„Doc Savage – Die Festung der Einsamkeit“ (66)

Eine phantastische Erzählung von Kenneth Robeson

Siehe dazu: https://blog.montyarnold.de/2021/10/06/19056/

Fortsetzung vom 6. Januar 2023

19. Eine Vorführung (Demonstration)

Doc Savage war eben wieder durch den Schlitz ins Zelt zurückgekrochen, als Sunlights Männer kamen, um den Playboy zu Sunlights zu eskortieren.
„Monk“, flüsterte Doc schnell, „Ham und Long Tom sind nicht auf Empfang gegangen. Ich hab versucht, sie über Funk zu rufen, aber sie haben nicht reagiert.“
„Was, zum Teufel, kann ihnen passiert sein?“ fragte Monk.
Doc fand keine Gelegenheit mehr, die Frage zu beantworten; er hätte ohnehin nur Vermutungen anstellen können. Einer von Sunlights Spießgesellen steckte den Kopf ins Zelt und starrte den Playboy an.
„Die Exzellenz soll zu John Sunlight kommen“, sagte er.
Monk vergaß, dass er angeblich nur Spanisch sprach und daher die Aufforderung nicht verstehen konnte. Er zwinkerte dem Mann an der Türöffnung listig zu und trat dem Playboy mit Wucht in jenen Körperteil, in den am häufigsten getreten wird. Der Playboy fuhr erschrocken hoch, im gleichen Augenblick sprang Monk zurück und machte ein unschuldiges Gesicht.
Der Playboy war nicht ganz sicher, ob er nur geträumt hatte oder wirklich getreten worden war; er entschied sich für den Traum. Er konnte sich nicht vorstellen, dass jemand so vermessen war, sich an ihm zu vergreifen. Auf alle Fälle fluchte er lauthals und trieb seine beiden vorgeblichen Leibwächter mit Fausthieben vor sich her aus dem Zelt.

Die Eskorte führte ihn, Doc und Monk zu einem der Iglus. Es war ein besonders großer Iglu, an den drei kleinere angebaut waren. Sunlight saß im Iglu auf einer fellbedeckten Eisbank.
„Nehmen Sie Platz“, sagte er. „Ich will Ihnen eine Geschichte erzählen.“
Der Playboy staunte. „Eine Geschichte?“
„Eine Geschichte über einen ungewöhnlichen Mann“, sagte Sunlight. „Dieser Mann war …“
„Ist es wirklich nötig, dass ich mir Ihre Lobeshymne auf sich selbst anhöre?“ fragte der Playboy unfreundlich.
Sunlight runzelte die Stirn und besah sich den Playboy von oben bis unten, als hätte er sich eben entschlossen, ihm für seinen Mangel an Lebensart eine Million Dollar zusätzlich abzuknöpfen.
„Ich spreche nicht über, mich“, sagte er kalt. „Ich spreche grundsätzlich nicht über mich. Über mich wird nie jemand was erfahren. Die Geschichte, die ich Ihnen erzählen will, ist eine Zusammenfassung der Karriere eines Mannes, die beweist, was menschliche Intelligenz und menschliche Energie vermögen, wenn sie systematisch entwickelt werden.“
„Das interessiert mich nicht“, sagte der Playboy. Sunlight ignorierte die Bemerkung.

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