Meine Tops und Flops des Kinos im ersten Halbjahr 2026

betr.: Ranking

Im Internet interessieren sich die Menschen eher für Negatives, deshalb wurde ich von meinem Social-Media-Betreuer dazu ermuntert, meine Flop-5 des ersten Halbjahres aufzustellen. Die besonders guten Filme wollen die Leute nach dieser Logik erst zum Jahresende wissen.
Hier im Podcast gehen die Uhren ein wenig anders, daher gibt’s jetzt schon beides: die Tops und Flops der Redaktion. Es ist auch so traurig genug …

Meine Top 5 des ersten Halbjahres 2026:

Platz 5
Masters Of The Universe
Science-Fiction-Fantasykomödie von Travis Knight
Längst nicht so liebenswert und amüsant wie das trashige Original von 1987, aber immerhin mit einem sympathischen Helden.

Platz 4
Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit
Science-Fiction-Parabel von Steven Spielberg
Über weite Strecken konventionell, aber handwerklich gut inszeniert und gespielt. Zum Ende hin kippt das Ganze leider in die übliche Spielberg-Schwülstigkeit und eine zutiefst fragwürdige Botschaft um.

Platz 3
The Mandalorian And Grogu
Science-Fiction-Abenteuer von Jon Favreau
Selbst „Star Wars“-Fans – die Haupt-Zielgruppe dieses Films – loben ihn dafür, wie wenig er mit „Star Wars“ zu tun hat. Sie haben recht: er scheint sich tatsächlich weniger ernst zu nehmen.

Platz 2
Wuthering Heights
Liebesdrama von Emerald Fennell
Dieser große Stoff wurde häufig verfilmt. Doch diesmal kommt er so dicht an seine literarische Vorlage heran wie es selbst die prominentesten Vorgänger, darunter Meisterwerke des Kinos, nicht geschafft haben.

Platz 1
Blue Moon
Biographisches Kammerspiel von Richard Linklater
Ein origineller Stoff aus der Geschichte der Popkultur, ein famoser Text und ein gut aufgelegtes Ensemble, das von Ethan Hawke angeführt wird – es geschehen noch Wunder.

Meine Flop 5 des ersten Halbjahres 2026:

Platz 5
Primate
Viecher-Horrorfilm von Johannes Roberts
Unpassend säuberlich gemachter Teenie-Horror-Schund – belanglos und unerfreulich anzusehen.

Platz 4
They Will Kill You
Horrorfilm von Kirill Sokolov
Etwas von dieser Sorte fabriziert eine KI, die man erst mit Tarantino vollstopft und der man dann die linke Hand auf den Rücken bindet.

Platz 3
Lee Cronin’s The Mummy
Horrorfilm von Lee Cronin
Trostlose Grusel-Effektschau ohne Sinn und Verstand, die sich nicht einmal für ihre klassische Titelfigur interessiert.

Platz 2
Der Astronaut – Project Hail Mary
Dystopische Parabel von Phil Lord und Christopher Miller
Dieses langatmige, hochmögende Stück Edelschrott bezieht sein Grauen vor allem aus der Biederkeit, mit der es seine Kitschbotschaft unters Volk zu bringen versucht. Ideal, um Schlaf nachzuholen.

Platz 1
Olivia
TV-Biopic von Till Endemann
Wer den deutschen Film entsetzlich findet, der hat lange keinen deutschen Fernsehfilm mehr gesehen.

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