„It’s All A Question Of Masks – Selbstinszenierung und Modernität bei Noël Coward“ (22)

Fortsetzung vom 16. Oktober 2023

(siehe auch https://blog.montyarnold.com/2023/01/24/noel-coward/)

Tamara Hahn hat vor einigen Jahren in aller Stille ein Buch vorgelegt, das uns in Fragen der Selbsterfindung und Selbstdarstellung ein Leitfaden sein kann – gerade in den Zeiten der Sozialen Medien. Nebenbei ist dies das einzige Buch überhaupt, das in deutscher Sprache über Noël Coward vorgelegt worden ist: „It’s All A Question Of Masks – Selbstinszenierung und Modernität bei Noël Coward“. Am Beispiel dieses Universal-Künstlers, der vor etwa 100 Jahren den modernen Prominenten im Selbstversuch quasi erfunden hat, erfahren wir allerlei Erstaunliches zum Thema Medienkompetenz. Es handelt sich um eine Dissertation von 2002, die der Lit Verlag Münster 2004 veröffentlicht hat und die noch immer erhältlich ist. Die Autorin hat mir gestattet, diesen bereichernden Text hier als Serie wiederzugeben, wofür ich mich ganz herzlich bedanke.

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Die schönsten Filme, die ich kenne (120): „Das Experiment“

Der in Ungnade gefallene Journalist Tarek Faht (sprich: Facht) muss sich als Taxifahrer durchschlagen. Entsprechend interessant findet er eine Anzeige, die dem interessierten Leser 4000 Euro anbietet, wenn er bereit ist, im Namen einer Versuchsanordnung für zwei Wochen auf einen Teil seiner bürgerlichen Rechte zu verzichten. Noch attraktiver wird diese Offerte, weil Tarek beabsichtigt, eine Enthüllungsreportage daraus zu machen, was ihm zusätzliche 10.000 einbringen und seinen Ruf wieder herstellen könnte. Er besorgt sich eine Spionageausrüstung (die Kamera ist in seiner Brille versteckt) und besteht als einer von 20 Teilnehmern (alle männlich) die Teilnahmeprozedur.
Der Leiter des Experiments Professor Thon steckt die Gruppe als Gefangene und Wärter in den Knast, um herauszufinden, wie sich Menschen in Extremsituationen verhalten – etwa, wenn ihnen plötzlich ungewohnte Macht und Verantwortung zufällt. Tarek findet sich unter den Häftlingen wieder. Das kommt ihm zupass, denn um der heißen Story nachzuhelfen, kann er die Wärter provozieren. Schon nach zwei Tagen kippt die Situation ins Bedrohliche. Thon ermahnt sein Team, sich davon nicht beunruhigen zu lassen, denn gerade jetzt werde es wissenschaftlich interessant. Wenig später ist die Spirale des Irrsinns nicht mehr aufzuhalten …

„Das Experiment“ von Oliver Hirschbiegel ist mit Abstand der handwerklich beste Film aus der unbehaglichen Reihe ähnlichen Ansatzes – wie etwa „Die Welle“, gar nicht zu reden vom rundgelutschten US-Remake „The Experiment“. Bei aller brutalen Konsequenz der Erzählung und ihrer Darstellung ist er niemals voyeuristisch, ergeht sich nicht in uneingestandener Schadenfreude. Obwohl wir vieles vorausahnen, hängt er zu keiner Zeit durch und schafft es, uns neugierig auf die Einzelheiten der Eskalation zu machen. Die Besetzung ist großartig, entsprechend mühelos wirkt die Darstellung. Man kommt (auch nach all den Jahren, die seit dem Kinostart vergangen sind) aus der Vorführung heraus, und glaubt, es gäbe tatsächlich so etwas wie einen „Deutschen Film“, für den sich niemand schämen müsste.
Der Freund, mit dem ich „Das Experiment“ damals im Kino anschaute, war damit emotional völlig überfordert. Auch die meisten Kritiker spielten dem Werk übel mit. Man muss solche Präsentationen nicht mögen, aber wer dem Film allen Ernstes vorwirft, „psychologische Forschung“ werde „als solche nicht hinterfragt bzw. auf das allgemein Menschlich-Pathologische reduziert“ oder dass die kurz erwähnte Verstrickung der Bundeswehr nicht näher beleuchtetet werde, hat den Sinn und Zweck eines packenden Thrillers schlichtweg nicht begriffen.

