktion von 1975 ist bemerkenswert. Was Günther Sauer (in einigen Eintragungen wird er ohne h geschrieben) hier leistet, ist das Musterbeispiel einer Lesung: integer und ohne Mätzchen, aber geradezu tollkühn, wenn in den hinteren Kapiteln selbst die Landschaft in Schmerzensschreie ausbricht.
Inhaltliche Fußnote: „Das Grauen von Dunwich“ ist Lovecrafts einzige Geschichte, in der sich ein längerer Auszug aus dem „Necronomicon“ befindet.*

In der Mediathek findet sich diese Passage übrigens am Beginn des zweiten der drei Abschnitte.
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* Siehe https://blog.montyarnold.com/2020/03/28/necronomicon/

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1 Antwort zu Lovecraft wie er sich gehört

  1. Till Philip sagt:

    In der Tat war das eine phänomenale Lesung von Günter Sauer, die alles Bisherige an Lesungen an Intensität in den Schatten stellt. Es dürfte auch nicht gerade einfach gewesen sein, den letzten Teil mit dem Kauderwelsch der Alten so ernst vorzutragen. Die beste Lesung seit langem. Ausgezeichnet, lange nachwirkend ist auch die lesung von Schepmann, Die Frau die davonritt (Schumm sprechende Bücher, nur als Kassette erhältlich). Wir sehen hier bei Sauer: Vorlesen ist eine Kunst. Günter Sauer hat auch als Synchronsprecher beeindruckend gewirkt (z.B. in der seiner intensiven Synchronisation von Rod Steiger in dem Film „Amok-Jagd“ (Wolf Lake) – da ist mir die prägnante Stimme und varaiantenreiche, nuancierte Intonation zum ersten Mal aufgefallen) Hat jemand zufällig Folge 6 von 9 vom 31.5.2022 bei MDR Kultur mit der Einführung aufgenommen und kann mir aushelfen?

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