Immer noch der Captain

betr.: 95. Geburtstag von William Shatner

Wer hätte das gedacht: weder die unverwüstliche Kritik an seinen schauspielerischen Grenzen (nicht immer berechtigt) noch seine Karriere nur im Fernsehen und weniger im Kino (heute völlig anders bewertet) noch die Zeitzeugenberichte von mangelndem Wohlverhalten der Crew gegenüber (von ihm selbst schamvoll eingeräumt) konnten etwas daran ändern, dass William Shatner der einzig wahre Captain Kirk und als solcher eine der beliebtesten Typen Hollywoods ist. Zugegeben: dass er die oft an ihn gerichtete Aufforderung „Live long and prosper“ tatsächlich befolgt hat und immer noch da ist, hat dazu beigetragen, dass sein Kirk inzwischen sogar den eigentlich unschlagbaren Mr. Spock als heimlichen Star der Ensembleserie „Raumschiff Enterprise“ abgelöst hat. – Ich selbst hätte die beiden nie gegeneinander ausspielen wollen, bin aber inzwischen zweimal gefragt worden, ob Kirk nicht der Kultigere ist – schon das Aufkommen dieser Frage sagt etwas aus …
Inzwischen gibt es sowohl zu „Star Trek“ als auch seinen Helden sowie der Heldin Uhura viel Literatur, darunter sogar allerlei Autobiographisches. Das bei aller Fairness und Ausgewogenheit amüsanteste Buch, das ich über William Shatner bisher gelesen habe, ist längst vergessen und schon wegen seines weit zurückliegenden Erscheinungsdatums mit dem Makel der Nicht-Aktualität behaftet: „Der Captain“. Ich würde es trotzdem allen empfehlen, die anlässlich des heutigen Datums (oder einfach so) tiefer in das Thema einsteigen möchten. Bis 1995 gibt es keine schönere einschlägige Quelle – und außerdem bezeugt es die Langlebigkeit seines Gegenstandes.
Das Buch von Dennis W. Hauck erschien bei Heyne, versteht sich jedoch nicht als Beitrag zur Heyne-Filmbuchreihe.

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