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Tierhaargespräche

geführt von Monty Arnold

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Der Komiker als Filmheld (18): „Stand Up! Was bleibt, wenn alles weg ist“

Diese handlungslose Tragikomödie ist deutlich vom letzten in dieser Rubrik behandelten Beitrag inspiriert.* Sie kreist um die halbherzigen Comebackversuche des Comedians (Witzeerzählers?) Charlie Schwarzer, den Alkohol, Drogen und Selbstmitleid schon in seinen Dreißigern rein optisch in einen wandelnden Leichnam verwandelt haben. Zu Beginn erfährt er bei einem Arztbesuch, dass er am Korsakow-Syndrom, einer fressenden Demenz, erkrankt ist. (Immerhin geht das Leiden nicht zu Lasten der Potenz, wie uns eilig versichert wird.) Auch sonst läuft Charlies Leben nicht rund. Um weiterhin maßgeschneiderte Anzüge tragen zu können, hat er sich bei einem schmierigen Modekönig verschuldet, der ihn regelmäßig durch seine Gorillas einschüchtern lässt. Seine große Liebe Emilie will sich vom Balkon stürzen (vorsichtshalber gleich noch mit einer Schlinge um den Hals), und nachdem Charlie das verhindert, erleidet sie einen schweren Autounfall. Außerdem verfolgt ihn die Polizei wegen eines Kunstraubs, in den er verwickelt wurde, als er sich etwas dazuverdienen wollte  …

Hauptdarsteller / Regisseur / Drehbuch-Mitautor Timo Jacobs – eine Entdeckung des Anarcho-Filmers Klaus Lemke – schüttet uns bereitwillig seinen Zettelkasten vor die Füße. Die Witze des Helden, die dieser kokett gleich selber als schlecht bezeichnet, gehen bruchlos in den Dialog der Figuren über, die auf dem immergleichen Niveau vor sich hinkalauern – wenn sie nicht über ihre eigenen Versagerqualitäten lamentieren, was Tiefgang vortäuschen soll, oder versuchen, herzig rüberzukommen. Hin und wieder legen sie es auf Mitleid an, therapieren sich mit ihren Phrasen jedoch eilig selbst, etwa wenn Charlie sich mit dem zweideutigen Schlachtruf aufmuntert: „Stand Up!“. Dabei sind diese Charaktere so durch und durch jämmerliche Existenzen, dass sich immerfort fremdschämt, wer sich überhaupt für sie interessiert. (Die Darsteller der einen oder anderen drolligen Nebenrolle kämpfen auf verlorenem Posten.)
Im Rahmen des Auftritts gegen Ende, bei dem sich Charlie mit einer Lebensbeichte beim Publikum anbiedert, anstatt seinen Job als Entertainer zu machen, stellt sich für einige Minuten ein geradezu dokumentarischer Realismus ein.

Einige Kritiker taten dem Film „Stand Up! Was bleibt, wenn alles weg ist“ (D 2021) den Gefallen, seinen Selbstekel als „Melancholie“ zu deuten.

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* Siehe https://blog.montyarnold.com/2023/02/23/funny-people-wie-das-leben-so-spielt/.

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Tierhaargespräche

geführt von Monty Arnold

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Was bedeutet „Dark Academia“?

betr.: Alter Wein in unnötigen Schläuchen

Die Beliebtheit dieser Strömung auf TikTok verleitet einige Feuilletonisten zu der Vermutung, es stünde gar nicht so schlecht um den bedrohten Kulturträger Buch. Das literarische Genre der „Dark Academia“ lässt Erkenntnislust, Gelehrsamkeit und den Schauplatz der Bibliothek hochleben. Dies geschieht an Orten, wo gestrenge Lehrmeister zwischen Regalen herumschleichen, die mit in Leder gebundenen Folianten gefüllt sind. Das Adjektiv „dark“ = „dunkel“ lässt nicht recht mit einem unbeschwerten Genuss rechnen (zumal Lesen im Dunkeln bei jungen Menschen angeblich schlecht für die Augen und für alte gar nicht mehr möglich ist). Doch es geht nicht nur um buchstäbliche Dunkelheit, wie uns das F.A.Z.-Magazin erläutert, das allen Ernstes „Kerzenleuchter, Kristalle, alte Bücher“ in den Lese(r)räumlichkeiten vermutet: „Dunkel ist auch das Geheimnis, das sich in den Geschichten findet. Es geht um Mord, Verrat und die Schattenseiten elitärer Kreise. Die Charaktere haben Namen wie Richard, Tristan oder Meredith. Sie sind verschroben, kleiden sich klassisch, leben opulent. Der Traum vom Aufstieg wird in einer auf Leistung ausgerichteten Gesellschaft verhandelt – und die grausamen Auswüchse, zu denen dieser führen kann.“
Der Ursprung des Genres wird im Roman „Die geheime Geschichte“ von Donna Tartt (1992) verortet, dem 30 Jahre nach dem Erscheinen das Wohlwollen des Algorithmus ein Comeback beschert hat. In dieser Erzählung erleben fünf Studenten des Altgriechisch-Studiengangs einer fiktiven Universität eine Mordgeschichte.

