betr.: So wohnen literarische Figuren
„Der verschwiegene Garten“ in der gleichnamigen „Pater Brown“-Erzählung von Gilbert Keith Chesterton ist der Schauplatz eines Verbrechens, das sich im Rahmen einer Abendgesellschaft ereignet. Das ihn umgebende Gebäude wie auch der Hausherr sind Teil der Geschichte.
Aristide Valentin, der Chef der Pariser Polizei, hatte sich verspätet, und einige seiner Gäste trafen bereits vor ihm zum Diner ein. Sie wurden von Valentins altem Faktotum Ivan empfangen, einem bejahrten Mann mit einer Narbe und einem Gesicht, das fast ebenso grau war wie sein Schnurrbart; er saß wie gewöhnlich an einem Tisch in der großen Eingangshalle des Hauses, die voller Waffen hing. Valentins Haus war vielleicht genauso eigenartig und berühmt wie der Hausherr. Es war ein alter Bau mit dicken Mauern und hohen, über die Seine hängenden Pappeln; aber das Seltsamste – und für einen Polizeimann vielleicht wertvollste – seiner Architektur bestand darin, daß es keinen anderen Ausgang als den durch die Vordertür gab, die von Ivan und dem Waffensaal bewacht wurde. Der große Garten war sorgfältig angelegt, und in ihn führten viele Türen des Hauses. Aus ihm jedoch gab es kein Tor zur Außenwelt; er war ringsum von einer hohen, glatten und unübersteigbaren Mauer umgeben, deren oberer Rand mit ausgesucht scharfen Eisenstacheln besät war; sicher kein schlechter Platz zum Nachdenken für einen Mann, dem ein paar hundert Verbrecher den Tod geschworen hatten.