Es ist wichtig, wie ein Buch anfängt. Wie das bei „Popóm“ aussieht, berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. In diesem Roman wird das unverwüstliche literarische Doppelgängermotiv mit einer neuen Variante aufgeladen.

Seine Endzwanziger hat sich Hendrik Popom anders vorgestellt. In seinem Agenturjob sitzt er seine Zeit ab, und mit seiner Freundin lief es auch schonmal besser.
In einem Kiosk um die Ecke möchte er eigentlich nur eine Kleinigkeit einkaufen, doch durch diesen kurzen Ausflug gerät sein Leben aus den Fugen. Er begegnet einem älteren Mann und weiß augenblicklich: Dieser Mann bin ich selbst. Er läuft ihm nach, spricht ihn an. Der andere empfindet nichts dergleichen, verbittet sich die Belästigung und verschwindet.
Wie paralysiert kehrt Hendrik in die Wohnung zurück, völlig ratlos, wie er der Liebsten seinen Zustand erklären soll …
Mit diesem famos erzählten Paukenschlag (er steht als Leseprobe online*) beginnt „Popóm“. Donnerwetter!
Johanna Sebauer lebt im Burgenland. 2023 erschien ihr vielbeachtetes Romandebüt „Nincshof“. Bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur 2024 erhielt sie für ihren satirischen Text „Das Gurkerl“ den Publikumspreis und den 3sat-Preis.
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