Diese schummerige Atmosphäre gefällt dem heutigen Mediennutzer vor allem deshalb so gut, weil er solche Lese-Gewölbe aus dem ersten Akt vieler Fantasy-Romane, -Filme und –Games kennt. Wenn TikTok-Fans auf den Geschmack kommen und langfristig bibliophil werden, dann wäre das unbedingt zu begrüßen.
Ein ähnliches Phänomen (gut, der Vergleich hinkt etwas) erlebten wir zuletzt um die Jahrtausendwende, als eine ganze Generation von ABC-Schützen vom Zauberlehrling Harry Potter in männliche Bücherwürmer und weibliche Leseratten verwandelt wurde. Sogar Brillen durften in der Schule wieder getragen werden, ohne dass man deswegen zwangsläufig zum gehänselten Außenseiter wurde. Natürlich verfügte auch Harrys Zauber-Uni über diese finsteren Gewölbe voller ächzender Bücherregale.

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Der Song des Tages: „Sixteen Tons“

betr.: 32. Todestag von Tennessee Ernie Ford (gestern)

Ende 1955 erschien die Single, die den ehemaligen Farmerjungen und Schultrompeter Tennessee Ernie Ford endgültig vom recht erfolgreichen Sänger zum Weltstar machte.
„Sixteen Tons“ handelt von Bergleuten, Kohlenbauern, Zechenarbeitern – 16 Tonnen Kohle müssen nämlich pro Tag gehauen und aufgeladen werden – mindestens. In der Originalversion hatte der Country-Star Merle Travis 1947 die Geschichte seines Vaters verarbeitet. Dieser Bergmann aus Kentucky pflegte den Spruch, der den Refrain des Songs abschließt: „I can’t afford to die ‘cause I owe my soul tot he company store!“ („Ich kann mir den Tod nicht leisten, weil meine Seele der Firma gehört.“).

Vor seiner Neu-Veröffentlichung erschien der Titel vielen Insidern zu kommunistisch (was schon deshalb nicht zutrifft, weil er einen eher lakonischen als aufrührerischen Ansatz hat). „Sixteen Tons“ ist vielmehr ein Paradebeispiel für die Kombination von Protestlied und Schlager, auf die sich die Entertainment-Nation USA so gut verstand – und der Erfolg gab ihm recht.
Auch die deutsche Fassung von Freddy Quinn wurde ein Hit. Der entfernte jeden Hauch von Aufruhr und machte ein Seemannslied daraus: „Sie hieß Mary-Ann“; die oben zitierte Zeile lautete nun: „Es gab so viele Schiffe, so schön und groß / Die Mary-Ann aber ließ ihn nicht los!“
In den Händen von Gunter Gabriel, der den harten Arbeiter an Land zurückbrachte, wurde ein ganzes Genre aus dieser Gattung des romantisierenden Macker-Songs. Darin erklangen Zeilen wie: „Er fährt’n 30 Tonner Diesel … und sein Zuhause ist die Autobahn.“
Das Gefühl, das Gabriel damit verbreitete, war dem von Tennessee Ernie Ford gar nicht unähnlich.

Da die Liedermacher der Bonner Republik in bezug auf ihre Haltung so viel strenger (sprich: humorloser) waren als ihre Kollegen zur Zeit der Weimarer Republik*, musste sich das deutsche Chanson in seiner zweiten und bisher letzten Blütezeit ein Ventil suchen. Das fand es in der Kunst der Blödelbarden, die parallel zu den Protestsängern aufblühten und wieder vergingen. So führte die oft beklagte Mentalität von „E“ und „U“, die auch Tennessee Ernie Ford von Freddy getrennt hatte, zu einem wundervollen Parallel-Universum: für jeden Hit von Hannes Wader gab’s zum Abkühlen einen von Schobert & Black obendrauf. 
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* In den 20er Jahren leistete sich das Chanson unterschiedliche Kategorien, die nebeneinander bestehen konnten, einander ergänzten und sich sogar kombinieren ließen. Siehe: https://blog.montyarnold.com/2015/01/18/ist-ein-chanson/

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Polen hat ausgezählt

Illustration von Will Eisner (8. September 1948)

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„It’s All A Question Of Masks – Selbstinszenierung und Modernität bei Noël Coward“ (21)

Fortsetzung vom 8. Oktober 2023

(siehe auch https://blog.montyarnold.com/2023/01/24/noel-coward/)

