Hollywoodfilme, die ihren Titel von einem beliebten Oldie beziehen, waren in den 80er Jahren schwer in Mode. Ben E. Kings Evergreen „Stand By Me“ kam erst nach der Spielhandlung heraus. Der Film war jedoch so ein Hit, dass ihm dieses Detail niemand zum Vorwurf gemacht hat.
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A) Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers / Stand By Me
Melancholische US-Komödie von 1986
Der Schriftsteller Gordon Lachance erfährt in der Zeitung vom Tod des Rechtsanwalts Chris Chambers und erinnert sich 30 Jahre zurück. Im Spätsommer 1959 sind Gordie und Chris Zwölfjährige in Castle Rock, einem Kaff in Oregon. Sie bilden mit Vern und Teddy, die aus problematischen Elternhäusern stammen, eine Klicke. Beflügelt von dem Wunsch, als Helden gefeiert zu werden, machen sie sich die Vier auf den beschwerlichen Marsch quer durch die Bergwelt Oregons, um die Leiche eines verschollenen Jugendlichen aus der Ortschaft zu suchen. Doch ein anderes Quartett, die Halbstarken um den Kleinkriminellen Ace, wollen ihnen zuvorkommen. Am Ende dieses Abenteuers werden die Jungs nicht mehr dieselben sein.
Wenn Stephen-King-Verfilmungen aufgezählt werden, wird diese hier oft vergessen – und das liegt nicht an ihrer mangelnden Beliebtheit. Dieser klassische Jugend- und Sommerfilm, der eine ganze Reihe späterer Stars in frühen Auftritten zeigt, ist die populärste Nicht-Horrorstory nach einer Vorlage des großen Kult-Autors.
B) Das Waisenhaus / El Orfanato
Spanisches Horrordrama von 2007
Laura kehrt mit ihrem Mann zurück in das ehemalige Waisenhaus, in dem sie aufwuchs und das sie wiedereröffnen möchte. Auch der zehnjährige Simón fühlt sich an der Küste wohl. Der Junge weiß weder, dass er adoptiert ist noch von seiner HIV-Infektion. In einer der Grotten in der Umgebung, die Mutter und Sohn auf einem Spaziergang erkunden, freundet sich der Junge offensichtlich mit dem Geist von Tomás an, der früher unter den Waisenkindern des Hauses ein entstellter Außenseiter war. Auch mit den übrigen Bewohnern von einst scheint er in einen regen Austausch zu treten, der Laura zunehmend unheimlich ist.
Eines Tages ist Simón plötzlich unauffindbar. Noch Monate später ist Laura sich sicher, dass er noch am Leben ist. Und dass bei dieser Katastrophe die Toten ihre Finger im Spiel haben. … Auf zahlreichen Festivals mit Preisen überhäuft, erreichte „Das Waisenhaus“ in seiner spanischen Heimat bereits am Startwochenende über eine Million Zuschauer und war dort der kommerziell erfolgreichste Film des Jahres 2007. Im Portfolio seines Produzenten Guillermo del Toro war er kurz danach so abwesend wie der kleine Simón. Regisseur Juan Antonio Bayona durfte danach in Hollywood Kommerzgeschütze wie „Jurassic World“ und „Herr der Ringe“ bedienen.
Nächste Woche: Manche mögen’s heiß und Das Privatleben des Sherlock Holmes