Was ist ein Programmkino (und wie kommt man da rein)?

Heute geht ein Podcast auf Sendung (sagt man so?), bei dem mein Kollege Torben Sterner und ich zu Gast sein dürfen: die neue Folge des „SumsCity Podcast“, in dem es darum geht „das erste Mal“ zu beschreiben. Die Kollegen Addy und Moritz stellen die Fragen „Wie hat es angefangen? Wo kommt es her? Wie begleitet es uns heute in unserem Leben?“ heute zu meiner großen Freude zu einem Thema, dass zu uns beiden Kultfilmern bestens passt: „Programmkino“.
Torben und ich können berichten, wie wir an einem solchen Ort (dem Hamburger „Abaton“) unseren ersten aller 42 Kultfilme gemeinsam angeschaut haben („Harold And Maude“). Und Torben erzählt – was mir gar nicht bewusst war -, wie ich ihn zu seinem ersten Programmkino-Besuch mitnahm: ins „Metropolis“ (wiederum in Hamburg“) zu meiner Reihe über den Beruf des Comedians im Film. Und siehe da: in einem der beiden gezeigte Filme spielte Torben sogar mit.
Wirklich irre aber ist, was Addy zu berichten hat …

Hier kommt alles raus:
https://www.bing.com/videos/riverview/relatedvideo?&q=98+-+Programmkino+(mit+Monty+Arnold+und+Torben+Sterner+von+Alle+42+Kultfilme)&qpvt=98+-+Programmkino+(mit+Monty+Arnold

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Kultfilm Azubis (8): Dicke Luft in der Wildnis

In der heutigen Folge des Podcasts geht es um zwei Männer mit großen Plänen, die sich an einen entlegenen Ort zurückziehen, um gottgleiche Macht an sich zu reißen:

https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/apocalypse-now-der-mann-der-koenig-sein-wollte

A) Apocalypse Now
Vietnam-Kriegsfilm von 1979

Captain Willard erhält von seiner Stabsstelle den Auftrag, in den Wirren des Vietnamkriegs nach Colonel Kurtz zu suchen, einem Elitekrieger, der eines Tages im Dschungel Kambodschas untertauchte und – offenbar verrückt geworden – ein Terrorregime errichtet hat. Für die US-Army ist er außerdem ein Sicherheitsrisiko. Willards Eintauchen in den Urwald wird zu einem Trip in die eigenen Abgründe und zur sprichwörtlichen Reise ins Herz der Finsternis.

Ungeachtet seines Ruhmes, seines Erfolges und dem Prädikat, der wichtigste aller Vietnam-Filme und ein Meisterwerk des Kinos zu sein, wird immer wieder punktuelle Kritik an Apocalypse Now geübt, der sehr freien und doch treffenden Verfilmung einer Erzählung von Joseph Conrad. Auch sein Regisseur Francis Ford Coppola hat die Welt immer wieder irritiert: mit der immensen Kluft zwischen schimmernden Ruhmestaten – wie Der Pate 1 und 2 – und Murks – wie One From The Heart, Megalopolis oder Der Pate III.

B) Der Mann, der König sein wollte / The Man Who Would Be King
Amerikanische Literaturverfilmung von 1975

Indien 1882: als Beschmutzer der Ehre ihrer Krone sollen die abgemusterten britischen Soldaten Danny Dravot und Peachy Carnehan eigentlich in den Knast. Doch die Fürsprache eines Logenbruders ermöglicht es ihnen, ins ferne Kafiristan zu ziehen, um ihr Glück zu machen. Dort, wo man seit Alexander dem Großen keinen Weißen mehr zu Gesicht bekommen hat, schlummern sagenhafte Reichtümer.
Am Ziel einer strapaziösen Reise helfen die fröhlichen Taugenichtse dem Bürgermeister eines Bergdorfes beim Kampf gegen die benachbarte Stadt, und durch einen Zufall gerät Danny dabei in den Ruf der Unsterblichkeit. Man erklärt ihn zum Gott und krönt ihn zum König.
Peachy möchte am liebsten so schnell wie möglich die Reichtümer zusammenraffen, die man ihnen nun zu Füßen legt, und in die Heimat zurückreisen. Doch Danny hat längst Gefallen an der Verehrung gefunden, die ihm entgegenschlägt, und träumt davon, ein Großreich zu gründen. Er überredet Peachy, noch zu bleiben, bis er eine schöne Eingeborene geehelicht hat. Ein fataler Fehler …

Der Erstling von Regisseur John Huston war der Film-Noir-Klassiker „Die Spur des Falken“ – wir behandelten wir in unserer ersten Staffel „Alle 42 Kultfilme“. Für ein knappes halbes Jahrhundert blieb er eine der respektiertesten und gefeiertesten Persönlichkeiten des US-Kinos und bespielte souverän alle dramatischen Genres.

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Superman – Die Filmkritik

Die Fakten

Supermans Erzfeind Lex Luthor tritt als waghalsiger Tech-Milliardär auf, der nun auch nach politischer Macht strebt. Mit Waffenlieferungen und Fake-News-Kampagnen unterstützt er einen autoritären Balkan-Staat bei dessen Eroberungskrieg gegen ein schwächeres Nachbarland. Kern seiner Kampagne ist es, Superman als Bedrohung – als interstellaren Einwanderer – zu brandmarken. Die Rechnung geht auf. Mit staatlicher Genehmigung sperrt Luthor den Helden in ein privates Zwischenweltgefängnis ein. Doch Superman wird nicht nur von Lois Lane vom „Daily Planet“ unterstützt, sondern auch von der „Justice Gang“ – und von Krypto!
Seit 1938 rettet Superman die an New York angelehnte Planstadt Metropolis. Zu seiner multimedialen Erfolgsgeschichte zählen – Gastauftritte mitgerechnet – insgesamt 15 Filmauftritte. Seine aktuelle Mission ist larger than life. Mit seinem neuen Film soll er für DC ein Cinematic Universe begründen, dessen Marvel-Vorbild gerade die Abenddämmerung erlebt.

Die Wahrheit

… gibt’s in Gespräch mit Torben Sterner und Hennes Bender in der Sonderausgabe unseres Podcasts:

https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/superman-sonderausgabe



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Menschen im Hotel

betr.: „Die Wahrheit“ in der „taz“ vom 4.7.2025

Mit der üblichen ernsten Ironie macht sich die „taz“ auf ihrer Witzseite über ehemalige Fußballstars lustig. Es wird beklagt, wie pupsig und dröge das Altenteil dieser Leute heute aussieht: „Manche studieren, werden ‘Sportpsychologen‘ oder ‘Ernährungsberater‘. Laaaaangweilig“. Doch nicht nur der Ruhestand, auch die aktive Zeit war einst eine Sause aus dem vergangenen Jahrhundert: „Es gab (…) nicht für jeden Scheiß gleich die gelbe Karte – die Regelauslegung war noch nicht von weinerlichen Snowflakes gekapert. Die meisten Schiedsrichter kamen direkt aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Auch im Trainingslager ging es noch richtig ab. Ins Hotelfoyer gepinkelt, um erst mal den Claim abzustecken, Zimmermädchen belästigt und jeden Abend alle Mann mit zusammengeknoteten Bettlaken am Fenster im sechsten Stock des Mannschaftshotels abgeseilt, Räuberleiter über den Stacheldrahtzaun und ab ins nächste Bordell mit Branntweinausschank. Um drei Uhr morgens stockvoll zurück. Herrlich, es war wie eine Klassenfahrt für schwer erziehbare Testosteronopfer – das war noch richtiger Teamsport.“

