Wie man sowas macht

Anfang des Monats lief „Three Thousand Years Of Longing“ an, der neue Film von George Miller, dessen wichtigstes Projekt die „Mad Max“-Filme sein dürften.
Einst erzählte er einem Filmjournalisten von den unterschiedlichen Absichten, die ihn bei einem Interview antreiben (wohlgemerkt im Interview, nicht unbedingt beim Filmemachen), etwa vom „Kniefall vor dem eigenen Ego“ und von dem Verlangen weiterzuvermitteln, was er gelernt habe: „Da besteht so eine Art Verantwortung, meine ich. Spielberg analysiert dauernd, was er macht. Er arbeitet mit Kindern und verallgemeinert sofort, was er tut. Er sagt dir, warum er so und nicht anders mit Kindern arbeitet. Ich habe viel von ihm gelernt…“
Obwohl Miller das voll Bewunderung erzählt, findet er die exakte Umschreibung für das Gefühl, das mir Spielbergs Filme zuverlässig bereiten: ich fühle mich von diesem Regisseur immer wie ein Kind behandelt. Und zwar wie eines, dem man nach jeder Bevormundung auch noch erklärt, warum man sie so und nicht anders durchgeführt hat. Er macht das, um seine Sub-Botschaft zu unterstreichen und sicherzustellen, was ich den Spielberg-Effekt nennen möchte: Ich bin der Erwachsene, und du nicht. Ohne meine Betreuung wärest du an einem Ort wie diesem völlig aufgeschmissen! – Er meint den Kinosessel.

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