Tamara Hahn hat vor einigen Jahren in aller Stille ein Buch vorgelegt, das uns in Fragen der Selbsterfindung und Selbstdarstellung ein Leitfaden sein kann – gerade in den Zeiten der Sozialen Medien. Nebenbei ist dies das einzige Buch überhaupt, das in deutscher Sprache über Noël Coward vorgelegt worden ist: „It’s All A Question Of Masks – Selbstinszenierung und Modernität bei Noël Coward“. Am Beispiel dieses Universal-Künstlers, der vor etwa 100 Jahren den modernen Prominenten im Selbstversuch quasi erfunden hat, erfahren wir allerlei Erstaunliches zum Thema Medienkompetenz. Es handelt sich um eine Dissertation von 2002, die der Lit Verlag Münster 2004 veröffentlicht hat und die noch immer erhältlich ist. Die Autorin hat mir gestattet, diesen bereichernden Text hier als Serie wiederzugeben, wofür ich mich ganz herzlich bedanke.

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„Sie finden dich nie“ – Eine Hörspielkritik

betr.: gestrige Ursendung der vollständigen Fassung des Zweiteilers „Sie finden dich nie“ im Deutschlandfunk. (Details und vollständiger Hörspiel-Stream unter: https://www.hoerspielundfeature.de/sie-finden-dich-nie-teil-dlf-kultur-985c5267-100.html und https://www.hoerspielundfeature.de/sie-finden-dich-nie-2-2-100.html)

Daisy, die neunjährige Tochter der Masons, ist nach einer Kostüm- und Grillparty im Garten ihres Elternhauses unauffindbar. Detective Inspector Adam Fawley und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Als Partygäste, Nachbarn und Mitschülerinnen verhört werden, bieten sich einige mögliche Täter an, doch das größte Unbehagen geht von den Eltern des Mädchens aus. Der Beziehungskrieg, den Mr. und Mrs. Mason während der Befragungen schamlos vor den Beamten austragen, ist dabei weniger beklemmend als der Umstand, dass sich beide in den Stunden vor Daisys Verschwinden gar nicht um das Mädchen gekümmert haben. Erst um Mitternacht haben sie sie vermisst. Als der Tag und der Ablauf der Party rekonstruiert werden, stellt sich heraus, dass die Masons Daisy seit dem Frühstück nicht mehr gesehen haben. Ihr Kostüm hat auf der Party möglicherweise ein ganz anderes Kind getragen …

Die Ansage erklärt uns, dass sich „Sie finden dich nie“ als Beginn einer Reihe versteht, die Ermittler Fawley und sein Team bestehen, werden und weist darauf hin, der Held habe als durchgehender, sich entwickelnder Charakter auch persönlich ganz schwere Päckchen zu tragen. Dass mir – und ich bin da gewiss nicht allein – solche Klischees längst zum Halse heraushängen, ist bei den Krimi-Machern noch nicht angekommen. Prompt gibt es im letzten Akt eine völlig überflüssige Schicksalsbeichte von Detective Inspector Fawley, die zum Glück rasch vorbeigeht und deren Fortsetzung den Zuhörern der späteren Fälle auf die Füße fallen wird.
Ich ließ mich trotz dieser Warnung auf das Abenteuer ein, und es hat sich letztlich gelohnt. Der Beginn dieses Radiokrimis „nach dem internationalen Bestseller von Cara Hunter“ ist sogar großartig als stimmige Schilderung einer Spießer- und Familienhölle in unserer Welt der Wohlstands und der optimierten, aufgeräumten Eigenheime. Dieses Sittengemälde verblasst etwas, als das Ermittlerteam seine ersten Schlüsse zieht und aus dem Umfeld des Kindes von den üblichen zum Hauptverdächtigen findet. Dann kreist der Fall um Kindesmissbrauch, ein relevantes Thema, das wir zuletzt sehr reichlich hatten, nachdem das sich das Hörspiel (wie die mediale Öffentlichkeit insgesamt) lange Zeit kaum dafür interessiert hat. Obwohl sich diese Fährte als Holzweg erweist, zerstört sie einen Großteil vom Geheimnis der Geschichte, und im zweiten Teil rutscht diese dann weitgehend in das verquasselte und unnötig komplizierte Konzept ab, an das wir uns im Fernsehen gewöhnt haben, für das das Radio aber nicht das geeignete Medium ist. Was das heutige Hörspiel dem Hörspiel früherer Zeiten im Gelingensfall an realistischer Darstellung voraus hat, lässt es an Timing vermissen. Es gibt gefühlt keinen Rhythmus, keine Pausen mehr, und das macht die Sache noch unübersichtlicher.
Doch das solide Fundament des Anfangs trägt. Auf dem Bildschirm oder im Kino habe ich ein so fesselndes Drama lange nicht erlebt.

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