Das Verhalten in Hotels spielte auch in der Welt der Filmstars eine große Rolle, vor allem auf den Zimmern, wo von Produzenten gern Bademantel „gecastet“ wurde, während die Schauspieler den Ort gleich ganz verwüsteten, um sich in der Klatschpresse ein Ansehen zu geben. Insgesamt sind diese seligen Fußball-Zustände in der Welt des Showbiz durchaus noch beim Alten. Die zwischenzeitlichen MeToo-Bemühungen lösen sich gerade exemplarisch in milden Weinstein-Urteilen und –Revisionen auf, während immerhin die Filme selbst vor Wokeness und Sauberkeit blubbern.
Dass eines durchschnittlichen Mannes Kraft nach wie vor nicht unbegrenzt ist, zeigen uns die einander gleichenden Bilder von einst und jetzt. Der deutsche Weltstar Klaus Kinski fühlte sich in seiner Spätphase genausosehr von sich und der Welt gedisst und betrogen wie heute sein Kollege und Landsmann Til Schweiger.

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Wohnwelten (10): Albert Speer in Haft (Spandau)

Fortsetzung vom 30.6.2025

Mit seiner Überführung ins Spandauer Kriegsverbrechergefängnis versöhnte sich Albert Speer in seinen „Spandauer Tagebüchern“ nicht, ohne an seine späteren Leser zu denken:

Als Architekt gewohnt, den Kubikmetergehalt des umbauten Raumes auszurechnen, habe ich vorhin überschlagen, daß das von uns sieben in Spandau bewohnte Gebäude etwa achtunddreißigtausend Kubikmeter hat. Mein Anteil von einem Siebentel entspräche einem kleinen Palais von über einer Million Bauwert. Noch nie in meinem Leben habe ich so aufwendig gewohnt.

Die Details seiner Unterbringung verschweigt er gleichwohl nicht:

3. Oktober 1947
(…) Meine Zelle ist drei Meter lang und 2,70 Meter breit. Würde ich die dicken Mauern hinzurechnen, so ergäben sich die doppelten Grundmaße. Sie ist vier Meter hoch, was mir das Gefühl der Beengung nimmt. Wie in Nürnberg ist auch hier die Verglasung durch bräunlich getrübtes Zelluloid ersetzt. Wenn ich jedoch auf meinen einfachen Holzschemel steige, den Kippflügel öffne, sehe ich durch ein starkes Eisengitter den Wipfel einer alten Akazie und nachts die Sterne.
Die Wände sind lehmgelb gestrichen, ihr oberster Teil und die Decke weiß gekalkt. Die Platte des Zellentisches ist 0,48 auf 0,81 Meter groß. Das schmutzige Braun blättert bereits ab, die härteren Teile der Jahresringe stehen heraus. Spuren der Abnutzung durch Generationen von Gefangenen. Auf dem Tisch liegen meist meine Utensilien herum: Tabakschachtel, Pfeifen, Rechenschieber, Fotos, Haarbürste, Aktendeckel, Bleistifte, Briefe, drei Bücher und die Bibel. Ein sowjetischer Wärter rügte mich neulich, der Tisch könne „mehr dschista“ (Sauberkeit) zeigen und mehr „kultura“ haben. Seine Ermahnung hat keinen Erfolg.
Als Ersatz für einen Schrank hängt in der Zelle ein kleines, offenes Regal von 0,43 auf 0,54 Meter mit einem Zwischenfach. Darauf werden Seife und anderer Krimskrams aufgehoben. An einigen Haken hängen meine Habseligkeiten, Jacke, Mantel und Handtücher. Das Bett ist ein schwarzes Eisengestell von 1,90 Mater Länge und 0,79 Meter Breite; die Federn hängen durch. Aber es hat, anders als die Betten in Nürnberg, Kopfkeil, Kopfkissen, Bezug und Laken. Auf fünf grauen Wolldecken steht in großen schwarzen Buchstaben „GBI“; sie stammen folglich aus einem Arbeitslager meiner früheren Dienststelle als Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt. Sie sind aus Zellwolle und geben daher keine Wärme, zudem sind sie schwer. Eine mit gepreßter Baumwolle gefüllte Matratze stammt aus St. Antonio in Texas, wie ein Stempel der amerikanischen Heeresverwaltung aussagt.
Am Tage verwandele ich das Bett in eine Couch, indem ich eine Wolldecke über die Matratze lege. Auf dieser Couch frühstücke, lese, schreibe, faulenze ich. Nach einigen Monaten habe ich mich an die kleinen Abmessungen meiner Zelle so gewöhnt, daß ich beschließe, später in meinen Bauten alle Zimmer klein zu machen. Die Vorteile überwiegen die Nachteile. So kann ich beispielsweise auf der Couch liegend mir etwas vom Tisch holen, nur indem ich mich zur Seite drehe und den arm ausstrecke. Der Arbeitsraum im geplanten Führerpalast hatte sechshundertfünfzig Quadratmeter.
Wie in Nürnberg hat die eiserne Zellentür eine quadratische Öffnung in Augenhöhe. Durch eine Lampe wird die Zelle nachts dürftig von außen beleuchtet. Meist ist die Tür doppelt verschlossen und verriegelt. Wenn das versäumt wird, fühle ich mich merkwürdigerweise unbehaglich. (…)
Nur in Hose und Strohpantoffeln gehe ich zum Waschen. (…)

