Untergehen in Farbe

betr.: 65. Jahrestag der Deutschlandpremiere von „Atlantis, The Lost Continent“

„Atlantis, der verlorene Kontinent“
ist der Film des Regisseurs George Pal, der auf den Klassiker „Die Zeitmaschine“ (1960) folgte. Der Qualitätsunterschied könnte größer nicht sein, obwohl es sich auch hier um einen Film handelt, der im schönsten Sinne campy und sehr unterhaltsam ist.
Über das sagenhafte Atlantis hat man versucht, sich auch abseits fröhlicher Fiktionalisierungen ein einheitliches Bild zu machen, sozusagen eine verbildliche Mythologie zu formulieren. Einiges zu diesem Thema war schon im ST. GEORGE HERALD zu lesen, die „Musikstunde“* des SWR entschied sich vor einigen Monaten für diese Version der Legende:

»Auf ihrer Reise durch die Weltmeere besucht die Nautilus auch Atlantis, dieses sagenumwobene Reich, das um 400 vor Christus das erste Mal der griechische Philosoph Platon erwähnt und detailliert beschrieben hat. Atlantis soll im Atlantik gelegen haben, eine große Inselgruppe, deren weite Ebenen äußerst fruchtbar gewesen sein sollen. Herrscher war der Sohn des Poseidon Atlas, daher der Name Atlantis. Um 9600 vor Christus, so schreibt es Platon, soll die Insel durch eine Naturkatastrophe innerhalb „eines einzigen Tages und einer unglückseligen Nacht“ untergegangen sein. Schon in der Antike war den meisten klar, dass Atlantis eine reine Erfindung war. Dennoch haben Seefahrer und Gelehrte Jahrhundertelang danach gesucht. Und es auch – in Anführungszeichen – gefunden. 1492 zum Beispiel glaubten viele Europäer, dass das soeben durch Kolumbus entdeckte Amerika Teil von Atlantis war. Ein modernes Atlantis ist das Tuanaki Atoll mitten im Pazifik zwischen Australien und Südamerika. 1842 soll ein Seefahrer die Inseln besucht haben, seitdem sind sie unauffindbar, im Meer versunken wie einst Atlantis.«
______________
* In der Sendung „Singer-Songwriter: In Meerestiefen –
Musik vom Abtauchen
“ von Moritz Chelius



Dieser Beitrag wurde unter Film, Hörfunk, Literatur abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert