The Glorious Theater Lyrics Of Monty Arnold (7): „Artists And Models“

betr.: 116. Geburtstag von Hal B. Wallis

Für das ehrwürdige Hollywood-Studio Paramount produzierte Hal B. Wallis u.a. die Musical-Klamotten von Dean Martin und Jerry Lewis, auch ihre beste „Artists And Models“ (-nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Bühnenmusical von Sigmund Romberg). Zu dieser Zeit gingen die beiden Stars einander bereits fürchterlich auf die Nerven, und das Ende der Partnerschaft war in Reichweite, aber davon merkt man nichts.
Die Songs stammten vom wichtigsten Songschreiber der Depression, Harry Warren.
Meine Version des Titelsongs besingt weniger die Kultur als die Subkultur, also das eitle Treiben des Nachtlebens. Kein Wunder – der Text ist 25 Jahre alt.

Die Kerls und Puppen aus der Szene
(Artists And Models)
Text: Jack Brooks, Musik: Harry Warren, deutsch von Monty Arnold

Samstagabend will es werden,
und man sieht, wie es sie drängt,
all die Individu-Helden,
ins Gewand der Nacht gezwängt.
Die Arena ist geöffnet,
und der Mond ist frisch lackiert.
Jetzt beginnt das Rennen!
Wer kneift, ist angeschmiert.

Komm und laß uns raten, auf wen sie warten,
die Kerls und Puppen in der Szene.
Auf ein paar ungebundene Prinzen?
Na, da muß man schon sehr genau hinseh’n.
All die Optimisten, Milieu-Touristen
sind da – das Glück, es kann nicht weit sein.
Es beschleicht mich diese Hast!
Hab’ ich die Erfüllung etwa schon verpasst?

In den Straßen der Stadt pilgert sich die Füße platt
wen die Einsamkeit aus seiner Bude trieb.
Eine höhere Macht spült hinaus sie in die Nacht
auf den Laufsteg. Fremder komm, und hab mich lieb!

Früh ergraute Youngster und alte Hamster,
die woll’n heut alle was erleben!
All die Schwarzen und die Roten sitzen in den selben Booten,
wenn am Wochenend der Dschungel ruft.
Ob geliftet, ob mit Falten, gleich ob cool, ob ungehalten –
das große Glück liegt in der Luft!

Ich entdeck Chimären und Ex-Affären –
so geht’s. Die Welt, sie ist ein Kuhdorf.
Je nachdem, welche Freaks mich umrunden,
tu ich schon mal, als wär’ ich gebunden.

Durch die Kneipen latsch ich
und check und tratsch ich
und zähle all meine Komplexe.
Ohnmacht zieht durch mein Gemüt,
und mein Herz ist leicht so wie Granit.

Hoffentlich fall ich auf!
Ich denk „uff“ und sage „schnauf“.
Manch ein Schlachtschiff rudelt leise und versinkt.
Ich mach einen auf nett.
Lieber läg ich längst im Bett!
Und mein T-Shirt klebt am Leibe mir und stinkt.

Wär’s doch schon zuende, das Wochenende!
O Gott, erst zwei Uhr achtunddreißig!
Mich ereilt ein Ohrgesause!
So ein Mist! Ich will nach Hause!
Doch es könnte ja noch was gescheh’n!
Wann wird die Szene dichtgemacht?
Warum kann der Reigen
nicht am Tage steigen?
Wer gibt mir frei für Samstagnacht?

Dieser Beitrag wurde unter Film, Musik, Songtext, Übersetzung und Adaption abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.