4. Oktober 1947
Durch Druck auf den in jeder Zelle angebrachten Knopf ließ Funk heute die rote Scheibe in der Halle herausklappen. Auf diese Weise rufen wir die Wärter herbei. (…)

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Tierhaargespräche

geführt von Monty Arnold

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Meckern im Mäusekino – Auflösung

Auflösung des Rätsels vom 3. Juli

1. Steven Spielberg ist der Produzent des Films, nicht der Regisseur (in der Fußnote mit den Credits wird der richtige Name angegeben).

2. Die Terroristen kommen nicht aus dem Libanon, sondern aus Libyen.

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Ausziehen

Die meisten Menschen haben einen Beruf, der sie langweilt, ein Familienleben oder eine Partnerschaft, die sie lieber nicht hätten und eine Wohnung, die ihnen nicht gefällt. Erstaunlich viele wohnen auch an einem Ort, den sie nicht leiden können. Wie all das andere, wird dieser Aspekt als gottgegeben angesehen, als nicht änderbar.
Sara Geisler scheibt im „Zeit-Magazin“ über den Moment, als sie ungewöhnlicherweise einmal ganz konstruktiv und ergebnisoffen über diese Frage nachdachte. (Die Motivation dafür ist simpel: sie lebte zu diesem Zeitpunkt in Berlin):

„Die meisten Menschen ziehen nicht um, weil ihnen danach ist, sondern weil der Mietvertrag endet, das zweite Kind unterwegs ist oder ein Praktikum winkt. Wer nur ein paar Straßen weiterzieht, unter 20 Kilometern, tut das meist aus familiären Gründen: mehr Platz, näher bei den Eltern. Lässt jemand über 150 Kilometer hinter sich, folgt er meist dem Ruf der Arbeit oder der Uni.
Auch meine eigenen Umzüge waren stets Reaktionen auf äußere Umstände: für’s Studium ging ich nach Graz, Winterthur und Shanghai, für die Arbeit nach Wien und Berlin. Kein einziger Umzug, auch kein innerstädtischer, war getrieben von einer inneren Landvermessung, von Überlegungen wie: Wo passe ich hin? Was brauche ich, um anzukommen? Wäre mein Leben besser, lebte ich an einem anderen Ort?
(… Ist) es nicht seltsam: dass wir längst künstliche Intelligenzen damit betrauen, die große Liebe zu finden – einen Menschen, der möglichst gut zu uns passt -, aber bei der Wahl des Wohnorts auf Algorithmen verzichten? Einfach dort bleiben, ‘wo es sich so ergeben hat“‘?“  

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Kultfilm Azubis (7): TV-Special Nr. 1 – Hitchcock und andere Briten

In den gelegentlichen TV-Specials des Podcasts begrüßt Monty Arnold einen Studiogast, mit dem er sich eine Kult-Episode der Fernsehgeschichte vornimmt, wie üblich gefolgt von einem Geheimtipp. Heute im Gespräch: Volker Robrahn

https://alle42kultfilme.letscast.fm/episode/tv-special-alfred-hitchcock-presents-misfits

