Zum Tode von Martina Arroyo

Mit der großen Sopranistin Martina Arroyo ist am 13. Oktober eine der „Supremes der Oper“ gestorben, wie Kai Luehrs-Kaiser es ausdrückte – an Leontyne Price und Reri Grist denkend, die beide noch unter uns sind. Er lobte ihren „leicht unbehauen wirkenden, rohdiamantenen und damit absolut kostbaren Natursopran“.
Als junger Mensch lernte ich die Diva in einer der letzten Folgen der von mir heißgeliebten Sitcom „Männerwirtschaft“ („The Odd Couple“) kennen. In der Episode „Am Mikrofon, Oscar Madison“ („Your Mother Wears Army Boots“ vom 16. Januar 1975) darf sie sich selbst spielen und den Opernfan Tony Randall in seiner WG mit Jack Klugman besuchen. Da lag die ganz große Stunde Arroyos nicht lange zurück, als sie 1973 in der maßgeblichen Aufnahme der „Sizilianischen Vesper“ die Hauptrolle der Elena sang, in der wichtigsten Opern-Aufnahme von James Levine.