A) Mordwaffe Lammkeule / Lamb To The Slaughter aus der amerikanischen TV-Serie „Alfred Hitchcock Presents“, Erstausstrahlung am 13. Apr. 1958

In zwei Tagen inszenierte Alfred Hitchcock diese Folge seiner anthologischen TV-Serie, die zur populärsten und am häufigsten zitierten seiner zehnjährigen Fernseharbeit werden sollte. Die deutschen Zuschauer mussten bis zum 100. Geburtstag des Regisseurs warten, um sie zu sehen. Die Geschichte um eine Polizistengattin, die ihren untreuen Ehemann mit einer gefrorenen Lammkeule erschlägt und dann sehr geschickt die Tatwaffe beseitigt, stammt aus dem Kurzgeschichtenschatz von Roald Dahl. Dass Hitchcock persönlich Regie führte, war Zufall. Er nahm die Skripte wie sie kamen, erzählte er. Die übrigen setzte ein Stab von Hausregisseuren um.
In der Hauptrolle ist Barbara Bel Geddes zu sehen, die im selben Jahr in „Vertigo“ auftrat und später als Clanmutter Miss Ellie in der Serie „Dallas“ eine schöne Alterskarriere machte.

B) Endlich berühmt aus der BBC-Serie „Misfits“, Erstausstrahlung unter dem Titel „Episode Six“ am 16.12.2010

Simon, Nathan, Curtis, Kelly und Alisha sind fünf Jugendliche aus der englischen Unterschicht, die wegen verschiedener Verfehlungen in einem Gemeindezentrum Sozialstunden ableisten müssen. Nach einem kosmischen Gewitter stellen sie übernatürliche Fähigkeiten an sich fest.
In der vorletzten Folge der 2. Staffel stellt sich heraus, dass es im Umkreis vereinzelt noch andere Mitbürger erwischt hat. Außerdem erfährt die Öffentlichkeit von den besonderen Fähigkeiten der fünf Kids, deren Bewährungsprogramm gerade abläuft. Eine taffe PR-Agentin nimmt sich ihrer an. Sie hat zu diesem Zeitpunkt schon einen pausbackigen Knaben unter Vertrag, der per Gedankenkraft Milch bewegen kann – auch eine Superkraft, wenn auch eine vergleichsweise uncoole. Da sich Mrs. Banleys Stall nun mit immer edleren Lichtgestalten füllt – z.B. mit einem Mädchen, das durch Handauflegen heilen kann -, hat sie längst begonnen, ihren „Magic Milk Magician“ zu vernachlässigen. Als sie ihn unmittelbar vor einer wichtigen PR-Aktion gar hinauswirft, entfesselt sie ihn zu einem psychopathischen Superschurken. Die Misfits erleben die Konfrontation mit ihrem persönlichen Gegenspieler, und sie müssen buchstäblich all ihre Kräfte zusammenlegen …

Während diese Serie, die im Serienboom der 2000er Jahre etwas untergegangen ist, als kenntnisreiche, unromantische Sozialstudie verblüfft, irritiert sie uns mit ihrem derben Sprachwitz und der Drastik ihrer Handlung. Die vorletzte Folge der 2. Staffel ist ein eigenständiges Werk, eine Mediensatire innerhalb der Parabel. 

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Meckern im Mäusekino: „Zurück in die Zukunft“

betr.: Filmrätsel / 40. Jahrestag der Uraufführung von „Back To The Future“

In den 90er Jahren waren Fernsehen und Fernsehzeitschriften noch eine allgegenwärtige Sache. Die „TV Spielfilm“ war die erste zweiwöchentliche Illustrierte mit Spielfilm-Schwerpunkt – was so großen Erfolg hatte, dass sie sofort mehrfach von Konkurrenzverlagen kopiert wurde. Dass ihrer gestrengen und überaus kompetenten Programmredaktion bei einem so populären Klassiker wie diesem zwei Fehler durchrutschten, haben wir ihr längst verziehen. Aber welche sind es?

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Auflösung folgt

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